Als SpeditionslogistikerIn planst und steuerst du, wie Waren gelagert, umgeschlagen und über LKW, Bahn, Schiff oder Flugzeug pünktlich ans Ziel kommen. Du sitzt nicht nur im Büro, sondern verbindest Zahlen, Software, Frachtpapiere, Lagerabläufe und Kundenberatung zu einem funktionierenden Transportsystem.
- 3 Jahre
- Berufsschule Ried im Innkreis
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 1.000ab € 1.000
- 2. LEHRJAHR€ 1.220ab € 1.220
- 3. LEHRJAHR€ 1.560ab € 1.560
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Passt dieser Beruf zu dir?
Gefragt sind vor allem Organisierte und Denker:in. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.
„Hier geht es nicht bloß darum, etwas zu verschicken – du sorgst dafür, dass Waren zur richtigen Zeit, auf dem richtigen Weg und nach den passenden Zoll- und Transportregeln ankommen.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Organisationsfähigkeit
- Planungsfähigkeit
- Logisch-analytisches Denken
- Fremdsprachenkenntnisse
Typische Aufgaben
mehr- Transport- und Logistikkonzepte erarbeiten
- Lagerbewirtschaftung und Warenfluss organisieren
- Transporte und Verkehrsmittel koordinieren
- Rechtliche Vorgaben beim Transport beachten
Arbeitsumgebung
mehr- Lager- und Verwaltungsbüros
- Viel Arbeit am Bildschirm
- Täglicher Kontakt mit Kunden und Lieferanten
- Nahe an Transport und Warenfluss
- Viel Telefon- und Abstimmungsarbeit
- Zeitdruck bei Terminen und Verzögerungen
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre steigst du meist direkt in die operative Logistik ein – etwa in Disposition, Lagerlogistik, Transportabwicklung oder Zoll- und Frachtpapierbearbeitung. Mit Praxis kannst du mehr Verantwortung übernehmen, zum Beispiel als AbteilungsleiterIn, VerkehrsleiterIn, FilialleiterIn oder später bis in die Geschäftsführung. Wichtig für den nächsten Schritt sind vor allem Erfahrung mit digitalen Systemen, gute Kenntnisse in Zoll- und Transportabwicklung sowie Weiterbildungen etwa beim BFI oder WIFI; darüber hinaus gibt es auch Wege in Spezialisierung, Beratung oder Selbstständigkeit.Lehrstellen als SpeditionslogistikerIn in deiner Nähe
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Im Detail
Galerie
Im Detail
Anforderungen
In diesem Beruf passt du gut hinein, wenn du gern planst, mit Daten arbeitest und auch unter Zeitdruck den Überblick behältst. Du musst kaufmännisch denken können, sauber dokumentieren und gleichzeitig mit vielen beteiligten Personen klar kommunizieren.
Woran viele den Beruf unterschätzen
Von außen wirkt Speditionslogistik oft wie klassische Büroarbeit. Tatsächlich musst du ständig mehrere Ebenen gleichzeitig im Kopf haben: Termine, Dokumente, Kosten, Lagerkapazitäten, Transportmittel und rechtliche Vorgaben. Genau deshalb reichen Freundlichkeit und Computerkenntnisse allein nicht aus. Wer in diesem Beruf gut werden will, muss Informationen schnell ordnen, sauber entscheiden und auch bei Störungen handlungsfähig bleiben.
Achtung
Wenn dir lange Arbeit am Bildschirm gar nicht liegt oder du ungern mit Zahlen, Listen und Dokumenten arbeitest, wird dieser Beruf im Alltag mühsam – selbst wenn dich LKW und internationale Transporte interessieren.
