Aus Scoutra wird Junik

Aus Scoutra wird Junik

Junik kommt von „unique“. Kein Jugendlicher ist wie der andere, und keine Lehrstelle ist wie die andere. Genau danach bauen wir: dass jeder Einzelne die Entscheidung trifft, die zu ihm passt, und nicht die, die am lautesten beworben wird.

Sonst ändert sich nichts. Dieselbe Firma, dieselben Leute, dieselbe App — nur der Name ist neu. Alte Adressen auf scoutra.at führen weiter hierher.

In den Stores steht vorübergehend noch Scoutra. Es ist dieselbe App; wer sie schon hat, muss nichts tun.

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GlasmacherIn

Als GlasmacherIn formst du Gegenstände direkt aus heißer Glasschmelze – nicht aus schon fertigen Glasscheiben oder Rohlingen. Du arbeitest entweder handwerklich mit Glasmacherpfeife und Formwerkzeugen oder an teil- und vollautomatisierten Anlagen, die Glasprodukte herstellen.

  • 3 Jahre
  • Berufsschule Kramsach

Gehaltsentwicklung (KV)

  1. 1. LEHRJAHR€ 938€ 712 – € 1.012
  2. 2. LEHRJAHR€ 1.174€ 1.071 – € 1.254
  3. 3. LEHRJAHR€ 1.667€ 1.340 – € 1.881

Nur in der App

Passt dieser Beruf zu dir?

Gefragt sind vor allem Organisierte und Macher:in. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.

„Der entscheidende Unterschied: Du bearbeitest nicht fertiges Glas, sondern holst die glühende Masse direkt aus dem Ofen und gibst ihr erst ihre Form.“

Was du mitbringen solltest

mehr
  • Fingerfertigkeit
  • Auge-Hand-Koordination
  • Gutes Augenmaß
  • Technisches Verständnis

Typische Aufgaben

mehr
  • Glasschmelze mit der Pfeife aufnehmen
  • Grundform durch Blasen und Drehen erzeugen
  • Glas in Holz- und Metallformen ausarbeiten
  • Stiele, Böden, Henkel und Dekor ansetzen
  • Maschinelle Glasherstellung bedienen und überwachen

Arbeitsumgebung

mehr
  • Produktionshallen und Glashütten
  • Arbeit mit Pfeife, Formen und Scheren
  • starke Hitze am Ofen
  • Arbeit im Team an der Werkstelle
  • stehende und körperlich fordernde Arbeit
  • teils sehr frühe oder späte Schichten

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre arbeitest du meist zuerst als Fachkraft in einer Werkstatt, Glashütte oder industriellen Produktion und übernimmst mit der Zeit anspruchsvollere Formgebungs- oder Anlagenaufgaben. Häufige nächste Schritte sind die Spezialisierung auf Handglasmachen oder Maschinenglasmachen, auf bestimmte Produkte wie Trinkgläser, Vasen oder Lampen/Luster sowie auf Qualitätskontrolle, Produktentwicklung oder Gestaltung. Wer sich weiter qualifizieren will, kann den Aufbaulehrgang für Glastechnik an der Glasfachschule in Kramsach/Mariatal nutzen; mit Erfahrung sind auch Funktionen wie Werkstättenleitung oder Meister möglich. Darüber hinaus gibt es – mit Befähigungsnachweis – Wege in verwandte reglementierte Gewerbe der selbstständigen Berufsausübung.

Lehrstellen als GlasmacherIn in deiner Nähe

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Im Detail

Anforderungen

Dieser Beruf passt zu dir, wenn du Hitze, Tempo und präzise Handarbeit aushältst und trotzdem ruhig bleibst. Du brauchst ein gutes Gefühl für Form und Material, weil Glas nur für kurze Zeit genau richtig bearbeitbar ist und Fehler in diesem Moment kaum noch zu retten sind.

Was viele unterschätzen

Der Beruf wirkt von außen oft künstlerisch. In der Praxis brauchst du aber eine seltene Mischung aus Materialgefühl, Technik und Belastbarkeit.

