Aus Scoutra wird Junik

Aus Scoutra wird Junik

Junik kommt von „unique“. Kein Jugendlicher ist wie der andere, und keine Lehrstelle ist wie die andere. Genau danach bauen wir: dass jeder Einzelne die Entscheidung trifft, die zu ihm passt, und nicht die, die am lautesten beworben wird.

Sonst ändert sich nichts. Dieselbe Firma, dieselben Leute, dieselbe App — nur der Name ist neu. Alte Adressen auf scoutra.at führen weiter hierher.

In den Stores steht vorübergehend noch Scoutra. Es ist dieselbe App; wer sie schon hat, muss nichts tun.

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KlimagärtnerIn

Als KlimagärtnerIn begrünst du Fassaden, Dächer und versiegelte Flächen so, dass Städte mit Hitze, Starkregen und Trockenperioden besser umgehen können. Du arbeitest dabei nicht nur mit Pflanzen, sondern auch mit Kletterhilfen, Vegetationstragschichten, Bewässerungs- und Nebelanlagen sowie mit baulichen Systemen auf Fassaden und Dächern.

  • 3 Jahre.
  • Berufsschule Haid/Ansfelden

Gehaltsentwicklung (KV)

  1. 1. LEHRJAHR€ 800ab € 800
  2. 2. LEHRJAHR€ 1.045ab € 1.045
  3. 3. LEHRJAHR€ 1.455ab € 1.455

Nur in der App

Passt dieser Beruf zu dir?

Gefragt sind vor allem Macher:in und Helfer:in. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.

„KlimagärtnerInnen pflanzen nicht einfach Grün — sie bauen Begrünungssysteme, die Häuser kühlen, Regenwasser zurückhalten und versiegelte Stadtflächen klimaresistenter machen.“

Was du mitbringen solltest

mehr
  • Mit Pflanzen an schwierigen Standorten umgehen können
  • Technisches Verständnis für Bewässerungssysteme
  • Umweltbewusstsein
  • Gleichgewichtsgefühl
  • Sehvermögen

Typische Aufgaben

mehr
  • Geeignete Pflanzen und Systeme auswählen
  • Vegetationstragschichten aufbauen
  • Vertikalbegrünungen an Fassaden errichten
  • Dachbegrünungen anlegen und pflegen
  • Bewässerungs- und Nebelanlagen installieren

Arbeitsumgebung

mehr
  • viel Arbeit im Freien
  • an Fassaden und Gebäuden
  • auf Dächern
  • Baustellenarbeit mit Montage
  • Zusammenarbeit mit Bau- und Gartenfachleuten
  • teilweise Planung und Dokumentation im Büro
  • wechselnde Einsatzorte
  • Staub und Lärm auf Baustellen
  • körperlich anstrengend

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre steigst du meist zuerst als Fachkraft in einem spezialisierten Garten- und Landschaftsbaubetrieb, bei einer Stadtgärtnerei oder in den Bundesgärten ein und übernimmst dort mit Erfahrung eigenständige Projekte oder Pflegeverantwortung. Häufige nächste Schritte sind Funktionen wie VorarbeiterIn, PartieführerIn, ObergärtnerIn, BaustellenleiterIn oder später die Gärtner-Meisterprüfung. Außerdem kannst du dich fachlich auf Vertikalbegrünung, Dachbegrünung, Be- und Entwässerungsanlagen, Entsiegelung oder Wasserflächen spezialisieren; daneben gibt es auch weitere Wege in Planung und Technik.

Lehrstellen als KlimagärtnerIn in deiner Nähe

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Im Detail

Anforderungen

Dieser Beruf passt zu dir, wenn du Pflanzen nicht nur schön findest, sondern verstehen willst, wie sie an schwierigen Standorten wie Fassaden, Dächern oder versiegelten Stadtflächen überleben. Du musst draußen anpacken können, mit Höhen und Baustellensituationen zurechtkommen und zugleich genau beobachten, ob ein Begrünungssystem technisch und pflanzlich funktioniert.

Achtung

Wenn du ungern in der Höhe arbeitest, ist dieser Beruf heikel: Gerade Fassaden- und Dachbegrünungen verlangen Sicherheit auf Leitern, Gerüsten und Dächern.

