SpenglerInnen formen aus Blech Bauteile, die Gebäude schützen, entwässern oder technisch funktionieren lassen – zum Beispiel Dachrinnen, Verblechungen, Fassaden- und Lüftungsteile. Der Beruf verbindet Werkstattarbeit mit Montage auf Baustellen und verlangt sowohl Maschinenarbeit als auch viel genaue Handarbeit.
- 3 Jahre
- Berufsschule Mattersburg
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 1.036€ 1.000 – € 1.071
- 2. LEHRJAHR€ 1.222€ 1.149 – € 1.295
- 3. LEHRJAHR€ 1.576€ 1.493 – € 1.658
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Spengler-Ausbildung bei Kapl BauKapl Bau GmbH
„Wenn du sehen willst, wie aus flachen Blechtafeln Dachrinnen, Kaminverblechungen oder ganze Fassadenteile werden, bist du in der Spenglerei mitten im sichtbaren Teil des Bauens.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Schwindelfreiheit
- Trittsicherheit und Gleichgewichtsgefühl
- Körperliche Wendigkeit
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Gestalterische Fähigkeit
- Sicherheitsbewusstsein
Typische Aufgaben
mehr- Bleche nach Plan anreißen und zuschneiden
- Blechteile formen und versteifen
- Blechteile durch Falzen, Löten und Schweißen verbinden
- Dachverblechungen und Dachrinnen montieren
- Fassaden- und Wandverkleidungen anbringen
Arbeitsumgebung
mehr- Werkstatt und Baustelle
- Arbeit bei jeder Witterung
- Oft auf Dächern und Fassaden
- Montage im Team
- Maschinenlärm in der Werkhalle
- Trittsicherheit und Bewegung gefragt
- Digitale Pläne und Dokumentation
- Wechselnde Einsatzorte
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre arbeitest du meist zuerst voll im gewählten Bereich mit – am häufigsten in der Bauspenglerei, aber auch in Lüftung oder spezialisierten Werkstätten. Mit Erfahrung kannst du im Betrieb mehr Verantwortung übernehmen, etwa als VorarbeiterIn, PartieführerIn, WerkstättenleiterIn oder WerkmeisterIn; zusätzlich verbessern Schweißkenntnisse oft deine Chancen. Wer weiterlernen will, findet dafür vor allem Kurse bei BFI und WIFI sowie technische Schulen für Berufstätige – und daneben gibt es noch Wege in Spezialisierung oder Selbstständigkeit.Lehrstellen als SpenglerIn in deiner Nähe
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Anforderungen
In diesem Beruf passt du gut hinein, wenn du mit Metall, Maßen und Werkzeugen gern genau arbeitest und dir vorstellen kannst, wie aus einer flachen Blechtafel ein fertiges Bauteil wird. Gleichzeitig ist Spenglerei kein reiner Werkbank-Beruf: Auf Baustellen brauchst du Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und den Kopf dafür, auch bei Lärm, Wetter und Montagearbeiten sauber weiterzuarbeiten.
Achtung
Viele unterschätzen, wie stark Höhe und Bewegung diesen Beruf prägen. Wer zwar gern mit Metall arbeitet, aber auf Dächern oder Gerüsten unsicher wird, sollte das vor einer Bewerbung realistisch bedenken.
Nicht nur stark, sondern sicher und genau
Spenglerei ist kein Beruf, in dem rohe Kraft die Hauptsache ist. Wichtiger ist, dass du auch in anstrengenden Situationen kontrolliert arbeitest: auf einem Dach sicher stehen, ein Blechteil genau anpassen und trotzdem jeden Handgriff bewusst setzen. Dazu kommt, dass scharfe Kanten, Hitze beim Löten oder Schweißen und Arbeiten in der Höhe keine Nachlässigkeit verzeihen. Wer aufmerksam und sicherheitsbewusst arbeitet, hat hier einen echten Vorteil. Gleichzeitig brauchst du genug Ausdauer, um längere Montageeinsätze und Werkstatttage gut durchzuhalten.