  • 🔥 Mit Hitze ruhig umgehen, statt hektisch zu werden
  • 🫧 Formfehler im glühenden Glas sofort erkennen
  • ⚙️ Handarbeit und Maschinenabläufe gleichermaßen verstehen
  • 🤝 Im Team im richtigen Moment übernehmen oder weitergeben

Achtung

Wenn du starke Probleme mit Hitze, Gerüchen oder längerem Stehen hast, solltest du diesen Beruf besonders ehrlich mit einem Schnuppertag prüfen.

Alle Anforderungen

Fachkompetenz

  • Handwerkliche Geschicklichkeithoch
  • Auge-Hand-Koordinationhoch
  • Gutes Augenmaßhoch
  • Sehvermögen für Feinarbeitenhoch
  • Räumliches Vorstellungsvermögenmittel
  • Technisches Verständnishoch
  • Gestalterische Fähigkeitmittel

Koerperlich

  • Fingerfertigkeithoch
  • Gute körperliche Verfassunghoch
  • Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Stoffenmittel
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchenmittel

Methodenkompetenz

  • Kreativitätmittel
  • Prozessverständnishoch
  • Systematische Arbeitsweisemittel

Selbstkompetenz

  • Aufmerksamkeithoch
  • Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
  • Zuverlässige Konzentration unter Zeitdruckhoch
  • Umweltbewusstseinniedrig

Allgemein

  • Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
  • Selbstständiges Arbeitenmittel
  • Teamfähigkeithoch
  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeithoch
  • Verantwortungsbewusstseinhoch
  • Lernbereitschaftmittel
  • Einsatzfreudemittel

Sozialkompetenz

  • Kommunikationsfähigkeitmittel

Im Detail

Aufgaben

Im Zentrum dieses Berufs steht das Formen von Glas in dem kurzen Moment, in dem es zähflüssig und bearbeitbar ist. Je nach Betrieb geschieht das mit der Glasmacherpfeife und viel Handarbeit oder mit Maschinen, die Heißformgebung, Kühlung und weitere Verarbeitung übernehmen. Ein typischer Arbeitstag dreht sich deshalb um Temperatur, Timing, Formgefühl und laufende Qualitätskontrolle.

Besonderheit

Beim Handglasmachen entscheidet oft ein sehr kurzes Zeitfenster über das Ergebnis: Solange das Glas zähflüssig ist, kannst du formen – kühlt es zu stark ab, ist der Moment vorbei.

Alle Aufgaben

  • Schmelzofen bestücken und Prozess steuern

    Damit überhaupt bearbeitbares Glas entsteht, wird das Glasgemenge in den Schmelzofen eingebracht und der Schmelzprozess überwacht. Dabei geht es um die richtige Temperaturführung, damit aus den Rohstoffen eine blasenfreie Glasschmelze wird. In handwerklichen Hafenofenbetrieben geschieht das vor Beginn der Formarbeit, in industriellen Betrieben über gesteuerte Anlagen. Wenn Temperatur oder Schmelzverlauf nicht passen, lässt sich das Glas später schlecht formen oder zeigt Fehler im fertigen Produkt.

  • Glasschmelze mit der Pfeife aufnehmen

    Beim Handglasmachen nimmst du mit der Glasmacherpfeife einen Glasposten aus der glühenden, zähflüssigen Masse auf. Dabei musst du die Menge richtig einschätzen und die Pfeife ständig drehen, damit der Glastropfen nicht absackt oder ungleichmäßig wird. Dieser erste Griff entscheidet schon mit darüber, ob später ein Trinkglas, eine Vase oder ein Krug sauber gelingt. Je nach Arbeitsschritt kann auch ein Hefteisen verwendet werden.

  • Grundform durch Blasen und Drehen erzeugen

    Die aufgenommene Glasmasse wird durch Einblasen von Luft, ständiges Drehen und gezieltes Kühlen in eine erste Grundform gebracht. Du beobachtest dabei laufend, wie sich das Glas ausdehnt und reagiert, denn wenige Sekunden zu viel oder zu wenig machen einen sichtbaren Unterschied. Gerade bei handgeblasenen Stücken ist dieses Zusammenspiel von Atemdruck, Drehbewegung und Temperatur der Kern der Arbeit. So entstehen die Vorformen für Becher, Vasen oder andere Hohlkörper.