Alle Anforderungen
Methodenkompetenz
- Organisationsfähigkeithoch
- Planungsfähigkeithoch
- Logisch-analytisches Denkenhoch
- Koordinationsfähigkeithoch
- Problemlösungsfähigkeithoch
- Systematische Arbeitsweisehoch
Fachkompetenz
- Mathematisch-rechnerische Fähigkeithoch
- Kaufmännisches Verständnishoch
- Anwendung und Bedienung digitaler Toolshoch
- Datensicherheit und Datenschutzmittel
- Gute Deutschkenntnissehoch
- Fremdsprachenkenntnissemittel
- Sprachfertigkeit schriftlichhoch
Sozialkompetenz
- Sprachfertigkeit mündlichhoch
- Kontaktfähigkeitmittel
- Kommunikationsfähigkeithoch
- Kundinnenorientierungmittel
- Interkulturelle Kompetenzmittel
- Fähigkeit zur Zusammenarbeitmittel
Selbstkompetenz
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeithoch
- Belastbarkeit und Resilienzmittel
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
- Sicherheitsbewusstseinmittel
- Umweltbewusstseinmittel
- Selbstständiges Arbeitenmittel
- Verantwortungsbewusstseinhoch
Allgemein
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeithoch
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Lernbereitschaftmittel
- Gepflegtes Erscheinungsbildniedrig
Koerperlich
- Fingerfertigkeitniedrig
- Gutes Sehvermögenmittel
Im Detail
Aufgaben
Der Kern dieses Berufs ist, Warenflüsse planbar zu machen: von der Zwischenlagerung bis zum Transport ins In- und Ausland. Ein typischer Arbeitstag besteht aus Organisieren, Rechnen, Überwachen und Abstimmen – mit Lager, Fahrpersonal, Kunden, Lieferanten und oft auch Behörden.
Unterschied
Speditionslogistik ist stärker auf Warenfluss, Zwischenlagerung und Transportsteuerung ausgerichtet als reine Büroabwicklung: Du planst nicht nur Aufträge, sondern denkst in ganzen Lieferketten.
Alle Aufgaben
Transport- und Logistikkonzepte erarbeiten
Du planst, wie Waren vom Ausgangspunkt bis zum Ziel möglichst rasch und wirtschaftlich bewegt werden. Dabei überlegst du, welche Transportmittel geeignet sind, wo Zwischenlager sinnvoll sind und wie Lagerung, Umschlag und Weitertransport ineinandergreifen. Solche Konzepte sind besonders wichtig, wenn Betriebe Material genau zum Produktionszeitpunkt brauchen oder Lieferketten über mehrere Länder laufen.
Lagerbewirtschaftung und Warenfluss organisieren
Du planst mit, wie Güter eingelagert, umgeschlagen und wieder ausgelagert werden. Dazu gehört, Lagerbestände, Lagerdauer und Warenbewegungen zu überblicken und Abläufe so zu koordinieren, dass keine unnötigen Wartezeiten entstehen. In der Praxis arbeitest du dabei eng mit Lagerpersonal und anderen Logistikfachkräften zusammen.
Transporte und Verkehrsmittel koordinieren
Du stimmst ab, ob ein Transport per LKW, Bahn, Schiff oder Flugzeug abgewickelt wird und wie die einzelnen Abschnitte zusammenpassen. Dabei koordinierst du Transportwege und Termine und achtest darauf, dass die Ware pünktlich weitergeleitet wird. Gerade bei internationalen Sendungen ist diese Abstimmung ein zentraler Teil der Arbeit.
Logistische Dienstleistungen kalkulieren
Du berechnest, was Lagerung, Umschlag und Transport kosten und welche Leistung zu welchem Preis angeboten werden kann. Dafür brauchst du Zahlenverständnis und kaufmännisches Denken, weil Transportmittel, Lagerzeiten und Zusatzleistungen in die Kalkulation einfließen. Diese Berechnungen sind die Grundlage für Angebote, Abrechnungen und wirtschaftliche Entscheidungen im Betrieb.
Kennzahlen und Auslastungen auswerten
Du analysierst Daten wie Warenumschlag, Lagerdauer, Transportdauer, Auslastung oder Schwund und prüfst, ob die Abläufe wie geplant funktionieren. Solche Kennzahlen zeigen, wo Engpässe entstehen oder Kosten unnötig steigen. Aus den Ergebnissen leitest du Verbesserungen für Lager- und Transportprozesse ab.
Rechtliche Vorgaben beim Transport beachten
Bei der Transportplanung prüfst du, welche Vorschriften für eine Sendung gelten. Das betrifft zum Beispiel Zollbestimmungen, Regeln für Lebensmittel- oder Tiertransporte und Vorschriften für Gefahrgut. Wenn hier etwas falsch vorbereitet wird, kann eine Lieferung gestoppt werden oder es entstehen zusätzliche Kosten.
