SteinmetztechnikerIn
Als SteinmetztechnikerIn planst, gestaltest und bearbeitest du Natur- und Kunststein für Böden, Treppen, Fassaden, Grabmäler oder Denkmäler. Anders als in der reinen handwerklichen Steinbearbeitung gehört hier auch viel technische Planung dazu: Du arbeitest mit CAD, CNC-Maschinen, Kalkulationen, Logistik und Baustellenkoordination.
- 4 Jahre
- Berufsschule Schrems
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 1.244€ 1.212 – € 1.305
- 2. LEHRJAHR€ 1.797€ 1.678 – € 1.872
- 3. LEHRJAHR€ 2.438€ 2.407 – € 2.496
- 4. LEHRJAHR€ 2.760€ 2.726 – € 2.808
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Passt dieser Beruf zu dir?
Gefragt sind vor allem Macher:in und Organisierte. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.
„Hier bearbeitest du nicht nur Stein mit Hammer und Meißel, sondern planst Werkstücke digital, programmierst Maschinen und setzt tonnenschwere Teile millimetergenau an ihren Platz.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Fingerfertigkeit
- Ausgeprägter Tastsinn
- Unempfindlichkeit gegenüber Staub
- Räumliche Vorstellungsfähigkeit
- Gestalterische Fähigkeit
Typische Aufgaben
mehr- Skizzen, Pläne und CAD-Zeichnungen erstellen
- Steine von Hand und maschinell bearbeiten
- Profile, Bohrungen und Kanten ausformen
- CNC-Maschinen einrichten und Programme nutzen
- Schriften, Ornamente und Symbole gestalten
- Treppen und Bauteile aus Stein versetzen
- Denkmäler herstellen und aufstellen
Arbeitsumgebung
mehr- Werkstatt und Produktionshalle
- CAD-Arbeit im Büro
- Baustellen im Freien
- Wechselnde Einsatzorte
- Handwerkzeuge und Maschinen
- Transport und Montage
- Abstimmung mit anderen Gewerken
- Maschinenlärm
- Staubige Arbeitsumgebung
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre arbeitest du meistens zuerst als Fachkraft in einem Steinmetzbetrieb oder in der Natursteinindustrie und übernimmst schrittweise mehr Verantwortung bei Planung, CNC-Bearbeitung, Baustellenkoordination oder Montage. Häufige Wege führen in Spezialisierungen wie Fassadenverkleidung, Boden- und Stufenarbeiten, Grabmäler, Restaurierung und Denkmalpflege oder in gestalterische Bereiche wie Schriften, Gravur und Bauplastik. Mit Erfahrung kommen Funktionen in Arbeitsvorbereitung und Auftragsabwicklung dazu; möglich ist später auch die selbstständige Ausübung in reglementierten Gewerben.Lehrstellen als SteinmetztechnikerIn in deiner Nähe
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Im Detail
Anforderungen
In diesem Beruf treffen Kraft, Genauigkeit und Gestaltung aufeinander. Du bist gut aufgehoben, wenn du nicht nur gern praktisch arbeitest, sondern auch Pläne lesen, Maße berechnen, schwere Werkstücke mitdenken und zwischen Werkstatt, Büro und Baustelle umschalten kannst.
Was oft unterschätzt wird
Viele denken bei Stein zuerst an Kraft. In der Praxis entscheiden aber mehrere Fähigkeiten gleichzeitig darüber, ob du in diesem Beruf gut wirst.
- 🖐️ Oberflächen müssen nicht nur gut aussehen, sondern sich auch richtig anfühlen
- 📐 Räumliches Denken ist wichtig, damit Treppen, Umrahmungen oder Fassadenteile später exakt passen
- 🎨 Für Schriften, Ornamente und Denkmäler brauchst du ein echtes Gefühl für Form und Wirkung
- 💻 Ohne CAD, CNC und digitale Dokumentation ist die Technik-Seite des Berufs nicht zu schaffen
- 😷 Staub, Lärm und körperliche Belastung gehören real zum Alltag dazu
Achtung
Wenn du zwar gern zeichnest, aber ungern mit Staub, schweren Werkstücken und Baustellen zu tun hast, passt eher ein reiner Planungsberuf als Steinmetztechnik.