  • Glas in Holz- und Metallformen ausarbeiten

    Mit Formwerkzeugen wie Löffeln, Wulgahölzern, Brettern, Rinnen, Motzklotz, Scheren oder Modeln bringst du das Werkstück in seine endgültige Form. Manche Werkzeuge glätten die Oberfläche, andere ziehen den Rand aus, setzen Proportionen oder helfen beim Trennen und Nachformen. Dabei muss jede Bewegung sitzen, weil das Glas währenddessen ständig abkühlt und härter wird. Besonders wichtig ist, dass Form, Wandstärke und Symmetrie stimmen.

  • Stiele, Böden, Henkel und Dekor ansetzen

    Mehrteilige Glaswaren bestehen nicht aus einem einzigen Arbeitsgang. Bei Kelchgläsern, Krügen oder Ziergegenständen werden Stiele, Bodenplatten, Henkel oder Verzierungen gesondert geformt und heiß angesetzt. Das verlangt viel Fingerfertigkeit und ein gutes Gefühl dafür, wann das Material noch verbindbar ist, ohne sich zu verziehen. Schon kleine Ungenauigkeiten fallen bei solchen Anbauteilen sofort auf.

  • Feinarbeiten an heißen Gläsern ausführen

    Bevor das Glasstück in den Kühlofen kommt, werden Ränder, Übergänge und Proportionen nachbearbeitet. Dazu gehören das Glätten, Ausformen, Abschneiden und saubere Fertigstellen von Öffnungen oder Ansatzstellen. Hier zeigt sich, ob ein Stück nur irgendwie gelungen ist oder wirklich sauber gearbeitet wurde. Du arbeitest dabei an glühendem Material und musst Formfehler sofort erkennen.

  • Fertige Stücke in den Kühlofen eintragen

    Nach der Heißformgebung dürfen Glasprodukte nicht einfach an der Luft auskühlen, weil sie sonst Spannungen bekommen und reißen können. Deshalb trägst du die fertigen Artikel mit langen Eisengabeln in den Kühlofen ein. Dort kühlen sie kontrolliert ab, damit sie ihre Form behalten und später belastbar sind. Auch dieser Schritt gehört zur Qualität des Endprodukts.

  • Maschinelle Glasherstellung bedienen und überwachen

    Im Maschinenglasmachen arbeitest du an teil- oder vollautomatisierten Glasherstellungsmaschinen. Du stellst Abläufe ein, überwachst die Heißformgebung und greifst ein, wenn Maschinen, Temperatur oder Formprozess vom Soll abweichen. Anders als in der reinen Handarbeit entsteht das Produkt hier in einem technisch getakteten Produktionsablauf. Trotzdem brauchst du ein gutes Verständnis dafür, wie sich Glas unter Hitze verhält.

  • Zwischenprodukte und Endprodukte kontrollieren

    Während und nach der Herstellung prüfst du stichprobenartig, ob Form, Oberfläche und Verarbeitung stimmen. Dabei achtest du zum Beispiel auf Blasen, Spannungsfehler, unsaubere Ränder, schiefe Formen oder Maßabweichungen. In Industriebetrieben besprichst du Auffälligkeiten mit Kolleginnen, Vorgesetzten oder der Fertigung, damit Ursachen gefunden und Abläufe angepasst werden. Qualitätskontrolle ist hier nicht Büroarbeit, sondern direkte Absicherung des Produktionsprozesses.

  • Produkte stapeln und verpacken

    Fertige Glaswaren müssen so abgelegt, gestapelt und verpackt werden, dass sie trotz ihrer Empfindlichkeit sicher transportiert oder weiterverarbeitet werden können. Dabei kommt es auf sauberes Sortieren und vorsichtigen Umgang an, weil feine Kanten oder Anbauteile leicht beschädigt werden. Besonders bei Serienware ist dieser Schritt Teil eines geregelten Materialflusses. Fehler hier führen zu Bruch, auch wenn die Herstellung zuvor gelungen ist.

