Aus Scoutra wird Junik

Aus Scoutra wird Junik

Junik kommt von „unique“. Kein Jugendlicher ist wie der andere, und keine Lehrstelle ist wie die andere. Genau danach bauen wir: dass jeder Einzelne die Entscheidung trifft, die zu ihm passt, und nicht die, die am lautesten beworben wird.

Sonst ändert sich nichts. Dieselbe Firma, dieselben Leute, dieselbe App — nur der Name ist neu. Alte Adressen auf scoutra.at führen weiter hierher.

In den Stores steht vorübergehend noch Scoutra. Es ist dieselbe App; wer sie schon hat, muss nichts tun.

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HohlglasveredlerIn - Glasmalerei

Als HohlglasveredlerIn - Glasmalerei bemalst und restaurierst du Glas: von Trinkgläsern, Vasen und Krügen bis zu Kirchenfenstern und Glasmosaiken. Du arbeitest an der Schnittstelle von Handwerk, Gestaltung und Materialkunde, denn Farbe, Glasart und Brennvorgang müssen genau zusammenpassen, damit das Dekor hält und so wirkt, wie es geplant ist.

  • Berufsschule Kramsach

Gehaltsentwicklung (KV)

  1. 1. LEHRJAHR€ 941€ 730 – € 1.012
  2. 2. LEHRJAHR€ 1.152€ 938 – € 1.254
  3. 3. LEHRJAHR€ 1.652€ 1.251 – € 1.881
  4. 4. LEHRJAHR€ 2.211€ 1.667 – € 2.533

Nur in der App

Passt dieser Beruf zu dir?

Gefragt sind vor allem Gestalter:in und Organisierte. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.

„Dieser Beruf ist keine allgemeine Malerei auf Glas, sondern präzise Arbeit mit Schmelzfarben, Brennöfen, Transparenz und Lichtwirkung.“

Was du mitbringen solltest

mehr
  • Gefühl für Farben und Lichtwirkung
  • Gestalterische Fähigkeit
  • Fingerfertigkeit
  • Gutes Sehvermögen
  • Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Stoffen

Typische Aufgaben

mehr
  • Muster und Dekore entwerfen
  • Hohlgläser von Hand bemalen
  • Flachglas und Fenster gestalten
  • Aufsichts- und Durchsichtmalerei ausführen
  • Spezielle Maltechniken anwenden
  • Glasfenster und Glasmalerei restaurieren

Arbeitsumgebung

mehr
  • Werkstattarbeit an empfindlichem Glas
  • Feinarbeit mit Pinsel und Dekor
  • Aufträge für Kirchen und öffentliche Gebäude
  • Zusammenarbeit mit Kollegen, Vorgesetzten, teils DesignerInnen
  • Ätzraum und Arbeit mit Chemikalien
  • Teilweise maschinelle Veredelung mit Siebdruck oder Spritzanlagen
  • Maschinen- und Werkstattgeräusche
  • Gerüche und Hautkontakt durch Präparate können belasten

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre arbeitest du meist zunächst praktisch an Veredelungs- oder Restaurierungsaufträgen und baust vor allem Sicherheit in Technik, Materialwahl und Ausführung auf. Typische nächste Schritte sind eine Spezialisierung auf Entwurf, bestimmte Glasmaltechniken, Restaurierung historischer Glasmalereien oder auf das Steuern digitaler Siebdruckmaschinen und Spritzanlagen. Wer einen höheren Abschluss anstrebt, kann den Aufbaulehrgang für Glastechnik oder den Aufbaulehrgang für Kunsthandwerk-Design an der Glasfachschule in Kramsach/Mariatal besuchen. Darüber hinaus gibt es Wege in die Selbstständigkeit im Handwerk oder in eine freie künstlerische Tätigkeit.

Lehrstellen als HohlglasveredlerIn - Glasmalerei in deiner Nähe

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Im Detail

Anforderungen

Gut aufgehoben bist du hier, wenn du sehr ruhig und genau mit den Händen arbeitest und dir Farben, Lichtwirkung und Formen nicht egal sind. Entscheidend ist nicht rohe Kraft, sondern saubere Pinselführung, gutes Sehen, Geduld und ein sicheres Gefühl dafür, wie Glas, Farbe und Brennvorgang zusammenwirken. Weil viele Arbeiten Einzelstücke oder Restaurierungen sind, fällt jeder Fehler sofort auf.

