Als DachdeckerIn sorgst du dafür, dass Gebäude oben dicht, sturmsicher und wärmegedämmt sind. Du deckst Steil- und Flachdächer mit sehr unterschiedlichen Materialien ein, dichtest Balkone oder Terrassen ab und montierst Teile wie Dachfenster, Schneefangsysteme oder Solaranlagen. Der Beruf unterscheidet sich von vielen anderen Bauberufen vor allem durch die Arbeit in Höhe, bei Wind und Wetter, direkt auf der Dachfläche.
- 3 Jahre
- Berufsschule Spittal/Drau
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 1.271ab € 1.271
- 2. LEHRJAHR€ 1.610ab € 1.610
- 3. LEHRJAHR€ 1.898ab € 1.898
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Was macht ein Dachdecker/Dachdeckerin? | Lehrberuf erklärt - Schmid BaugruppeSchmid Dachbau GmbH
„Hier arbeitest du nicht neben dem Gebäude, sondern ganz oben drauf: Jede Ziegelreihe, Bitumenbahn und Sicherung muss in der Höhe exakt sitzen.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Schwindelfreiheit
- Gleichgewichtsgefühl und Trittsicherheit
- Wetterfestigkeit
- Gestalterische Fähigkeit
- Sicherheitsbewusstsein
- Reaktionsfähigkeit in Gefahrensituationen
Typische Aufgaben
mehr- Steildächer mit Deckmaterial eindecken
- Flachdächer abdichten und aufbauen
- Vorgehängte Fassaden bekleiden
- Dachfenster und Lichtkuppeln einsetzen
- Solar- und Photovoltaikanlagen montieren
Arbeitsumgebung
mehr- meist im Freien
- auf Dächern von Wohn- und Gewerbebauten
- Montagearbeit mit Handwerkzeugen und Geräten
- Arbeit im Team mit anderen Bau-Fachkräften
- wechselnde Baustellen
- viel Bewegung und körperlicher Einsatz
- Hitze, Kälte und Wetterbelastung
- Lärm durch Maschinen und Baustelle
- Arbeit in großer Höhe
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre steigst du meist direkt in Dachdeckerbetrieben ein und übernimmst Schritt für Schritt mehr Verantwortung auf der Baustelle, zuerst bei schwierigeren Dachformen, später oft in der Führung kleiner Teams. Häufige Entwicklungswege sind Spezialisierungen auf Flachdach, Steildach, Wärmedämmung, Bauwerksabdichtung, Fassadenverkleidung oder Instandsetzung sowie Aufstiege zu VorarbeiterIn, PartieführerIn, WerkmeisterIn oder BaustellenleiterIn. Mit Weiterbildung über BFI, WIFI, die Werkmeisterschule Bauwesen oder über die Meisterprüfung kannst du fachlich und organisatorisch deutlich weiterkommen; daneben gibt es auch den Weg in die Selbstständigkeit.Lehrstellen als DachdeckerIn in deiner Nähe
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Anforderungen
In diesem Beruf brauchst du mehr als Kraft: Du musst dich in Höhe sicher bewegen, Situationen schnell einschätzen und auch bei Wind, Sonne oder Kälte konzentriert bleiben. Wer gut zurechtkommt, kann praktisch arbeiten, Materialien und Dachformen räumlich erfassen und hält sich konsequent an Sicherheitsregeln, weil kleine Fehler auf dem Dach schnell gefährlich werden.
Warum Sicherheit hier keine Nebensache ist
In vielen Berufen ist Vorsicht wichtig. Am Dach ist sie Teil jeder Bewegung. Du arbeitest auf geneigten Flächen, nahe an Kanten, oft mit Werkzeugen in der Hand und Material neben dir. Gleichzeitig ändern sich Bedingungen durch Wind, Hitze oder einen plötzlich feuchten Untergrund. Deshalb zählen Schwindelfreiheit, Reaktionsfähigkeit und Sicherheitsbewusstsein hier stärker als in vielen anderen handwerklichen Lehrberufen.
Achtung
Wenn du zwar gern handwerklich arbeitest, aber Höhe gar nicht aushältst, ist dieser Beruf trotz Interesse am Bau meist keine gute Wahl.
