KosmetikerIn (Kosmetologe/Kosmetologin) / FußpflegerIn (Podologe/Podologin)
Als KosmetikerIn / FußpflegerIn pflegst und behandelst du Haut, Hände, Nägel und Füße deiner Kundinnen und Kunden. Du arbeitest an der Schnittstelle von Schönheitspflege, Wohlbefinden und vorsorglicher Fußbehandlung: Du reinigst, pflegst, schminkst, entfernst Hornhaut oder behandelst eingewachsene Nägel – immer passend zum Haut- und Fußzustand der Person.
- 4 Jahre.
- Berufsschule Klagenfurt am Wörthersee
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 800ab € 800
- 2. LEHRJAHR€ 900ab € 900
- 3. LEHRJAHR€ 1.200ab € 1.200
- 4. LEHRJAHR€ 1.400ab € 1.400
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Passt dieser Beruf zu dir?
Gefragt sind vor allem Helfer:in und Organisierte. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.
„Dieser Beruf verbindet zwei Welten, die sonst oft getrennt sind: typgerechtes Make-up und Nageldesign auf der einen Seite, Hornhautabtragung, Nagelkorrektur und Diabetesfußpflege auf der anderen.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Fingerfertigkeit
- Ausgeprägter Tastsinn
- Gutes Sehvermögen
- Hygienebewusstsein
Typische Aufgaben
mehr- Hautzustand beurteilen und Behandlung festlegen
- Peelings, Masken und Packungen auftragen
- Augenbrauen, Wimpern und Make-up gestalten
- Hände pflegen und Nägel verschönern
- Hornhaut und Hühneraugen entfernen
Arbeitsumgebung
mehr- Kosmetik- und Fußpflegesalons
- Wellnessresorts, Thermen, Kurbäder
- Spitäler, Pflegeheime, Facharztordinationen
- Mobile Einsätze bei Kundinnen zuhause
- Ständiger direkter Kundenkontakt
- Feinwerkzeuge und Behandlungsgeräte
- Strenge Hygiene und Desinfektion
- Viel Stehen und konzentriertes Arbeiten
- Kaum Rückzug zwischen Kundenterminen
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre arbeitest du meist zuerst direkt in einem Kosmetik- oder Fußpflegebetrieb, in einem Spa, einer Therme oder in der mobilen Betreuung und baust dir Routine sowie Stammkundschaft auf. Häufige nächste Schritte sind Spezialisierungen wie Nageldesign, Farb- und Typberatung, Wellnessanwendungen, Maskenbild, medizinische Fußpflege oder Massagetechniken wie Fußreflexzonenmassage. In größeren Betrieben sind Leitungsfunktionen möglich, häufiger ist in diesem Beruf aber der Weg in die Selbstständigkeit mit eigenem Studio oder mobilem Angebot. Darüber hinaus gibt es auch Wege in Verkauf, Vertrieb, Schulung und Produktthemen.Lehrstellen als KosmetikerIn (Kosmetologe/Kosmetologin) / FußpflegerIn (Podologe/Podologin) in deiner Nähe
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Im Detail
Anforderungen
In diesem Beruf brauchst du sehr ruhige, präzise Hände und einen genauen Blick für Hautbilder, Nagelveränderungen und kleine Auffälligkeiten. Gleichzeitig arbeitest du ständig nah am Menschen: Du berätst, beruhigst, erklärst Behandlungen verständlich und musst hygienisch und verantwortungsvoll arbeiten, weil du direkt an empfindlicher Haut, Nägeln und manchmal auch an Druckstellen oder kleinen Wunden arbeitest.
Achtung
Viele unterschätzen, wie nah Kosmetik und Fußpflege an gesundheitlichen Grenzbereichen arbeiten. Du brauchst deshalb nicht nur ein Gefühl für Schönheit, sondern auch einen sehr sauberen Blick dafür, was du behandeln darfst und wann du weiterverweisen musst.
