Ofenbau- und VerlegetechnikerIn
Als Ofenbau- und VerlegetechnikerIn verbindest du zwei Handwerke in einem Beruf: Du baust Kachelöfen, Kamine und ähnliche Feuerungsanlagen und verlegst Fliesen, Platten sowie Natur- und Kunststeine an Wänden, Böden und Stufen. Dadurch arbeitest du nicht nur an der Heiztechnik im Inneren eines Ofens, sondern auch an sichtbaren Oberflächen, die ein Gebäude prägen.
- 4 Jahre.
- Berufsschule Pinkafeld
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 932ab € 932
- 2. LEHRJAHR€ 1.203ab € 1.203
- 3. LEHRJAHR€ 1.475ab € 1.475
- 4. LEHRJAHR€ 1.780ab € 1.780
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Passt dieser Beruf zu dir?
Gefragt sind vor allem Macher:in und Organisierte. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.
„Dieser Beruf ist dort zuhause, wo Feuerungstechnik und präzise Verlegearbeit zusammenkommen: Du baust nicht nur den Ofen, du gestaltest auch die Flächen rundherum.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Körperliche Wendigkeit
- Unempfindliche Haut
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Zahlenverständnis und Rechnen
- Technisches Verständnis
- Sicherheitsbewusstsein
Typische Aufgaben
mehr- Baustellen und Untergründe vorbereiten
- Fliesen, Platten und Steine bearbeiten
- Wand-, Boden- und Stufenbeläge verlegen
- Kachelöfen und Feuerstätten aufbauen
- Ofeninnenräume und Heizgaszüge ausbauen
Arbeitsumgebung
mehr- Werkstatt und Baustelle
- Einsätze in Wohnhäusern
- Viel Handarbeit
- Heiz- und Regeltechnik
- CAD und Berechnungssoftware
- Heben, Knien, Bücken
- Staub und Ruß
- Wechselnde Arbeitsorte
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre steigst du meist als Fachkraft in einen Hafner-, Ofenbau-, Fliesenleger- oder Heizungsinstallationsbetrieb ein und übernimmst nach und nach ganze Montage- oder Servicearbeiten selbst. Mit Erfahrung sind vor allem Spezialisierungen auf Kachelöfen, Holzheizungen, Kachelherde, Fußbodenheizungen, Planung und Gestaltung, Klima- und Heizungstechnik oder elektronische Steuerungen typisch; in größeren Betrieben sind auch Funktionen wie VorarbeiterIn, PartieführerIn, MeisterIn oder ÜbergeherIn realistische nächste Schritte. Darüber hinaus kann der Beruf auch eine Grundlage für den Weg in die Selbstständigkeit in den reglementierten Handwerken HafnerIn sowie KeramikerIn, Platten- und FliesenlegerIn sein.Lehrstellen als Ofenbau- und VerlegetechnikerIn in deiner Nähe
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Im Detail
Anforderungen
In diesem Beruf kommst du gut zurecht, wenn du gerne mit den Händen arbeitest, technische Pläne nicht abschrecken und du gleichzeitig ein Auge für Fugenbild, Materialwirkung und Ofengestaltung hast. Weil du mit schweren Bauteilen, Staub, Klebern, Mörtel und heizungstechnischen Einbauten arbeitest, zählen nicht nur Genauigkeit und Rechnen, sondern auch körperliche Belastbarkeit und Sicherheitsbewusstsein.
Körperlich und praktisch solltest du damit rechnen
Diese Punkte werden oft unterschätzt, prägen den Alltag aber stark:
- Langes Arbeiten im Knien oder Bücken beim Verlegen von Boden- und Stufenbelägen
- Heben und Tragen von Fliesenpaketen, Steinen, Mörtel und Ofenbauteilen
- Kontakt mit Kleber, Zement, Staub und bei Servicearbeiten auch mit Ruß
- Arbeiten in engen Bereichen, etwa im Inneren von Öfen oder an schwer zugänglichen Anschlussstellen
Unterschätzt
Viele denken bei diesem Beruf zuerst an Mauern und Fliesenlegen. Mindestens genauso wichtig ist aber, dass du Wärmebedarf, Zugverhalten und den technischen Aufbau einer Feuerstätte verstehst.
