KlavierbauerIn
KlavierbauerInnen bauen, warten, reparieren und stimmen Klaviere, Flügel und ähnliche Tasteninstrumente wie Cembali oder Spinetts. In diesem Beruf triffst du auf Holzhandwerk, Mechanik und feines Hören zugleich: Du arbeitest einerseits mit Säge, Hobel, Fräse und Lack, andererseits mit Filzen, Hammerköpfen, Dämpfung und exakter Stimmung.
- 3 1/2 Jahre
- Berufsschule Wien
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 730ab € 730
- 2. LEHRJAHR€ 910ab € 910
- 3. LEHRJAHR€ 1.110ab € 1.110
- 4. LEHRJAHR€ 1.240ab € 1.240
Nur in der App
Passt dieser Beruf zu dir?
Gefragt sind vor allem Organisierte und Macher:in. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.
„Dieser Beruf ist keine normale Tischlerei und keine reine Reparaturarbeit: Du baust ein Instrument, das am Ende nicht nur gut aussehen, sondern auf den Bruchteil eines Tons richtig klingen muss.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Sehr gutes Hörvermögen
- Geduld bei langen Feineinstellungen
- Musikalität
- Unempfindlichkeit gegenüber Lacken und Mitteln
- Fingerfertigkeit
Typische Aufgaben
mehr- Rasten und Resonanzboden fertigen
- Rahmen einpassen und ausrichten
- Saiten berechnen und aufziehen
- Klaviatur und Mechanik einbauen
- Mechanik und Dämpfung fein regulieren
- Hammerköpfe intonieren und Klang formen
- Klaviere stimmen und prüfen
Arbeitsumgebung
mehr- Werkstattarbeit an Holz und Mechanik
- Service direkt bei Kunden zu Hause
- Teilweise auch im Klavierfachgeschäft
- Kontakt zu Kunden, Musikhandel und Lieferanten
- Arbeiten mit Klang- und Hörkontrolle
- Zeichnungen, CAD und CNC je nach Betrieb
- Lacke, Poliermittel und Werkstattgerüche
- Schwere Teile bewegen und lange stehen
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre arbeiten die meisten KlavierbauerInnen zunächst praktisch im Service, in der Wartung, Reparatur und beim Stimmen von Instrumenten. Wer sich weiterentwickeln will, spezialisiert sich häufig auf Konzertbetreuung, historische Tasteninstrumente, hybride bzw. elektro-mechanische Pianos oder auf Verkauf und Kundenberatung. In größeren Betrieben sind einzelne Leitungsfunktionen möglich, und mit Meisterprüfung kann auch der Weg in die Selbstständigkeit im Handwerk Klaviermacher offenstehen.Lehrstellen als KlavierbauerIn in deiner Nähe
Wo suchst du? Dann siehst du die Lehrstellen in deiner Umgebung.
Andere Berufe entdecken
Im Detail
Anforderungen
In diesem Beruf reicht handwerkliches Geschick allein nicht aus. Du musst Materialien beurteilen, mechanische Abläufe verstehen, sehr genau hören und geduldig an kleinen Einstellungen arbeiten, bis sich Spielgefühl und Klang wirklich stimmig anfühlen.
Warum Gehör und Geduld hier so viel zählen
Viele handwerkliche Berufe verlangen Genauigkeit, aber beim Klavierbau kommt noch etwas dazu: Das Ergebnis muss nicht nur passen, sondern klingen. Du kannst ein Bauteil perfekt einsetzen und trotzdem weiterarbeiten müssen, weil die Ansprache noch ungleichmäßig ist oder eine Tonlage zu hart wirkt. Deshalb reicht es nicht, nach Maß zu arbeiten wie bei einem Möbelstück. Du hörst, spielst, korrigierst und vergleichst immer wieder, bis Mechanik und Klang zusammenpassen. Genau diese Verbindung aus Handwerk und Gehör macht den Beruf so besonders.
Achtung
Wer Holzarbeit mag, aber mit feinen Tonunterschieden wenig anfangen kann, wird sich im Klavierbau schwertun. Ein gutes Ohr ist hier kein nettes Extra, sondern Teil des eigentlichen Handwerks.