Körperlich spürbar im Alltag
Diese Punkte merkt man meist schon in der Lehrzeit deutlich:
- Langes Sitzen oder Stehen in vorgebeugter Haltung bei Gesichts- und Fußbehandlungen
- Feine, wiederholte Handbewegungen beim Feilen, Schminken, Fräsen oder Arbeiten mit dem Skalpell
- Direkter Hautkontakt mit Desinfektionsmitteln, Cremes, Salben und anderen Präparaten
- Hohe Konzentration auf sehr kleine Details wie Härchen, Nagelränder, Hornhaut oder Hautunreinheiten
Alle Anforderungen
Koerperlich
- Handgeschicklichkeithoch
- Fingerfertigkeithoch
- Ausgeprägter Tastsinnhoch
- Auge-Hand-Koordinationhoch
- Gutes Sehvermögenhoch
- Farbsehenmittel
- Unempfindliche Haut gegenüber Präparatenmittel
Allgemein
- Hygienebewusstseinhoch
- Generelle Lernfähigkeithoch
- Lernbereitschafthoch
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
- Selbstständiges Arbeitenhoch
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Teamfähigkeitmittel
- Einsatzfreudemittel
- Gepflegtes Erscheinungsbildmittel
Fachkompetenz
- Gute Beobachtungsgabehoch
- Gefühl für Farben und Formenmittel
- Gestalterische Fähigkeitmittel
- Gutes Augenmaßmittel
- Gute Deutschkenntnissemittel
- Gute rhetorische Fähigkeitmittel
- Anwendung digitaler Toolsniedrig
- Datensicherheit und Datenschutzniedrig
Selbstkompetenz
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeithoch
- Freundlichkeitmittel
- Verschwiegenheit und Diskretionhoch
- Geduldhoch
- Aufmerksamkeithoch
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
- Gesundheitsbewusstseinmittel
Sozialkompetenz
- Kontaktfreudemittel
- Einfühlungsvermögenhoch
- Bereitschaft zum Zuhörenhoch
- Kundinnenorientierunghoch
- Kommunikationsfähigkeithoch
- Argumentations- und Überzeugungsfähigkeitmittel
- Aufgeschlossenheitmittel
Methodenkompetenz
- Organisationstalentmittel
- Systematische Arbeitsweisemittel
Im Detail
Aufgaben
Ein typischer Arbeitstag besteht aus direkten Behandlungen am Menschen: anschauen, beurteilen, reinigen, pflegen, gestalten und bei Fußproblemen gezielt eingreifen. Dabei entscheidest du laufend, welche Präparate, Geräte und Techniken für Haut, Nägel oder Füße geeignet sind und wo deine Zuständigkeit endet und ärztliche Abklärung nötig ist.
Wichtig
Du behandelst in diesem Beruf gesunde Haut. Wenn Haut- oder Nagelveränderungen über den kosmetischen oder podologischen Bereich hinausgehen, arbeitest du nur auf Anweisung oder verweist an Ärztinnen, Ärzte oder andere Gesundheitsberufe weiter.
Warum Beratung und Behandlung so eng zusammengehören
In diesem Beruf reicht es nicht, eine Standardbehandlung abzuarbeiten. Du musst zuerst erkennen, was die Person wirklich braucht: eher Reinigung oder Beruhigung, eher Nagelkorrektur oder reine Pflege, eher typgerechtes Make-up oder Zurückhaltung bei empfindlicher Haut. Danach folgt die handwerkliche Arbeit mit Präparaten, Geräten und Instrumenten. Am Ende erklärst du oft noch, wie die Kundin oder der Kunde zuhause weiterpflegen soll, damit das Ergebnis hält oder Beschwerden nicht wiederkommen. Genau diese Verbindung aus Analyse, Behandlung und Pflegeberatung macht den Beruf aus.
Alle Aufgaben
Hautzustand beurteilen und Behandlung festlegen
Bevor du mit einer kosmetischen Behandlung beginnst, schaust du dir Hauttyp und Hautzustand genau an. Du erkennst zum Beispiel trockene, empfindliche oder lichtgeschädigte Haut und entscheidest danach, welche Reinigung, Pflege oder Spezialbehandlung sinnvoll ist. Auch bei Füßen und Nägeln beurteilst du, ob nur Pflege nötig ist oder ob etwa eingewachsene Nägel, Druckstellen oder Deformationen vorliegen. Wichtig ist dabei auch zu wissen, wann du an Ärztinnen oder Ärzte weiterverweisen musst.
