KupferschmiedIn
Als KupferschmiedIn formst du aus Blechen und Metallplatten Kessel, Behälter, Rohrleitungen, Apparate und auch Ziergegenstände. Du arbeitest mit Kupfer, aber je nach Auftrag auch mit Aluminium, Stahl, Messing oder Bronze, nutzt Hammer und Amboss genauso wie Biegepressen, Einrollmaschinen und CNC-gesteuerte Anlagen. Anders als viele andere Metallberufe verbindest du schweres Handwerk, Blechumformung, Montage vor Ort und teilweise kunsthandwerkliche Arbeit.
- 3 Jahre
- Berufsschule Spittal/Drau
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 1.036€ 1.000 – € 1.071
- 2. LEHRJAHR€ 1.222€ 1.149 – € 1.295
- 3. LEHRJAHR€ 1.576€ 1.493 – € 1.658
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Passt dieser Beruf zu dir?
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„Dieser Beruf sitzt genau zwischen Industrie und Handwerk: Du baust nicht nur Metallteile, sondern treibst, rollst, bördelst und montierst daraus Kessel, Kupferdächer oder kunstvolle Gefäße.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Technisches Verständnis
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Gestalterische Fähigkeit
- Körperliche Wendigkeit
- Gleichgewichtsgefühl
Typische Aufgaben
mehr- Bleche rollen, biegen und abkanten
- Werkstücke durch Hämmern und Treiben formen
- Teile schweißen und löten
- Kessel und Behälter komplett aufbauen
- Oberflächen glätten, beizen und polieren
Arbeitsumgebung
mehr- Werkstatt und Metallbearbeitung
- Produktionshallen in Industriebetrieben
- Montage direkt beim Kunden
- Arbeit auf Dächern möglich
- Abstimmung im Team und mit anderen Gewerken
- Lärm durch Hämmern und Maschinen
- Hitze bei Schweißen und Brennerarbeit
- Metallstaub, Schmutz und Reinigungsarbeit
- Körperlich fordernd und viel in Bewegung
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre arbeitest du meist zuerst als Fachkraft in einem Metallgewerbebetrieb oder in der metallverarbeitenden Industrie und übernimmst nach und nach anspruchsvollere Fertigungs-, Montage- oder Reparaturaufträge. Häufige nächste Schritte sind Spezialisierungen auf Kesselbau, Dächer, Gebrauchswaren, Oberflächenbehandlung oder Service und Wartung; in größeren Betrieben sind auch Funktionen wie VorarbeiterIn, PartieführerIn, KonstruktionszeichnerIn oder später WerkmeisterIn möglich. Weil der Beruf in Österreich ein Nischenberuf ist, führen viele Entwicklungsschritte auch in angrenzende Metall- oder Gestaltungsbereiche.Lehrstellen als KupferschmiedIn in deiner Nähe
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Im Detail
Anforderungen
In diesem Beruf kommst du gut zurecht, wenn du Metall nicht nur bearbeiten, sondern seine Form beim Arbeiten mitdenken kannst. Du brauchst Kraft, weil Kessel, Bleche und Bauteile bewegt werden, Präzision beim Anreißen und Schweißen und genug technische Übersicht, um aus einer Werkzeichnung ein passendes Bauteil oder eine ganze Rohrverbindung aufzubauen. Dazu kommt: Montageeinsätze, Arbeiten auf Leitern oder in engen Behältern und der Umgang mit Lärm, Hitze oder Chemikalien gehören real dazu.
Achtung
Unterschätzt wird oft, wie unterschiedlich die körperlichen Situationen sind: einmal arbeitest du präzise an einer Werkbank, ein andermal auf einer Leiter, in einem Behälter oder mit schweren Teilen auf Montage.