Alle Anforderungen
Koerperlich
- Sehr gutes Hörvermögenhoch
- Unempfindlichkeit gegenüber Lacken und Mittelnmittel
- Fingerfertigkeithoch
- Sehvermögen für Feinarbeitenhoch
- Auge-Hand-Koordinationhoch
- Gute körperliche Verfassungmittel
Selbstkompetenz
- Geduld bei langen Feineinstellungenhoch
- Musikalitäthoch
- Aufmerksamkeithoch
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
- Zielstrebigkeitmittel
Fachkompetenz
- Handwerkliche Geschicklichkeithoch
- Gutes Augenmaßhoch
- Technisches Verständnishoch
- Räumliches Vorstellungsvermögenmittel
- Gestalterische Fähigkeitmittel
- Zahlenverständnis und Rechnenmittel
- Kaufmännisches Verständnismittel
Methodenkompetenz
- Kreativitätmittel
- Problemlösungsfähigkeithoch
- Systematische Arbeitsweisehoch
Allgemein
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Selbstständiges Arbeitenhoch
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
- Lernbereitschaftmittel
- Teamfähigkeitmittel
- Einsatzfreudemittel
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Gepflegtes Erscheinungsbildniedrig
Sozialkompetenz
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Kundenorientierungmittel
- Aufgeschlossenheitniedrig
Im Detail
Aufgaben
Der Kern dieses Berufs ist, aus vielen präzise gefertigten Einzelteilen ein spielbares Tasteninstrument zu bauen oder ein bestehendes wieder in Bestform zu bringen. Ein typischer Arbeitstag kann grobe Holzarbeiten, millimetergenaues Regulieren der Mechanik, das Stimmen von Saiten und Serviceeinsätze bei Kunden oder auf Konzertbühnen verbinden.
Wusstest du?
Ein neuer Flügel entsteht nicht in ein paar Tagen: Von den Holzarbeiten bis zur Ausarbeitung kann der Bau über ein Jahr dauern. Viel Zeit geht dabei nicht für grobes Zusammenbauen drauf, sondern für Trocknung, Anpassung, Regulierung und klangliche Feinarbeit.
Alle Aufgaben
Hölzer und Werkstoffe gezielt auswählen
Bevor überhaupt gebaut wird, wählst du passende Materialien für Gehäuse, Rasten, Resonanzboden und weitere Bauteile aus. Dabei beurteilst du Hölzer wie Fichte, Buche oder Ahorn, aber auch Filze, Leder, Tuch, Metalle und Kunststoffe. Entscheidend ist nicht nur, ob das Material schön aussieht, sondern ob es sich für Klang, Stabilität und spätere Verarbeitung eignet.
Arbeitsschritte und Konstruktion vorbereiten
Du liest Skizzen, Werkzeichnungen und technische Unterlagen und fertigst je nach Aufgabe auch eigene Zeichnungen an. Dazu gehören Maße, Berechnungen und die Entscheidung, in welcher Reihenfolge gearbeitet wird. In manchen Betrieben kommen dafür auch CAD- oder 3D-Konstruktionsprogramme zum Einsatz, besonders wenn Bauteile geplant oder angepasst werden.
Rasten und Resonanzboden fertigen
Für das Trägergerüst und den Resonanzboden sägst, fräst und hobelst du vorbereitete Hölzer und verleimst einzelne Teile in die richtige Form. Auf den Resonanzboden leimst du Rippen und den Steg, auf den Rasten kommt der Stimmstock. Diese Teile sind für Stabilität und Klang entscheidend: Wenn hier etwas nicht passt, lässt sich das später kaum ausgleichen.
Rahmen einpassen und ausrichten
Der gusseiserne Rahmen muss exakt zur Holzkonstruktion passen und richtig ausgerichtet werden. Du setzt Rasten und Resonanzboden mit dem Rahmen zusammen und kontrollierst, ob Druckverhältnisse und Lage stimmen. Schon kleine Abweichungen wirken sich später auf Saitenzug, Stimmhaltung und Belastbarkeit des Instruments aus.
