PflegefachassistentIn (Lehrberuf)
Als PflegefachassistentIn betreust du kranke, ältere oder pflegebedürftige Menschen im Alltag und übernimmst zusätzlich medizinisch-pflegerische Aufgaben, die über die Pflegeassistenz hinausgehen. Du misst nicht nur Vitalwerte und unterstützt bei der Körperpflege, sondern führst nach Anordnung auch Blutabnahmen, EKGs, Infusionstätigkeiten oder bestimmte Injektionen eigenverantwortlich durch.
- 4 Jahre.
- Berufsschule St. Pölten
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 988€ 929 – € 1.088
- 2. LEHRJAHR€ 1.195€ 1.063 – € 1.294
- 3. LEHRJAHR€ 1.462€ 1.257 – € 1.539
- 4. LEHRJAHR€ 1.795€ 1.396 – € 2.012
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Passt dieser Beruf zu dir?
Gefragt sind vor allem Helfer:in und Organisierte. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.
„Dieser Lehrberuf verbindet direkte Arbeit mit Menschen mit einem deutlich erweiterten medizinischen Aufgabenbereich – mehr Eigenverantwortung als in der Pflegeassistenz, aber weiterhin im klar geregelten Team mit diplomierter Pflege und Ärzten.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Medizinisches Verständnis
- Gute Beobachtungsgabe
- Selbstständiges Arbeiten
- Einfühlungsvermögen
- Belastbarkeit / Resilienz
- Verschwiegenheit / Diskretion
- Handgeschicklichkeit
- Sehvermögen
- Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen
- Hygienebewusstsein
- Reaktionsfähigkeit
Typische Aufgaben
mehr- Patienten bei Körperpflege unterstützen
- Patienten lagern und umbetten
- Beim Aufstehen und Gehen unterstützen
- Vitalwerte erheben und überwachen
- Diagnostische Routineprogramme durchführen
- Blutabnahmen und Schnelltests durchführen
- Arzneimittel und Injektionen verabreichen
- Infusionen, Sonden und Katheter handhaben
- In Notfällen Sofortmaßnahmen setzen
Arbeitsumgebung
mehr- Krankenhaus, Heim oder Reha
- auch mobile Hauskrankenpflege
- enger Kontakt mit Patienten und Angehörigen
- Arbeit im medizinischen Team
- digitale Gesundheitsakten
- Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste
- viel Gehen, Stehen und Umlagern
- Rufanlagen und hektische Situationen
- strenge Hygiene und Desinfektion
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre steigst du meist direkt als voll einsetzbare Pflegefachassistenz in ein Krankenhaus, Pflegeheim, eine Reha-Einrichtung oder einen mobilen Dienst ein. Mit Berufspraxis kannst du dich dann entweder in bestimmte Pflegebereiche wie Akutpflege, Langzeitpflege, Demenz- oder Palliativpflege vertiefen oder den nächsten formalen Schritt Richtung Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege gehen. Wer lieber im Beruf bleibt statt ständig aufzusteigen, hat ebenfalls gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz, weil Pflegepersonal stark gesucht wird.Lehrstellen als PflegefachassistentIn (Lehrberuf) in deiner Nähe
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Im Detail
Anforderungen
In diesem Beruf musst du gleichzeitig aufmerksam, belastbar und sehr verlässlich sein. Du arbeitest nah am Menschen, oft in körperlich anstrengenden Situationen, und trägst Verantwortung dafür, Veränderungen im Gesundheitszustand rechtzeitig zu erkennen und korrekt weiterzugeben oder selbst die vorgesehenen Maßnahmen zu setzen.
Was viele unterschätzen
In diesem Beruf reicht es nicht, nett zu Menschen zu sein. Du musst gleichzeitig körperlich zupacken können, medizinische Zusammenhänge verstehen, hygienisch exakt arbeiten und auch in belastenden Situationen klar bleiben. Besonders fordernd ist, dass Grundpflege, technische Tätigkeiten und Beobachtung ständig ineinandergreifen: Während du jemanden lagerst oder beim Essen hilfst, musst du oft schon mitdenken, ob sich Atmung, Hautzustand oder Bewusstsein verändern. Wer nur den sozialen Teil mag, aber mit Körperpflege, Gerüchen oder medizinischen Handgriffen nicht zurechtkommt, bekommt ein falsches Bild vom Beruf.