Was oft unterschätzt wird

Nicht nur Pflanzenwissen zählt. Diese Anforderungen tauchen im Alltag ständig auf:

  • 📐 Pläne lesen und Maße auf reale Bauwerke übertragen
  • 💧 Wasserbedarf und Bewässerung passend einstellen
  • 👀 an Blättern und Trieben früh erkennen, ob etwas nicht stimmt
  • 🤝 mit Bauleuten, PlanerInnen und Gartenfachkräften sauber abstimmen

Alle Anforderungen

Fachkompetenz

  • Mit Pflanzen an schwierigen Standorten umgehen könnenhoch
  • Technisches Verständnis für Bewässerungssystemehoch
  • Räumliches Vorstellungsvermögenhoch
  • Gestalterische Fähigkeitmittel
  • Anwendung und Bedienung digitaler Toolsmittel
  • Datensicherheit und Datenschutzniedrig

Sozialkompetenz

  • Kommunikationsfähigkeitmittel
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeithoch
  • Kundenorientierungmittel
  • Aufgeschlossenheitniedrig

Selbstkompetenz

  • Aufmerksamkeithoch
  • Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
  • Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
  • Umweltbewusstseinhoch
  • Geduldmittel
  • Naturliebemittel

Allgemein

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
  • Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
  • Selbstständiges Arbeitenmittel
  • Einsatzfreudemittel
  • Verantwortungsbewusstseinhoch
  • Lernbereitschafthoch
  • Mobilität bei wechselnden Arbeitsortenmittel
  • Möglichst frei von Allergien seinmittel

Methodenkompetenz

  • Informationsrecherche und Wissensmanagementmittel
  • Planungsfähigkeithoch
  • Systematische Arbeitsweisehoch
  • Kreativitätmittel

Koerperlich

  • Gute körperliche Verfassunghoch
  • Körperliche Ausdauerhoch
  • Körperliche Wendigkeithoch
  • Gleichgewichtsgefühlhoch
  • Handgeschicklichkeithoch
  • Auge-Hand-Koordinationhoch
  • Sehvermögenhoch
  • Unempfindlichkeit der Hautmittel
  • Reaktionsfähigkeithoch

Im Detail

Aufgaben

Im Alltag verbindest du gärtnerisches Wissen mit Baustellenpraxis und technischer Montage. Du misst Flächen aus, prüfst Standorte, baust Begrünungssysteme auf, installierst Bewässerung und pflegst die Anlagen so, dass sie auch nach Jahren funktionieren. Der Beruf ist dort am deutlichsten zu erkennen, wo Pflanzen direkt an Bauwerken und auf Dächern Teil einer technischen Lösung werden.

Besonderheit

Klimagärtnerei liegt genau zwischen Gartenbau und Baupraxis: Du pflanzt nicht einfach Grünflächen, sondern baust Begrünungen so auf, dass sie an Gebäuden technisch funktionieren und langfristig gepflegt werden können.

Warum Pflege hier genauso wichtig ist wie der Aufbau

Viele denken bei diesem Beruf zuerst an die Montage von Fassaden- oder Dachbegrünungen. Tatsächlich zeigt sich die Qualität der Arbeit aber oft erst Monate später. Pflanzen müssen anwachsen, Bewässerung und Entwässerung müssen zuverlässig laufen, und Stress oder Nährstoffmängel dürfen nicht übersehen werden. Deshalb gehört die spätere Pflege nicht als Nebensache dazu, sondern ist ein eigener Teil des Berufs. Eine Begrünung ist erst dann gelungen, wenn sie dauerhaft funktioniert und nicht nur am Übergabetag gut aussieht.

Alle Aufgaben

  • Gelände und Bauwerke vermessen

    Bevor eine Begrünung entsteht, misst du Fassaden, Dächer oder versiegelte Flächen mit analogen und digitalen Messmitteln aus. Du erfasst Höhen, Abstände, Gefälle, verfügbare Pflanzbereiche und technische Hindernisse wie Leitungen oder Anschlusspunkte. Diese Daten sind die Grundlage dafür, dass Vegetationsträger, Tröge, Ranksysteme und Bewässerung später überhaupt passen und sicher montiert werden können.

  • Geeignete Pflanzen und Systeme auswählen

    Du prüfst, welche Pflanzen und welches Begrünungssystem zum Standort passen. Dabei spielen Sonne, Wind, Wasserverfügbarkeit, Wurzelraum, Biodiversität und die gewünschte Wirkung eine Rolle — etwa Beschattung, Regenwasserspeicherung, Lärmdämpfung oder Schutz der Bausubstanz. Bei Fassaden entscheidest du zum Beispiel zwischen bodengebundener, troggebundener oder wandgebundener Vertikalbegrünung.

  • Baustellen einrichten und absichern

    Vor dem eigentlichen Aufbau bereitest du die Baustelle vor, bringst Materialien an den richtigen Platz und sicherst den Arbeitsbereich. Das ist besonders wichtig, wenn auf Gerüsten, Leitern oder Dächern gearbeitet wird und mehrere Gewerke gleichzeitig vor Ort sind. Eine sauber eingerichtete Baustelle schützt Menschen, Pflanzenbestand und Baumaterialien vor Schäden.