Saiten berechnen und aufziehen
Du berechnest die benötigten Saiten, fertigst sie an oder bereitest sie vor und ziehst sie auf die Stimmwirbel auf. Dazu schlägst du die Wirbel in den Stimmstock ein und spannst die Saiten mit großer Sorgfalt. Anschließend wird grob vorgestimmt, damit das Instrument in einen ersten belastbaren Spannungszustand kommt.
Klaviatur und Mechanik einbauen
Jetzt werden die technischen Bestandteile eingesetzt: Klaviatur, Mechanik und Dämpfung. Du montierst die einzelnen Baugruppen so, dass sie sauber zusammenarbeiten und jeder Tastendruck die richtige Bewegung auslöst. Bei Flügeln und Pianos unterscheiden sich Bauweise und Mechanik deutlich, deshalb musst du genau wissen, welches System vor dir steht.
Mechanik und Dämpfung fein regulieren
In der Ausarbeitung stellst du viele kleine Einzelteile präzise ein, zum Beispiel Spielgewicht, Hammerköpfe, Bändchendraht oder die Abfangvorrichtung. Auch die Dämpfung wird so reguliert, dass Saiten zuverlässig gestoppt werden und das Spiel kontrollierbar bleibt. Diese Arbeit geschieht millimetergenau und braucht viel Geduld, weil schon kleinste Änderungen deutlich spürbar sind.
Hammerköpfe intonieren und Klang formen
Damit ein Klavier nicht hart, dumpf oder unausgeglichen klingt, bearbeitest du die Filze der Hammerköpfe. Durch Auflockern oder Härten passt du den Anschlag an und gleichst Unterschiede zwischen den Tonlagen aus. Hier arbeitest du mit dem Ohr: Ziel ist ein tragfähiger, gleichmäßiger Klang über den ganzen Umfang des Instruments.
Oberflächen schleifen, lackieren und polieren
Das Gehäuse wird geschliffen, gefärbt oder lackiert und anschließend auf Glanz gebracht. Dafür verwendest du Lacke wie Polyester- oder Nitrolack sowie Poliermittel und Maschinen. Neben Holz bearbeitest du je nach Instrument auch Kunststoff- oder Belagflächen, etwa an Tasten.
Klaviere stimmen und prüfen
Nach dem Aufbau oder nach Servicearbeiten bringst du das Instrument in die richtige Stimmung und kontrollierst Spielbarkeit und Klang. Dabei spielst, zupfst und testest du einzelne Bereiche, misst bei Bedarf Druck- und Zugverhältnisse und hörst auf kleinste Abweichungen. Stimmen ist nicht bloß Nachziehen von Wirbeln, sondern eine Kombination aus Technik, Erfahrung und Gehör.
Bauteile warten, reparieren und ersetzen
Im Service tauschst du verschlissene Mechanikteile, Beläge, Filze, Lederteile oder andere Komponenten aus und setzt beschädigte Baugruppen instand. Viele KlavierbauerInnen arbeiten heute besonders oft in Wartung und Reparatur, weil deutlich mehr bestehende Instrumente betreut als neue gebaut werden. Ziel ist, dass das Instrument wieder zuverlässig funktioniert und klanglich ausgewogen reagiert.
Historische Instrumente restaurieren
Bei älteren oder historischen Tasteninstrumenten arbeitest du besonders behutsam, damit Bauweise, Oberfläche und Charakter erhalten bleiben. Du rekonstruierst fehlende oder beschädigte Teile, passt Materialien an und achtest darauf, nicht moderne Lösungen aufzuzwingen, die dem Instrument widersprechen würden. Dafür brauchst du neben Technik auch gestalterisches Gespür.
Kunden beraten und Instrumente betreuen
In kleineren Betrieben gehören auch Verkauf, Beratung und Service direkt beim Kunden dazu. Du erklärst Pflege, Wartungsintervalle und die richtige Handhabung und bist manchmal auch bei Konzerten oder Aufnahmen im Einsatz. Dort wird oft kurzfristig nach den Wünschen von Pianisten oder Dirigenten nachgestimmt und nachreguliert.
