Aus Scoutra wird Junik

Aus Scoutra wird Junik

Junik kommt von „unique“. Kein Jugendlicher ist wie der andere, und keine Lehrstelle ist wie die andere. Genau danach bauen wir: dass jeder Einzelne die Entscheidung trifft, die zu ihm passt, und nicht die, die am lautesten beworben wird.

Sonst ändert sich nichts. Dieselbe Firma, dieselben Leute, dieselbe App — nur der Name ist neu. Alte Adressen auf scoutra.at führen weiter hierher.

In den Stores steht vorübergehend noch Scoutra. Es ist dieselbe App; wer sie schon hat, muss nichts tun.

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SteuerassistentIn

Als SteuerassistentIn arbeitest du an der Schnittstelle von Büroarbeit, Rechnungswesen und Steuerrecht. Du bearbeitest Steuererklärungen, Buchhaltungen, Lohnverrechnungen und Anträge so, dass Fristen eingehalten werden und Angaben gegenüber Finanzverwaltung und Sozialversicherung korrekt sind. Anders als in allgemeinen Büroberufen brauchst du dafür laufend Wissen über Steuern, Abgaben, Belege und digitale Meldesysteme wie FinanzOnline oder ELDA.

  • 3 Jahre
  • Berufsschule Eisenstadt

Gehaltsentwicklung (KV)

  1. 1. LEHRJAHR€ 1.025€ 972 – € 1.103
  2. 2. LEHRJAHR€ 1.242€ 1.188 – € 1.301
  3. 3. LEHRJAHR€ 1.497€ 1.439 – € 1.527

Nur in der App

Passt dieser Beruf zu dir?

Gefragt sind vor allem Organisierte und Denker:in. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.

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Einblicke

Videos aus Lehrbetrieben

  • Berufsportrait SteuerassistenzFinanzamt Österreich

„Hier geht es nicht nur um Büroorganisation: Du prüfst, ob steuerliche Angaben, Belege und Fristen rechtlich überhaupt zusammenpassen.“

Was du mitbringen solltest

mehr
  • Anwendung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeit
  • Verschwiegenheit und Diskretion
  • Psychische Belastbarkeit bei Termindruck

Typische Aufgaben

mehr
  • Steuererklärungen und Anträge bearbeiten
  • Eingaben auf Richtigkeit und Rechtmäßigkeit prüfen
  • Mit FinanzOnline und ELDA arbeiten
  • Lohn- und Gehaltsverrechnung mitführen
  • In der Buchhaltung mitarbeiten

Arbeitsumgebung

mehr
  • Büro in Kanzlei oder Finanzamt
  • Viel Bildschirmarbeit
  • Kontakt mit Fachkräften und Mandanten
  • Telefon, E-Mail und Onlinemeetings
  • Überstunden vor Fristen möglich
  • Termindruck bei Einreichungen

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre steigst du meist in eine feste Sachbearbeitungsrolle im Finanzamt oder in einer Kanzlei ein und übernimmst nach und nach eigenständig Fälle, Fristen und Fachbereiche. Häufige nächste Schritte sind Spezialisierungen in Buchhaltung, Lohnverrechnung, Steuer- und Abgabenrecht, Wirtschaftsprüfung oder Verfahren wie Exekution und Stundung; mit Erfahrung ist auch der Aufstieg zur Abteilungsleitung möglich. Wer zusätzlich Prüfungen und Praxis nachweist, kann außerdem den Weg in die selbstständige Buchhaltung oder in freie Berufe wie BuchhalterIn, PersonalverrechnerIn oder BilanzbuchhalterIn einschlagen.

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Im Detail

Anforderungen

Gut aufgehoben bist du in diesem Beruf, wenn du gerne mit Zahlen, Regeln und digitalen Programmen arbeitest und auch bei vielen Details den Überblick behältst. Der Alltag verlangt weniger körperliche Kraft als geistige Ausdauer: Du musst Unterlagen logisch prüfen, Fristen im Blick behalten und mit vertraulichen Daten sehr sorgfältig umgehen.