Alle Anforderungen
Koerperlich
- Schwindelfreiheithoch
- Gleichgewichtsgefühl und Trittsicherheithoch
- Wetterfestigkeithoch
- Unempfindlichkeit gegen Hitzemittel
- Physische Ausdauerhoch
- Beweglichkeithoch
- Gute körperliche Verfassunghoch
Fachkompetenz
- Handwerkliche Geschicklichkeithoch
- Gutes Augenmaßmittel
- Räumliches Vorstellungsvermögenhoch
- Technisches Verständnismittel
- Zahlenverständnis und Rechnenmittel
- Anwendung und Bedienung digitaler Toolsmittel
- Gestalterische Fähigkeitmittel
Selbstkompetenz
- Sicherheitsbewusstseinhoch
- Aufmerksamkeithoch
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
- Selbstständiges Arbeitenmittel
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
- Bewegungsfreudigkeitmittel
- Umweltbewusstseinmittel
- Reaktionsfähigkeit in Gefahrensituationenhoch
Allgemein
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Einsatzfreudemittel
- Lernbereitschaftmittel
- Mobilität für wechselnde Arbeitsortemittel
Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Zusammenarbeitmittel
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Kundinnen- und Kundenorientierungniedrig
Im Detail
Aufgaben
Der Kern des Berufs ist, Dachflächen so aufzubauen, dass sie Regen, Schnee, Wind und Hitze standhalten. Ein typischer Arbeitstag verbindet körperliche Arbeit auf der Baustelle mit sehr präzisem Montieren, Abdichten und Sichern. Du arbeitest nicht nur an neuen Dächern, sondern auch an Sanierungen, Sturmschäden, Wärmedämmung und Bauteilen, die ein Dach erst wirklich funktionstüchtig machen.
Besonderheit
Dachdecken ist nicht nur Ziegel verlegen: Zum Beruf gehören auch Flachdachabdichtungen, Wärmedämmung, Fassadenbekleidungen, Dachfenster, Schneefangsysteme und die Vorbereitung von Dächern für Solartechnik oder Begrünung.
Alle Aufgaben
Baustelle sichern und Zugänge vorbereiten
Bevor am Dach gearbeitet wird, sicherst du die Baustelle mit Absperrungen und Warnzeichen ab und richtest Schutzmaßnahmen für das Team ein. Dazu gehören Arbeits- und Sicherheitsgerüste, Dachschutzblenden sowie Vorrichtungen, damit Personen und Material sicher aufs Dach kommen. Für den Auftransport setzt du Dachaufzüge, Mobilkräne, Schrägaufzüge oder Seilwinden ein. Diese Vorbereitung entscheidet mit darüber, ob die Arbeiten später sicher und ohne unnötige Unterbrechungen ablaufen.
Steildächer mit Deckmaterial eindecken
Auf Steildächern bringst du die Dachhaut aus Materialien wie Tondachziegeln, Betondachsteinen, Schiefer, Faserzementplatten, Bitumenschindeln oder vorgefertigten Elementen an. Die einzelnen Teile werden je nach System eingehängt, genagelt, geklammert, geschraubt, gemörtelt oder geklebt und auf die passende Unterkonstruktion montiert. Dabei achtest du besonders auf Regen- und Sturmsicherheit, damit Wasser nicht eindringt und sich bei starkem Wind keine Teile lösen. Am Schluss werden auch Firste und Grate fachgerecht ausgebildet und gesichert.
Flachdächer abdichten und aufbauen
Bei Flachdächern bereitest du den Untergrund vor und baust Schichten wie Voranstrich, Dämmung, Dampfsperre, Abdichtung und Oberflächenschutz auf. Dafür verarbeitest du zum Beispiel bituminöse Dachbahnen, Kunststofffolien oder Kautschukplanen und verbindest sie je nach System durch Kleben oder Aufschweißen beziehungsweise Aufflämmen. Auch Dachgullys und andere Elemente zur Ableitung von Oberflächenwasser gehören dazu, damit kein Wasser stehen bleibt. Ähnliche Abdichtungsarbeiten fallen auch bei Balkonen, Terrassen und Parkdecks an.