  • Vegetationstragschichten aufbauen

    Für Dächer, Tröge oder andere Begrünungsflächen baust du die nötigen Schichten auf, in denen Pflanzen später wurzeln können. Dazu gehören je nach System unterschiedliche Aufbauten, die Wasser speichern, überschüssiges Wasser ableiten und den Pflanzen Halt geben. Wenn diese Schichten falsch eingebaut werden, leiden Wasserhaushalt, Anwuchs und langfristige Stabilität der gesamten Begrünung.

  • Vertikalbegrünungen an Fassaden errichten

    Du montierst boden-, trog- oder wandgebundene Begrünungssysteme an Hauswänden und Mauern. Dafür befestigst du zum Beispiel Seilsysteme, Ranknetze, Rankgitter, Pflanztröge oder Wandelemente und setzt anschließend die passenden Pflanzen ein. Gerade diese Arbeit zeigt den Beruf besonders gut, weil hier Pflanzen, Bauwerk und technische Konstruktion direkt zusammenkommen.

  • Dachbegrünungen anlegen und pflegen

    Du errichtest extensive oder intensive Dachbegrünungen und kümmerst dich auch um deren spätere Pflege. Auf Dächern arbeitest du mit speziellen Aufbauten, Substraten und Pflanzen, die mit Wind, Sonne und wechselnder Feuchtigkeit zurechtkommen müssen. Dabei achtest du genau auf sichere Arbeitsweise und darauf, dass Begrünung, Entwässerung und Pflegezugang zusammenpassen.

  • Bewässerungs- und Nebelanlagen installieren

    Viele Begrünungen funktionieren nur mit einer gut abgestimmten Wasserzufuhr. Du planst, montierst und wartest automatische Bewässerungsanlagen und bei Bedarf auch Nebelanlagen, richtest Steuerelemente ein und prüfst die Wasserverteilung. Vor allem bei trog- und wandgebundenen Systemen ist das entscheidend, weil dort der Wurzelraum begrenzt ist und Pflanzen schneller austrocknen können.

  • Versickerungsfähige Flächen herstellen

    Im Siedlungsraum arbeitest du daran, dass Regenwasser nicht nur oberflächlich abläuft, sondern in den Boden gelangen kann. Dafür werden schwer wasserdurchlässige Oberflächen durch passende Aufbauten und versickerungsfähige Lösungen ersetzt. So hilfst du mit, den Wasserhaushalt in dicht verbauten Gebieten zu verbessern und Starkregenfolgen abzumildern.

  • Grünflächen im Siedlungsraum umgestalten

    Du gestaltest bestehende Grünflächen naturnäher, zum Beispiel indem du Zierrasen durch extensiven Gebrauchsrasen ersetzt oder robuste, standortgeeignete Bepflanzungen anlegst. Solche Flächen sollen mit Hitze und Trockenheit besser zurechtkommen und gleichzeitig pflege- und wasserbewusster sein. Dazu gehören auch einfache gärtnerische Stein- und Holzarbeiten mit natürlichen oder naturnahen Materialien.

  • Ökologische Wasserflächen anlegen

    Ein weiterer Bereich ist das Anlegen und Pflegen von Teichen, Wasserläufen oder ähnlichen ökologischen Wasserflächen. Damit unterstützt du den natürlichen Wasserhaushalt im Siedlungsraum und schaffst kühlende, ausgleichende Elemente in verbauten Gebieten. Dabei musst du sowohl auf die Pflanzen als auch auf die technische Funktion der Wasserführung achten.

  • Pflanzenbestand schützen und pflegen

    Während Bau und Pflege sorgst du dafür, dass bestehende Pflanzen, Baumkronen, Wurzeln und Vegetationstragschichten nicht beschädigt werden. Nach der Pflanzung führst du Anwuchs-, Entwicklungs- und Erhaltungspflege durch, schneidest Pflanzen zurück und kontrollierst deren Zustand. Gerade in den ersten Monaten entscheidet diese Pflege oft darüber, ob eine Begrünung dicht anwächst oder ausfällt.

  • Stress, Mängel und Schädlinge erkennen

    Du beobachtest Pflanzen genau und erkennst an Blattfarbe, Wuchsform oder Schäden, ob Trockenstress, Nährstoffmangel, Krankheiten oder Schädlingsbefall vorliegen. Dann leitest du passende Maßnahmen ein, etwa Düngung, Pflanzenschutz oder Anpassungen bei der Bewässerung. Ohne diese Kontrolle kann eine technisch gut gebaute Anlage trotzdem scheitern.