Was in diesem Beruf oft unterschätzt wird

Steuerassistenz wirkt von außen wie ein ruhiger Büroberuf, aber die Anforderungen sind ziemlich dicht. Du musst gleichzeitig mit Zahlen umgehen, gesetzliche Regeln verstehen, digitale Systeme beherrschen und Fristen im Blick behalten. Dazu kommt der vertrauliche Umgang mit sensiblen Daten, etwa bei Gehältern oder Steuerunterlagen. Wer nur „ein bisschen Büro“ erwartet, unterschätzt, wie stark Genauigkeit, Denkvermögen und Verlässlichkeit hier zusammenwirken.

Achtung

Wenn du ungern lange am Bildschirm arbeitest oder dich viele Regeln schnell nerven, wirst du diesen Beruf auf Dauer eher als anstrengend erleben.

Alle Anforderungen

Fachkompetenz

  • Zahlenverständnis und Rechnenhoch
  • Kaufmännisches Verständnishoch
  • Gute Deutschkenntnissehoch
  • Anwendung digitaler Toolshoch
  • Datensicherheit und Datenschutzhoch

Sozialkompetenz

  • Kommunikationsfähigkeitmittel
  • Kundenorientierungmittel
  • Aufgeschlossenheitniedrig

Selbstkompetenz

  • Aufmerksamkeithoch
  • Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeithoch
  • Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
  • Selbstvertrauen und Selbstbewusstseinmittel
  • Verschwiegenheit und Diskretionhoch
  • Geduldmittel
  • Merkfähigkeitmittel
  • Psychische Belastbarkeit bei Termindruckhoch

Allgemein

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeithoch
  • Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
  • Selbstständiges Arbeitenhoch
  • Einsatzfreudemittel
  • Verantwortungsbewusstseinhoch
  • Teamfähigkeitmittel
  • Lernbereitschafthoch
  • Sprachfertigkeit mündlichmittel
  • Sprachfertigkeit schriftlichmittel
  • Gepflegtes Erscheinungsbildniedrig

Methodenkompetenz

  • Informationsrecherche und Wissensmanagementmittel
  • Logisch-analytisches Denkenhoch
  • Organisationsfähigkeithoch
  • Planungsfähigkeitmittel
  • Systematische Arbeitsweisehoch
  • Koordinationsfähigkeitmittel
  • Mathematisch-rechnerische Fähigkeithoch

Im Detail

Aufgaben

Der Kern des Berufs ist das saubere Bearbeiten von steuerlichen und abgabenrechtlichen Fällen am Computer: Daten erfassen, Unterlagen prüfen, Anträge vorbereiten, Fristen überwachen und Berechnungen kontrollieren. Je nach Arbeitsplatz im Finanzamt oder in einer Kanzlei arbeitest du entweder stärker an Verfahren und Eingaben oder stärker an Buchhaltung, Lohnverrechnung und Jahresabschlussarbeiten.

Wichtig

Viele Außenstehende denken bei diesem Beruf zuerst an Rechnen. In der Praxis geht es aber genauso stark um das richtige Einordnen von Sachverhalten, das Prüfen von Belegen und das Einhalten formaler Abläufe.

Alle Aufgaben

  • Steuererklärungen und Anträge bearbeiten

    Du bearbeitest Unterlagen zu Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gebühren und anderen Abgaben. Dazu gehören auch Rückzahlungsanträge, Stundungsanträge, Umsatzsteuervoranmeldungen oder Beitragsgrundlagennachweise. Du erfasst die Angaben in den vorgesehenen Formularen oder Programmen, prüfst sie auf Vollständigkeit und bereitest sie zur weiteren Bearbeitung oder Einreichung vor.

  • Eingaben auf Richtigkeit und Rechtmäßigkeit prüfen

    Du kontrollierst, ob Erklärungen und Anträge fachlich und rechtlich zusammenpassen. Dabei vergleichst du Angaben mit Belegen, achtest auf fehlende Nachweise und ordnest Sachverhalte steuer-, abgaben- oder sozialrechtlich richtig ein. Viele Berechnungen laufen heute automatisiert, aber ob die eingegebenen Daten plausibel sind, muss trotzdem jemand sorgfältig prüfen.