Körperlich und gesundheitlich wichtig
Diese Punkte sollte man bei diesem Beruf ehrlich mitdenken:
- Sicherer Umgang mit Heben, Tragen und Arbeiten im Stehen
- Kein großes Problem mit Lärm durch Hämmern, Pressen und Anlagen
- Ausreichend Beweglichkeit für Reparaturen in engen Kesseln oder Apparaten
- Hautschutz und Verträglichkeit beim Umgang mit Chemikalien und Lacken
- Sicheres Arbeiten auf Leitern, Gerüsten oder bei Dacharbeiten in Höhe
Alle Anforderungen
Fachkompetenz
- Technisches Verständnishoch
- Räumliches Vorstellungsvermögenhoch
- Handwerkliche Geschicklichkeithoch
- Gutes Augenmaßmittel
- Gestalterische Fähigkeitmittel
- Anwendung generativer KI und von KI-Assistenzsystemenniedrig
Koerperlich
- Sehvermögenhoch
- Auge-Hand-Koordinationhoch
- Fingerfertigkeitmittel
- Gute körperliche Verfassunghoch
- Körperliche Wendigkeitmittel
- Gleichgewichtsgefühlmittel
- Lärmunempfindlichkeitmittel
- Unempfindlichkeit der Hautmittel
Selbstkompetenz
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Selbstständiges Arbeitenmittel
- Aufmerksamkeithoch
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
- Geduldmittel
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
- Umweltbewusstseinmittel
Allgemein
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
- Einsatzfreudemittel
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Lernbereitschaftmittel
- Mobilitätmittel
Methodenkompetenz
- Systematische Arbeitsweisemittel
- Kreativitätmittel
- Organisationstalentmittel
Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Zusammenarbeitmittel
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Kundinnen- und Kundenorientierungmittel
- Aufgeschlossenheitniedrig
Im Detail
Aufgaben
Der Kern des Berufs ist das Umformen und Fügen von Blechen zu funktionierenden Bauteilen oder fertigen Produkten. Ein typischer Arbeitstag besteht aus Zeichnungen lesen, Maße anreißen, Bleche zuschneiden, Teile durch Hämmern, Biegen und Pressen in Form bringen, Schweißnähte ausarbeiten und die fertigen Stücke montieren oder instand setzen. Besonders ist, dass du sowohl in der Werkstatt präzise Metallarbeit leistest als auch auf Baustellen oder beim Kunden Anlagen zusammensetzt und in Betrieb nimmst.
Typisch
Besonders typisch für KupferschmiedInnen ist, dass aus flachem Blech durch Rollen, Treiben, Bördeln und Schweißen ein räumlicher Körper entsteht — etwa ein Kessel, ein Behälter oder ein dekoratives Kupfergefäß.
Alle Aufgaben
Werkzeichnungen lesen und Werkaufrisse erstellen
Du arbeitest nach technischen Unterlagen und überträgst Maße, Radien, Kanten und Verbindungen in einen Werkaufriss oder eine Werkskizze. Dafür brauchst du räumliches Vorstellungsvermögen, weil du aus einer Zeichnung erkennen musst, wie ein Kessel, ein Rohrbogen oder ein Behälter später dreidimensional aussieht. Fehler in diesem Schritt ziehen sich durch die ganze Fertigung weiter und führen dazu, dass Teile am Ende nicht zusammenpassen.
Metalle und Bleche passend auswählen
Vor dem Bearbeiten wählst du aus, welches Material für den Auftrag geeignet ist, zum Beispiel Kupfer, Aluminium, Stahl, Messing oder Bronze. Dabei geht es nicht nur um Größe und Materialstärke, sondern auch darum, ob das Werkstück später Wärme, Druck, Feuchtigkeit oder chemische Belastung aushalten muss. Auch Bleche, Platten und Rohre müssen in der richtigen Menge bereitgestellt werden, damit die Fertigung ohne Unterbrechung weiterläuft.
Maße anreißen und auf Bleche übertragen
Mit Schiebelehre, Reißnadel und Maßband überträgst du die Angaben aus der Zeichnung exakt auf das Blech. Dieses Anreißen bestimmt, wo geschnitten, gebogen, gerollt oder gebohrt wird. Du brauchst dabei ein gutes Auge, ruhige Hände und sauberes Arbeiten, weil schon kleine Abweichungen bei Schweißnähten, Kesselböden oder Rohranschlüssen später große Probleme machen können.
Bleche zuschneiden und vorbereiten
Die angerissenen Teile schneidest du mit Blechscheren oder automatischen Schlagscheren zu und richtest sie für die weitere Bearbeitung her. Je nach Werkstück werden Kanten entgratet, Teile sortiert und für das Biegen oder Rollen vorbereitet. Bei größeren Serien oder komplexen Zuschnitten kommen zunehmend auch computergesteuerte Werkzeugmaschinen zum Einsatz.
Bleche rollen, biegen und abkanten
Mit Einrollmaschinen, Rohrbiegemaschinen sowie Biege- und Abkantpressen bringst du flache Bleche in zylindrische, konische oder gekantete Formen. So entstehen zum Beispiel Kesselmantel, Rohrteile, Behälterwände oder Dachbleche. Entscheidend ist, dass Biegeradius, Rundlauf und Maßhaltigkeit stimmen, damit sich die Teile später dicht und ohne Spannung zusammenfügen lassen.