Achtung
Schichtdienst ist hier kein Ausnahmefall, sondern normal. Auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen müssen Menschen gepflegt, überwacht und versorgt werden.
Alle Anforderungen
Fachkompetenz
- Medizinisches Verständnishoch
- Gute Beobachtungsgabehoch
- Anwendung und Bedienung digitaler Toolsmittel
- Datensicherheit und Datenschutzhoch
- Gute Deutschkenntnissehoch
- Sprachfertigkeit mündlichhoch
- Sprachfertigkeit schriftlichhoch
Allgemein
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeithoch
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Selbstständiges Arbeitenhoch
- Einsatzfreudemittel
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Lernbereitschafthoch
- Infektionsfreiheithoch
- Hygienebewusstseinhoch
- Gepflegtes Erscheinungsbildniedrig
Sozialkompetenz
- Kommunikationsfähigkeithoch
- Bereitschaft zum Zuhörenhoch
- Einfühlungsvermögenhoch
- Interkulturelle Kompetenzmittel
- Kontaktfreudemittel
- Konfliktfähigkeitmittel
- Motivationsfähigkeitmittel
- Hilfsbereitschafthoch
- Soziales Engagementmittel
- Kundinnenorientierungmittel
- Aufgeschlossenheitmittel
- Teamfähigkeithoch
- Kontaktfähigkeithoch
Selbstkompetenz
- Aufmerksamkeithoch
- Belastbarkeit / Resilienzhoch
- Flexibilität / Veränderungsbereitschaftmittel
- Freundlichkeitmittel
- Selbstorganisationmittel
- Verschwiegenheit / Diskretionhoch
- Geduldhoch
- Gesundheitsbewusstseinmittel
- Reaktionsfähigkeithoch
Methodenkompetenz
- Organisationsfähigkeitmittel
- Problemlösungsfähigkeitmittel
- Systematische Arbeitsweisehoch
Koerperlich
- Gute körperliche Verfassunghoch
- Physische Ausdauerhoch
- Handgeschicklichkeithoch
- Fingerfertigkeitmittel
- Auge-Hand-Koordinationhoch
- Sehvermögenhoch
- Unempfindlichkeit der Hautmittel
- Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchenmittel
Im Detail
Aufgaben
Der Kern dieses Berufs ist, Menschen sicher durch Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Rehabilitation zu begleiten – von ganz grundlegender Unterstützung bis zu standardisierten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen. Ein typischer Arbeitstag wechselt zwischen Beobachten, Pflegen, Mobilisieren, Messen, Dokumentieren und schnellem Reagieren, wenn sich der Zustand eines Menschen verändert.
Wichtig
Pflegefachassistenten arbeiten eigenverantwortlich, aber nicht grenzenlos: Viele medizinische Tätigkeiten dürfen sie nur nach Anordnung durchführen. Gerade dieses Zusammenspiel aus klaren Regeln und echter Verantwortung prägt den Beruf stark.
Alle Aufgaben
Patienten bei Körperpflege unterstützen
Du hilfst Patientinnen und Patienten bei der täglichen Grundpflege, etwa beim Waschen, bei der Hautpflege oder bei der Inkontinenzversorgung. Dazu gehört auch, Bettwäsche zu wechseln und darauf zu achten, dass die Person sauber, trocken und gut gelagert ist. Gerade bei Menschen, die sich kaum selbst bewegen können, ist das eine zentrale Aufgabe, weil Hautschäden, Druckstellen und Unwohlsein sonst rasch entstehen.
