Aus Scoutra wird Junik

Aus Scoutra wird Junik

Junik kommt von „unique“. Kein Jugendlicher ist wie der andere, und keine Lehrstelle ist wie die andere. Genau danach bauen wir: dass jeder Einzelne die Entscheidung trifft, die zu ihm passt, und nicht die, die am lautesten beworben wird.

Sonst ändert sich nichts. Dieselbe Firma, dieselben Leute, dieselbe App — nur der Name ist neu. Alte Adressen auf scoutra.at führen weiter hierher.

In den Stores steht vorübergehend noch Scoutra. Es ist dieselbe App; wer sie schon hat, muss nichts tun.

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SteinmetzIn

Als SteinmetzIn formst du aus Natur- und Kunststein Bauteile, Grabmale, Brunnen, Fassadenverkleidungen oder Treppen und montierst sie später am Einsatzort. Der Beruf verbindet schweres, genaues Handwerk mit Gestaltung: Du arbeitest mit Schlegel und Meißel genauso wie mit Fräs-, Schleif- und CNC-Maschinen und bist oft auch bei Restaurierungen an historischen Bauten im Einsatz.

  • 3 Jahre
  • Berufsschule Schrems

Gehaltsentwicklung (KV)

  1. 1. LEHRJAHR€ 1.207€ 1.060 – € 1.305
  2. 2. LEHRJAHR€ 1.694€ 1.284 – € 1.872
  3. 3. LEHRJAHR€ 2.286€ 1.679 – € 2.496

Nur in der App

Passt dieser Beruf zu dir?

Gefragt sind vor allem Macher:in und Organisierte. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.

„SteinmetzInnen bearbeiten nicht nur Steinblöcke in der Werkstatt – sie setzen auch Grabmale, Brunnen und Fassadenteile vor Ort und retten verwitterte Steinoberflächen an Kirchen, Schlössern oder Denkmälern.“

Was du mitbringen solltest

mehr
  • Wetterfestigkeit
  • Unempfindlichkeit gegenüber Staub
  • Ausgeprägter Tastsinn
  • Fingerfertigkeit
  • Gestalterische Fähigkeit
  • Sicherheitsbewusstsein

Typische Aufgaben

mehr
  • Rohblöcke spalten und zuschneiden
  • Lagerflächen und Kanten herstellen
  • Profile und Formen anreißen
  • Stein händisch und maschinell bearbeiten
  • Schriften und Ornamente gravieren
  • Platten und Bauteile versetzen
  • Grabmäler und Friedhofsanlagen setzen
  • Steinbauten restaurieren und konservieren

Arbeitsumgebung

mehr
  • Werkstatt und Produktionshalle
  • Häufig im Freien
  • Wechselnde Einsatzorte
  • Baustellen, Friedhöfe und Denkmäler
  • Arbeit im Team
  • Maschinenlärm
  • Staubige Arbeitsumgebung
  • Körperlich anstrengend

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre arbeitest du meist zuerst als Fachkraft in einem Steinmetzbetrieb oder in der Natursteinindustrie und übernimmst nach und nach schwierigere Werkstücke, Montageeinsätze oder Restaurierungsaufgaben. Mit Berufserfahrung sind Spezialisierungen auf Grabmale, Boden- und Stufenbau, Fassaden, Bauplastik, Garten- und Landschaftsgestaltung oder Denkmalpflege naheliegende nächste Schritte; in größeren Betrieben ist auch der Aufstieg zu VorarbeiterIn oder SteintechnikerIn möglich. Wer sich schulisch weiterqualifizieren will, kann etwa die Bauhandwerkerschule für Steinmetze in Hallein, die Meisterschule für Kunst und Gestaltung mit Bildhauerei in Graz oder eine Werkmeisterschule besuchen. Darüber hinaus gibt es auch Wege in Richtung Selbstständigkeit, künstlerische Arbeit oder Restaurierung.

Lehrstellen als SteinmetzIn in deiner Nähe

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Im Detail

Anforderungen

Dieser Beruf passt zu dir, wenn du genau arbeiten kannst, aber nicht nur am Schreibtisch sitzen willst. SteinmetzInnen brauchen ein gutes Gefühl für Formen und Oberflächen, müssen technische Zeichnungen in echte Werkstücke übersetzen und mit schweren Materialien sowie Staub, Lärm und Wetter umgehen können.