Alle Anforderungen
Koerperlich
- Schwindelfreiheithoch
- Trittsicherheit und Gleichgewichtsgefühlhoch
- Körperliche Wendigkeithoch
- Unempfindlichkeit gegenüber Staubmittel
- Lärmunempfindlichkeitmittel
- Gute körperliche Verfassunghoch
- Sehvermögen für Detailarbeitenhoch
- Unempfindliche Haut gegenüber Lacken und Farbenmittel
- Auge-Hand-Koordinationhoch
- Reaktionsfähigkeit in Gefahrensituationenhoch
Fachkompetenz
- Handwerkliche Geschicklichkeithoch
- Gutes Augenmaßmittel
- Räumliches Vorstellungsvermögenhoch
- Technisches Verständnishoch
- Zahlenverständnis und Rechnenmittel
- Anwendung und Bedienung digitaler Toolsmittel
- Datensicherheit und Datenschutzniedrig
- Gestalterische Fähigkeitmittel
Methodenkompetenz
- Planungsfähigkeitmittel
- Systematische Arbeitsweisehoch
- Organisationstalentmittel
- Logisch-analytisches Denkenmittel
- Kreativitätmittel
Selbstkompetenz
- Aufmerksamkeithoch
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
- Sicherheitsbewusstseinhoch
- Belastbarkeit und Resilienzmittel
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
- Geduldmittel
- Umweltbewusstseinniedrig
Allgemein
- Selbstständiges Arbeitenhoch
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Einsatzfreudemittel
- Lernbereitschaftmittel
- Mobilität für wechselnde Arbeitsortemittel
Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Zusammenarbeitmittel
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Kundinnenorientierungniedrig
Im Detail
Aufgaben
Im Kern geht es darum, Bleche so zuzuschneiden, zu formen und zu verbinden, dass daraus passgenaue Bauteile für Dächer, Fassaden, Lüftungen oder Sonderanfertigungen entstehen. Ein Arbeitstag wechselt oft zwischen Werkstatt und Montageort: zuerst nach Plan anreißen, biegen, falzen oder löten, dann die Teile am Gebäude oder an einer Anlage befestigen, abdichten und kontrollieren.
Besonderheit
Die Lehre heißt zwar Spenglerei, aber je nach Betrieb kann dein Alltag ganz anders aussehen: Dachrinnen und Kaminanschlüsse in der Bauspenglerei, Luftkanäle in der Lüftungsspenglerei oder feinere Handarbeit bei Zier- und Gebrauchsstücken in der Galanteriespenglerei.
Alle Aufgaben
Bleche nach Plan anreißen und zuschneiden
Du überträgst Maße aus Werkzeichnungen, Bauplänen oder Montageunterlagen auf Blechtafeln, Profile oder Rohre. Danach schneidest du die Teile mit Blechscheren oder maschinell so zu, dass sie für Dachrinnen, Verblechungen, Lüftungskanäle oder Sonderteile genau passen. Schon kleine Abweichungen können später auf der Baustelle dazu führen, dass Anschlüsse nicht dicht werden oder Bauteile nicht sitzen.
Blechteile formen und versteifen
Aus flachen Blechen machst du durch Biegen, Abkanten, Runden, Bördeln, Wulsten oder Hämmern die gewünschte Form. Dafür nutzt du je nach Werkstück Rundbiegemaschinen, Abkantpressen, Zangen, Klemmen und viel Handarbeit. Diese Formgebung entscheidet darüber, ob ein Teil stabil bleibt, Wasser richtig ableitet und sich sauber in Dach- oder Fassadenflächen einfügt.
Blechteile durch Falzen, Löten und Schweißen verbinden
Vorgefertigte Einzelteile setzt du zu einer funktionierenden Blechkonstruktion zusammen. Je nach Material, Blechstärke und Einsatzbereich falzt, nietest, lötest, schweißt oder klemmst du die Teile. Besonders bei dünnen oder speziell geformten Werkstücken kommt es darauf an, die richtige Verbindungstechnik zu wählen, damit die Konstruktion dicht, belastbar und sauber verarbeitet ist.
Dachverblechungen und Dachrinnen montieren
Im Bereich Bauspenglerei befestigst du Dachrinnen, Ablaufrohre, Verblechungen an Dachkanten, Kaminen oder Anschlüssen und ganze Entwässerungssysteme. Du bringst die vorbereiteten Blechteile am Gebäude an, passt sie vor Ort an und verbindest sie so, dass Regenwasser sicher abgeführt wird. Gerade bei Dachdetails sieht man sofort, ob präzise gearbeitet wurde, weil Kanten, Übergänge und Neigungen stimmen müssen.
Fassaden- und Wandverkleidungen anbringen
SpenglerInnen stellen Verkleidungsteile aus Blech, Metall oder auch Kunststoff her und montieren sie auf Fassaden und Wänden. Dazu gehören auch Unterkonstruktionen und Befestigungselemente, die das sichtbare Bauteil tragen. Wichtig ist, dass die Elemente nicht nur gut aussehen, sondern auch Wind, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen standhalten.