Beim Essen und Trinken helfen
Du richtest Mahlzeiten an und unterstützt Menschen beim Essen und Trinken, wenn sie das nicht allein schaffen. Dabei beobachtest du auch, ob jemand genug zu sich nimmt oder ob Probleme wie Schmerzen, Schwäche oder mangelnder Appetit auffallen. Ernährung ist in der Pflege keine Nebensache, sondern oft ein wichtiger Teil des Gesundheitszustands.
Patienten lagern und umbetten
Du lagerst Personen fachgerecht, bettest unbewegliche Menschen regelmäßig um und setzt Maßnahmen gegen Wundliegen ein. Dazu verwendest du Lagerungshilfen und achtest darauf, dass Druckstellen vermieden werden und die Position für die Person erträglich und sicher ist. Diese Tätigkeit ist körperlich fordernd und muss sehr sorgfältig durchgeführt werden.
Beim Aufstehen und Gehen unterstützen
Du hilfst Patientinnen und Patienten beim Aufstehen, Anziehen, Gehen und beim Benützen der Toilette. Dazu gehört auch, vorhandene körperliche, geistige oder psychische Ressourcen zu fördern, statt alles abzunehmen. Ziel ist, Mobilität so weit wie möglich zu erhalten oder wieder aufzubauen, etwa nach einer Operation oder während der Rehabilitation.
Gesundheitszustand laufend beobachten
Du beobachtest, wie es einer Person geht, und erkennst Veränderungen im Pflegeverlauf. Dazu gehören zum Beispiel Veränderungen bei Hautfarbe, Atmung, Bewusstsein, Schmerzen, Ernährung oder Sturzrisiko. Außerdem wirkst du bei standardisierten Pflege-Assessments und Risikoanalysen mit, etwa zu Dekubitus, Sturz, Schmerzen oder Ernährung.
Vitalwerte erheben und überwachen
Du misst und kontrollierst medizinische Basisdaten wie Puls, Blutdruck, Atmung, Temperatur, Gewicht, Größe, Bewusstsein und Ausscheidung. Diese Werte zeigen oft früh, ob sich der Zustand einer Person stabilisiert oder verschlechtert. Du musst Messgeräte korrekt anwenden, Werte richtig ablesen und Auffälligkeiten sofort weitergeben.
Diagnostische Routineprogramme durchführen
Nach Anordnung führst du standardisierte diagnostische Programme durch, etwa EKG, EEG oder Lungenfunktionstests. Du bereitest die Geräte vor, platzierst die nötigen Hilfsmittel korrekt und achtest darauf, dass die Untersuchung sauber und verwertbar durchgeführt werden kann. Dabei ist technisches Verständnis genauso wichtig wie ruhige Anleitung für die Patientinnen und Patienten.
Blutabnahmen und Schnelltests durchführen
Du nimmst Blut aus der Kapillare, führst Blutabnahmen aus peripheren Venen durch und erledigst einfache standardisierte Blut-, Harn- und Stuhluntersuchungen sowie Schnelltestverfahren. Dabei arbeitest du hygienisch, sicher und mit ruhiger Hand, weil schon kleine Fehler Messergebnisse verfälschen können. Besonders wichtig ist die korrekte Vorbereitung und Kennzeichnung im Ablauf.
Arzneimittel und Injektionen verabreichen
Auf schriftliche Anordnung verabreichst du bestimmte Arzneimittel in stabilen Pflegesituationen und führst Insulininjektionen oder Injektionen blutgerinnungshemmender Arzneimittel durch. Dabei musst du exakt nach Vorgabe arbeiten und auf mögliche Reaktionen achten. Diese Aufgaben zeigen den erweiterten Verantwortungsbereich der Pflegefachassistenz gegenüber der Pflegeassistenz.
Infusionen, Sonden und Katheter handhaben
Du schließt laufende Infusionen an und ab, legst und entfernst Magensonden und setzt bzw. entfernst transurethrale Katheter bei Frauen, ausgenommen bei Kindern. Solche Tätigkeiten sind stark geregelt und verlangen sauberes, sicheres Arbeiten sowie genaue Kenntnis der Anordnung. Für Patientinnen und Patienten sind sie oft unangenehm, deshalb kommt es auch auf ruhige Erklärung und sicheres Auftreten an.