Alle Anforderungen
Koerperlich
- Gute körperliche Verfassunghoch
- Körperliche Wendigkeithoch
- Gutes Sehvermögenhoch
- Unempfindliche Hautmittel
Fachkompetenz
- Handgeschicklichkeithoch
- Auge-Hand-Koordinationhoch
- Räumliches Vorstellungsvermögenhoch
- Zahlenverständnis und Rechnenhoch
- Technisches Verständnishoch
- Gestalterische Fähigkeitmittel
- Gutes Augenmaßhoch
- Anwendung und Bedienung digitaler Toolsmittel
- Datensicherheit und Datenschutzniedrig
Sozialkompetenz
- Sprachfertigkeit mündlichmittel
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Kontaktfreudeniedrig
- Kundinnenorientierungmittel
- Fähigkeit zur Zusammenarbeitmittel
- Aufgeschlossenheitniedrig
Selbstkompetenz
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeithoch
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Selbstständiges Arbeitenmittel
- Einsatzfreudemittel
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Lernbereitschaftmittel
- Aufmerksamkeithoch
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
- Sicherheitsbewusstseinhoch
- Umweltbewusstseinmittel
Methodenkompetenz
- Planungsfähigkeithoch
- Problemlösungsfähigkeithoch
- Systematische Arbeitsweisehoch
- Kreativitätmittel
Allgemein
- Mobilitätmittel
Im Detail
Aufgaben
Der Kern dieses Berufs ist, aus Plänen, Baustoffen und Heiztechnik funktionierende Ofenanlagen und sauber verlegte Beläge zu machen. Ein typischer Arbeitstag wechselt zwischen Vorbereiten, Zuschneiden, Mauern, Verlegen, Montieren, Prüfen und Serviceeinsätzen beim Kunden. Charakteristisch ist die Kombination aus schwerem Material, genauer Handarbeit, technischem Verständnis und einem sichtbaren Ergebnis.
Besonderheit
Dieser Lehrberuf wurde geschaffen, weil viele Betriebe beides brauchen: Fachkräfte, die sowohl Kachelöfen und Feuerstätten bauen als auch Fliesen- und Plattenarbeiten fachgerecht ausführen können.
Alle Aufgaben
Kunden zu Ofen und Heizen beraten
Du besprichst mit Kundinnen und Kunden, welche Ofenart oder Heizlösung zum Raum, zum Haus und zum gewünschten Brennstoff passt. Dabei geht es nicht nur um die Form des Kachelofens oder Kamins, sondern auch um energiesparendes Heizen, Wärmebedarf und praktische Fragen wie Luftführung oder Anschlussmöglichkeiten. Auch bei Fliesen- und Plattenarbeiten klärst du Aussehen, Materialwahl und Einsatzbereich mit ab.
Ofen- und Verlegepläne erstellen
Du arbeitest nach technischen Unterlagen und erstellst je nach Auftrag selbst Werkskizzen, Verlegepläne oder Ofen- und Montagepläne. Dafür musst du Maße, Fugenverlauf, Anschlussstellen und Luftleitungssysteme genau durchdenken. Häufig kommen dabei CAD-Programme und andere digitale Tools zum Einsatz, damit der Aufbau später auf der Baustelle ohne Improvisation funktioniert.
Wärme- und Materialbedarf berechnen
Bevor gebaut wird, berechnest du, wie viel Material gebraucht wird und wie der Ofen heizungstechnisch ausgelegt sein muss. Dazu gehören Wärmebedarfsberechnungen, Ofen- und Zugberechnungen, Rauchfangbezug und die Ermittlung des Bedarfs an Fliesen, Steinen, Klebern oder Mörtel. Fehler in diesem Schritt wirken sich später direkt auf Funktion, Sicherheit oder Kosten aus.
Energieausweise für Ofenanlagen erstellen
Für errichtete Öfen und Heizungsanlagen erstellst du Energieausweise und hältst relevante Energiewerte fest. Dazu verwendest du Berechnungsprogramme und technische Daten der Anlage. Diese Arbeit zeigt, dass der Beruf nicht nur aus Mauern und Verlegen besteht, sondern auch aus dokumentierter heizungstechnischer Beurteilung.