Alle Anforderungen
Koerperlich
- Gute körperliche Verfassunghoch
- Krafthoch
- Physische Ausdauerhoch
- Fingerfertigkeithoch
- Ausgeprägter Tastsinnhoch
- Auge-Hand-Koordinationhoch
- Gutes Sehvermögenhoch
- Farbsehenmittel
- Unempfindlichkeit gegenüber Staubhoch
- Lärmunempfindlichkeitmittel
Fachkompetenz
- Handwerkliche Geschicklichkeithoch
- Räumliche Vorstellungsfähigkeithoch
- Gestalterische Fähigkeithoch
- Gefühl für Farben und Formenmittel
- Gutes Augenmaßhoch
- Technisches Verständnishoch
- Anwendung und Bedienung digitaler Toolsmittel
- Datensicherheit und Datenschutzniedrig
- Freihandzeichnenmittel
- Zahlenverständnis und Rechnenmittel
- Wirtschaftliches Verständnismittel
Allgemein
- Mobilität für wechselnde Arbeitsortemittel
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
- Lernbereitschaftmittel
- Einsatzfreudemittel
Selbstkompetenz
- Selbstständiges Arbeitenmittel
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Sicherheitsbewusstseinhoch
- Umweltbewusstseinmittel
- Aufmerksamkeithoch
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
- Geduldmittel
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
Sozialkompetenz
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Kundenorientierungmittel
- Argumentations- und Überzeugungsfähigkeitmittel
- Teamfähigkeitmittel
- Führungsfähigkeitniedrig
Methodenkompetenz
- Organisationsfähigkeithoch
- Planungsfähigkeithoch
- Systematische Arbeitsweisehoch
- Kreativitätmittel
Im Detail
Aufgaben
Der Kern des Berufs ist, aus rohem Stein ein fertiges Bauteil oder Werkstück zu machen und den ganzen Weg dorthin mitzudenken. Du arbeitest also nicht nur an der Oberfläche eines Steins, sondern planst Formen, prüfst Material, bearbeitest mit Handwerkzeug und CNC-Technik, organisierst Transport und Montage und kontrollierst, ob am Ende alles passt.
Besonderheit
Steinmetztechnik ist deutlich mehr als Stein zuschneiden: Du verbindest Entwurf, CNC-Bearbeitung, Baustellenlogistik und sichtbare Gestaltung in einem einzigen Beruf.
Alle Aufgaben
Natur- und Kunststeine auswählen und prüfen
Bevor überhaupt gesägt oder gestaltet wird, suchst du passende Steine wie Granit, Marmor, Kalkstein, Sandstein oder Porphyr aus. Du prüfst Qualität, Struktur, Farbe und ob der Stein für den geplanten Einsatz im Innen- oder Außenbereich geeignet ist. Fehler im Material können später zu Ausbrüchen, Rissen oder Problemen beim Versetzen führen, deshalb beginnt gute Arbeit hier schon im Lager oder am Steinbruch.
Skizzen, Pläne und CAD-Zeichnungen erstellen
Du arbeitest nach Vorgaben von Kunden, Architektinnen oder dem Betrieb und setzt diese in Skizzen, technische Zeichnungen oder CAD-Modelle um. Dabei legst du Maße, Profile, Gehrungen, Aussparungen und Bearbeitungsflächen fest. Solche Unterlagen sind die Grundlage für Zuschnitt, CNC-Bearbeitung, Materialberechnung und die Montage auf der Baustelle.
Steinerzeugnisse planen und Material berechnen
Du planst, wie ein Werkstück hergestellt werden kann, und rechnest aus, wie viel Stein, Hilfsstoff, Arbeitszeit und Transport dafür nötig sind. Dazu gehören zum Beispiel Mörtel, Kleber, Kitt, Einlegeteile oder Metallbuchstaben. Diese Vorbereitung entscheidet darüber, ob der Auftrag wirtschaftlich bleibt und ob auf der Baustelle später alles rechtzeitig verfügbar ist.
Steine von Hand und maschinell bearbeiten
Du sägst, spaltest, trennst, behauest, schleifst und polierst Natur- und Kunststein, je nachdem, welche Form und Oberfläche gebraucht wird. Dabei arbeitest du mit Handwerkzeugen wie Hammer und Meißel, aber auch mit Maschinen in der Werkstätte. So entstehen ebene, hohle oder gewölbte Flächen, saubere Kanten und exakt bearbeitete Sichtflächen.
Profile, Bohrungen und Kanten ausformen
Viele Werkstücke brauchen mehr als nur einen geraden Zuschnitt. Du stellst Gehrungen, Schrägen, Ausklinkungen, Aussparungen, Bohrungen, Fasen oder Rundungen her, damit Treppen, Umrahmungen oder Fassadenteile später genau zusammenpassen. Dabei kommt es auf gutes Augenmaß und genaue Maßarbeit an, weil schon kleine Abweichungen beim Versetzen sichtbar werden.