Unterkonstruktionen und Dachschichten herstellen
Bevor die eigentliche Eindeckung montiert werden kann, stellst du bei Neu- und Sanierungsarbeiten Schalungen, Konterlattungen und Lattungen her oder ergänzt sie. Außerdem baust du Trennlagen, Ausgleichsschichten, Dampfsperren und weitere Funktionsschichten ein. Diese Teile sieht man später oft nicht mehr, aber sie sind entscheidend dafür, dass das Dach hinterlüftet, tragfähig und dauerhaft dicht bleibt. Schon kleine Maßfehler können dazu führen, dass Deckmaterialien später nicht sauber aufliegen.
Wärmedämmungen am Dach einbauen
Du montierst Dämmstoffe und Isolierschichten, damit Gebäude weniger Wärme verlieren und besser gegen Witterung geschützt sind. Dabei kommt es darauf an, die einzelnen Schichten in der richtigen Reihenfolge und ohne Lücken einzubauen. Gerade am Dach macht eine schlecht verlegte Dämmung schnell Probleme durch Wärmeverluste oder Feuchtigkeit. Deshalb arbeitest du hier sauber an Anschlüssen, Übergängen und Durchdringungen.
Vorgehängte Fassaden bekleiden
DachdeckerInnen arbeiten nicht nur auf der Dachfläche, sondern stellen auch wärmegedämmte, hinterlüftete Fassadenverkleidungen her. Dazu montierst du Unterkonstruktionen und bringst Bekleidungen aus Natursteinplatten, Metallplatten, Dachziegeln oder anderen geeigneten Materialien an. Wichtig ist, dass die Fassade nicht nur optisch sauber wirkt, sondern auch Feuchtigkeit ableitet und die Dämmung schützt. Solche Arbeiten liegen oft an der Schnittstelle zwischen Dach und Außenwand.
Dachfenster und Lichtkuppeln einsetzen
Du baust Dachflächenfenster, Lichtkuppeln und andere Ein- oder Aufbauteile in die Dachfläche ein. Dafür musst du Öffnungen exakt vorbereiten, Anschlüsse dicht herstellen und die Eindeckung sauber an das Bauteil anschließen. Gerade an diesen Übergängen zeigt sich, ob sauber gearbeitet wurde, denn hier entstehen bei Fehlern besonders leicht Undichtheiten. Neben Licht und Lüftung geht es also immer auch um die dauerhafte Abdichtung.
Dachsicherungen und Schutzsysteme montieren
Auf vielen Dächern montierst du Dachleitern, Laufstege, Schneefanggitter und weitere vorgefertigte Elemente zur sicheren Begehung. Auch bei Dachsicherungssystemen für den Personenschutz arbeitest du mit. Solche Systeme müssen fest mit der Dachkonstruktion verbunden sein und dürfen die Dachhaut nicht beschädigen. Sie sind besonders wichtig für spätere Wartungs- und Reparaturarbeiten auf dem Dach.
Solar- und Photovoltaikanlagen montieren
DachdeckerInnen montieren auf Dächern auch Solar- und Photovoltaikanlagen beziehungsweise bereiten die Dachflächen dafür vor. Dabei kommt es darauf an, Befestigungssysteme sicher einzubauen, ohne die Dachabdichtung oder Eindeckung zu schwächen. Du arbeitest hier sehr genau an Durchdringungen, Lastverteilung und wetterfesten Anschlüssen. Das Dach muss nach der Montage weiterhin dicht und sturmsicher bleiben.
Rinnen, Kamine und Dachdetails instand setzen
Zum Beruf gehören auch Arbeiten an Kaminverkleidungen, Rauchfängen und kleineren Bereichen der Dachkonstruktion. Außerdem montierst oder erneuerst du Dachrinnen und bearbeitest Anschlüsse an Aufbauten und Kanten. Gerade diese Details entscheiden oft darüber, ob Wasser sauber abgeleitet wird oder Schäden entstehen. Deshalb musst du nicht nur die große Fläche beherrschen, sondern auch viele heikle Übergangsstellen.
