Als BildhauerIn formst, schnitzt, meißelst und restaurierst du Gegenstände und Kunstwerke aus Holz, Stein, Gips, Kunststein, Metall oder Kunststoff. Du arbeitest nicht nur frei künstlerisch, sondern auch sehr handwerklich: von Skizze und Modell über die maschinelle Vorbearbeitung bis zur feinen Oberfläche oder zur Restaurierung an historischen Fassaden und Denkmälern.
- 3 Jahre
- Berufsschule Wien
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 1.093€ 881 – € 1.305
- 2. LEHRJAHR€ 1.378€ 1.077 – € 1.678
- 3. LEHRJAHR€ 1.831€ 1.254 – € 2.407
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Passt dieser Beruf zu dir?
Gefragt sind vor allem Gestalter:in und Macher:in. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.
„Dieser Beruf beginnt oft mit Ton oder Gips am Modell und endet bei einer Figur, einem Relief oder einem restaurierten Fassadenteil, das später an einem echten Gebäude montiert wird.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Gestalterische Fähigkeit
- Kunstverständnis
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Ausdauer und Durchhaltevermögen
- Körperliche Wendigkeit
- Gleichgewichtsgefühl
- Ausgeprägter Tastsinn
Typische Aufgaben
mehr- Modelle, Formen und Abdrücke herstellen
- Formen auf Werkstücke übertragen
- Holz und Stein bildhauerisch bearbeiten
- Skulpturen und Reliefs plastisch gestalten
- Oberflächen behandeln und veredeln
- Historische Teile restaurieren und ergänzen
Arbeitsumgebung
mehr- Werkstattarbeit mit Handwerkzeugen
- Arbeit mit Stein- und Holzbearbeitungsmaschinen
- Einsätze an historischen Gebäuden und Denkmälern
- Zusammenarbeit mit Kolleginnen, Steinmetzbetrieben oder Kundschaft
- Lärm durch Maschinen und Pressluftwerkzeuge
- Staub bei Stein-, Holz- und Kunststeinbearbeitung
- 3-D-Programme und CNC-Technik
- Montage und Restaurierung vor Ort
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre arbeitest du meist in kleinen Handwerks- oder Restaurationsbetrieben weiter und entwickelst dich über Praxis zu einer Person, die selbstständig ganze Werkstücke, Ergänzungen oder Restaurierungsaufträge übernehmen kann. Häufige Wege sind Spezialisierungen auf Fassaden, Stuck, Skulpturen, Decken und Vertäfelungen, Montage oder Denkmalrestaurierung; zusätzlich kann Weiterbildung in Gestaltung, Design, CAD oder Grafik die Chancen verbessern. Wer mehr Verantwortung oder den eigenen Betrieb anstrebt, braucht auf längere Sicht die Meisterprüfung – daneben gibt es mit der Bauhandwerkerschule in Hallein und der Meisterschule für Kunst und Gestaltung in Graz zwei besonders passende nächste Bildungswege.Lehrstellen als BildhauerIn in deiner Nähe
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Anforderungen
Für diesen Beruf brauchst du nicht nur handwerkliches Können, sondern ein sehr gutes Gefühl für Form, Proportion und Oberfläche. Wer hier gut aufgehoben ist, kann lange konzentriert an Details arbeiten, hält Staub, Lärm und körperliche Arbeit aus und bleibt auch dann präzise, wenn ein Werkstück groß, schwer oder historisch besonders heikel ist.
Achtung
Unterschätzt wird oft der körperliche Teil: Auch wenn das Ergebnis kunstvoll aussieht, arbeitest du regelmäßig mit Staub, Lärm, schweren Materialien und manchmal auf Gerüsten oder direkt an Fassaden.
Was hier wirklich zusammenkommen muss
In diesem Beruf reicht es nicht, nur gut zu zeichnen oder nur geschickt mit Werkzeugen zu sein. Du brauchst beides gleichzeitig: ein Gefühl für Form und Stil und die Fähigkeit, diese Idee millimetergenau in Holz, Stein oder Gips umzusetzen. Dazu kommt Geduld, weil plastische Arbeiten langsam wachsen und viele Korrekturen über kleine Schritte passieren. Besonders bei Restaurierungen ist außerdem Urteilsvermögen wichtig, weil du entscheiden musst, was erhalten, was gefestigt und was neu ergänzt werden darf.