Dachaufbauten und Einbauteile einsetzen
Du montierst Bauteile wie Lichtkuppeln, Lichtbänder, Durchgänge, Fensteranschlüsse, Solaranlagen oder Photovoltaik-Anschlüsse sowie Schneehalte- und Schneefangsysteme. Diese Arbeiten verlangen saubere Übergänge zwischen Dachhaut, Verblechung und Einbauteil. Fehler fallen hier nicht nur optisch auf, sondern können zu Wassereintritt oder Sicherheitsproblemen führen.
Dachsicherheitsanlagen mit aufbauen
Bei Dachprojekten arbeitest du am Ein- und Aufbau von Dachsicherungssystemen mit. Dazu gehören Bauteile, die sicheres Begehen und Arbeiten am Dach ermöglichen. Dabei musst du genau nach Vorgaben montieren, weil diese Einrichtungen später Personen schützen und deshalb zuverlässig befestigt sein müssen.
Lüftungs- und Klimabauteile fertigen
In der Lüftungsspenglerei stellst du Blechteile für Abluftrohre, Lufttransportleitungen, Lüftungsschächte und andere Kanalteile her. Die einzelnen Komponenten müssen maßgenau sein, damit sie in die Anlage passen und Luft ohne unnötige Verluste transportiert wird. Oft arbeitest du hier mit wiederkehrenden Formen, aber die Einbausituation im Gebäude verlangt trotzdem genaue Anpassung.
Lüftungsanlagen montieren und instand setzen
Vor Ort setzt du Leitungen, Rohre, Schächte und weitere Teile von Klima- und Lüftungsanlagen zusammen und montierst sie. Außerdem tauschst du beschädigte Abschnitte aus oder reparierst Verbindungen, wenn Anlagen undicht oder beschädigt sind. Dabei helfen dir Montagepläne, Messdaten und eine saubere Dokumentation der ausgeführten Arbeiten.
Oberflächen behandeln und schützen
Je nach Werkstück schleifst, polierst, beizt, lackierst oder imprägnierst du Oberflächen und bringst Rostschutz auf. Diese Arbeiten sind nicht bloß Kosmetik: Sie schützen das Metall vor Korrosion und sorgen dafür, dass sichtbare Bauteile an Fassaden oder Dächern lange halten. Bei ausgetauschten Teilen kommt es außerdem darauf an, dass die Oberfläche zur restlichen Konstruktion passt.
Blechbauteile abdichten, warten und reparieren
Ein großer Teil des Berufs besteht darin, bestehende Bauteile instand zu halten. Du suchst schadhafte Stellen an Dachrinnen, Fensterbänken, Verblechungen oder Fassadenteilen, dichtest Anschlüsse nach oder ersetzt beschädigte Abschnitte. Gerade bei Reparaturen musst du die Ursache erkennen – ob ein Falz geöffnet ist, Wasser falsch abläuft oder Material durch Witterung angegriffen wurde.
Gebrauchs- und Ziergegenstände aus Blech herstellen
In der Galanterie- oder Kunstspenglerei stellst du aus Blech Kannen, Kessel, Wannen, Backformen, Behälter oder Ziergegenstände wie Wetterhähne, Figuren, Gesimseinfassungen oder Kuppelverzierungen her. Hier ist neben sauberer Technik auch Gestaltung gefragt, weil Form, Proportion und Oberfläche stark ins Auge fallen. Viele dieser Stücke entstehen in sorgfältiger Handarbeit und nicht einfach als Serienprodukt.
Werkzeuge, Maschinen und digitale Unterlagen nutzen
Du bedienst Blechscheren, Bohr- und Fräsmaschinen, Rundbiegemaschinen, Abkantpressen sowie Schweiß-, Löt- und Nietgeräte und hältst sie einsatzbereit. Außerdem arbeitest du mit Montagezeichnungen, Berechnungen, Dokumentationen und zunehmend mit digitalen Tools auf Computer oder Tablet. Das gehört dazu, damit Maße stimmen, Arbeitsschritte nachvollziehbar bleiben und Montage- oder Servicearbeiten sauber dokumentiert sind.