Kundinnen und Kunden beraten
Du erklärst Kundinnen und Kunden, welche Transport- und Lagerarten sinnvoll sind und wie der Warenfluss organisiert werden kann. Dazu gehört auch, über Bewirtschaftungs- und Entsorgungssysteme zu informieren und passende Lösungen verständlich zu präsentieren. In vielen Fällen entscheidest du mit deiner Beratung darüber, ob ein Auftrag zustande kommt.
Angebote, Aufträge und Liefertermine bearbeiten
Du prüfst Angebote und Auftragsbestätigungen, verfolgst vereinbarte Liefertermine und kontrollierst, ob Transporte wie geplant laufen. Wenn es zu Verzögerungen kommt, veranlasst du die nötigen Maßnahmen und stimmst dich mit den Beteiligten ab. So hilfst du mit, Lieferverzug möglichst klein zu halten.
Fracht- und Lagerpapiere erstellen
Du stellst Dokumente wie Lieferscheine, Rechnungen, Versicherungspapiere sowie Fracht- und Lagerpapiere aus. Diese Unterlagen müssen vollständig und korrekt sein, damit Transporte rechtlich und organisatorisch sauber abgewickelt werden können. Auch Schriftverkehr und Kundendatenverwaltung gehören zu diesem Bereich.
Qualität und Abläufe überwachen
Du planst, kontrollierst und steuerst Arbeitsabläufe und beurteilst, ob die erbrachten Leistungen den Vorgaben entsprechen. Dabei dokumentierst du Prozesse und arbeitest mit Qualitätsmanagementsystemen. Ziel ist, dass Transporte, Lagerung und Umschlag zuverlässig, nachvollziehbar und wirtschaftlich ablaufen.
Im Rechnungswesen mitarbeiten
Du wirkst bei Buchführung und Kostenrechnung mit und unterstützt facheinschlägige Arbeiten im Rechnungswesen. Das kann zum Beispiel die Erfassung von Kosten, die Vorbereitung von Abrechnungen oder die Zuordnung logistischer Leistungen zu Aufträgen umfassen. Damit wird sichtbar, ob ein Geschäft wirtschaftlich gelaufen ist.
Statistiken, Dateien und Karteien führen
Du legst Statistiken, Dateien und Kundendaten an, hältst sie aktuell und wertest sie aus. Solche Unterlagen werden gebraucht, um Aufträge nachzuverfolgen, Entwicklungen zu erkennen und Entscheidungen im Betrieb abzusichern. Ein großer Teil dieser Arbeit läuft mit PC, Netzwerk und branchenspezifischer Software.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Mit wem du im Alltag zu tun hast
SpeditionslogistikerInnen arbeiten selten für sich allein. Typische Kontakte sind:
- 🚛 Berufskraftfahrer und andere Fachkräfte aus dem Transportwesen
- 📦 Lagerarbeiter und Fachkräfte aus der Lagerlogistik
- 🏢 Kundinnen und Kunden aus Industrie, Handel oder Export
- 📑 Lieferanten sowie Mitarbeiter von Behörden, etwa im Zollbereich
Typische Umgebungsmerkmale
- Lager- und Verwaltungsbüros
- Viel Arbeit am Bildschirm
- Täglicher Kontakt mit Kunden und Lieferanten
- Nahe an Transport und Warenfluss
- Viel Telefon- und Abstimmungsarbeit
- Zeitdruck bei Terminen und Verzögerungen
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: vom Mitlaufen zum Mitsteuern
Am Anfang nach der Lehre bearbeitest du oft einen klar abgegrenzten Bereich: zum Beispiel Auftragsabwicklung, Lagerkoordination, Frachtpapiere oder Terminüberwachung. Der Unterschied zur Lehrzeit ist, dass du Entscheidungen nicht nur vorbereitest, sondern selbst triffst und dafür geradestehst. Du merkst dann schnell, worin du stark bist: eher im direkten Takt der Transporte, im Zahlen- und Controllingbereich oder im Kundenkontakt. Gerade in größeren Speditionen oder in Exportabteilungen von Industriebetrieben kannst du dir so schrittweise dein eigenes Fachgebiet aufbauen.