Alle Anforderungen
Fachkompetenz
- Gestalterische Fähigkeithoch
- Kunstverständnishoch
- Räumliches Vorstellungsvermögenhoch
- Gutes Augenmaßhoch
- Handwerkliche Geschicklichkeithoch
- Technisches Verständnismittel
Allgemein
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Selbstständiges Arbeitenhoch
- Einsatzfreudemittel
- Verantwortungsbewusstseinmittel
- Lernbereitschaftmittel
Sozialkompetenz
- Aufgeschlossenheitmittel
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Kundenorientierungmittel
Selbstkompetenz
- Aufmerksamkeithoch
- Ausdauer und Durchhaltevermögenhoch
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
- Eigeninitiativemittel
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
- Sicherheitsbewusstseinhoch
- Umweltbewusstseinmittel
- Zielstrebigkeitmittel
Methodenkompetenz
- Kreativitäthoch
- Planungsfähigkeitmittel
- Systematische Arbeitsweisehoch
Koerperlich
- Körperliche Wendigkeitmittel
- Gleichgewichtsgefühlmittel
- Fingerfertigkeithoch
- Ausgeprägter Tastsinnhoch
- Auge-Hand-Koordinationhoch
- Sehvermögenhoch
- Gute körperliche Verfassungmittel
- Unempfindlichkeit gegenüber Staubhoch
Im Detail
Aufgaben
Im Zentrum dieses Berufs steht das plastische Gestalten: Du denkst Formen räumlich, entwickelst sie aus Zeichnungen oder Modellen und arbeitest sie mit Werkzeugen und Maschinen aus dem Material heraus. Ein typischer Arbeitstag wechselt zwischen Entwurf, handwerklicher Bearbeitung, Oberflächenarbeit und – je nach Auftrag – Restaurierung oder Montage vor Ort.
Besonderheit
Bildhauerei ist kein reiner Kunstberuf und kein reiner Bauberuf. Du wechselst zwischen Entwurf, Modell, handwerklicher Materialbearbeitung, Oberflächenveredelung und – bei Restaurierungen – sehr genauer Arbeit an bestehenden historischen Teilen.
Alle Aufgaben
Skizzen und Werkzeichnungen ausarbeiten
Am Anfang vieler Aufträge stehen Zeichnungen, Entwürfe oder technische Unterlagen. Du liest Maße, Ansichten und Proportionen heraus oder hältst eigene Ideen in Skizzen und Werkzeichnungen fest. Das ist wichtig, damit Figuren, Reliefs, Verkleidungen oder Schmuckelemente später nicht nur gut aussehen, sondern auch technisch passen – etwa an einer Fassade, Tür oder Wandvertäfelung.
Modelle, Formen und Abdrücke herstellen
Bevor in Stein oder Holz gearbeitet wird, formst du häufig ein Modell aus Plastilin, Ton oder Gips. Bei größeren Arbeiten trägst du das Material auf ein Gerüst auf und formst es mit Spachtel, Schlinge oder Stab aus. Solche Modelle helfen, Proportionen und Wirkung zu prüfen und dienen oft als Vorlage für die spätere Übertragung ins endgültige Material.
Werkstoffe auswählen und vorbereiten
Je nach Auftrag entscheidest du, ob Holz, Stein, Alabaster, Gips, Kunststein, Kunststoff oder Metall geeignet ist. Du prüfst Qualität, Struktur und Verwendbarkeit des Materials und lagerst Werk- und Hilfsstoffe fachgerecht. Die Materialwahl beeinflusst, welche Werkzeuge du brauchst, wie fein Details ausgearbeitet werden können und wie das Werkstück später im Innen- oder Außenbereich hält.
Formen auf Werkstücke übertragen
Wenn das Modell feststeht, überträgst du wichtige Punkte und Maße auf den Rohling. Dabei kommt es darauf an, dass Proportionen, Perspektive und räumliche Wirkung auch im endgültigen Werkstück stimmen. Schon kleine Abweichungen können dazu führen, dass ein Gesicht, ein Ornament oder ein Relief unharmonisch wirkt oder nicht mehr zur geplanten Umgebung passt.