Achtung

Wenn du chemische Gerüche schlecht verträgst oder sehr empfindliche Haut hast, solltest du diesen Beruf besonders realistisch prüfen. Ätzmittel, Präparate und Farben gehören hier zum echten Arbeitsalltag.

Warum kleine Schwächen hier stark auffallen

In der Glasmalerei arbeiten deine Augen, deine Hände und dein Gestaltungsgefühl ständig zusammen. Eine Linie, die um einen Millimeter verrutscht, wirkt auf einem Glasrand sofort schief; eine falsch eingeschätzte Transparenz verändert ein ganzes Fensterbild. Dazu kommt, dass Glas keine verzeihende Oberfläche ist: Es ist glatt, empfindlich und zeigt Fehler deutlich. Deshalb ist dieser Beruf weniger etwas für Menschen, die schnell und grob arbeiten, sondern für jene, die ruhig bleiben und auch bei feinen Wiederholungen sauber bleiben.

Alle Anforderungen

Fachkompetenz

  • Gefühl für Farben und Lichtwirkunghoch
  • Gestalterische Fähigkeithoch
  • Handgeschicklichkeithoch
  • Gutes Augenmaßhoch
  • Räumliches Vorstellungsvermögenmittel
  • Kenntnisse über Glasarten und Materialverhaltenhoch
  • Sicherer Umgang mit Schmelz- und Spezialfarbenhoch

Koerperlich

  • Fingerfertigkeithoch
  • Gutes Sehvermögenhoch
  • Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Stoffenmittel
  • Auge-Hand-Koordinationhoch
  • Tastsinn für Oberflächenkontrollemittel
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchenmittel

Allgemein

  • Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
  • Selbstständiges Arbeitenmittel
  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
  • Verantwortungsbewusstseinmittel
  • Lernbereitschaftmittel
  • Teamfähigkeitmittel
  • Einsatzfreudemittel

Selbstkompetenz

  • Geduldhoch
  • Beurteilungsvermögenmittel
  • Flexibilität bei Techniken und Aufträgenmittel

Methodenkompetenz

  • Kreativitätmittel

Sozialkompetenz

  • Kommunikationsfähigkeitmittel
  • Kundenorientierungmittel
  • Aufgeschlossenheitniedrig

Im Detail

Aufgaben

Im Mittelpunkt steht das Veredeln von Glasoberflächen durch Malerei, Dekore und besondere Effekte. Ein typischer Arbeitstag verbindet Entwurf, exaktes Vorbereiten des Glases, das Auftragen von Farben mit Handwerkstechniken oder Maschinen und das anschließende Einbrennen oder Nachbehandeln. Dazu kommt bei manchen Aufträgen die Restaurierung historischer Glasfenster, bei der nicht nur schön gearbeitet werden muss, sondern auch materialgerecht.

Besonderheit

Der große Unterschied zu vielen anderen Malberufen: Du malst nicht einfach auf eine Oberfläche, sondern arbeitest mit Transparenz. Bei Fenstern entscheidet das Licht mit, wie das Motiv später aussieht.

Alle Aufgaben

  • Muster und Dekore entwerfen

    Du entwickelst Ornamente, Schriften, Muster und dekorative Flächen für Hohlglas und Flachglas. Dabei geht es nicht nur um ein schönes Motiv, sondern auch darum, wie es auf gebogener Glasoberfläche oder im durchscheinenden Fensterlicht wirkt. Für Kirchenfenster, Glastafeln oder Trinkgläser brauchst du je nach Auftrag andere Formen, Farbwirkungen und Stilmittel.

  • Vorlagen auf Glas einteilen

    Bevor gemalt wird, teilst du Schriften, Muster und Dekore auf dem Werkstück ein und zeichnest oder skizzierst sie vor. Auf einer Vase, einem Krug oder einer Glastafel muss das Motiv genau sitzen, damit Proportionen und Abstände stimmen. Dafür brauchst du ein gutes Augenmaß und musst dir die Wirkung auf der fertigen Glasfläche schon vorher vorstellen können.