Dächer reparieren und instand halten
Bei alten Dächern oder nach Sturm- und Wetterschäden suchst du schadhafte Stellen, entfernst beschädigtes Material und ersetzt es fachgerecht. Das kann einzelne Ziegel betreffen, aber auch Abdichtungen, Firstbereiche, Anschlüsse oder Teile der Unterkonstruktion. Ziel ist, die Funktionsfähigkeit des Daches wiederherzustellen, bevor größere Feuchteschäden entstehen. Solche Einsätze verlangen oft schnelles, sicheres Arbeiten unter schwierigen Bedingungen.
Dächer für Begrünung vorbereiten
Ein weiterer Arbeitsbereich ist das Vorbereiten von Dach- und Fassadenflächen für Begrünungen. Dazu stellst du passende Abdichtungen sowie Trenn- und Filterlagen her, damit Feuchtigkeit kontrolliert geführt wird und die Dachschichten geschützt bleiben. Hier ist wichtig, dass das Dach die zusätzliche Nutzung langfristig aushält. Die Arbeit verbindet Abdichtungstechnik mit dem genauen Aufbau mehrerer Funktionslagen.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Mit wem du auf der Baustelle zu tun hast
Am Dach arbeitest du nicht isoliert, sondern mitten im Bauablauf.
- Kolleginnen und Kollegen aus dem Dachdeckerbetrieb
- Fachkräfte aus der Zimmerei, wenn Unterkonstruktionen oder Dachstühle betroffen sind
- Spenglerinnen und Spengler bei Anschlüssen und Entwässerungselementen
- Maurerinnen und Maurer oder andere Bau-Fachkräfte bei Sanierungen und Bauabläufen
Ungewohnt
Das Dach wird bei Sonne schnell zum Hitzespeicher. Selbst wenn es am Boden noch angenehm wirkt, kann die Arbeit oben deutlich anstrengender sein.
Typische Umgebungsmerkmale
- meist im Freien
- auf Dächern von Wohn- und Gewerbebauten
- Montagearbeit mit Handwerkzeugen und Geräten
- Arbeit im Team mit anderen Bau-Fachkräften
- wechselnde Baustellen
- viel Bewegung und körperlicher Einsatz
- Hitze, Kälte und Wetterbelastung
- Lärm durch Maschinen und Baustelle
- Arbeit in großer Höhe
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: vom Mithelfen zum eigenen Dachabschnitt
Als ausgelernte DachdeckerIn bist du nicht mehr nur für Zuarbeiten da. Du bekommst eigene Bereiche auf der Baustelle, etwa eine Dachseite, einen Anschlussbereich oder Reparaturarbeiten, die du selbstständig ausführst. Mit Erfahrung wächst das Vertrauen, dass du Eindeckungen einteilst, Materialbedarf besser einschätzt und bei heiklen Stellen wie Dachfenstern, Firsten oder Abdichtungsanschlüssen die richtige Lösung findest. Gerade weil viele Betriebe qualifizierte Fachkräfte suchen, sind die Chancen gut, rasch als vollwertige Fachkraft eingesetzt zu werden. In der Praxis heißt das: mehr Verantwortung, aber auch deutlich mehr Einfluss darauf, wie eine Baustelle läuft.
Fachrichtungen, in die du dich wirklich vertiefen kannst
Nicht jedes Dach ist gleich. Viele DachdeckerInnen entwickeln im Lauf der Jahre einen Schwerpunkt, für den sie im Betrieb besonders gefragt sind.
- Flachdachabdeckung mit mehrlagigen Abdichtungssystemen, Anschlüssen und Entwässerung
- Steildachabdeckung mit Ziegel, Schiefer, Faserzement oder komplizierten Dachformen wie Rund- und Turmdächern
- Wärmedämmung und Fassadenisolierung, wenn die Gebäudehülle energetisch verbessert werden soll
- Fassadenverkleidung mit vorgehängten Bekleidungen und hinterlüfteten Aufbauten
- Restauration, Instandhaltung und Reparatur bei alten Dächern oder nach Sturm- und Wetterschäden
- Bauwerksabdichtung und Brandschutz, wenn der Schwerpunkt stärker in technische Schutzfunktionen geht
Wenn du später die Partie führst
Ein häufiger Weg führt über Berufserfahrung zu Rollen wie VorarbeiterIn oder PartieführerIn. Dann arbeitest du zwar noch praktisch mit, bist aber zusätzlich dafür verantwortlich, dass die Reihenfolge der Arbeitsschritte passt, Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden und das Team auf der Fläche gut zusammenarbeitet. Später können daraus Funktionen als WerkmeisterIn oder BaustellenleiterIn werden. In solchen Rollen planst du Baustellen stärker mit, koordinierst mehrere Leute und triffst Entscheidungen, die nicht mehr nur einen Handgriff betreffen, sondern den ganzen Ablauf. Wer gern Verantwortung übernimmt, kann sich hier deutlich weiterentwickeln, ohne den Bezug zur Baustelle sofort zu verlieren.