Achtung

Viele unterschätzen, wie stark in diesem Beruf Kraft, Feingefühl und Gestaltung zusammenkommen: Du hebst schwere Platten – und gravierst kurze Zeit später millimetergenau eine Schrift in Stein.

Was körperlich wirklich auf dich zukommt

Diese Punkte prägen den Alltag stärker, als man von außen oft denkt.

  • Längeres Arbeiten im Stehen an Werkbank, Maschine oder Montageort
  • Heben, Wenden und Sichern von Steinplatten und Werkstücken trotz Hebehilfen
  • Staub und Lärm beim Sägen, Schleifen, Fräsen und Reinigen
  • Außeneinsätze bei Kälte, Wind, Sommerhitze oder leichtem Regen

Alle Anforderungen

Koerperlich

  • Gute körperliche Verfassunghoch
  • Physische Ausdauerhoch
  • Wetterfestigkeitmittel
  • Unempfindlichkeit gegenüber Staubhoch
  • Lärmunempfindlichkeitmittel
  • Gutes Sehvermögenhoch
  • Ausgeprägter Tastsinnhoch
  • Fingerfertigkeithoch

Fachkompetenz

  • Handwerkliche Geschicklichkeithoch
  • Gestalterische Fähigkeithoch
  • Räumliches Vorstellungsvermögenhoch
  • Technisches Verständnismittel
  • Gutes Augenmaßhoch
  • Zahlenverständnis und Rechnenmittel
  • Datensicherheit und Datenschutzniedrig

Sozialkompetenz

  • Kommunikationsfähigkeitmittel
  • Kundenorientierungmittel

Allgemein

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
  • Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
  • Selbstständiges Arbeitenmittel
  • Einsatzfreudemittel
  • Verantwortungsbewusstseinhoch
  • Teamfähigkeitmittel
  • Lernbereitschaftmittel

Selbstkompetenz

  • Aufmerksamkeithoch
  • Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
  • Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
  • Sicherheitsbewusstseinhoch
  • Umweltbewusstseinmittel
  • Geduldmittel

Methodenkompetenz

  • Kreativitätmittel
  • Planungsfähigkeitmittel
  • Systematische Arbeitsweisehoch

Im Detail

Aufgaben

Im Kern geht es darum, aus rohem Stein ein passgenaues Werkstück zu machen, das später sichtbar und dauerhaft eingebaut wird. Ein typischer Arbeitstag wechselt zwischen Planen, Zuschneiden, Bearbeiten, Oberflächen gestalten, Transportieren und Versetzen – und je nach Betrieb auch zwischen Werkstatt, Baustelle, Friedhof oder historischem Gebäude.

Besonderheit

Steinmetzarbeit endet nicht beim fertigen Werkstück in der Werkstatt: Erst beim Versetzen vor Ort zeigt sich, ob Maß, Gewicht, Oberfläche und Befestigung wirklich zusammenpassen.

Alle Aufgaben

  • Zeichnungen und Schablonen anfertigen

    Bevor ein Stein bearbeitet wird, erstellst du Entwurfskizzen, Werkzeichnungen, CAD-Pläne, Material- und Versetzlisten oder Schablonen in Originalgröße. Das ist besonders wichtig bei Profilen, geschwungenen Flächen, Grabmalen oder Bauteilen, die später genau in ein Bauwerk passen müssen. Schon in dieser Phase entscheidest du Maße, Kanten, Proportionen und die spätere Einbausituation.

  • Steinart und Rohmaterial auswählen

    Du wählst Natur- oder Kunststein passend zum Auftrag aus, zum Beispiel Granit, Marmor, Kalkstein, Sandstein oder Porphyr. Dabei geht es nicht nur um Farbe und Aussehen, sondern auch um Härte, Struktur, Eignung für außen oder innen und bei Naturstein sogar um die Wachstumsrichtung des Gesteins. Ein ungeeignet gewählter Stein kann beim Bearbeiten reißen oder später im eingebauten Zustand Schaden nehmen.

  • Rohblöcke spalten und zuschneiden

    Aus dem unbearbeiteten Steinblock stellst du zuerst ein Rohmaß her. Dafür spaltet man Stein mit Schlegel, dem großen Matz oder mit eingetriebenen Eisenkeilen und schneidet ihn anschließend mit Kreis- oder Gattersägen weiter zu. Dieser Schritt entscheidet darüber, ob genug Material für die spätere Form bleibt und ob der Stein wirtschaftlich genutzt wird.