  • Störungen an Anlagen beheben

    Wenn Bewässerung, Entwässerung oder Begrünungssysteme nicht wie geplant funktionieren, suchst du die Ursache und behebst den Mangel. Das kann ein verstopfter Ablauf, eine ungleichmäßige Wasserverteilung, ein beschädigtes Bauteil oder ein Problem im Pflanzenaufbau sein. Dafür brauchst du einen Blick sowohl für technische Fehler als auch für pflanzliche Reaktionen.

  • Skizzen, Pläne und Maßnahmen dokumentieren

    Du liest technische Unterlagen, Begrünungspläne und Konstruktionszeichnungen und erstellst zum Teil auch selbst Skizzen oder einfache technische Zeichnungen. Außerdem dokumentierst du gesetzte Maßnahmen und hältst fest, was gebaut, gepflanzt, angepasst oder gewartet wurde. Diese Unterlagen sind wichtig, damit Pflege, Nachbesserungen und Zusammenarbeit mit Bau- und Planungsteams funktionieren.

Im Detail

Arbeitsumgebung

Wo du unterwegs bist

Je nach Auftrag kann dein Arbeitsumfeld sehr unterschiedlich aussehen:

  • 🏙️ dicht verbaute Stadtbereiche mit versiegelten Flächen und Hitzeinseln
  • 🏢 Gebäudefassaden mit Ranksystemen, Trögen oder Wandelementen
  • 🏠 Flachdächer oder andere Dachflächen mit extensiver oder intensiver Begrünung
  • 🌿 Grünanlagen von Gemeinden, Städten, Bundesgärten oder größeren Betrieben

Ungewohnt

Auch nach der Fertigstellung kommst du oft wieder zurück: Wartung, Pflege und Kontrolle gehören bei Klimabegrünungen langfristig dazu.

Typische Umgebungsmerkmale

  • viel Arbeit im Freien
  • an Fassaden und Gebäuden
  • auf Dächern
  • Baustellenarbeit mit Montage
  • Zusammenarbeit mit Bau- und Gartenfachleuten
  • teilweise Planung und Dokumentation im Büro
  • wechselnde Einsatzorte
  • Staub und Lärm auf Baustellen
  • körperlich anstrengend

Im Detail

Zukunftsperspektiven

Die ersten Jahre: vom Mithelfen zur eigenen Partie

Direkt nach der Lehre arbeitest du meist noch nicht allein an ganzen Projekten, sondern übernimmst zuerst klar abgegrenzte Bereiche: ein Bewässerungssystem montieren, eine Dachfläche aufbauen, Pflegegänge dokumentieren oder Mängel nachkontrollieren. Mit Erfahrung kommt der Punkt, an dem du nicht nur ausführst, sondern den Ablauf einer kleineren Baustelle mitdenkst. Dann koordinierst du Material, teilst Arbeitsschritte ein und entscheidest vor Ort mit, wie eine Begrünung praktisch umgesetzt wird. Genau daraus entstehen typische nächste Schritte wie VorarbeiterIn oder PartieführerIn. Das ist ein guter Weg für alle, die im Handwerk bleiben wollen, aber mehr Verantwortung übernehmen möchten.

Fachrichtungen, in die du dich vertiefen kannst

In diesem Beruf ist Spezialisierung besonders naheliegend, weil die Projekte sehr unterschiedliche Schwerpunkte haben.

  • 🌿 Vertikalbegrünung mit boden-, trog- oder wandgebundenen Systemen an Fassaden und Innenwänden
  • 🏠 Dachbegrünung mit Schwerpunkt auf Aufbau, Pflanzenauswahl, Pflege und langfristiger Funktion
  • 💧 Be- und Entwässerungsanlagen, wenn dich die technische Seite von Wasserführung und Steuerung besonders interessiert
  • 🌧️ Entsiegelung und versickerungsfähige Flächen, wenn du an Regenwassermanagement im Siedlungsraum arbeiten willst
  • 🪷 Wege-, Mauer-, Holzbau und Wasserflächen, wenn du naturnahe Grünräume mit baulichen Elementen mitgestalten möchtest
  • 🌳 Grünflächen im Siedlungsraum, wenn du bestehende Stadtflächen klimaangepasst umbaust und pflegst

Mit Meisterprüfung vom Ausführen zum Organisieren

Ein zentraler Entwicklungsschritt ist die Gärtner-Meisterprüfung, auf die etwa das WIFI vorbereitet. Damit verändert sich dein Berufsalltag deutlich: Du bist nicht nur stärker für Qualität und Organisation verantwortlich, sondern oft auch für Kalkulation, Arbeitsplanung und die Führung von Teams. Als GärtnermeisterIn oder ObergärtnerIn entscheidest du mit, welche Systeme sich für ein Projekt eignen, wie Pflege organisiert wird und welche Arbeiten wirtschaftlich sinnvoll sind. Für manche ist das genau der richtige Schritt, weil sie weiterhin in der Branche bleiben, aber nicht ihr ganzes Berufsleben nur am Werkzeug verbringen wollen. Andere bleiben bewusst Fachkraft auf hohem Niveau — auch das ist in diesem Beruf ein stimmiger Weg.