Kundinnen und Kunden vor Ort informieren
Bei Baustellen oder Reparatureinsätzen erklärst du, welche Arbeiten notwendig sind, welche Bleche und Ausführungen verwendet werden und was an einem Schaden instand gesetzt werden muss. Gerade bei sichtbaren Bauteilen wie Fassadenverkleidungen oder Dachdetails musst du technische Lösungen verständlich erklären. Dazu kommen oft kurze Abstimmungen mit anderen Gewerken, damit Anschlüsse und Termine zusammenpassen.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Wo du als SpenglerIn unterwegs bist
Je nach Betrieb und Spezialisierung verschiebt sich der Alltag zwischen Werkstatt, Halle und Montageort.
- Werkbank und Maschinenbereich für Zuschnitt, Biegen, Falzen und Vorfertigung
- Rohbauten und Baustellen für Dachrinnen, Verblechungen, Fassaden- und Wandanschlüsse
- Dächer und Gerüste für Montage von Entwässerung, Einbauteilen und Sicherungssystemen
- Technikbereiche in Gebäuden für Lüftungskanäle, Schächte und Klimabauteile
- Direkt bei Kundinnen und Kunden für Reparaturen, Instandhaltung und Schadensbehebung
Wusstest du?
Trotz moderner Maschinen bleibt in der Spenglerei viel Handarbeit. Gerade Anschlüsse, Sonderteile und Reparaturen lassen sich nicht einfach standardisiert aus der Maschine holen, sondern müssen vor Ort angepasst werden.
Typische Umgebungsmerkmale
- Werkstatt und Baustelle
- Arbeit bei jeder Witterung
- Oft auf Dächern und Fassaden
- Montage im Team
- Maschinenlärm in der Werkhalle
- Trittsicherheit und Bewegung gefragt
- Digitale Pläne und Dokumentation
- Wechselnde Einsatzorte
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: vom Mithelfen zum eigenverantwortlichen Montieren
Der größte Unterschied nach der Lehrzeit ist nicht ein neuer Arbeitsplatz, sondern mehr Verantwortung auf derselben Baustelle. Du bekommst eigene Arbeitsbereiche, montierst Anschlüsse oder Rinnenstrecken selbstständig und musst nicht mehr bei jedem Schritt nachfragen. In der Werkstatt heißt das: Zuschnitte und Formteile eigenständig vorbereiten, Maschinen sicher bedienen und kontrollieren, ob ein Bauteil montagefertig ist. Auf der Baustelle bedeutet es oft, dass du erkennst, wo angepasst werden muss, bevor daraus ein Problem wird. Gerade in der Spenglerei ist dieser Schritt wichtig, weil gute Leute nicht nur nachbauen, sondern sehen, wie ein Detail funktionieren muss.
Typische Wege, wie du dich im Beruf entwickeln kannst
Welche Richtung sich öffnet, hängt stark davon ab, in welchem Betrieb du lernst und worin du mit der Zeit wirklich gut wirst.
- Bauspenglerei vertiefen und bei Dachverblechungen, Dachentwässerung und Fassadenmontage zum gefragten Profi werden
- In die Lüftungsspenglerei gehen und dich auf Luftkanäle, Schächte, Leitungen und Montage technischer Anlagen konzentrieren
- Im Betrieb mehr Verantwortung übernehmen und Arbeitsgruppen als VorarbeiterIn oder PartieführerIn koordinieren
- In Richtung Werkstattführung wachsen und Material, Arbeitsvorbereitung, Qualität und Ablauf in der Werkstätte steuern
- Spezialwissen in Schweißtechniken aufbauen, weil das deine Beschäftigungsaussichten laut Quelle verbessern kann
- Dich in CAD- oder CNC-nahe Arbeitsweisen einarbeiten, wenn der Betrieb digital plant oder maschinell fertigt
Wenn du aufsteigen willst: vom Werkzeug zur Organisation
In Mittel- und Großbetrieben kannst du Schritt für Schritt in Rollen hineinwachsen, in denen du weniger selbst montierst und mehr planst, einteilst und kontrollierst. Als VorarbeiterIn oder PartieführerIn koordinierst du Baustellenabläufe, teilst Arbeiten zu und achtest darauf, dass Material, Maße und Montagereihenfolge stimmen. Als WerkstättenleiterIn oder WerkmeisterIn verschiebt sich der Schwerpunkt noch stärker auf Arbeitsvorbereitung, Qualität, Maschinen, Termine und die Abstimmung mit anderen Bereichen. Das ist ein guter Weg für Leute, die nicht für immer nur am einzelnen Bauteil arbeiten wollen, sondern den Überblick über ganze Aufträge übernehmen möchten. Du bleibst dabei trotzdem nah am Handwerk, weil du Entscheidungen auf Basis echter Baustellen- und Fertigungserfahrung triffst.