CNC-Maschinen einrichten und Programme nutzen
In diesem Lehrberuf arbeitest du auch mit rechnergestützten Maschinen. Du übernimmst Daten aus CAD-Zeichnungen, erstellst einfache CNC-Programme und bearbeitest Steinflächen oder Formen maschinell, etwa für wiederkehrende Profile oder präzise Zuschnitte. Die Maschine nimmt dir nicht das Denken ab: Du musst Werkzeugwege, Maße und Materialverhalten kontrollieren und den Bearbeitungsprozess überwachen.
Schriften, Ornamente und Symbole gestalten
Du bringst Beschriftungen, Verzierungen oder Symbole auf Stein auf, etwa bei Grabmälern, Tafeln oder Gestaltungselementen. Dazu gravierst du, arbeitest Ornamente aus oder setzt Einlegeteile ein; teils werden Schriften auch farbig gefasst oder vergoldet. Hier ist nicht nur sauberes Arbeiten wichtig, sondern auch ein Gefühl dafür, wie Schrift und Fläche zusammenwirken.
Platten, Fliesen und Bodenbeläge verlegen
Du verlegst Steinplatten, Bodenplatten und Fliesen im Innen- oder Außenbereich. Dafür bereitest du den Untergrund vor, richtest die Teile aus und arbeitest mit Mörtel, Kleber oder anderen Hilfsstoffen. Entscheidend ist, dass Fugenbild, Höhe, Gefälle und Übergänge stimmen, damit die Fläche nicht nur gut aussieht, sondern auch belastbar und dauerhaft ist.
Treppen und Bauteile aus Stein versetzen
Du setzt schwere Werkstücke wie Treppenstufen, Fenster- und Türumrahmungen oder Fassadenverkleidungen an ihren vorgesehenen Platz. Dazu brauchst du Hebe- und Transporthilfen wie Kräne oder Stapler und musst genau mit anderen Gewerken abstimmen. Beim Versetzen zählt Millimeterarbeit, weil Steinbauteile später kaum noch korrigiert werden können.
Denkmäler herstellen und aufstellen
Ein eigener Bereich des Berufs ist die Gestaltung und Herstellung von Denkmalen, Gedenksteinen oder Grabmälern. Du bearbeitest Form, Oberfläche, Schrift und Symbole und kümmerst dich anschließend auch um Transport und fachgerechtes Aufstellen. Gerade hier treffen handwerkliche Bearbeitung, Gestaltung und würdiger Gesamteindruck direkt aufeinander.
Steinerzeugnisse reinigen und restaurieren
Du wirkst bei der Pflege, Instandhaltung und Restaurierung bestehender Werkstücke mit, besonders bei historischen Steinen und Denkmalen. Dabei werden Oberflächen gereinigt, beschädigte Stellen beurteilt und geeignete Maßnahmen zur Konservierung oder Ausbesserung vorbereitet. Häufig arbeitest du hier besonders vorsichtig, weil historische Substanz erhalten und nicht einfach ersetzt werden soll.
Transport, Montage und Baustellenablauf organisieren
Steinerzeugnisse sind schwer, empfindlich und oft nur mit genauer Planung zu bewegen. Du organisierst deshalb Material, Personal, Transport und den Ablauf auf Baustellen oder Denkmalorten und stimmst dich mit Baumeisterinnen, Landschaftsgärtnern oder Restauratorinnen ab. Wenn diese Koordination nicht klappt, steht das Werkstück zwar fertig in der Halle, kann aber nicht richtig eingebaut werden.
Qualität prüfen und Arbeit dokumentieren
Am Ende kontrollierst du Maße, Oberfläche, Kanten, Schriftbild und Passgenauigkeit der Werkstücke. Außerdem führst du Material- und Stundenlisten, dokumentierst Arbeitsabläufe und unterstützt bei Abrechnung und Auftragsnachweis, oft mit computergestützten Systemen. Diese Unterlagen sind wichtig, damit im Betrieb nachvollziehbar bleibt, was gemacht wurde und was der Auftrag gekostet hat.