Holz und Stein bildhauerisch bearbeiten
Du arbeitest die Form mit Sägen, Schnitzeisen, Schnitzmessern, Meißeln, Stemmeisen, Raspeln, Feilen, Hobeln, Hämmern oder Schlägeln heraus. Bei Stein kommen auch Spitzeisen, Schlageisen, Stockhammer oder pressluftbetriebene Werkzeuge zum Einsatz. Dabei wird Schritt für Schritt Material entfernt, bis aus dem Rohling eine Figur, ein Relief, eine Schrift, ein Ornament oder ein Bauteil entsteht.
Maschinen zur Vorbearbeitung einsetzen
Für gröbere Arbeitsschritte oder Serienfertigung nutzt du Maschinen wie Steintrennmaschinen, Torpedosägen oder CNC-gesteuerte Kopierfräsen. Damit lassen sich Rohformen oder wiederkehrende Teile schneller herstellen. Die maschinell bearbeiteten Stücke müssen aber meist von Hand nachgearbeitet werden, damit Kanten, Übergänge und Oberflächen die gewünschte Qualität bekommen.
Skulpturen und Reliefs plastisch gestalten
Du gestaltest Werkstücke nach Stilkunde, Proportionslehre und Perspektive dreidimensional aus. Dazu gehören Rundplastiken, Flach- und Hochreliefs, Heiligenfiguren, Denkmäler, Freiplastiken oder Modelle für Architekturplastiken. Entscheidend ist, dass die Form aus jedem Blickwinkel stimmig wirkt und zur Funktion oder zum Ort passt.
Schmuck- und Gebrauchsgegenstände fertigen
Neben freien Skulpturen stellst du auch kunsthandwerkliche Gegenstände und Ausstattungsteile her, zum Beispiel geschnitzte Holzdecken, Wandvertäfelungen, Möbelteile, Fassadenschmuck, Lampen, Leuchter, Spiegelrahmen oder Souvenirs. Solche Arbeiten verbinden Gestaltung mit genauer Maßarbeit. Das Werkstück muss nicht nur schön sein, sondern sich auch sauber montieren oder verwenden lassen.
Oberflächen behandeln und veredeln
Ist die Form fertig, bearbeitest du die Oberfläche weiter – etwa durch Imprägnieren, Beizen, Lasieren, Wachsen, Ölen, Polieren oder Bemalen. Besonders anspruchsvoll ist das Vergolden, auch Fassen genannt. Dabei arbeitest du unter anderem mit Leimtränken, Kreidestaub, Blattgold und Ölfarben, damit die Oberfläche den gewünschten Farbton, Schutz und Ausdruck erhält.
Kundschaft zu Entwurf und Ausführung beraten
Du besprichst mit Kundinnen und Kunden, was hergestellt oder restauriert werden soll, welches Material geeignet ist und wie groß, schwer oder detailreich das Werkstück werden kann. Bei Grabmälern, Denkmälern oder Ausstattungsteilen für Gebäude geht es oft auch um Stil, Haltbarkeit und den genauen Aufstellungs- oder Einbauort. Gute Beratung verhindert Missverständnisse und sorgt dafür, dass Entwurf, Budget und technische Umsetzung zusammenpassen.
Schäden an Objekten begutachten
Bei Restaurierungsaufträgen schaust du dir historische Möbel, Figuren, Reliefs, Fassadenteile oder Denkmäler genau an und erstellst ein Schadensgutachten. Du klärst, welche Teile locker, verschmutzt, verwittert, gebrochen oder ergänzt werden müssen. Erst danach lässt sich entscheiden, welche Reinigungs-, Festigungs- oder Ergänzungsarbeiten fachlich sinnvoll sind.
Historische Teile restaurieren und ergänzen
Bei der Restaurierung festigst du Steinteile mit chemischen Festigungsmitteln, reinigst Oberflächen mit Wasser oder geeigneten chemischen Mitteln und schließt Schadstellen mit Kunststein. Fehlende Stücke an Figuren, Reliefs, Möbeln oder Fassadenteilen fertigst du neu an oder ersetzt beschädigte Teile passgenau. Gerade bei historischen Objekten musst du so arbeiten, dass die Ergänzung hält, aber das ursprüngliche Erscheinungsbild nicht verfälscht.