  • Lagerflächen und Kanten herstellen

    Nach dem Zuschnitt bearbeitest du den Steinquader so, dass zuerst eine ebene Lagerfläche entsteht und danach die übrigen Flächen im richtigen Winkel dazu. Dafür verwendest du Handwerkzeuge wie Meißel, Beizeisen, Spitzeisen oder Stockhammer, aber auch Maschinen. Diese Grundform ist wichtig, weil nur sauber hergestellte Flächen später exakt versetzt, verklebt oder verankert werden können.

  • Profile und Formen anreißen

    Wenn ein Werkstück Rundungen, Profile, Ornamente oder andere genaue Formen braucht, überträgst du die Konturen mit Schablonen und Reißnadel auf den Stein. Die angerissenen Linien werden mit Beizeisen und anderen Werkzeugen schrittweise herausgearbeitet. Dabei brauchst du viel Augenmaß, weil du Material nur abtragen, aber nicht wieder an den Stein anfügen kannst.

  • Stein händisch und maschinell bearbeiten

    Du fräst, spaltst, schneidest, schleifst und polierst Steine je nach Werkstück und gewünschter Oberfläche. Verwendet werden dazu Schlegel und Meißel, Druckluftwerkzeuge, Winkelschleifer, Fräs- und Schleifmaschinen oder Sägen mit Diamantscheiben. Je nach Auftrag entsteht daraus etwa eine Fensterumrahmung, eine Blockstufe, ein Waschtisch, eine Fassadenplatte oder ein Brunnenbauteil.

  • CNC-Anlagen und Maschinen überwachen

    In vielen Betrieben werden Steinteile heute auch computergesteuert gefertigt. Du richtest CNC-Maschinen oder andere automatisch gesteuerte Anlagen ein, überwachst den Bearbeitungsvorgang und kontrollierst, ob Maße, Schnittführung und Oberflächen stimmen. Trotz Technik musst du verstehen, wie sich der Stein verhält, damit die Bearbeitung nicht zu Ausbrüchen oder Maßfehlern führt.

  • Oberflächen schleifen und polieren

    Am Ende der Bearbeitung gibst du dem Stein die gewünschte Oberfläche. Je nach Auftrag wird sie glatt geschliffen, poliert oder bewusst strukturierter belassen. Diese Arbeit beeinflusst stark, wie ein Werkstück später wirkt – etwa bei einer Küchenarbeitsplatte, einer Grabmalfläche oder einer Fassadenverkleidung – und sie muss gleichmäßig und sauber ausgeführt sein.

  • Schriften und Ornamente gravieren

    Bei Grabmalen, Denkmälern oder gestalteten Steinobjekten entwirfst und überträgst du Schriften, Symbole oder Ornamente auf die Oberfläche. Diese werden graviert oder gehauen, manchmal werden zusätzlich Metallschriften oder Einlegeteile angebracht. Hier kommt es besonders auf Fingerfertigkeit, saubere Linien und die richtige Anordnung auf der Steinfläche an.

  • Werkstücke transportieren und heben

    Fertige oder halbfertige Werkstücke, Bodenplatten, Wandplatten, Stufen oder massive Steinteile müssen innerhalb der Werkstatt und zum Montageort bewegt werden. Dafür hebst du kleinere Teile händisch und verwendest bei schweren Blöcken Kräne, Hebewerkzeuge oder andere Transporthilfen. Weil Stein viel Gewicht hat, sind sicheres Anschlagen, vorsichtiges Bewegen und gute Abstimmung im Team besonders wichtig.

  • Platten und Bauteile versetzen

    Vor Ort verlegst oder versetzt du Boden-, Wand- und Stufenplatten sowie Tür- und Fensterumrahmungen, Säulen, Pfeiler, Blockstufen oder Brunnenanlagen. Die Teile werden eingepasst, ausgerichtet, befestigt und verankert, damit sie dauerhaft halten und optisch sauber sitzen. Dabei arbeitest du oft auf Baustellen oder im Außenbereich und musst unebene Bestandsflächen mitdenken.