Werkstücke durch Hämmern und Treiben formen
Viele Formen entstehen nicht nur an der Maschine, sondern direkt mit Hammer, Amboss und viel Gefühl fürs Material. Du schmiedest, treibst, biegst und presst Blechteile so, dass eingerollte Ränder, gewölbte Flächen oder dekorative Formen entstehen. Gerade bei Kupferkesseln und Ziergegenständen sieht man dabei deutlich die typische Handschrift des Berufs.
Teile schweißen und löten
Einzelne Blechteile, Rohrstücke oder Kesselböden fügst du durch Schweißen oder Löten zu dichten Verbindungen zusammen. Danach werden Schweißnähte oft mit dem Schlichthammer verhämmert und geglättet, damit die Oberfläche sauber wird und die Verbindung zuverlässig hält. Bei Apparaten, Behältern und Rohrleitungen kommt es besonders darauf an, dass nichts undicht wird.
Kessel und Behälter komplett aufbauen
Beim Kesselbau fügst du Mantel, Böden, Ränder und Anschlüsse Schritt für Schritt zu einem fertigen Werkstück zusammen. Du rollst Bleche ein, verschweißt sie, arbeitest Bördel oder eingerollte Ränder heraus und formst die Kesselwand nach den Vorgaben der Zeichnung. Anschlüsse, Öffnungen oder Einbauten müssen genau sitzen, damit der Kessel später montiert und genutzt werden kann.
Oberflächen glätten, beizen und polieren
Nach dem Umformen und Schweißen bearbeitest du die Oberfläche weiter, damit das Werkstück sauber aussieht und technisch passt. Dazu gehören Glätten, Schleifen, Hämmern, Reinigen, Trocknen und Polieren; je nach Verfahren werden Werkstücke auch in ein Bad mit verdünnter Schwefelsäure getaucht, um die Oberfläche zu glätten. Bei sichtbaren Kupferarbeiten ist das Finish besonders wichtig, weil man jede Unebenheit sofort erkennt.
Produkte verpacken und fachgerecht lagern
Fertige Kessel, Gefäße oder Bauteile werden gereinigt, gegen Beschädigung geschützt, verpackt und gelagert. Das ist vor allem bei polierten oder dekorativen Kupferoberflächen wichtig, weil Kratzer, Druckstellen oder Feuchtigkeit die Arbeit schnell ruinieren können. Auch bei Montagebauteilen muss klar erkennbar bleiben, welches Teil wohin gehört.
Anlagen, Rohrleitungen und Armaturen montieren
Vor Ort beim Kunden setzt du Behälter, Kessel, Apparate und Rohrleitungen zusammen und verbindest sie mit Armaturen und anderen Anlagenteilen. Dabei arbeitest du oft mit anderen Metallberufen, auf Baustellen oder in Produktionsbereichen zusammen. Für diese Arbeit brauchst du auch Kenntnisse in Mess- und Regeltechnik, damit die Anlage nicht nur mechanisch passt, sondern später richtig funktioniert.
Kupferdächer und Bauteile erneuern
Je nach Betrieb montierst oder erneuerst du auch Bauteile an Kupferdächern und anderen äußeren Metallflächen. Das heißt: Blechteile anpassen, befestigen, beschädigte Stücke austauschen und Anschlüsse dicht herstellen. Solche Arbeiten finden oft in Höhe und bei wechselnden Witterungsbedingungen statt.
Anlagen einstellen und in Betrieb nehmen
Nach der Montage kontrollierst du Verbindungen, stellst Apparaturen ein und prüfst, ob alles dicht und funktionsfähig ist. Rohrleitungen, Armaturen und angeschlossene Bauteile müssen zusammenarbeiten, bevor eine Anlage übergeben werden kann. Dazu gehört auch, Kundinnen und Kunden die Handhabung zu erklären.
Schäden warten und reparieren
Bei Wartungs- und Reparatureinsätzen erneuerst du zum Beispiel lecke Schweißstellen, rostige Nieten, beschädigte Oberflächen oder einzelne Bauteile. Manchmal arbeitest du dabei in engen Behältern oder an bereits eingebauten Apparaturen, wo du wenig Platz hast und jede Bewegung sitzen muss. Ziel ist, dass die Anlage wieder dicht, sicher und einsatzbereit ist.