Werkstücke montieren und befestigen
Ein Teil der Arbeit passiert nicht in der Werkstatt, sondern direkt vor Ort. Du befestigst Figuren oder Statuen auf Sockeln, montierst Verkleidungen und Schmuckelemente oder setzt ergänzte Bauteile an Fassaden ein. Dabei musst du genau arbeiten, weil Gewicht, Untergrund und Ausrichtung stimmen müssen und Fehler nach der Montage oft schwer zu korrigieren sind.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Wo du als BildhauerIn arbeitest
Der Arbeitsort hängt stark davon ab, was der Betrieb herstellt oder restauriert.
- Werkstatt eines kleinen oder mittleren Bildhauerbetriebs mit Handarbeitsplätzen und Maschinen
- Restaurierungsbetrieb mit Aufträgen an Möbeln, Figuren, Reliefs oder historischen Bauteilen
- Vor Ort bei Kundschaft, wenn Figuren montiert, Verkleidungen angebracht oder Objekte begutachtet werden
- An Fassaden, Denkmälern oder historischen Gebäuden, oft gemeinsam mit Steinmetzbetrieben
Seltenes Lehrberufsfeld
Lehrstellen sind in diesem Beruf sehr selten. In den letzten Jahren gab es vereinzelte Ausbildungsplätze vor allem in Wien, und die Lehre wurde häufig gemeinsam mit Tischlerei absolviert.
Typische Umgebungsmerkmale
- Werkstattarbeit mit Handwerkzeugen
- Arbeit mit Stein- und Holzbearbeitungsmaschinen
- Einsätze an historischen Gebäuden und Denkmälern
- Zusammenarbeit mit Kolleginnen, Steinmetzbetrieben oder Kundschaft
- Lärm durch Maschinen und Pressluftwerkzeuge
- Staub bei Stein-, Holz- und Kunststeinbearbeitung
- 3-D-Programme und CNC-Technik
- Montage und Restaurierung vor Ort
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: vom Mithelfen zum eigenen Werkstück
Der erste große Schritt nach der Lehre ist nicht ein schicker Titel, sondern mehr Eigenverantwortung in der Werkstatt. Du übernimmst dann nicht mehr nur einzelne Bearbeitungsschritte, sondern planst Arbeiten mit: welches Material passt, wie ein Modell übertragen wird, wann maschinell vorbearbeitet wird und wann Handarbeit nötig ist. In kleinen Betrieben merkt man schnell, wem man heikle Stücke anvertrauen kann – zum Beispiel eine feine Gesichtsform, eine vergoldete Oberfläche oder eine Ergänzung an einem historischen Objekt. Wenn du dir hier einen Ruf für saubere Arbeit aufbaust, wirst du bei Aufträgen immer stärker zur Person, die den entscheidenden Teil ausführt. Gerade in diesem Beruf ist die Qualität deiner tatsächlichen Werkstücke wichtiger als eine formale Hierarchie im Betrieb.
Typische Spezialisierungen im Berufsalltag
Mit Erfahrung entwickelt sich Bildhauerei oft in eine klarere Richtung statt in einen einzigen Standard-Karriereweg.
- Fassaden und Denkmäler restaurieren, mit Schadensgutachten, Festigung, Reinigung und passgenauen Ergänzungen
- Skulpturen und Freiplastiken fertigen, vom Modell bis zur fertigen Oberfläche
- Decken, Vertäfelungen und geschnitzte Ausstattungsteile für Innenräume herstellen
- Flach- und Hochreliefs, Schriften und Ornamente für Gebäude, Grabmäler oder sakrale Räume ausarbeiten
- Montage und Endfertigung übernehmen, also Werkstücke vor Ort befestigen und an den Einbau anpassen
- Technisches Zeichnen, CAD oder 3-D-Programme stärker einsetzen, wenn Entwurf und Übertragung digitaler werden
Wenn dich historische Substanz reizt: der Weg in die Restaurierung
Für viele BildhauerInnen wird Restaurierung irgendwann zum wichtigsten Feld. Das ist ein anderer Zugang als reine Neuanfertigung: Du arbeitest nicht einfach nach eigener Idee, sondern musst verstehen, wie ein Stück ursprünglich gedacht war, welche Schäden später entstanden sind und wie weit du eingreifen darfst. Besonders an Denkmälern, Figuren, Reliefs oder historischen Fassaden ist das eine verantwortungsvolle Arbeit, weil du an etwas arbeitest, das schon Jahrzehnte oder Jahrhunderte überdauert hat. Wer sich hier vertieft, baut sich ein Profil auf, das in Regionen mit viel Denkmalschutz und Tourismus besonders gefragt ist. Genau dort entstehen oft jene Aufträge, die diesen Beruf langfristig tragen.