Baustellen und Untergründe vorbereiten
Bevor Fliesen oder Ofenteile eingebaut werden, bereitest du den Arbeitsbereich vor. Du reinigst, glättest und gleichst Wand- und Bodenflächen aus, führst Mauer-, Trockenbau- und Putzarbeiten aus und stellst Abdichtungen als Untergrund her. Gerade in Bädern, Großküchen oder bei Ofenstandorten entscheidet diese Vorbereitung darüber, ob später alles tragfähig, dicht und sauber aufgebaut ist.
Kleber, Mörtel und Putzmischungen herstellen
Für das Versetzen und Mauern mischst du die passenden Baustoffe an, zum Beispiel Kleber, Mörtel, Putz oder Fugenmassen. Dabei musst du auf Materialart, Untergrund und Einsatzort achten, weil ein Schamottstein im Ofen andere Anforderungen hat als eine Wandfliese im Bad. Die richtige Konsistenz ist wichtig, damit Bauteile halten, Fugen sauber werden und sich nichts verzieht.
Fliesen, Platten und Steine bearbeiten
Du schneidest, bohrst, lochst, schleifst oder behauest keramische Bauteile, Natur- und Kunststeine sowie Schamott- und Mauersteine auf das nötige Maß. Das passiert mit Handschneidemaschinen und weiteren Werkzeugen, oft direkt angepasst an Ecken, Kanten, Stufen oder Ofenformen. Besonders wichtig ist dabei sauberes Arbeiten, damit Schnittkanten, Anschlüsse und Fugenverlauf stimmen.
Wand-, Boden- und Stufenbeläge verlegen
Du verlegst Fliesen, Platten, Mosaike sowie Natur- und Kunststeine an Wänden, Böden und Stiegen. Dabei richtest du die Beläge mit Wasserwaage und Augenmaß aus, hältst den Fugenverlauf ein und passt einzelne Stücke exakt ein. Anschließend verfugst du die Flächen, damit sie belastbar, dicht und optisch sauber abgeschlossen sind.
Wand- und Bodenheizungen einbauen
Bei passenden Projekten baust du auch Wand- und Bodenheizungen in den Aufbau ein. Das muss mit Untergrund, Dämmung, Belag und Anschlüssen genau abgestimmt werden, damit die Wärme später gleichmäßig abgegeben wird. Hier treffen Verlegearbeit und Heizungstechnik direkt zusammen.
Kachelöfen und Feuerstätten aufbauen
Du baust Kachelöfen, Küchenherde, offene Kamine sowie Pizza- und Grillöfen und andere Feuerungsstätten für unterschiedliche Brennstoffe. Dazu setzt du Ofenkacheln, Schamott- und Mauersteine und baust den Ofenkörper nach Plan Stück für Stück auf. Von außen sieht man später die gestaltete Hülle, innen muss die Anlage aber vor allem heizungstechnisch richtig funktionieren.
Ofeninnenräume und Heizgaszüge ausbauen
Im Inneren des Ofens kleidest du Heizkammern aus, setzt Schamottsteine und baust Heizgaszüge ein. Dieser Bereich ist für Wärmespeicherung, Abgasführung und die sichere Funktion der Feuerstätte entscheidend. Du arbeitest dabei oft in engem Raum und musst sehr genau wissen, wie die heißen Gase durch den Ofen geleitet werden sollen.
Heizsysteme und Regeltechnik montieren
Du baust Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen in Öfen und Heizungsanlagen ein und montierst je nach System auch Elektrospeicherkerne, Gas- oder Ölbrenner, Luftklappen, Ventilatoren und Luftleitungsrohre. Diese Bauteile sorgen dafür, dass die Anlage nicht nur Wärme erzeugt, sondern kontrolliert und effizient arbeitet. Moderne Öfen enthalten daher mehr Technik, als man von außen vermutet.
Feuerstätten an Rauchfang anschließen
Damit ein Ofen sicher betrieben werden kann, schließt du die Feuerstätte fachgerecht an den Rauchfang an. Dabei müssen Anschlussplan, Zugverhältnisse und die bauliche Situation genau zusammenpassen. Schon kleine Fehler können die Abgasführung beeinträchtigen und machen diesen Arbeitsschritt besonders verantwortungsvoll.