Kundschaft beraten und Übergabe erklären
Beim Einbau oder bei Sonderanfertigungen sprichst du mit Kundinnen und Kunden über Ausführung, Nutzung und Pflege der Produkte. Du erklärst etwa, wie ein Behälter, Warmwasserbereiter oder eine Apparatur verwendet wird und worauf bei Wartung oder Reinigung zu achten ist. Gerade in kleinen Betrieben gehört dieser direkte Kontakt oft selbstverständlich dazu.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Zwischen Werkbank und Baustelle
Das Arbeitsumfeld wechselt in diesem Beruf stärker, als man von außen vermutet. Ein Teil der Arbeit ist klassische Werkstattarbeit: Maße anreißen, Bleche formen, Nähte schweißen, Oberflächen glätten. Der andere Teil findet dort statt, wo das fertige Stück eingebaut oder repariert werden muss — in Industriebetrieben, auf Dächern oder direkt bei der Kundschaft. Dadurch ist der Alltag weniger gleichförmig, aber auch anstrengender, weil du dich immer wieder auf neue Orte, Platzverhältnisse und Sicherheitsbedingungen einstellen musst.
Wusstest du?
KupferschmiedInnen arbeiten nicht nur an technischen Anlagen. Je nach Betrieb entstehen auch sichtbare Kupferarbeiten wie Dächer, Schalen, Krüge oder andere Stücke, bei denen die Oberfläche und Form genauso wichtig sind wie die Funktion.
Typische Umgebungsmerkmale
- Werkstatt und Metallbearbeitung
- Produktionshallen in Industriebetrieben
- Montage direkt beim Kunden
- Arbeit auf Dächern möglich
- Abstimmung im Team und mit anderen Gewerken
- Lärm durch Hämmern und Maschinen
- Hitze bei Schweißen und Brennerarbeit
- Metallstaub, Schmutz und Reinigungsarbeit
- Körperlich fordernd und viel in Bewegung
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: nicht mehr nur mitarbeiten
Der erste große Unterschied nach der Lehrzeit ist, dass du nicht mehr nur einzelne Arbeitsschritte übernimmst, sondern ein Werkstück oder einen Montageabschnitt eigenständig verantwortest. Das kann heißen, dass du einen Kessel nach Zeichnung von Anfang bis Ende aufbaust, bei einer Reparatur die beste Lösung festlegst oder auf Montage vor Ort entscheidest, wie Rohrleitungen angepasst werden. Gerade in kleinen Betrieben wird dieser Schritt schnell sichtbar: Wer sauber arbeitet, bekommt früh mehr Vertrauen und mehr direkte Verantwortung. In Industriebetrieben verläuft der Einstieg oft strukturierter, dafür kannst du dich dort stärker in bestimmte Produktionsbereiche einarbeiten. Beides ist wertvoll, nur der Alltag sieht anders aus.
Typische Wege, in die du dich entwickeln kannst
Diese Richtungen sind für KupferschmiedInnen besonders naheliegend:
- Kessel- und Behälterbau mit Fokus auf dichte, maßgenaue Apparate und Rohrverbindungen
- Kupferdächer und Außenbauteile mit mehr Montagearbeit in Höhe und auf Baustellen
- Gebrauchs- und Ziergegenstände, bei denen Form, Oberfläche und handwerkliche Ausarbeitung sichtbar im Vordergrund stehen
- Service, Wartung und Reparatur, wenn dir Fehlersuche, Nacharbeit und Kundeneinsätze liegen
- Oberflächenbehandlung und Versiegelung, wenn du dich besonders für Finish, Schutz und optische Qualität interessierst
- Qualitätskontrolle oder technische Prüfung, wenn du Werkstücke lieber beurteilst und absicherst als ständig selbst formst
Mit CNC und digitalen Maschinen breiter einsetzbar werden
Ein echter Vorteil für deine Zukunft sind fundierte Kenntnisse in der Programmierung und Bedienung computergesteuerter Werkzeugmaschinen. Der Beruf bleibt handwerklich, aber Betriebe setzen immer öfter CNC- und andere digital gesteuerte Anlagen beim Schneiden, Biegen oder Umformen ein. Wer beides kann — die klassische Handarbeit mit Hammer und Schlichthammer und den sicheren Umgang mit modernen Maschinen — ist breiter einsetzbar als jemand, der nur eines davon beherrscht. Genau das kann auch deine Chancen in der Metallbranche verbessern, selbst wenn du später in einen angrenzenden Beruf wechselst. Die Kombination aus Werkstattgefühl und Maschinenkompetenz ist in einem Nischenberuf besonders wertvoll.