  • Glasflächen zum Bemalen vorbereiten

    Vor dem Farbauftrag reinigst du das Glas sorgfältig von Staub, Fett und anderen Rückständen. Schon kleine Verunreinigungen können dazu führen, dass die Farbe ungleichmäßig haftet oder nach dem Einbrennen Fehler sichtbar werden. Je nach Technik prüfst du außerdem, ob Glasart und verwendete Materialien überhaupt zusammenpassen.

  • Schmelz- und Spezialfarben auswählen

    Du wählst Glasschmelzfarben, Emailfarben, Transparentfarben sowie Metall- und Edelmetallpräparate passend zum Werkstück und zur gewünschten Wirkung aus. Dabei beachtest du, ob deckend oder transparent gearbeitet werden soll und wie das Material später gebrannt wird. Gerade bei unterschiedlichen Gläsern, etwa Gussglas oder Spiegelglas, ist diese Abstimmung entscheidend.

  • Hohlgläser von Hand bemalen

    Trinkgläser, Vasen, Krüge oder Flaschen werden oft händisch mit Pinsel, Feder oder anderen feinen Malwerkzeugen dekoriert. Dabei trägst du Schriften, Ornamente oder farbige Flächen sauber und gleichmäßig auf. Auf gewölbten Oberflächen ist das schwieriger als auf einer ebenen Platte, weil Linien trotz Rundung stimmig wirken müssen.

  • Flachglas und Fenster gestalten

    Bei Flachglas arbeitest du an Glastafeln, bunten Fenstern oder Mosaikfenstern für Kirchen, Festhallen und öffentliche Gebäude. Hier spielt die Lichtdurchlässigkeit eine große Rolle: Transparente Farben müssen so eingesetzt werden, dass Konturen, Schattierungen und Farbflächen im Gegenlicht wirken. Anders als bei Gebrauchsgläsern siehst du das Ergebnis oft erst richtig, wenn Licht durch das Glas fällt.

  • Aufsichts- und Durchsichtmalerei ausführen

    Du arbeitest je nach Auftrag mit deckenden oder transparenten Farben. In der Aufsichtmalerei werden eher undurchsichtige Farben verwendet, zum Beispiel auf Hohlgläsern; in der Durchsichtmalerei für Farbglasfenster muss Licht durch die bemalten Flächen dringen können. Diese Entscheidung verändert das ganze Dekor, weil sie bestimmt, ob die Farbe Fläche verdeckt oder mit dem Licht zusammenspielt.

  • Spezielle Maltechniken anwenden

    Zu deinem Handwerk gehören Techniken wie Perlschnurtechnik, Pinseldrucktechnik, Federtechnik, Goldmalen, Lüstermalerei oder Schwarzlotmalerei. Damit setzt du punktförmige Verzierungen, zügige Pinselstrukturen, Binnenzeichnungen oder metallisch glänzende Effekte um. Welche Technik du wählst, hängt davon ab, ob ein feines Zierglas, ein historisches Fenster oder ein dekoratives Einzelstück entstehen soll.

  • Schattierungen und Konturen auftragen

    Besonders bei Mosaikfenstern und bemalten Farbgläsern trägst du Konturen, Binnenzeichnungen und Schattierungen auf. Dadurch bekommen Figuren, Ornamente oder Schriftfelder Tiefe und werden im Licht besser lesbar. Für solche Arbeiten brauchst du eine sehr sichere Hand, weil nachträgliche Korrekturen auf Glas nur begrenzt möglich sind.

  • Gläser bespritzen oder bedrucken

    Neben der Handmalerei veredelst du Glas auch mit Farbsprühgeräten, Spritzschablonen, Spritzanlagen oder Siebdruckmaschinen. Diese Verfahren werden eingesetzt, wenn Flächen gleichmäßig beschichtet oder Motive technisch sauber wiederholt werden sollen. Auch hier musst du darauf achten, dass Farbmenge, Auftrag und spätere Einbrennbedingungen stimmen.

  • Muster ätzen und schützen

    Für geätzte Dekore deckst du jene Stellen ab, die nicht angegriffen werden dürfen, etwa mit Schutzlack, und bearbeitest das Werkstück anschließend im Säurebad. Dadurch entstehen matte oder strukturierte Muster in der Glasoberfläche. Diese Arbeit verlangt sauberes Abdecken und einen sicheren Umgang mit chemischen Stoffen.