Weiterbildungen, die im Beruf tatsächlich wichtig sind
Für DachdeckerInnen in Österreich sind vor allem diese Wege naheliegend und anerkannt.
- Kurse beim BFI, um Fachwissen zu vertiefen oder neue Systeme und Arbeitsweisen dazuzulernen
- Kurse beim WIFI, etwa zur fachlichen Weiterbildung im Dachdeckergewerbe
- WIFI-Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung, wenn du später selbst ausbilden oder einen Betrieb führen willst
- Werkmeisterschule für Berufstätige der Fachrichtung Bauwesen mit Abendunterricht über zwei Jahre, wenn du organisatorisch und technisch den nächsten Schritt machen willst
Ein eigener Betrieb: wenn du Dächer unter deinem Namen machst
Wer einige Jahre Erfahrung sammelt und die nötige Qualifikation nachweist, kann sich im Handwerk DachdeckerIn selbstständig machen. Dann bist du nicht nur für die Ausführung verantwortlich, sondern auch für Angebote, Termine, Personal, Geräte und die Frage, welche Aufträge du überhaupt annehmen willst. Das kann eine kleine Mannschaft sein, die sich auf Sanierungen spezialisiert, oder ein Betrieb, der Neubauten, Fassaden und Solarmontagen übernimmt. Besonders greifbar ist die Selbstständigkeit für DachdeckerInnen, weil das Ergebnis deiner Arbeit außen sichtbar ist und sich ein guter Ruf in einer Region schnell herumspricht. Zusätzlich gibt es das freie Gewerbe für Dachdecken mit Schilf oder Stroh, das ohne Befähigungsnachweis angemeldet werden kann.
Karrierebild
In 15 Jahren kannst du die Person sein, die nicht mehr nur ein Dach deckt, sondern entscheidet, wie ein ganzes Team sichere, dichte und saubere Gebäudehüllen herstellt.
Ein guter Beruf auch ohne Chefkarriere
Nicht alle wollen später einen Betrieb führen oder Baustellen leiten. Auch als erfahrene Fachkraft kannst du dir ein stabiles Berufsleben aufbauen, wenn du sauber arbeitest, zuverlässig bist und auf bestimmten Dachsystemen richtig gut wirst. Viele Betriebe brauchen Leute, die schwierige Reparaturen beherrschen, komplizierte Anschlüsse sauber lösen oder auf großen Dachflächen konstant gute Qualität liefern. Für viele ist genau das ein gutes Ziel: ein klarer handwerklicher Beruf, sichtbare Ergebnisse am Ende des Tages und ein Leben, in dem Arbeit wichtig ist, aber nicht alles sein muss. Dieser Weg ist genauso echt und genauso wertvoll wie der Aufstieg in Führungsfunktionen.
Warum die nächsten Jahre für DachdeckerInnen interessant bleiben
Die Nachfrage nach Baufachkräften soll in den nächsten Jahren leicht steigen, und viele Betriebe suchen schon jetzt qualifiziertes Personal. Für DachdeckerInnen ist das besonders relevant, weil gute Arbeit am Dach nicht leicht zu ersetzen ist: Abdichtung, Wärmeschutz, Sanierung und Dachaufbauten brauchen Fachleute mit Erfahrung. Gleichzeitig kann der Beruf saisonale Schwankungen haben, wie viele Bauberufe auch. Wer fachlich solide ist und sich weiterentwickelt, hat trotzdem gute Chancen auf Beschäftigung und auf Betriebe, die gute Leute halten wollen.
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