Gesicht und Haut gründlich reinigen
Vor jeder kosmetischen Behandlung entfernst du mit Reinigungspräparaten und passenden Geräten Rückstände, Fett und Schmutz von der Haut. Danach bereitest du das Gesicht, den Hals oder das Dekolleté für weitere Schritte wie Peeling, Maske oder Pflege vor. Je nach Hautzustand arbeitest du mit Kompressen, Dampfbädern oder sanften Reinigungsapparaten. Die Vorbereitung entscheidet oft darüber, wie gut spätere Wirkstoffe aufgenommen werden.
Peelings, Masken und Packungen auftragen
Du trägst pflegende oder klärende Produkte wie Peelings, Gesichtsmasken, Ampullen oder Spezialpackungen auf Gesicht, Hals, Hände oder Dekolleté auf. Damit werden Hautunreinheiten gelöst, die Haut beruhigt oder mit Wirkstoffen versorgt. Je nach Behandlung cremst du anschließend ein oder kombinierst die Pflege mit weiteren kosmetischen Schritten. Du musst dabei wissen, welche Präparate pflanzlich, tierisch oder synthetisch aufgebaut sind und wofür sie eingesetzt werden.
Gesicht, Nacken, Hände und Füße massieren
Massagen gehören in mehreren Bereichen des Berufs dazu: im Gesicht und Nacken, an Schultern, Händen, Armen, Beinen und Füßen. Ziel ist nicht eine Heilbehandlung, sondern Lockerung, Pflege und eine bessere Durchblutung. Du setzt passende Massagegriffe und Öle oder Cremes ein und passt Druck und Dauer an die behandelte Körperstelle an. Auch Lymphdrainagen im kosmetischen Bereich können Teil der Arbeit sein.
Körperhaare fachgerecht entfernen
Du entfernst störende Gesichts- oder Körperbehaarung je nach Bereich und Kundenwunsch mit Warm- oder Kaltharz, Wachsstreifen, Epiliergeräten oder Lasergeräten. Besonders im Gesicht kommt es auf sauberes, ruhiges Arbeiten an, damit die Haut nicht unnötig gereizt wird. Auch Augenbrauen werden durch Zupfen oder Harzen in Form gebracht. Vor und nach der Behandlung achtest du auf Hautberuhigung und Hygiene.
Augenbrauen, Wimpern und Make-up gestalten
Im Bereich der dekorativen Kosmetik berätst du, welche Farben, Formen und Schminkstile zur Person und zum Anlass passen. Du färbst Augenbrauen und Wimpern, schminkst den Augenbereich mit Kajal, Lidschatten und Mascara und setzt bei Bedarf künstliche Wimpern auf. Dazu kommen Lippenkontur, Lippenstift, Puder und das fertige Tages-, Abend- oder Fantasie-Make-up. Hier verbinden sich gestalterisches Arbeiten und sehr präzise Handarbeit.
Hände pflegen und Nägel verschönern
Zur Maniküre gehören Reinigung, Handbäder, Handmassagen und das Auftragen von Pflegeprodukten. Du schneidest, feilst und lackierst Fingernägel, gestaltest sie mit Verzierungen oder modellierst künstliche Nägel mit Acryl oder Gel. Bei Nagelveränderungen musst du unterscheiden, was kosmetisch behandelt werden darf und was medizinisch abgeklärt werden sollte. Saubere Form, glatte Oberflächen und haltbare Modellage sind hier entscheidend.
Füße baden, pflegen und massieren
In der Fußpflege bereitest du die Behandlung oft mit einem Fußbad vor und pflegst anschließend Füße und Beine mit Cremes oder pflegerischen Massagen. Die Haut wird weicher, die weitere Bearbeitung leichter und die Kundinnen und Kunden spüren sofort eine Entlastung. Je nach Angebot führst du auch Hand- und Armpflege im podologischen Bereich durch. Dabei arbeitest du nah an oft empfindlichen oder belasteten Hautstellen.