Funktions- und Abgaskontrollen durchführen
Nach dem Aufbau führst du Probeheizungen durch und kontrollierst Regelanlagen, Rohrleitungen und die Abgaswerte. So prüfst du, ob der Ofen oder die Heizungsanlage wie geplant arbeitet und ob die Einstellungen passen. Erst wenn Funktion und Abgasverhalten stimmen, ist die Anlage wirklich einsatzbereit.
Öfen und Anlagen sanieren und warten
Ein häufiger Teil des Berufs sind Service-, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an bestehenden Öfen und Heizungsanlagen. Du reinigst Anlagen, tauschst beschädigte Teile aus, behebst Funktionsstörungen und prüfst, ob die Feuerstätte weiterhin sicher und effizient läuft. Gerade ältere Anlagen zeigen dabei, wie wichtig Erfahrung im Erkennen von Verschleiß und Baufehlern ist.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Zwischen Wohnraum und Baustelle
Ein Teil deiner Arbeit passiert in Räumen, die später genutzt und gesehen werden: Wohnzimmer mit Kachelofen, Badezimmer, Küchen, Stiegenhäuser oder auch gewerbliche Bereiche wie Großküchen und Schwimmbäder. Das heißt: Du arbeitest nicht irgendwo im Verborgenen, sondern an Oberflächen und Anlagen, die im Alltag auffallen. Gleichzeitig bist du oft noch mitten in einer Baustelle, wo Staub, Materialstapel und andere Gewerke den Takt mitbestimmen. Du musst also sauber und präzise arbeiten können, auch wenn rundherum noch gebaut wird. Gerade diese Mischung macht das Arbeitsumfeld speziell.
Typische Umgebungsmerkmale
- Werkstatt und Baustelle
- Einsätze in Wohnhäusern
- Viel Handarbeit
- Heiz- und Regeltechnik
- CAD und Berechnungssoftware
- Heben, Knien, Bücken
- Staub und Ruß
- Wechselnde Arbeitsorte
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: vom Mitbauen zum eigenständigen Montieren
Der erste große Unterschied nach der Lehrzeit ist, dass du nicht mehr nur Teilaufgaben übernimmst, sondern komplette Arbeitsschritte selbst verantwortest. Du fährst mit auf Montage, bereitest Untergründe eigenständig vor, liest Pläne ohne dauernde Rückfrage und führst Verlege- oder Ofenbauarbeiten selbstständig aus. Mit wachsender Erfahrung bekommst du eher jene Aufträge, bei denen man saubere Entscheidungen auf der Baustelle treffen muss: ein schwieriger Anschluss an den Rauchfang, ein ungerader Bestand, ein heikler Fugenverlauf in einem Sichtbereich. Gerade in kleineren Betrieben ist das oft kein langsamer Büroweg nach oben, sondern ein sehr direkter Sprung in mehr Verantwortung am Werkstück und beim Kunden. Wer zuverlässig arbeitet, wird rasch zu jener Person, auf die man sich bei heiklen Baustellen verlässt.
Typische Richtungen, in die du dich entwickeln kannst
Diese Spezialisierungen passen direkt zu dem, was du in der Lehre lernst:
- 🔥 Kachelöfen und Kachelherde planen, bauen und sanieren
- 🌲 Holzheizungen und Feuerstätten für feste Brennstoffe vertiefen
- ♨️ Fußbodenheizungen sowie Wandheizungen in Verlegearbeiten integrieren
- 🎛️ Elektronische Steuerungen, Mess- und Regelsysteme für Öfen und Heizungen ausbauen
- 🏠 Planung, Design und Gestaltung von Öfen und keramischen Flächen stärker übernehmen
- 🔧 Wartung, Service und Reparatur bestehender Ofen- und Heizungsanlagen als Schwerpunkt wählen
- 🌡️ In Richtung Klima- und Heizungstechnik weitergehen
Wenn du fachlich wachsen willst: Meisterrolle statt nur Mithelfen
In größeren Betrieben kannst du dich zur Vorarbeiterin oder zum Partieführer entwickeln. Dann arbeitest du zwar noch nah an der Baustelle, gibst aber Arbeitsanweisungen, teilst Material zu und hältst den Ablauf einer Partie zusammen. Im Platten- und Fliesenlegerbereich ist auch der Schritt zur Meisterin oder zum Meister oder zur Rolle als ÜbergeherIn ein typischer Entwicklungspfad. Das verändert den Alltag: Du planst mehr, kalkulierst mit, koordinierst Leute und trägst Verantwortung dafür, dass Termine, Material und Ausführung zusammenpassen. Für manche ist genau das attraktiv, weil man nicht nur ausführt, sondern sichtbar bestimmt, wie gebaut wird.