Kunden zur Gestaltung und Pflege beraten
Du besprichst mit Kundinnen und Kunden, welches Material, welche Form und welche Bearbeitung für ein Werkstück sinnvoll sind. Dabei geht es zum Beispiel um die Wirkung unterschiedlicher Steine, um Beschriftungen oder darum, wie ein Grabmal, eine Stufe oder eine Verkleidung später gepflegt werden sollte. Gute Beratung heißt hier, Gestaltungsideen mit Machbarkeit, Haltbarkeit und Kosten zusammenzubringen.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Wo du tatsächlich arbeitest
Der Beruf findet nicht an einem einzigen Ort statt, sondern springt zwischen Planung, Fertigung und Montage.
- 🏢 Im Betriebsbüro für Entwürfe, CAD-Zeichnungen, Kalkulation und Dokumentation
- 🏭 In Werkstätten und Produktionshallen an Sägen, Schleifmaschinen und CNC-Anlagen
- 🪨 In Lagerräumen oder fallweise am Steinbruch bei Auswahl und Prüfung des Materials
- 🏗️ Auf Baustellen im Innen- und Außenbereich beim Verlegen und Versetzen
- 🕍 An Denkmalorten bei Reinigung, Restaurierung oder beim Aufstellen von Denkmälern
Typische Umgebungsmerkmale
- Werkstatt und Produktionshalle
- CAD-Arbeit im Büro
- Baustellen im Freien
- Wechselnde Einsatzorte
- Handwerkzeuge und Maschinen
- Transport und Montage
- Abstimmung mit anderen Gewerken
- Maschinenlärm
- Staubige Arbeitsumgebung
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: vom Mithelfen zum Mitentscheiden
Direkt nach der Lehre bist du nicht mehr nur bei einzelnen Arbeitsschritten dabei, sondern trägst für ganze Werkstücke oder Teilaufträge Verantwortung. Das kann heißen, dass du einen Auftrag von der Zeichnung bis zum fertigen Einbau mitbetreust, Maschinen selbst einrichtest oder auf der Baustelle den Ablauf mit organisierst. Gerade in diesem Beruf wächst Verantwortung oft nicht über Titel, sondern über Vertrauen: Wer sauber plant, genau arbeitet und bei schweren Montagen ruhig bleibt, bekommt die anspruchsvolleren Arbeiten. Besonders gefragt sind Leute, die Handwerk und Technik verbinden können, also sowohl an der Maschine als auch bei CAD, Materialwahl und Einbau mitdenken. Weil der Lehrberuf noch relativ selten ist, kann genau diese Kombination im Betrieb schnell auffallen.
Typische Richtungen im Beruf
Mit Berufserfahrung entwickeln sich SteinmetztechnikerInnen oft nicht in nur eine Richtung, sondern in fachliche Schwerpunkte.
- 🏛️ Restaurierung und Denkmalpflege, wenn dich historische Bauten, alte Oberflächen und vorsichtige Instandsetzung interessieren
- 🪦 Friedhofsbereich mit Grabmälern, Grüften, Schriften und individueller Gestaltung für Gedenksteine
- 🏠 Innenausbau mit Boden-, Wand- und Stufenarbeiten aus Naturstein im Wohn- und Objektbereich
- 🧱 Fassadenverkleidung und Bauteile wie Fenster- und Türumrahmungen für den Hochbau
- 🌿 Garten- und Landschaftsbau mit Brunnen, Begrenzungen, Stufen, Mauerelementen und Außenanlagen
- ✒️ Grafik, Gravur, Schriften und Verzierungen, wenn du besonders stark in Gestaltung und feiner Bearbeitung bist
Wenn du die Technik-Seite magst
Ein naheliegender Entwicklungsweg führt tiefer in CAD, CNC und digitale Produktionsabläufe. Dann bist du die Person, die Entwürfe sauber in technische Daten übersetzt, Bearbeitungen vorbereitet, einfache Programme erstellt und dafür sorgt, dass die Maschine genau das macht, was der Plan vorgibt. Diese Rolle ist im Betrieb wichtig, weil Fehler an dieser Stelle teuren Stein betreffen und sich später kaum verstecken lassen. Wer hier gut wird, arbeitet oft enger an Arbeitsvorbereitung, Kalkulation und Qualitätskontrolle mit. Das ist eine gute Richtung für Leute, die nicht nur gern mit den Händen arbeiten, sondern auch Freude an Präzision, Software und Produktionslogik haben.