Weiterbildung, die im österreichischen System wirklich naheliegt
Wenn du nach der Lehre einen höheren Abschluss oder breiteres technisches Wissen willst, sind diese Wege aus den Quelldaten besonders relevant.
- Kurse beim BFI, etwa zur fachlichen Vertiefung oder Erweiterung deiner Praxiskenntnisse
- Kurse beim WIFI, zum Beispiel für technische Aktualisierung oder Zusatzqualifikationen
- Werkmeisterschule für Berufstätige in Fachrichtungen wie Maschinenbau, Maschinenbau - Automatisierungstechnik, Maschinenbau - Betriebstechnik, Maschinenbau - Kraftfahrzeugtechnik, Sanitär- und Heizungstechnik oder Kunststofftechnik
- Aufbaulehrgang für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen
- Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen mit Schwerpunkten Maschinen- und Anlagentechnik, Automatisierungstechnik oder Haustechnik
- Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, auch mit Schwerpunkten wie Betriebsinformatik, Betriebsmanagement, Qualitätsmanagement oder Umweltökonomie
Spezialisierung statt Chefrolle: richtig gut in einem Teilgebiet werden
Nicht jeder will Personal führen oder noch einmal mehrere Jahre Schule machen. In der Spenglerei kannst du dir auch durch Spezialisierung eine starke Position aufbauen. Wer etwa komplizierte Dachanschlüsse sauber löst, Fassadenbekleidungen exakt montiert oder in der Lüftungsspenglerei verlässlich arbeitet, wird in vielen Betrieben schnell unentbehrlich. Auch Bereiche wie Oberflächenbehandlung, Versiegelung, CAD-Technik, CNC-Technik, Projektmanagement oder Qualitätsmanagement können deine Rolle verändern. So wirst du nicht automatisch 'höher', aber oft wertvoller – und das bringt im Berufsleben oft genauso viel.
Eine eigene Spenglerei oder ein Spezialbetrieb
Für manche ist das große Ziel ein eigener Betrieb. In diesem Beruf ist das realistisch, weil viele Aufträge lokal entstehen: Dachrinnen erneuern, Verblechungen herstellen, Fassadendetails montieren, Reparaturen übernehmen oder Sonderanfertigungen ausführen. Mit Befähigungsnachweis kannst du dich in den reglementierten Gewerben SpenglerIn, KupferschmiedIn, Karosseriebau- und KarosserielackiertechnikerIn oder Heizungstechnik/Lüftungstechnik selbstständig machen; im freien Gewerbe Autoverglasung ist eine Anmeldung ausreichend. Das Spannende daran: Du kannst dir ein klares Profil aufbauen – etwa als Bauspenglerei für Dach und Fassade, als Betrieb für Lüftungskomponenten oder als Werkstatt mit starkem Schwerpunkt auf Sonder- und Zierarbeiten. Selbstständigkeit heißt hier aber nicht nur Handwerk, sondern auch Kalkulation, Kundengespräche, Terminplanung und Verantwortung für Qualität.
Realistisch
Die Nachfrage nach qualifizierten SpenglerInnen ist gut, auch wenn es – wie in vielen Bauberufen – saisonale Schwankungen geben kann. Wer fachlich sauber arbeitet und zusätzliche Schweißkenntnisse mitbringt, verbessert seine Chancen noch einmal.
Der solide Weg: ein handfester Beruf mit sichtbaren Ergebnissen
Es muss nicht immer der Weg zur Führungskraft oder zum eigenen Unternehmen sein. Viele bleiben bewusst im praktischen Beruf, werden mit den Jahren schneller, sicherer und routinierter und haben genau darin ihre Zufriedenheit. Die Arbeit ist greifbar: Du siehst am Ende des Tages, welche Rinne montiert, welcher Anschluss dicht oder welche Fassadenfläche fertig ist. Gerade für Menschen, die lieber etwas Reales herstellen als stundenlang vor einem Bildschirm zu sitzen, kann das ein stabiles Fundament für Arbeit, Einkommen und ein Leben außerhalb des Jobs sein. Und weil SpenglerInnen in vielen Regionen gesucht werden, ist das auch ein Beruf, mit dem du über Jahre gut im Handwerk bleiben kannst.
Nur in der App
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