Typische Spezialisierungen in der Praxis
Mit Berufserfahrung entwickeln sich viele SpeditionslogistikerInnen in eine bestimmte Richtung weiter:
- 🚚 Transportmittel-Organisation und Disposition, also das Einteilen und Steuern von Transporten
- 📦 Lagerwirtschaft und Lagerlogistik mit Schwerpunkt Warenfluss, Auslastung und Umschlag
- 🧾 Ausfertigung von Frachtpapieren und Zollabwicklung für nationale oder internationale Sendungen
- 🌍 Exportorientierte Aufgaben, bei denen internationale Transporte und Dokumente im Mittelpunkt stehen
- 📈 Logistikmanagement und Controlling, wenn dich Kennzahlen, Abläufe und Wirtschaftlichkeit besonders interessieren
Weiterbildung, die im Alltag wirklich etwas verändert
In diesem Beruf bringt Weiterbildung dann besonders viel, wenn sie direkt deine tägliche Arbeit verbessert. Kurse zu EDV, fachspezifischer Software oder SAP helfen dir, Daten schneller auszuwerten, Prozesse sauberer abzubilden und in größeren Betrieben leichter aufzusteigen. Ebenso wichtig sind Weiterbildungen zur Zoll- und Transportabwicklung, weil gerade dort Fehler teuer werden und Spezialwissen im Betrieb stark gefragt ist. Laut Quelle werden solche Angebote vor allem von BFI und WIFI angeboten. Wer hier dranbleibt, wird nicht nur sicherer im Job, sondern oft auch zur Ansprechperson für schwierigere Fälle.
Vom Bereichsprofi zur Führungskraft in der Spedition
Wenn du Verantwortung übernehmen willst, führt der Weg oft über erste Koordinationsaufgaben im Team und später in Leitungsfunktionen. Mögliche Schritte sind laut Quelle etwa AbteilungsleiterIn, VerkehrsleiterIn, ProkuristIn, FilialleiterIn oder GeschäftsführerIn. In solchen Rollen arbeitest du weniger an einzelnen Sendungen und stärker an Personal, Auslastung, Kosten, Kundengeschäft und strategischen Entscheidungen. Du entscheidest dann zum Beispiel, wie ein Standort organisiert wird, welche Prozesse verbessert werden müssen und wo der Betrieb Geld verliert oder gewinnt.
Ein solides Berufsleben ohne Chefkarriere
Nicht jeder will irgendwann eine Filiale leiten – und das muss auch nicht das Ziel sein. In der Speditionslogistik kannst du dir auch als erfahrene Fachkraft ein stabiles Arbeitsleben aufbauen, wenn du in einem Bereich verlässlich und gut wirst. Wer Termine im Griff hat, saubere Dokumente erstellt, mit Kunden klar kommuniziert und Probleme ruhig löst, ist in vielen Betrieben sehr wertvoll. Das ist ein Beruf, in dem man sich mit Können, Routine und Verlässlichkeit einen sicheren Platz erarbeiten kann, ohne ständig die nächste Karrierestufe anpeilen zu müssen.
Selbstständig im Warenverkehr arbeiten
Wenn du später dein eigener Chef sein willst, gibt es für diesen Beruf einen klaren Weg. Eine selbstständige Tätigkeit ist im reglementierten Gewerbe "SpediteurIn einschließlich der TransportagentIn" möglich; dafür brauchst du allerdings einen Befähigungsnachweis. Zusätzlich kommen laut Quelle auch freie Gewerbe wie HandelsagentIn, Exportberatung oder das Handelsgewerbe in Frage. Das eröffnet unterschiedliche Modelle: von der spezialisierten Vermittlung und Betreuung von Transporten bis zu geschäftlichen Tätigkeiten rund um Waren, Export und Kundenkontakte.
Arbeitsmarkt
Die Beschäftigungsaussichten gelten als gut, besonders in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. Zusätzliche Kenntnisse in SAP oder anderer branchenspezifischer Software können deine Chancen noch verbessern.
Nur in der App
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