  • Mit FinanzOnline und ELDA arbeiten

    Ein wichtiger Teil des Berufs läuft über digitale Meldesysteme. Du verwendest FinanzOnline für steuerliche Eingaben und ELDA für Meldungen an die Sozialversicherung. Dabei kommt es darauf an, Daten korrekt zu übertragen, Rückmeldungen der Systeme zu verstehen und Fristen bei elektronischen Einreichungen genau einzuhalten.

  • Belege und Nachweise kontrollieren

    Du prüfst Rechnungen, Nachweise und andere steuerrelevante Unterlagen auf ihre formale und inhaltliche Verwendbarkeit. Dazu gehört zum Beispiel, ob Rechnungsmerkmale vollständig sind oder ob ein Ausfuhrnachweis vorhanden ist. Wenn Unterlagen fehlerhaft oder unvollständig sind, kann das steuerliche Folgen haben oder eine Einreichung verzögern.

  • Lohn- und Gehaltsverrechnung mitführen

    Du erfasst und kontrollierst Daten für die Lohn- und Gehaltsabrechnung, führst Lohnkonten und wirkst an monatlichen Abrechnungen mit. Außerdem bearbeitest du die dazugehörigen Formulare und Meldungen an Behörden und Sozialversicherung. Hier greifen Steuerrecht, Abgabenrecht und Sozialrecht direkt ineinander, deshalb musst du besonders genau arbeiten.

  • In der Buchhaltung mitarbeiten

    Du verbuchst laufende Geschäftsfälle, führst Um- und Nachbuchungen durch und arbeitest bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder in der doppelten Buchhaltung mit. In Kanzleien bereitest du damit die Grundlage für Auswertungen und spätere Jahresabschlussarbeiten vor. Wichtig ist, dass Belege richtig zugeordnet werden und die Buchungen nachvollziehbar bleiben.

  • Bei Jahresabschlüssen und Bilanzierung unterstützen

    Du hilfst bei Vorarbeiten für Jahresabschlüsse und bei bilanzbezogenen Aufgaben. Das bedeutet zum Beispiel, Unterlagen zusammenzustellen, Buchungen zu kontrollieren und Auswertungen vorzubereiten, auf die Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer aufbauen. Diese Tätigkeit verlangt ein gutes Verständnis dafür, wie Buchhaltung, Bilanz und Steuerrecht zusammenhängen.

  • Steuerverfahren und Fristen überwachen

    Du kennst die Abläufe von Steuerverfahren und achtest darauf, dass Fristen nicht versäumt werden. Das betrifft Einreichungen, Antworten auf Behördenanfragen, Stundungen, Rückzahlungen oder Einsprüche. Gerade in Kanzleien kann vor Fristenden hoher Zeitdruck entstehen, weil viele Fälle gleichzeitig termingerecht fertig werden müssen.

  • Statistiken und Auswertungen erstellen

    Du legst Dateien, Datenbanken und Statistiken zu steuerlichen, abgabenrechtlichen oder betriebswirtschaftlichen Themen an und wertest sie aus. Solche Auswertungen helfen dabei, Zahlen zu vergleichen, Entwicklungen zu erkennen oder Entscheidungen vorzubereiten. Dafür musst du Daten sauber erfassen und Ergebnisse verständlich aufbereiten.

  • Steuerrechtliche Informationen recherchieren

    Wenn ein Fall nicht eindeutig ist, suchst du in Gesetzestexten, Rechtsdatenbanken, Nachschlagewerken oder internen Vorschriften nach den passenden Grundlagen. Du brauchst dabei kein fertiges Gutachten zu schreiben, musst aber die relevanten Informationen finden und für die weitere Bearbeitung nutzbar machen. Ohne diese Recherche lassen sich viele Sonderfälle nicht richtig einordnen.

  • Schriftstücke, Akten und Korrespondenz führen

    Du verfasst Briefe und E-Mails, bereitest Dokumente vor, führst Akten und verwaltest Dateien und Karteien am Computer. In Finanzämtern und Kanzleien ist diese Dokumentation wichtig, weil jeder Schritt nachvollziehbar bleiben muss. Auch Telefonate, Terminvereinbarungen und die laufende Ablage gehören dazu.