  • Grabmäler und Friedhofsanlagen setzen

    Ein wichtiger Arbeitsbereich ist der Friedhof: Du stellst Grabsteine, Grabeinfassungen, Grüfte oder andere Friedhofseinrichtungen her und setzt sie am vorgesehenen Platz. Dabei besprichst du mit Kundinnen und Kunden oft Gestaltung, Schrift und Symbolik und sorgst dafür, dass das Grabmal standsicher und sauber montiert ist. Diese Arbeiten verlangen Genauigkeit und einen respektvollen Umgang mit dem Anlass.

  • Steinbauten restaurieren und konservieren

    Bei Kirchen, Schlössern, Altstadthäusern, Plastiken oder Kleindenkmälern reinigst, sicherst und restaurierst du geschädigte Steinflächen. Dazu gehören Steinreinigung, das Ergänzen beschädigter Bereiche und Maßnahmen zum Schutz gegen Witterungseinflüsse. In der Denkmalpflege arbeitest du dabei eng mit Fachleuten zusammen, weil historische Substanz möglichst schonend erhalten werden muss.

  • Qualität und Passgenauigkeit prüfen

    Während und nach der Bearbeitung kontrollierst du, ob Steinqualität, Maße, Kanten, Oberflächen und Bearbeitung dem Plan entsprechen. Schon kleine Abweichungen können dazu führen, dass ein Werkstück am Montageort nicht passt oder optisch störend wirkt. Deshalb überprüfst du nicht nur das fertige Stück, sondern auch Zwischenschritte beim Sägen, Fräsen oder Versetzen.

Im Detail

Arbeitsumgebung

Zwischen Werkstattboden und Kirchenfassade

Das Arbeitsumfeld wechselt in diesem Beruf stärker, als viele erwarten. Ein Tag kann mit CAD-Plan oder Schablone beginnen, dann an der Säge oder am Schleifplatz weitergehen und später auf einer Baustelle oder einem Friedhof enden. Bei Restaurierungen arbeitest du manchmal an Orten, an denen der Stein seit Jahrhunderten verbaut ist – dort musst du besonders vorsichtig und oft auch in Abstimmung mit Fachleuten aus der Denkmalpflege arbeiten. Gerade dieser Wechsel zwischen Herstellung und Einsatz vor Ort macht den Beruf sehr greifbar: Du siehst nicht nur das einzelne Werkstück, sondern auch, wie es später im Raum oder am Bauwerk wirkt.

Typische Umgebungsmerkmale

  • Werkstatt und Produktionshalle
  • Häufig im Freien
  • Wechselnde Einsatzorte
  • Baustellen, Friedhöfe und Denkmäler
  • Arbeit im Team
  • Maschinenlärm
  • Staubige Arbeitsumgebung
  • Körperlich anstrengend

Im Detail

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre: vom Mithelfen zum eigenen Werkstück

Der größte Unterschied nach der Lehrzeit ist meist nicht eine neue Maschine, sondern mehr Verantwortung. Du bearbeitest Werkstücke nicht mehr nur in Teilabschnitten, sondern bekommst eigene Aufträge oder übernimmst ganze Arbeitsschritte vom Plan bis zum Versetzen. In vielen Betrieben zeigt sich Können daran, wem man heikle Sichtflächen, Schriften, aufwendige Profile oder schwierige Montagen anvertraut. Gerade bei Grabmalen, Fassadenteilen oder Restaurierungen wächst dein Spielraum mit jeder Arbeit, bei der Maß, Oberfläche und Einbau auf Anhieb passen. So wird aus dem Lehrling nach und nach die Person, die andere bei kritischen Arbeitsschritten um Rat fragen.

Worauf du dich fachlich spezialisieren kannst

Mit Erfahrung entwickeln viele SteinmetzInnen ein klares eigenes Profil.

  • Grabmäler, Grabsteine und Grüfte mit Schwerpunkt auf Schrift, Symbolik und Gestaltung
  • Boden-, Wand- und Stufenarbeiten für Bau, Innenausbau und Außenanlagen
  • Bauplastik und Fassadenverkleidung mit Profilen, Umrahmungen, Pfeilern oder Säulen
  • Garten- und Landschaftsgestaltung mit Brunnen, Pflanzentrögen, Terrassenbelägen und Ortsgestaltung
  • Restaurierung, Denkmalschutz und Denkmalpflege an Kirchen, Altstadthäusern und Kleindenkmälern