  • Farben einbrennen und nachbehandeln

    Viele Dekore werden erst dauerhaft, wenn die aufgetragenen Schmelzfarben im Brennofen eingebrannt werden. Du stimmst den Brennvorgang auf Glasart und Farbmaterial ab, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird und die Farbe richtig anschmilzt. Danach kontrollierst du, ob Farbwirkung, Haftung und Oberfläche dem gewünschten Ergebnis entsprechen.

  • Glasfenster und Glasmalerei restaurieren

    Ein wichtiger Bereich ist die Restaurierung bestehender Glasmalereien, vor allem bei Kirchenfenstern und anderen historischen Verglasungen. Dabei besserst du beschädigte Malerei aus, ergänzt fehlende Stellen materialgerecht oder arbeitest an farbigen Glaselementen und Ornamenten. Hier zählt nicht nur Technik, sondern auch Respekt vor dem ursprünglichen Stil und der alten Ausführung.

  • Glasmosaike und Ornamente herstellen

    Du erzeugst Glasmosaike aus nichttransparenten Glassteinen und gestaltest Ornamente aus buntem Glas. Dazu werden einzelne Teile farblich und formal aufeinander abgestimmt, damit aus vielen kleinen Elementen ein geschlossenes Bild entsteht. Gerade bei größeren Flächen musst du sehr genau planen, wie Linien, Farbwechsel und Gesamtwirkung zusammenspielen.

Im Detail

Arbeitsumgebung

Wo du diesem Beruf begegnen kannst

Die Arbeitsorte sind klein und spezialisiert. Typisch sind zum Beispiel diese Kontexte:

  • Glasmalbetriebe mit Kunstglaserarbeiten
  • Spezielle Glasveredelungsbetriebe
  • Betriebe der Hohlglaserzeugung mit dekorativer Veredelung
  • Werkstätten, die historische Glasfenster restaurieren

Ungewohnt

Auch wenn der Beruf künstlerisch wirkt: Ein Teil der Arbeit findet in technisch ausgerüsteten Werkstatträumen statt, nicht im romantischen Atelier. Spritzkabine, Ätzraum und Brennofen gehören ganz real dazu.

Typische Umgebungsmerkmale

  • Werkstattarbeit an empfindlichem Glas
  • Feinarbeit mit Pinsel und Dekor
  • Aufträge für Kirchen und öffentliche Gebäude
  • Zusammenarbeit mit Kollegen, Vorgesetzten, teils DesignerInnen
  • Ätzraum und Arbeit mit Chemikalien
  • Teilweise maschinelle Veredelung mit Siebdruck oder Spritzanlagen
  • Maschinen- und Werkstattgeräusche
  • Gerüche und Hautkontakt durch Präparate können belasten

Im Detail

Zukunftsperspektiven

Die ersten Jahre nach der Lehre: vom Mithelfen zum eigenen Werkstück

Nach der Lehre bist du nicht automatisch schon die Person, die die heikelsten Kirchenfenster restauriert oder die wichtigsten Entwürfe macht. Der erste echte Schritt ist meist, Aufträge zunehmend selbstständig zu übernehmen: ein dekoriertes Trinkglas, eine Serie von Glastafeln, ein Teilbereich eines Fensters oder die saubere Vorbereitung und Nachbehandlung. In diesen Jahren wird aus dem gelernten Handgriff eine verlässliche berufliche Routine. Du lernst, wie sich verschiedene Glasarten im Alltag wirklich verhalten, welche Farben im Brennofen heikel sind und wie man Fehler früh erkennt, bevor ein Werkstück verloren ist. Genau diese Phase entscheidet oft, ob du eher in Richtung technische Veredelung, freie Gestaltung oder Restaurierung weitergehst.