  • Bei Behördenverfahren und besonderen Anträgen mitarbeiten

    Je nach Einsatzbereich unterstützt du bei Exekutionsverfahren, Einsprüchen, Sozialleistungsanträgen sowie Stundungs- und Rückzahlungsverfahren. Du sammelst dafür Unterlagen, prüfst Eingaben und bereitest den Fall für die zuständigen Fachkräfte vor. Solche Vorgänge sind oft besonders formal, weil Fristen, Rechtsgrundlagen und Dokumentation genau passen müssen.

  • Bei Kalkulationen und Budgets unterstützen

    Neben steuerlichen Aufgaben wirkst du auch bei Kalkulationsarbeiten und der Budgeterstellung mit. Dabei prüfst du Zahlen, bereitest Übersichten vor und unterstützt bei betriebswirtschaftlichen Bewertungen. Diese Arbeiten sind vor allem dort wichtig, wo steuerliche Fragen eng mit der wirtschaftlichen Lage eines Betriebs verbunden sind.

Im Detail

Arbeitsumgebung

Wo du arbeiten kannst

Der Lehrberuf ist auf bestimmte Arbeitsfelder zugeschnitten. Typische Einsatzorte sind:

  • 🏛️ Dienststellen des Finanzamts Österreich
  • 📂 Wirtschaftstreuhandkanzleien
  • 🧮 Steuerberatungskanzleien
  • 📋 Wirtschaftsprüfungskanzleien
  • 🏢 später auch Rechnungswesen-Abteilungen in Unternehmen

Typische Umgebungsmerkmale

  • Büro in Kanzlei oder Finanzamt
  • Viel Bildschirmarbeit
  • Kontakt mit Fachkräften und Mandanten
  • Telefon, E-Mail und Onlinemeetings
  • Überstunden vor Fristen möglich
  • Termindruck bei Einreichungen

Im Detail

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre: vom Mithelfen zum eigenen Fall

Der größte Unterschied nach der Lehrzeit ist meist nicht das Werkzeug, sondern die Verantwortung. Anfangs arbeitest du oft noch unter enger Anleitung, später übernimmst du eigene Akten, Fristen, Buchhaltungen oder Teile von Lohnverrechnungen selbstständig. In einer Kanzlei kann das heißen, dass du einen festen Mandantenstock mitbetreust und genau weißt, welche Unterlagen monatlich fehlen oder welche Voranmeldung fällig ist. In der Finanzverwaltung wirst du sicherer in der Bearbeitung von Eingaben, Anträgen und Prüfungen und kannst Fälle schneller einschätzen. Wer sauber arbeitet, wird in diesem Beruf oft früh als verlässliche Person für heikle Fristsachen wahrgenommen.

Typische Spezialisierungen nach einigen Berufsjahren

Mit Erfahrung wird aus dem allgemeinen Einstieg oft ein klarer Schwerpunkt. Häufige Richtungen sind:

  • 💼 Lohn- und Gehaltsverrechnung mit Fokus auf laufende Abrechnung, Lohnkonten und Meldungen
  • 📘 Steuer- und Abgabenrecht, wenn du besonders stark in Erklärungen, Anträgen und Rechtsfragen wirst
  • 📊 Buchhaltung und Jahresabschlussvorbereitung als Basis für weiterführende Rechnungswesen-Berufe
  • 🔎 Wirtschaftsprüfung und Revision, wenn dich Kontrollen, Nachweise und Prüfpfade interessieren
  • 🏛️ Exekutionsverfahren oder Stundungsverfahren in der Finanzverwaltung
  • ✉️ Kundinnen- und Kundenbetreuung mit Information, Korrespondenz und Fallabstimmung

Wenn du fachlich immer tiefer hineingehen willst

Dieser Lehrberuf ist ein guter Einstieg für Menschen, die nicht nur Büroarbeit machen wollen, sondern ein echtes Fachgebiet aufbauen möchten. Mit jeder Gesetzesänderung und mit jedem Sonderfall wächst dein Blick dafür, wie Steuern, Sozialversicherung, Buchhaltung und betriebliche Entscheidungen zusammenhängen. Genau daraus entstehen spätere Profile, die im Betrieb sehr gefragt sind: jemand, der komplizierte Eingaben sauber vorbereitet, Fristen sicher steuert und Fehler früh erkennt. Auch Einschulungen durch Softwarefirmen werden mit der Zeit wichtiger, weil digitale Programme und Meldesysteme laufend angepasst werden. Wenn du gerne dazulernst, kann aus einer Assistenzrolle Schritt für Schritt eine echte Fachkarriere werden.