Hornhaut und Hühneraugen entfernen
Du entfernst verhärtete Hautstellen, Schwielen und Hühneraugen mit Bimsstein, Hornhauthobel, Skalpell, Fräsern oder anderen Spezialwerkzeugen. Dabei musst du sehr kontrolliert arbeiten, weil schon kleine Fehler schmerzhaft sein können. Besonders wichtig ist der richtige Druck, die passende Technik und die laufende Beobachtung der Haut. Diese Tätigkeit ist typisch für die Fußpflege und für Außenstehende sofort als podologische Arbeit erkennbar.
Nägel schneiden, fräsen und korrigieren
An Zehen- und Fingernägeln schneidest, schleifst, feilst, fräst und lackierst du Nägel fachgerecht. Bei verdickten, deformierten oder eingewachsenen Nägeln setzt du spezielle Techniken ein, um die Nagelform zu normalisieren und Beschwerden zu verringern. Wenn nötig bringst du Nagelkorrektur-Spangen oder Nagelprothetik an. Gerade bei Problemnägeln brauchst du viel Gefühl und einen sehr genauen Blick.
Druckstellen versorgen und Verbände anlegen
Wenn an den Füßen Druckstellen oder kleinere Wunden auftreten, führst du die Erstversorgung durch. Dazu gehören zum Beispiel Druckschutzverbände, Schmetterlingsverbände oder andere entlastende Verbände. Du arbeitest hier besonders sorgfältig, weil die Haut oft bereits gereizt oder empfindlich ist. Für die weitere Wundversorgung verweist du bei Bedarf an Ärztinnen, Ärzte oder andere Gesundheitsberufe weiter.
Physikalische Behandlungen und Geräte anwenden
Je nach Behandlung arbeitest du mit Geräten und Methoden aus der physikalischen Schönheitspflege oder Fußpflege. Dazu gehören Anwendungen mit Wasser, Licht, Wärme, Kälte, Strom, Ultraschall oder Laser. Du musst die Geräte sicher bedienen, ihre Wirkung kennen und die Behandlung an Hautzustand und Einsatzgebiet anpassen. Nicht jede Kundin und nicht jeder Kunde ist für jede Methode geeignet.
Kundinnen und Kunden beraten und Produkte verkaufen
Du besprichst Wünsche, Beschwerden und Pflegeziele, erklärst Behandlungen verständlich und empfiehlst passende Produkte für zuhause. Dazu gehören Kosmetikpräparate, Fußpflegeprodukte, Schminkartikel oder vorbeugende Pflegemaßnahmen gegen Haut- und Nagelveränderungen. Oft entscheidest du mit deiner Beratung darüber, ob eine Kundin wiederkommt und ob die Wirkung der Behandlung zuhause erhalten bleibt. Auch Verkaufsgespräche und einfache kaufmännische Tätigkeiten gehören dazu.
Arbeitsplatz hygienisch vorbereiten und desinfizieren
Instrumente, Apparate, Liegen, Schalen und Arbeitsflächen müssen nach jeder Behandlung gereinigt, desinfiziert oder sterilisiert werden. Du arbeitest mit Einweghandschuhen, Mundschutz, Desinfektionsmitteln und Sterilisationsgeräten und hältst genaue Hygienevorschriften ein. Gerade weil du an Haut, Nägeln und manchmal an kleinen Verletzungen arbeitest, ist dieser Bereich nicht Nebenaufgabe, sondern Teil des Kerns der Arbeit. Ohne saubere Aufbereitung wäre eine sichere Behandlung nicht möglich.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Wo du arbeiten kannst
Die Lehre führt nicht automatisch nur in den klassischen Salon. Typische Einsatzorte sind:
- Kleine Kosmetik- und Fußpflegesalons in Städten und Gemeinden
- Schönheits- und Wellnessbetriebe wie Spas, Thermen oder Kuranstalten
- Spitäler, Alten- und Pflegeheime oder Sozialdienste mit mobiler Fußpflege
- Fachgeschäfte, Drogeriemärkte mit Kabinen oder Tätigkeiten im Vertrieb von Kosmetikunternehmen
Ungewohnt
Mobile Fußpflege bedeutet oft einen ganz anderen Alltag als im Studio: Du fährst zu Menschen nach Hause oder in Pflegeeinrichtungen, baust deine Arbeitsmittel vor Ort auf und musst auch außerhalb klassischer Salonzeiten einsatzbereit sein.