  • Formen, Werkzeuge und Anlagen instand halten

    Model, Scheren, Glasmacherpfeifen, Öfen und Maschinen müssen gepflegt und in betriebsbereitem Zustand gehalten werden. Du reinigst Werkzeuge, kontrollierst Verschleiß und sorgst dafür, dass Formflächen, Führungen und technische Einrichtungen sauber funktionieren. In der industriellen Fertigung gehört auch das Überprüfen von Anlagen dazu. Nur gut instand gehaltene Arbeitsmittel liefern gleichmäßige Glasprodukte.

Im Detail

Arbeitsumgebung

So fühlt sich die Werkstelle an

Vor dem Ofen ist der Beruf sehr direkt: Das Material glüht, Werkzeuge liegen bereit, und jede Bewegung hat sofort sichtbare Folgen. Beim Handglasmachen arbeitest du nicht gemütlich Stück für Stück, sondern in einem Ablauf, der vom Zustand der Glasschmelze bestimmt wird. In der Halle oder Werkstatt hörst du Maschinen, Absprachen im Team und den laufenden Produktionsrhythmus. Gerade deshalb ist der Beruf faszinierend für Leute, die gern mit echten Materialien arbeiten und Ergebnisse sofort sehen wollen.

Typische Umgebungsmerkmale

  • Produktionshallen und Glashütten
  • Arbeit mit Pfeife, Formen und Scheren
  • starke Hitze am Ofen
  • Arbeit im Team an der Werkstelle
  • stehende und körperlich fordernde Arbeit
  • teils sehr frühe oder späte Schichten

Im Detail

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre: nicht mehr nur mitlaufen

Der erste große Schritt nach der Lehre ist, dass du nicht mehr nur Teil eines Lernablaufs bist, sondern selbst ein verlässlicher Teil der Produktion wirst. In einer Werkstatt heißt das oft, dass du bestimmte Arbeitsgänge an der Pfeife oder bei Anbauteilen eigenständig übernimmst. In der Industrie kann es bedeuten, dass du Maschinenabschnitte selbst überwachst, Qualitätsabweichungen erkennst und bei Störungen schneller die richtigen Rückschlüsse ziehst. Man traut dir dann nicht nur zu, ein Glasstück herzustellen, sondern auch den Prozess rundherum mitzuverstehen. Genau dieser Übergang macht in diesem Beruf viel aus: aus beobachteter Technik wird eigenes Können.

Worauf du dich spezialisieren kannst

Mit Berufserfahrung wird der Beruf genauer. Viele entwickeln ein Profil, für das sie im Betrieb besonders gefragt sind.

  • 🍷 Handglasmachen mit mundgeblasenen Einzelstücken und Kleinserien
  • 🏭 Maschinenglasmachen an teil- und vollautomatisierten Produktionsanlagen
  • 🏺 Bestimmte Produktgruppen wie Trinkgläser, Vasen oder Lampen und Luster
  • 📏 Prüf- und Messtechnik, Produktendkontrolle und technisches Qualitätsmanagement
  • 🧪 Laborarbeit, Laboruntersuchungen oder Technische Chemie im Glasbereich
  • ✏️ Produktentwicklung und Produktdesign für neue Formen und Modellgläser

Der Weg in Gestaltung und Entwurf

Wenn dich an Glas nicht nur die Herstellung, sondern auch die Formidee dahinter interessiert, kannst du dich stärker in Richtung Gestaltung entwickeln. Dann arbeitest du nicht nur sauber nach vorgegebenem Modell, sondern beschäftigst dich damit, wie eine Serie aussehen soll, welche Proportionen gut wirken und wie Ornamente oder andere Gestaltungselemente materialgerecht umgesetzt werden. Auch der Computereinsatz in der Entwurfsarbeit kann dabei eine Rolle spielen, wenn Formen geplant oder Varianten entwickelt werden. Besonders wertvoll ist in diesem Bereich, dass du das Material aus der Praxis kennst: Du entwirfst nicht nur schöne Dinge, sondern weißt auch, was sich wirklich blasen, formen und kühlen lässt. Daraus können Wege zu Tätigkeiten wie Glasgestaltung oder Produktdesign entstehen.