Qualität dokumentieren und Betriebsunterlagen führen
Du hältst Arbeits- und Wartungsschritte in Protokollen oder Betriebsbüchern fest und pflegst Kundendaten. Das ist wichtig, weil bei einem Instrument oft über Jahre nachvollziehbar bleiben muss, wann gestimmt, welche Teile ersetzt oder welche Einstellungen verändert wurden. Gerade bei wiederkehrenden Servicekunden spart eine saubere Dokumentation viel Zeit.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Wo du Klaviere wirklich antriffst
Der Beruf spielt sich nicht nur in einer stillen Werkbank-Ecke ab. Je nach Auftrag arbeitest du in sehr unterschiedlichen Umgebungen.
- Werkstatt des Klavierbaubetriebs mit Holz- und Metallbearbeitung
- Klavierfachgeschäft mit Beratung, Übergaben und Verkauf
- Wohnungen, Häuser oder Musikschulen bei Stimm- und Serviceeinsätzen
- Konzertsäle oder Aufnahmesituationen, wenn Instrumente unmittelbar vor dem Einsatz betreut werden
Typische Umgebungsmerkmale
- Werkstattarbeit an Holz und Mechanik
- Service direkt bei Kunden zu Hause
- Teilweise auch im Klavierfachgeschäft
- Kontakt zu Kunden, Musikhandel und Lieferanten
- Arbeiten mit Klang- und Hörkontrolle
- Zeichnungen, CAD und CNC je nach Betrieb
- Lacke, Poliermittel und Werkstattgerüche
- Schwere Teile bewegen und lange stehen
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: vom Mitlernen zum eigenen Instrument
Der erste große Schritt nach der Lehre ist meist nicht der komplette Neubau eines Konzertflügels, sondern dass du Servicearbeiten selbst übernimmst. Du fährst zu Kunden, stimmst Instrumente, tauschst verschlissene Teile, regulierst Mechaniken und entscheidest vor Ort, was ein Klavier wirklich braucht. Das ist ein wichtiger Entwicklungssprung, weil du dann nicht mehr nur einzelne Arbeitsschritte ausführst, sondern ein ganzes Instrument als Aufgabe vor dir hast. Mit wachsender Erfahrung bekommst du auch schwierigere Fälle: alte Pianos mit ungleichmäßiger Ansprache, wertvolle Flügel oder Instrumente, die für Unterricht, Proben oder Auftritte verlässlich funktionieren müssen. Gerade weil die Zahl der Arbeitsplätze begrenzt ist, zählt in diesem Beruf schnell, ob man dir ein Instrument allein anvertrauen kann.
Typische Spezialisierungen im Klavierbau
Mit Erfahrung kannst du dich in Richtungen entwickeln, die im Alltag sehr unterschiedlich aussehen.
- 🎼 Stimmen und Intonieren, wenn du besonders stark über das Gehör arbeitest und Klangunterschiede sicher beurteilen kannst
- 🛠️ Service, Wartung und Reparatur bestehender Klaviere und Flügel, was heute für viele Betriebe der wichtigste Bereich ist
- 🏛️ Historische Tasteninstrumente wie Spinett oder Cembalo, wenn dich alte Bauweisen und restauratorisches Arbeiten interessieren
- ⚡ Hybride und elektro-mechanische Pianos, wenn du offen für neuere Instrumententypen und technische Mischformen bist
- 🤝 Vertrieb und Kundenberatung, wenn du Instrumente nicht nur bauen oder warten, sondern auch erklären und verkaufen willst
Bei Konzerten zählt nicht nur das Handwerk, sondern Nervenstärke
Ein Weg, den viele Außenstehende gar nicht sehen, ist die Betreuung von Instrumenten bei Konzerten und Aufnahmen. Dort arbeitest du nicht in Ruhe über mehrere Tage, sondern oft unter Zeitdruck und mit sehr konkreten Klangwünschen von Pianisten oder Dirigenten. Du musst sauber stimmen, schnell einschätzen, was das Instrument braucht, und dabei ruhig bleiben, obwohl rundherum Probe oder Aufführung vorbereitet wird. Wenn du in diesem Bereich gut wirst, bist du nicht einfach Reparaturfachkraft, sondern jemand, auf den sich Musiker in einem entscheidenden Moment verlassen. Das ist einer der sichtbarsten und anspruchsvollsten Wege innerhalb des Berufs.