Typische Umgebungsmerkmale
- Kosmetik- und Fußpflegesalons
- Wellnessresorts, Thermen, Kurbäder
- Spitäler, Pflegeheime, Facharztordinationen
- Mobile Einsätze bei Kundinnen zuhause
- Ständiger direkter Kundenkontakt
- Feinwerkzeuge und Behandlungsgeräte
- Strenge Hygiene und Desinfektion
- Viel Stehen und konzentriertes Arbeiten
- Kaum Rückzug zwischen Kundenterminen
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: vom Mitlaufen zur eigenen Kabine
Der erste große Schritt nach der Lehrzeit ist meist nicht ein Titel, sondern mehr Eigenverantwortung. Du führst Behandlungen selbstständig durch, planst deine Zeit genauer und wirst an Kundinnen und Kunden gemessen, die wiederkommen sollen. Dabei baust du dir oft nach und nach einen eigenen Kundenstock auf: Menschen, die gezielt wegen deiner ruhigen Fußbehandlung, deiner sauberen Maniküre oder deines sicheren Make-ups einen Termin bei dir wollen. Genau das ist in diesem Beruf viel wert, weil Vertrauen und persönliche Empfehlung oft wichtiger sind als Werbung. Wenn du fachlich sauber arbeitest und zuverlässig bist, kann aus einer Lehrstelle recht schnell eine stabile Position im Betrieb werden.
Typische Spezialisierungen, die wirklich etwas verändern
Mit Weiterbildung verschiebt sich oft auch dein Arbeitsalltag. Häufige Richtungen laut Quellen sind:
- Nageldesign und Maniküre – wenn du lieber sehr detailgenau an Form, Farbe, Modellage und Haltbarkeit arbeitest
- Farb- und Typberatung sowie Visagistik – wenn dein Schwerpunkt stärker auf Make-up, Stilwirkung und Auftreten liegt
- Wellness und Gesamtkörperkosmetik, etwa Anti-Aging-Anwendungen – wenn du eher in Richtung Spa, Thermen und längere Pflegebehandlungen gehen willst
- Medizinische Fußpflege, diabetische Fußpflege oder Fußreflexzonenmassage – wenn dich der podologische Teil mit Problemnägeln, Druckstellen und entlastender Behandlung stärker interessiert
- Maskenbild – wenn dich Spezialschminktechniken und gestalterische Arbeit für Bühne, Foto oder besondere Anlässe reizen
- Workshops und Seminare – wenn du später nicht nur behandeln, sondern dein Wissen auch an andere weitergeben willst
Ein eigenes Studio oder mobile Fußpflege aufbauen
Dieser Beruf gehört zu jenen Lehrberufen, in denen Selbstständigkeit für viele ein realistisches Ziel ist. Ein mögliches Bild: Du beginnst angestellt, merkst mit der Zeit, welche Leistungen bei deinen Kundinnen und Kunden besonders gefragt sind, und baust darauf dein eigenes Angebot auf – zum Beispiel ein kleines Studio, ein kombiniertes Kosmetik- und Fußpflegeinstitut oder eine mobile Fußpflege für Menschen zuhause und in Pflegeeinrichtungen. Gerade mobile Fußpflege kann sehr gefragt sein, weil du dorthin gehst, wo Kundinnen und Kunden nur schwer in einen Salon kommen. Für die reglementierten Gewerbe Kosmetik und Fußpflege brauchst du allerdings den vorgeschriebenen Befähigungsnachweis. Daneben gibt es auch freie Gewerbe wie das Modellieren von Fingernägeln, die Erzeugung kosmetischer Artikel oder Farb-, Typ-, Stil- und Imageberatung im dafür definierten Rahmen.