Mehr Verantwortung in Werkstatt oder Betrieb

Mit Erfahrung kannst du in Richtung Werkstättenleitung oder Meister wachsen. Dann geht es nicht mehr nur darum, selbst gute Stücke zu machen, sondern Arbeitsabläufe zu organisieren, Qualität im Blick zu behalten und jüngere Kolleginnen einzuarbeiten. Du entscheidest mit, wie Aufträge umgesetzt werden, welche Arbeitsschritte von wem übernommen werden und wo bei Ausschuss oder Maschinenproblemen angesetzt werden muss. In kleinen Betrieben ist diese Rolle oft sehr nah an der praktischen Arbeit, in größeren stärker organisatorisch. Wer gern Verantwortung übernimmt, findet hier einen klaren Entwicklungsschritt.

Weiterlernen in Kramsach/Mariatal

Eine konkrete weiterführende Bildungsmöglichkeit für diesen Lehrberuf ist der Aufbaulehrgang für Glastechnik an der Glasfachschule in Kramsach/Mariatal in Tirol. Dieser Weg ist vor allem dann interessant, wenn du dein Fachwissen vertiefen und einen höheren Bildungsabschluss erreichen willst. Er kann dir helfen, technischer zu arbeiten, breiter im Glasbereich einsetzbar zu sein oder dich auf anspruchsvollere Fach- und Entwicklungsaufgaben vorzubereiten. Gerade in einem seltenen Beruf ist so eine gezielte Weiterbildung wichtig, weil sie dir zusätzliche Einsatzfelder eröffnet. Wenn du langfristig mehr willst als reine Ausführung, ist das ein naheliegender Schritt.

Historische Gläser, Nachbildungen, Restaurierung

Ein eher spezieller Weg führt in die Beschäftigung mit historischen Gläsern. Dort brauchst du Wissen über alte Formen, Gestaltungsgeschichte und traditionelle Techniken, um Nachbildungen herzustellen oder Restaurierungsarbeiten vorzubereiten. Das ist nichts für Leute, die nur schnell produzieren wollen – hier zählt, dass du alte Vorbilder genau lesen und handwerklich überzeugend umsetzen kannst. Gerade weil handwerkliche Glaserzeugung wieder stärker geschätzt wird, kann dieser Bereich für wenige Fachkräfte besonders interessant sein. Es ist eine Nische, aber eine mit viel fachlicher Tiefe.

Selbstständig in einem verwandten Glasgewerbe

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, aber nicht einfach ein spontanes 'Ich mache mich jetzt selbstständig'. Für Glasmacher kommen dafür verwandte reglementierte Gewerbe infrage, etwa Glasbläser und Glasinstrumentenerzeugung, Glaser, Glasbeleger und Flachglasschleifer oder Hohlglasschleifer und Hohlglasveredler. Dafür brauchst du einen Befähigungsnachweis. Das bedeutet: Wer diesen Weg gehen will, sollte früh überlegen, in welchem Teil des Glasbereichs er sich fachlich und unternehmerisch aufbauen möchte. Die starke Seite dieses Berufs ist dabei, dass du echtes Materialwissen mitbringst – und genau das ist für eine eigene Werkstatt oder ein spezialisiertes Angebot ein starkes Fundament.

Realistisch

Dieser Lehrberuf ist in Österreich extrem selten. Das macht den Einstieg nicht leichter – aber wenn du einen Platz findest und das Handwerk wirklich beherrschst, gehörst du zu einer sehr kleinen Gruppe von Fachkräften.

Ein solides Berufsleben ohne große Karriereleiter

Nicht jeder will Werkstättenleitung, Meister oder Selbstständigkeit. In diesem Beruf kann auch ein anderer Weg gut passen: als verlässliche Fachkraft saubere Arbeit machen, im Team einen festen Platz haben und ein Handwerk ausüben, bei dem du am Ende des Tages echte, greifbare Ergebnisse siehst. Gerade für Menschen, die lieber mit Material und Werkzeug arbeiten als mit Büro und Bildschirm, kann das sehr erfüllend sein. Du baust dir über die Jahre Routine, Sicherheit und ein gutes Auge auf, wirst für schwierige Stücke oder heikle Arbeitsschritte geschätzt und hast außerhalb der Arbeit Raum für dein eigenes Leben. Auch das ist eine starke Perspektive – nicht klein, sondern klar.

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