Weiterbildungen, die wirklich zum Beruf passen

Aus den Quellen genannt sind vor allem diese praxisnahen Weiterbildungen:

  • ✂️ Kurse der Landesinnungen der GärtnerInnen und FloristInnen, zum Beispiel zu Baumschnitt
  • 🌳 Angebote der Landesinnungen zu Baumbewertung
  • 🪴 Kurse zu Bodenbearbeitung, wenn du stärker in Standortaufbau und Pflege einsteigen willst
  • 🪷 Weiterbildungen zu Schwimmteichen und Biotopen, wenn dich Wasserflächen besonders interessieren
  • 🛡️ WIFI-Kurse zu Pflanzenschutz
  • 🏅 WIFI-Vorbereitung auf die Gärtner-Meisterprüfung

Der Schritt in Planung, Technik oder angrenzende Berufe

Wenn du nach einigen Jahren merkst, dass dich nicht nur die Ausführung interessiert, kannst du dich in Richtungen entwickeln, die näher an Planung und Konzept liegen. In den Quellen werden etwa GartenbautechnikerIn, LandschaftsplanerIn, KulturtechnikerIn oder BotanikerIn als mögliche Anschlussfelder genannt. Das ist vor allem dann interessant, wenn du gern Standorte analysierst, Systeme vergleichst und Projekte schon vor dem ersten Spatenstich mitgestalten möchtest. Gerade weil Klimagärtnerei an der Schnittstelle von Stadtklima, Wasserhaushalt, Pflanzenkunde und Bauwerk liegt, kann aus praktischer Erfahrung später ein sehr gefragtes Spezialwissen werden.

Eine eigene Firma für Begrünung aufbauen

Selbstständigkeit ist in diesem Beruf kein abstrakter Traum, sondern ein gut vorstellbarer Weg: Du könntest dich auf Fassadenbegrünung, Dachbegrünung, Bewässerung oder die Pflege bestehender Anlagen spezialisieren und dir einen eigenen Kundenstock aufbauen. Die selbstständige Ausübung ist im verbundenen Handwerk GärtnerIn, FloristIn möglich, dafür ist ein Befähigungsnachweis erforderlich. Daneben gibt es freie Gewerbe wie die Durchführung einfacher Gartenarbeiten oder die Friedhofsgärtnerei. Besonders interessant ist dabei, dass der Markt noch jung ist: Wer sich fachlich stark positioniert, kann bei Gemeinden, Wohnbauträgern, Betrieben oder privaten Auftraggebern mit klarer Spezialisierung auffallen.

Zukunft

Weil der Lehrberuf erst 2024 eingerichtet wurde, gehörst du in den nächsten Jahren zu den ersten Fachkräften, die genau für diesen Bereich ausgebildet sind — das kann beim Einstieg ein echter Vorteil sein.

Der bodenständige Weg: gute Arbeit, sichtbare Ergebnisse

Nicht jeder will Meister werden oder ein Unternehmen gründen. In der Klimagärtnerei kannst du auch einfach ein solides Berufsleben aufbauen: draußen arbeiten, konkrete Ergebnisse sehen und an Projekten beteiligt sein, die Städte spürbar verändern. Viele schätzen genau das — geregelte Arbeitszeiten sind üblich, auch wenn es bei Fertigstellungsterminen zu Mehrarbeit kommen kann. Wenn du gern praktisch arbeitest und am Ende des Tages sagen willst, welche Fassade, welches Dach oder welche Grünfläche heute durch deine Arbeit besser funktioniert, dann kann dieser Beruf ein tragfähiges Fundament für Alltag, Freizeit und Familie sein.

Nur in der App

Mehr Hilfe bei Beruf und Lehrstelle gibt’s in der App.

  • Mach den Persönlichkeitstest und sieh, was zu dir passt — wissenschaftlich fundiert.
  • Entdecke Lehrstellen in spannenden Videos — wie bei TikTok.
  • Merk dir Lehrstellen und vergleiche deine Favoriten.
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