Weiterbildung, die in diesem Beruf wirklich etwas verändert

Die in den Quellen genannten Weiterbildungswege bauen direkt auf den Arbeitsalltag von SteuerassistentInnen auf:

  • 🏫 Kurse beim WIFI für Rechnungswesen, Lohnverrechnung und kaufmännische Vertiefung
  • 🏫 Kurse beim bfi für steuernahe Büro- und Verwaltungsaufgaben
  • 📚 Kaufmännische Weiterbildungen bei AK und Volkshochschulen
  • 🏢 Interne Seminare in großen Betrieben und im öffentlichen Dienst
  • 💻 Einschulungen von Softwarefirmen zu neuen Steuerberechnungs- und Fachprogrammen

Aufstieg im Betrieb: mehr als nur mehr Arbeit

Mit Berufserfahrung kannst du zur Ansprechperson für einen Fachbereich werden und später auch eine Abteilung leiten. Dann kontrollierst du nicht nur einzelne Eingaben, sondern verteilst Aufgaben, behältst Fristen für das Team im Blick und entscheidest, welche Fälle sofort eskaliert werden müssen. In Kanzleien bedeutet Aufstieg oft auch mehr Verantwortung für Mandantenkontakte und die Qualität der vorbereiteten Unterlagen. In der Finanzverwaltung kann sich der Schwerpunkt stärker auf bestimmte Verfahrensarten oder Organisation innerhalb der Dienststelle verlagern. Der Beruf bleibt also nicht auf Assistenzniveau stehen, wenn du fachlich und organisatorisch zulegst.

Der Weg in die Selbstständigkeit ist möglich – aber nicht direkt

Als SteuerassistentIn arbeitest du grundsätzlich unselbstständig, aber der Beruf kann ein Sprungbrett sein. Laut Quellen ist eine selbstständige Tätigkeit im Gewerbe Buchhaltung möglich, wenn du den BuchhalterInnen-Befähigungsnachweis schaffst und mindestens eineinhalb Jahre fachlich tätig warst. Außerdem nennt das AMS das Handelsgewerbe als freien Weg, für den nur die Anmeldung bei der Gewerbebehörde nötig ist. bic.at zeigt darüber hinaus selbstständige freie Berufe wie BuchhalterIn, PersonalverrechnerIn oder BilanzbuchhalterIn nach den jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen. Das heißt praktisch: Erst Erfahrung sammeln, dann Qualifikation nachlegen, und erst danach baust du dir eine eigene berufliche Basis auf.

Wusstest du?

Weil die Lehre gleichzeitig eine fundierte Büroausbildung ist, kannst du später auch in andere Büroberufe wechseln, wenn du merkst, dass du lieber breiter kaufmännisch arbeiten möchtest.

Ein solides Berufsleben ohne große Karriereshow

Nicht jeder will später führen oder selbstständig werden. In diesem Beruf gibt es auch den ruhigen, sehr brauchbaren Weg: du wirst in einem Fachgebiet sicher, kennst deine Abläufe, arbeitest verlässlich und bist im Team die Person, auf die man sich bei Fristen und heiklen Unterlagen verlassen kann. Gerade in Kanzleien und Verwaltungen ist so eine Rolle enorm wertvoll, weil gute Sachbearbeitung nicht auffällt, solange alles funktioniert. Für viele ist genau das attraktiv: ein klar strukturierter Beruf mit Fachwissen, geregelten Büroarbeitszeiten an vielen Tagen und einer Qualifikation, die auch für andere kaufmännische Jobs nützlich bleibt.

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