Eigener Betrieb: Kachelöfen bauen und Fliesenarbeiten anbieten
Dieser Beruf eignet sich besonders gut für Menschen, die sich später etwas Eigenes aufbauen wollen. Weil du zwei Gewerbebereiche in einem Beruf kennenlernst, kannst du dir mit genug Erfahrung und dem nötigen Befähigungsnachweis ein Angebot aufbauen, das viele Kundinnen und Kunden aus einer Hand suchen: Ofenbau, Feuerstätten, Verfliesung, Naturstein und passende Heizlösungen. Selbstständigkeit bedeutet hier nicht nur 'Chef sein', sondern ganz konkret: Kunden beraten, Entwürfe machen, Materialien auswählen, Baustellen organisieren und ein sichtbares Ergebnis schaffen, das oft über Jahrzehnte im Haus bleibt. Möglich ist die selbstständige Berufsausübung in den reglementierten Handwerken HafnerIn sowie KeramikerIn, Platten- und FliesenlegerIn, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen und Befähigungsnachweise erfüllt sind. Wer unternehmerisch denkt, hat hier also ein echtes Handwerksfeld, in dem man sich eine klare Handschrift erarbeiten kann.
Zukunft
Besonders stark ist dieser Beruf dort, wo Energiefragen wichtiger werden: Menschen wollen effizient heizen, bestehende Anlagen sanieren und zugleich Wohnräume hochwertig gestalten.
Der moderne Weg: mehr Technik im Ofen, mehr Planung am Computer
Wer glaubt, dass dieser Beruf nur aus Mörtel und Kacheln besteht, unterschätzt seine technische Seite. Moderne Öfen und Heizungsanlagen arbeiten mit Mess-, Steuer- und Regelsystemen, und schon in der Planung spielen CAD und Berechnungsprogramme eine Rolle. Wenn du dich in diese Richtung entwickelst, kannst du zur Person werden, die nicht nur sauber baut, sondern Anlagen auch technisch durchdenkt, Energieausweise erstellt und elektronische Steuerungen sicher einbaut. Genau diese Verbindung aus traditionellem Handwerk und moderner Gebäudetechnik macht dich für Betriebe interessant. Besonders bei Sanierung, energiesparendem Heizen und anspruchsvolleren Kundenprojekten wird diese Kombination in Zukunft eher wichtiger als weniger wichtig.
Ein solides Leben ohne Karriereleiter nach oben
Nicht jeder will später Personal führen oder einen eigenen Betrieb gründen. Auch ohne große Aufstiegsschritte kann dieser Beruf ein stabiles Fundament sein: Du beherrschst ein Handwerk, das gebraucht wird, arbeitest an echten Bauprojekten und siehst am Ende des Tages, was entstanden ist. Viele bleiben bewusst in der Rolle der verlässlichen Fachkraft, die schwierige Montagen, saubere Verlegearbeiten oder Serviceeinsätze gut beherrscht. Gerade in kleineren und mittleren Betrieben ist das viel wert, weil dort Können im Alltag oft wichtiger ist als ein formeller Titel. Für ein Leben mit geregelter Arbeit, handfesten Ergebnissen und klarer Trennung zwischen Arbeit und Freizeit kann das ein sehr tragfähiger Weg sein.
Berufe und Richtungen, auf die dieser Weg aufbauen kann
Mit Erfahrung und Weiterbildung kann sich dein Profil auch in benachbarte Felder verschieben:
- 🏡 Innenausbau mit stärkerem Schwerpunkt auf Oberflächen und Raumwirkung
- 🌿 Ökoenergieinstallationstechnik mit Fokus auf energiebezogene Gebäudelösungen
- 🛋️ Raumgestaltung, wenn du Gestaltung und Materialwirkung stärker in den Vordergrund stellen willst
- 🌡️ Heizungstechnische Aufgaben, wenn dich die funktionale Seite von Feuerstätten und Wärmesystemen besonders interessiert
Nur in der App
Mehr Hilfe bei Beruf und Lehrstelle gibt’s in der App.
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