Worauf du dich später spezialisieren kannst

Mit Erfahrung wird der Beruf meist nicht breiter, sondern genauer. Typische Entwicklungsrichtungen sind:

  • Entwurf und Design von Dekoren, Schriftbildern und Ornamenten für Glasobjekte
  • Restaurierung historischer Glasmalereien, etwa an Kirchenfenstern oder öffentlichen Gebäuden
  • Bestimmte Glasmaltechniken wie Goldmalerei, Schwarzlotarbeiten oder feine Schattierungstechniken
  • Steuern und Bedienen digitaler Siebdruckmaschinen und Spritzanlagen
  • Produktendkontrolle und Qualitätsmanagement bei veredelten Glaswaren

Wenn dich historische Fenster mehr packen als Serienware

Ein besonders eigener Weg in diesem Beruf ist die Restaurierung. Dort arbeitest du nicht einfach an neuem Dekor, sondern an Glasmalerei, die oft seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten Teil eines Gebäudes ist. Das verlangt ein anderes Denken: Du musst den alten Stil verstehen, Fehlstellen zurückhaltend ergänzen und mit dem Material so umgehen, dass der Charakter erhalten bleibt. Wer in diesem Bereich gut wird, entwickelt ein sehr spezielles Profil, das handwerkliche Präzision, Stilgefühl und Materialwissen verbindet. Gerade weil es in Österreich nur wenige einschlägige Betriebe gibt, kann so eine Spezialisierung fachlich wertvoll sein.

Der schulische Weiterweg: Glasfachschule in Kramsach/Mariatal

Wenn du nach der Lehre noch einen höheren Bildungsabschluss draufsetzen willst, sind laut Quelle vor allem zwei Wege wichtig: der Aufbaulehrgang für Glastechnik und der Aufbaulehrgang für Kunsthandwerk-Design. Beide werden an der Glasfachschule in Kramsach/Mariatal in Tirol geführt. Der Unterschied ist mehr als nur ein anderer Titel: Glastechnik zieht stärker in Richtung Material, Verfahren und technische Zusammenhänge, Kunsthandwerk-Design stärker in Richtung Gestaltung und Entwurf. Für dich heißt das: Du kannst bewusst entscheiden, ob du später eher die technisch versierte Fachperson oder die stärker gestalterisch ausgerichtete Fachkraft sein willst.

Selbstständig mit Glas: Werkstatt, Aufträge oder freie Kunst

Wenn du dir langfristig etwas Eigenes aufbauen willst, gibt es in diesem Beruf zwei sehr unterschiedliche Bilder. Das eine ist die selbstständige Ausübung im reglementierten Gewerbe "HohlglasschleiferIn und HohlglasveredlerIn" — dafür brauchst du den vorgeschriebenen Befähigungsnachweis. Dann könntest du eine kleine Werkstatt führen, Aufträge für Glasobjekte, Dekore oder Restaurierungen annehmen und selbst entscheiden, welche Arbeiten du machst. Das andere Bild ist die freie künstlerische Tätigkeit als KunsthandwerkerIn oder KünstlerIn. Dieser Weg passt eher zu Menschen, die eigene Serien, Einzelstücke oder eine persönliche Handschrift entwickeln wollen und nicht nur im Auftrag anderer arbeiten möchten.

Realistisch

Die fachlichen Möglichkeiten sind interessant, aber der Arbeitsmarkt ist klein. In Österreich gibt es nur wenige Betriebe, und die Beschäftigungsaussichten gelten laut Quelle eher als schlecht — wer in diesem Beruf bleiben will, braucht deshalb Ausdauer, Qualität und oft auch Spezialisierung.

Ein gutes Leben ohne große Karriereleiter

Nicht jeder muss später einen Betrieb führen oder Kunst auf eigene Rechnung machen. Für manche ist der attraktivste Weg, in einer kleinen spezialisierten Werkstatt verlässlich gute Arbeit zu leisten: sauber malen, sorgfältig restaurieren, mit Kollegen gut zusammenarbeiten und am Ende des Tages ein sichtbares Ergebnis vor sich haben. Gerade in handwerklich-künstlerischen Berufen kann das sehr erfüllend sein, weil du nicht nur verwaltest, sondern echte Stücke erschaffst oder erhältst. Wenn dir ein ruhiger, präziser Arbeitsalltag lieber ist als ständiger Aufstieg, kann genau das ein stabiles Ziel sein. Wichtig ist nur, dass du den kleinen Arbeitsmarkt von Anfang an mitdenkst und bereit bist, dorthin zu gehen, wo es passende Betriebe gibt.

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