Weiterbildungen, die wirklich etwas verändern
Diese in den Quellen genannten Wege bauen direkt auf dem Lehrberuf auf:
- WIFI-Kurse, zum Beispiel in CNC-Technik, Schweißen oder als Fachkurs für Kupferschmiede
- BFI-Kurse für fachliche Vertiefung in Metallbearbeitung und Maschinenanwendung
- Schweißkurse an der Schweißtechnischen Zentralanstalt in Wien, wenn du deine Fügetechnik gezielt ausbauen willst
- Werkmeisterschule für Berufstätige, etwa in Maschinenbau, Automatisierungstechnik, Betriebstechnik, Sanitär- und Heizungstechnik oder Kunststofftechnik
- Meisterschule für Kunst und Gestaltung, Ausbildungszweig Metallgestaltung in Graz, wenn du stärker in die kunsthandwerkliche Richtung willst
- Aufbaulehrgänge oder Höhere Lehranstalten für Berufstätige in Maschineningenieurwesen oder Wirtschaftsingenieurwesen, wenn du später mehr Technik, Planung oder Betriebsverantwortung übernehmen möchtest
Vorarbeiter, Partieführer, Konstruktionszeichner oder Werkmeister
Wenn du in einem größeren Industriebetrieb arbeitest, gibt es mit Erfahrung und Weiterbildung klare nächste Rollen. Als Vorarbeiter oder Partieführer koordinierst du Arbeitsschritte, teilst Aufgaben ein und achtest darauf, dass Fertigung oder Montage sauber laufen. Als Konstruktionszeichner verschiebt sich dein Schwerpunkt stärker auf technische Unterlagen, Maße, Aufbau und Vorbereitung. Mit der Werkmeisterschule kommst du näher an Planung, Organisation, Qualität und Führung heran. In kleinen und mittleren Betrieben sind solche Stufen seltener ausgeschrieben, dort wächst du oft informell in Verantwortung hinein — etwa als die Person, die schwierige Aufträge übernimmt oder neue Leute anlernt.
Eigener Betrieb: klein, spezialisiert und mit Handschrift
Selbstständigkeit ist in diesem Beruf real möglich, aber nicht als anonyme Massenproduktion. Eher baust du dir einen kleinen, spezialisierten Betrieb auf: zum Beispiel für Kupfer- und Blecharbeiten, Reparaturen, Dächer, Sonderanfertigungen oder hochwertige Gebrauchs- und Zierobjekte aus Metall. Laut Quelle ist die selbstständige Berufsausübung über die reglementierten Gewerbe SpenglerIn, KupferschmiedIn, Heizungstechnik/Lüftungstechnik oder Gas- und Sanitärtechnik möglich, jeweils mit Befähigungsnachweis. Das heißt: Der Schritt in die Selbstständigkeit ist an klare rechtliche Voraussetzungen gebunden. Wenn du ihn gehst, verkaufst du nicht nur Arbeitszeit, sondern deinen Ruf für saubere Ausführung, dichte Verbindungen und sichtbare Qualität.
Realistisch
KupferschmiedIn ist in Österreich ein seltener Nischenberuf. Genau deshalb kann es klug sein, zusätzlich Kompetenzen in Metalltechnik, Schweißen, CNC oder Metallgestaltung aufzubauen — so bleibst du in mehreren Richtungen einsetzbar.
Der ruhige, gute Weg ist ebenfalls ein Erfolg
Nicht jeder will Meister werden oder einen eigenen Betrieb aufmachen. Du kannst mit diesem Beruf auch einfach eine verlässliche Fachkraft sein, die saubere Arbeit liefert, Reparaturen sicher erledigt und in einem kleinen Team einen festen Platz hat. Gerade in handwerklichen Betrieben ist das viel wert: jemand, auf den man sich verlassen kann, der Bleche lesen, formen, schweißen und montieren kann, ohne dauernd nachfragen zu müssen. Wenn dir wichtig ist, nach der Arbeit abschalten zu können und dein Leben nicht nur über Karriere zu definieren, kann dieser Beruf trotzdem ein stabiles Fundament sein. Er ist handfest, sichtbar und gibt dir Fähigkeiten, die in angrenzenden Metallberufen ebenfalls gefragt sind.
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