Selbstständig
Die stärkste Version von Selbstständigkeit in diesem Beruf ist nicht nur 'einen Salon besitzen', sondern ein klares Profil aufzubauen: etwa Problemfüße im mobilen Bereich, ein Studio mit starkem Nageldesign-Fokus oder ein Institut, das Kosmetik, Stilberatung und Produktverkauf sichtbar verbindet.
Wenn du eher aufsteigen willst als gründen
In größeren Betrieben, Ketten oder Wellnesseinrichtungen kannst du mit Erfahrung auch in leitende Rollen hineinwachsen. Dann behandelst du nicht nur selbst, sondern organisierst Termine, teilst Mitarbeitende ein, achtest auf Standards, bestellst Produkte und kümmerst dich mit um den wirtschaftlichen Ablauf. Laut Quellen sind solche Aufstiegsschritte zu Filialleiterin oder Geschäftsführer häufiger in größeren Häusern möglich, während viele klassische Salons klein sind und wenig Hierarchie haben. Das heißt ehrlich gesagt: Wer unbedingt Karriere über mehrere Führungsebenen sucht, findet in diesem Beruf weniger Stufen als in großen Industrieberufen. Wer aber gern fachnah bleibt und trotzdem Verantwortung übernimmt, kann hier sehr gut hineinwachsen.
Wege raus aus der Kabine: Verkauf, Vertrieb, Schulung
Nicht alle bleiben ihr ganzes Berufsleben nur in der direkten Behandlung. Mit Erfahrung kannst du auch in den Verkauf oder Vertrieb von Kosmetikunternehmen wechseln, Produkte erklären, Studios beraten oder als Fachberaterin mit Sortimenten und Anwendungen arbeiten. Ebenso naheliegend ist ein Weg in Schulungen und Seminare, besonders wenn du dich in einem Bereich wie Make-up, Nageldesign oder Fußpflege stark spezialisiert hast. Dann veränderst du nicht den Beruf, sondern die Rolle darin: weg vom reinen Behandeln, hin zum Erklären, Vorführen und Weitergeben von Können. Das ist vor allem dann interessant, wenn dir fachlicher Austausch liegt und du nicht jeden Tag denselben Terminrhythmus haben willst.
Weiterbildung, die in diesem Beruf wirklich zählt
Laufende Weiterbildung ist hier kein Extra, sondern Teil des Berufs. In den Quellen genannt werden vor allem:
- Kosmetikkurse zu neuen Behandlungsverfahren, Präparaten und Techniken
- Kurse zur Fußreflexzonenmassage und anderen ergänzenden Fußpflegeanwendungen
- Weiterbildungen bei BFI und WIFI, die in Österreich für diesen Beruf ausdrücklich genannt werden
- Fortbildung in aktuellen Trends, Wirkstoffen und Geräteeinsatz, damit du bei neuen Methoden fachlich sicher bleibst
Der ruhige, stabile Weg: gute Arbeit, feste Kundschaft, planbarer Alltag
Nicht jeder will leiten, unterrichten oder ein Unternehmen aufbauen – und dieser Beruf gibt auch dafür ein gutes Fundament ab. Viele Fachkräfte bleiben bewusst in einem Salon, Spa oder in der mobilen Betreuung, arbeiten verlässlich, bauen eine feste Stammkundschaft auf und werden gerade deshalb unverzichtbar. Wenn Menschen dir bei ihren Füßen, ihrer Haut oder ihrem Aussehen vertrauen, entsteht oft eine langjährige Bindung. Das kann ein sehr bodenständiger Berufsweg sein: saubere Facharbeit, direkter Kontakt, sichtbare Ergebnisse und nach dem Arbeitstag ein klarer Feierabend. Für viele ist genau das attraktiv – nicht Karriere um jeden Preis, sondern ein Beruf, in dem man Können jeden Tag unmittelbar einsetzen kann.
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