Wenn dich alte Bauten mehr interessieren als neue

Ein besonders eigener Weg in diesem Beruf ist die Restaurierung. Dort geht es nicht darum, möglichst schnell ein neues Teil herzustellen, sondern historische Substanz zu verstehen, Schäden richtig zu lesen und nur so viel einzugreifen wie nötig. Du arbeitest an verwitterten Fassaden, Kirchen, Plastiken oder Denkmälern und stimmst dich mit Fachleuten aus der Denkmalpflege ab. Wer dafür ein Gespür entwickelt, kann sich zu einer gesuchten Fachkraft für Steinreinigung, Steinkonservierung und behutsame Instandsetzung entwickeln. Dass Umweltschäden an Steinoberflächen zunehmen, macht dieses Feld auch langfristig wichtig.

Schulen und Kurse, die in diesem Beruf wirklich weiterbringen

Diese Wege sind in den Quelldaten ausdrücklich für SteinmetzInnen genannt.

  • Kurse zu Handwerkstechniken im Ausbildungszentrum des Bundesdenkmalamts in der Kartause Mauerbach in Niederösterreich
  • Fortbildungskurse in Hall in Tirol, zum Beispiel zu Schriftenzeichnen, Schriftenhauen und Restaurieren
  • Bauhandwerkerschule für Steinmetze in Hallein in Salzburg mit drei Wintersemestern
  • Meisterschule für Kunst und Gestaltung in Graz im Ausbildungszweig Bildhauerei mit zwei Jahren Dauer
  • Werkmeisterschule für Berufstätige in den Fachrichtungen Bauwesen oder Holztechnik im Abendunterricht über zwei Jahre

Vom Steinmetz zum Vorarbeiter oder Steintechniker

In größeren Betrieben kannst du mit Erfahrung in leitendere Rollen hineinwachsen. Als Vorarbeiter koordinierst du Abläufe auf Montage oder in der Werkstatt, teilst Arbeiten ein und achtest darauf, dass Material, Maße und Termine zusammenpassen. Als Steintechniker liegt der Schwerpunkt stärker auf technischer Planung, Organisation und oft auch auf dem Zusammenspiel von Zeichnung, Fertigung und Einbau. Dieser Weg passt besonders zu Leuten, die nicht für immer nur am Werkzeug stehen wollen, aber das Handwerk im Kern behalten möchten.

Eigener Betrieb: Grabmale, Bauarbeiten oder künstlerische Nische

Für SteinmetzInnen ist Selbstständigkeit ein realistischer Weg, aber kein schneller Sprung direkt nach der Lehre. Wenn du genug Erfahrung, Kundinnenkontakt und fachliche Sicherheit aufgebaut hast, kannst du mit Befähigungsnachweis im reglementierten Gewerbe Steinmetzmeister einschließlich Kunststeinerzeugung und Terrazzomacher oder im Handwerk der Bildhauer selbstständig arbeiten. Das kann sehr unterschiedlich aussehen: ein Betrieb mit Schwerpunkt Grabmale und Friedhofsarbeiten, eine Werkstatt für Küchenplatten, Stufen und Fassaden, oder eine kleine Nische für Schrift, Bauplastik und Sonderanfertigungen. Der Reiz daran ist, dass deine Handschrift sichtbar wird – Menschen verbinden dann ein Grabmal, einen Brunnen oder ein Fassadendetail direkt mit deinem Betrieb.

Arbeitsmarkt

Die Nachfrage nach Fachkräften ist laut Quelle stabil bis gut, besonders dort, wo Restaurierung, Steinreinigung und moderne Methoden zusammenkommen; zusätzliche Grafikkenntnisse verbessern die Chancen am Arbeitsmarkt.

Ein solides Berufsleben ohne Karrieredruck

Nicht jeder will später Meister werden oder einen Betrieb führen. SteinmetzIn kann auch einfach ein Beruf sein, in dem du über Jahre sehr gutes Handwerk machst, saubere Werkstücke ablieferst und nach der Arbeit wirklich siehst, was du geschafft hast. Viele schätzen genau das: kein abstraktes Ergebnis am Bildschirm, sondern Stufen, Fassaden, Brunnen oder Grabsteine, die Jahrzehnte bleiben. Wenn du Verlässlichkeit, sichtbare Arbeit und ein klares Ende eines Auftrags magst, kann dieser Beruf ein stabiles Fundament für ein Leben mit Feierabend, Familie und eigenen Interessen sein.

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