Ein eigener Klaviermacher-Betrieb ist möglich
Wenn du langfristig dein eigenes Ding machen willst, ist dieser Beruf dafür grundsätzlich geeignet. Mit Meisterprüfung kannst du das reglementierte Gewerbe Klaviermacher ausüben und als Gewerbeinhaber, Pächter oder Geschäftsführer arbeiten. Das kann eine kleine Werkstatt sein, die sich auf Stimmen, Service und Reparaturen spezialisiert, oder ein Betrieb mit zusätzlichem Verkauf und Beratung. Gerade weil der österreichische Klavierbau klein ist, kann ein guter Ruf enorm viel bedeuten: Wer zuverlässig arbeitet, pünktlich ist und mit Kunden gut umgehen kann, wird weiterempfohlen. Selbstständigkeit heißt hier allerdings nicht romantische Werkstattidylle allein, sondern auch Termine planen, wirtschaftlich denken und Kundenbeziehungen pflegen.
Realistisch
Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind in Österreich eher eingeschränkt, und der Neubau schrumpft tendenziell. Wer zusätzlich stark in Kundenbetreuung, Verkauf oder spezialisiertem Service ist, verbessert seine Chancen deutlich.
Weiterbildung, die im Beruf wirklich etwas verändert
Nicht jede Weiterbildung bringt im Klavierbau gleich viel. Besonders wertvoll sind Angebote, die direkt deine praktische Arbeit am Instrument verbessern.
- 📚 Stimmkurse an der Berufsschule für Holzbearbeitung und Musikinstrumentenerzeugung in Wien, um beim Stimmen sicherer und routinierter zu werden
- 🎹 Stimm- und Intonierseminare im benachbarten Ausland, etwa an der Fachschule für Musikinstrumentenbau in Ludwigsburg in Deutschland
- 🧰 Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung, wenn du später einen eigenen Betrieb führen oder den Befähigungsnachweis aufbauen willst
- 🏭 Betriebliche Stimmkurse, die gelegentlich direkt in Unternehmen stattfinden und stark auf praktische Arbeitsfälle ausgerichtet sind
Der ruhige, stabile Weg: guter Service statt große Karriereleiter
Nicht jeder will Werkstätten leiten oder einen eigenen Betrieb gründen. In diesem Beruf kann auch ein bodenständiger Weg attraktiv sein: Du wirst die Person, die Instrumente zuverlässig in Schuss hält, regelmäßig stimmt und bei Reparaturen sauber arbeitet. Gerade Musikschulen, Privatkunden, Veranstalter oder Fachgeschäfte schätzen Leute, die Termine einhalten, verständlich beraten und dauerhaft gute Qualität liefern. Weil es nur wenige Fachkräfte gibt, kann fachliche Verlässlichkeit wichtiger sein als ein großer Titel. Wenn du also lieber solide Arbeit leistest und außerhalb des Jobs Raum für Familie, Musik oder Hobbys haben willst, kann dieser Beruf trotzdem ein stabiles Fundament sein.
Wenn du in einem größeren Betrieb landest
Große Aufstiegsketten gibt es in diesem Beruf selten, weil viele Betriebe klein sind. In einem größeren Erzeugerbetrieb kann sich aber mit Erfahrung und guter Qualifikation mehr öffnen: etwa Verantwortung für eine Abteilung, eine Werkstatt, den Verkauf oder die Qualitätskontrolle. Dann arbeitest du nicht mehr nur direkt am Instrument, sondern planst Abläufe, beurteilst Arbeitsergebnisse und koordinierst andere. Das ist vor allem dann interessant, wenn dir Organisation liegt und du dein Fachwissen später breiter einsetzen willst. Solche Stellen sind nicht häufig, aber sie zeigen, dass der Beruf nicht zwangsläufig an der Werkbank endet.
Nur in der App
Mehr Hilfe bei Beruf und Lehrstelle gibt’s in der App.
- Mach den Persönlichkeitstest und sieh, was zu dir passt — wissenschaftlich fundiert.
- Entdecke Lehrstellen in spannenden Videos — wie bei TikTok.
- Merk dir Lehrstellen und vergleiche deine Favoriten.
- Betriebe bewerben sich bei dir.
- Schreib Betrieben direkt — ohne Bewerbungsschreiben.
Kostenlos und jederzeit löschbar.