Der Weg in Gestaltung, Gravur und Bauplastik
Wenn dich eher die sichtbare Form interessiert, kannst du dich in Richtung Gestaltung vertiefen. Dann geht es stärker um Proportionen, Schriftbilder, Ornamente, Symbole, Oberflächenwirkung und individuelle Entwürfe für Grabmäler, Tafeln oder künstlerische Steinelemente. In manchen Betrieben wird diese Stärke besonders geschätzt, weil Kunden nicht einfach nur einen Steinblock wollen, sondern ein Werkstück mit Aussage, Würde oder architektonischer Wirkung. Aus dieser Richtung ergeben sich auch Berührungspunkte zur Bildhauerei oder zu gestalterischen Spezialaufträgen. Entscheidend ist hier, dass du Technik nicht gegen Gestaltung ausspielst: Gute Entwürfe müssen am Ende auch herstellbar und versetzbar sein.
Restaurierung: arbeiten an Dingen, die bleiben sollen
Ein besonders eigener Weg ist die Arbeit an historischen Steinen und Denkmalen. Dort ersetzt du nicht einfach Alt durch Neu, sondern musst verstehen, wie der bestehende Stein aufgebaut ist, was beschädigt ist und welche Eingriffe überhaupt vertretbar sind. Das verlangt Geduld, Beobachtung und Respekt vor vorhandener Substanz. Wer sich in diese Richtung entwickelt, arbeitet oft an Orten, an denen Geschichte sichtbar ist: bei alten Fassaden, Denkmälern, Tafeln oder sakralen Objekten. Für viele ist genau das der Punkt, an dem der Beruf mehr wird als Produktion — nämlich Erhaltung von etwas, das kulturell oder persönlich bedeutend ist.
Später Verantwortung im Betrieb übernehmen
Mit einigen Jahren Erfahrung kannst du in Aufgaben hineinwachsen, die über das reine Bearbeiten hinausgehen. Dann planst du Abläufe, teilst Arbeit ein, kalkulierst Aufträge genauer, koordinierst Transporte und bist Ansprechperson zwischen Werkstatt, Baustelle und Kundschaft. In einem mittleren oder größeren Betrieb ist das oft der Schritt in Richtung Arbeitsvorbereitung oder auftragsbezogene Leitung. Das bedeutet nicht automatisch, dass du nur noch im Büro sitzt: Gerade in diesem Beruf bleibt es wertvoll, wenn jemand Planung und praktische Umsetzung aus eigener Erfahrung kennt. Wer gut organisiert und fachlich sattelfest ist, wird hier oft unverzichtbar.
Ein eigener Betrieb oder eine eigene Werkstatt
Wenn du später selbstständig arbeiten willst, gibt es dafür in Österreich einen klar geregelten Weg über reglementierte Gewerbe. Im Umfeld dieses Berufs kommen insbesondere das reglementierte Handwerk Steinmetzmeister einschließlich Kunststeinerzeugung und Terrazzomacher sowie das Handwerk der Bildhauer in Frage; dafür brauchst du die vorgesehenen Befähigungsnachweise und die allgemeinen Voraussetzungen für eine Gewerbeberechtigung. Das spannende daran: Eine eigene Werkstatt kann sehr unterschiedlich aussehen. Die eine Person baut sich einen Betrieb für Grabmäler, Restaurierung und Schriften auf, die andere spezialisiert sich auf hochwertige Innenausbauten, Fassaden oder Gartenanlagen aus Naturstein. Selbstständigkeit heißt hier nicht nur 'Chef sein', sondern eine eigene Handschrift entwickeln — bei Materialien, Qualität, Gestaltung und der Art, wie Aufträge abgewickelt werden.
Realistisch
Die Nachfrage nach SteinmetzInnen und SteinmetztechnikerInnen gilt als stabil, auch wenn sie saisonal schwanken kann. Für dich heißt das: Der Beruf ist kein Massenweg, aber genau deshalb kann gute Facharbeit sichtbar werden.
Der ruhige, solide Weg ist hier genauso möglich
Nicht jeder will später einen Betrieb führen oder Spezialaufträge aufbauen. Du kannst in diesem Beruf auch einfach eine verlässliche Fachkraft sein, die saubere Arbeit macht, ihren Bereich beherrscht und im Team geschätzt wird. Das kann ein sehr gutes Fundament sein: ein konkretes Handwerk, sichtbare Ergebnisse und ein Alltag, in dem du am Ende des Tages sagen kannst, was du hergestellt oder gesetzt hast. Gerade für Menschen, die lieber etwas Greifbares schaffen als dauerhaft am Bildschirm zu sitzen, ist das ein starkes Berufsleben. Und wenn sich deine Ziele später ändern, kannst du von diesem Fundament aus immer noch in Technik, Gestaltung oder mehr Verantwortung weitergehen.
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