Konkrete Weiterbildungswege aus den Quellen
Diese Ausbildungen bauen direkt auf die Lehre auf und verändern deinen Handlungsspielraum spürbar.
- Restaurierungskurse besuchen, um Schäden fachlich zu beurteilen und historische Oberflächen sachgerecht zu behandeln
- Kurse in Gestaltung, Design oder Ausstattung nutzen, wenn du stärker in Entwurf und Formentwicklung hineinwillst
- Künstlerische Symposien und Sommerakademien besuchen, um Arbeitsweisen zu vertiefen und ein eigenes Profil aufzubauen
- Bauhandwerkerschule für Steinmetze in Hallein absolvieren, wenn du dich in Richtung Steinbearbeitung und baunahes Arbeiten weiterentwickeln willst
- Meisterschule für Kunst und Gestaltung in Graz besuchen, besonders in den Zweigen Bildhauerei, Keramische Formgebung oder Metallgestaltung
- Weiterbildung im Bereich Grafik ergänzen, weil das laut Quelle die Beschäftigungsaussichten verbessern kann
Ein eigener Betrieb statt Karriereleiter im Konzern
In diesem Beruf gibt es meist keine klassische Firmenkarriere mit vielen Führungsebenen, weil die meisten Betriebe klein sind. Der große Schritt ist daher oft nicht 'Abteilungsleitung', sondern der eigene Betrieb. Mit Meisterprüfung kannst du dich im reglementierten Handwerk BildhauerIn selbstständig machen; ebenfalls genannt ist das Gewerbe Steinmetzmeister einschließlich Kunststeinerzeugung und TerrazzomacherIn. Das bedeutet in der Praxis: Du baust dir einen Namen über saubere Arbeiten, besondere Stilrichtungen oder zuverlässige Restaurierung auf und lebst davon, dass Menschen genau zu dir kommen. Ein eigener Betrieb kann sehr klein sein – mit Werkstatt, wenigen Aufträgen und viel Handarbeit – oder sich auf ein starkes Spezialgebiet konzentrieren, etwa Fassadenteile, sakrale Figuren oder Innenausstattung aus Holz.
Wusstest du?
Neben reglementierten Gewerben ist laut Quelle auch das freie Gewerbe „Herstellung von Bilderrahmen“ möglich. Das ist kein Ersatz für eine Bildhauerwerkstatt, kann aber ein ergänzendes Standbein sein, wenn du dich in Richtung Ausstattung und kunsthandwerkliche Einzelstücke entwickelst.
Wo die Chancen realistischerweise liegen
Die Nachfrage nach BildhauerInnen ist insgesamt gering, aber nicht zufällig verteilt. Bessere Aussichten gibt es dort, wo Tourismus, sakrale Ausstattung, Denkmalschutz und historischer Baubestand zusammenkommen – in den Quellen werden Tirol, Salzburg, Kärnten und Wien genannt. Das heißt: Dieser Beruf funktioniert oft regional. Wer örtlich flexibel ist oder bereit ist, dorthin zu gehen, wo Restaurierungs- und Souveniraufträge tatsächlich entstehen, verbessert seine Chancen deutlich. Gleichzeitig ist das ein Beruf, in dem ein gutes Portfolio und sichtbare Arbeitsproben oft mehr zählen als ein formaler Lebenslauf allein.
Der ruhige, tragfähige Weg
Nicht jeder will Meister werden oder eine eigene Werkstatt aufbauen. Ein realistischer und guter Weg ist auch, in einem kleinen Betrieb fachlich stark zu werden, verlässlich gute Arbeiten abzuliefern und ein stabiles Berufsleben zu führen. Gerade in handwerklichen Spezialberufen ist diese Rolle wertvoll: Du kennst Materialien, Werkzeuge und Stilformen genau, kannst schwierige Stücke sicher ausführen und hast am Ende des Tages etwas Sichtbares geschaffen. Für viele ist genau das der Reiz – nicht dauernd höher hinaus, sondern ein Beruf, in dem Können sichtbar wird. Wenn du so arbeitest, kann Bildhauerei ein solides Fundament für ein Leben sein, in dem Arbeit wichtig ist, aber nicht alles sein muss.
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