Verbände, Bandagen und Hilfsmittel anlegen
Du legst Wickel, Bandagen und Verbände an und bringst auch Mieder, Orthesen oder elektrisch betriebene Bewegungsschienen korrekt an. Dabei musst du darauf achten, dass alles richtig sitzt, nicht drückt und den gewünschten pflegerischen oder therapeutischen Zweck erfüllt. Oft überprüfst du dabei auch gleich Hautzustand, Schwellungen oder Schmerzen.
Bei Untersuchungen und Behandlungen mithelfen
Du bereitest Untersuchungen vor und unterstützt Ärztinnen, Ärzte sowie diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger bei Behandlungen und Pflegemaßnahmen. Das kann bedeuten, Materialien bereitzulegen, Patientinnen zu positionieren, Geräte vorzubereiten oder den Ablauf zu sichern. Diese Tätigkeit verlangt, dass du Abläufe kennst und im richtigen Moment das Richtige tust.
Patienten und Angehörige anleiten
Du erklärst Patientinnen, Patienten und Angehörigen einfache Pflege- und Betreuungsmaßnahmen für zu Hause. Das kann zum Beispiel den Umgang mit Mobilisation, Körperpflege, Essen, Lagerung oder Beobachtung von Auffälligkeiten betreffen. Verständliche Erklärungen helfen, Unsicherheit abzubauen und die Versorgung nach dem Aufenthalt fortzusetzen.
Pflegedaten dokumentieren und weitergeben
Du trägst Beobachtungen, Messwerte, Diagnosedaten und Pflegemaßnahmen in Gesundheitsakten oder Pflegedokumentationsprogramme ein. Wenn du Abweichungen, Notfälle oder außergewöhnliche Entwicklungen bemerkst, meldest du das sofort an die zuständigen Fachkräfte. Gute Dokumentation ist in der Pflege keine Büroarbeit nebenbei, sondern Teil der Patientensicherheit.
In Notfällen Sofortmaßnahmen setzen
Du erkennst lebensbedrohliche Zustände und reagierst rasch mit den vorgesehenen Sofortmaßnahmen. In solchen Momenten musst du ruhig bleiben, richtig einschätzen und gleichzeitig schnell handeln. Gerade weil du Menschen laufend beobachtest, bist du oft unter den Ersten, die eine kritische Veränderung bemerken.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Wo du arbeiten kannst
Der Lehrberuf führt nicht nur auf eine klassische Krankenhausstation. Je nach Einrichtung verändert sich auch der Alltag deutlich.
- 🏥 Krankenhäuser mit stationären, ambulanten oder operativen Bereichen
- 🧓 Alten- und Pflegeheime mit langfristiger Betreuung
- 🚗 Mobile Dienste der Hauskrankenpflege direkt in Wohnungen und Häusern
- 🛌 Rehabilitationseinrichtungen, in denen Mobilisation besonders wichtig ist
- 🕊️ Hospize und Palliativeinrichtungen mit Fokus auf Begleitung am Lebensende
- ♿ Einrichtungen für Menschen mit Behinderung mit anderen Betreuungsanforderungen
Ungewohnt
Der Beruf ist sehr nah am Menschen – körperlich und emotional. Du hilfst beim Waschen, bei der Toilette, bei Schmerzen, bei Angst und manchmal auch in den letzten Lebenstagen.
Typische Umgebungsmerkmale
- Krankenhaus, Heim oder Reha
- auch mobile Hauskrankenpflege
- enger Kontakt mit Patienten und Angehörigen
- Arbeit im medizinischen Team
- digitale Gesundheitsakten
- Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste
- viel Gehen, Stehen und Umlagern
- Rufanlagen und hektische Situationen
- strenge Hygiene und Desinfektion
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: nicht mehr mitlaufen, sondern mittragen
Der größte Unterschied nach der Lehrzeit ist, dass du im Team nicht mehr nur lernst, sondern als Pflegefachassistenz fest eingeplant wirst. Du übernimmst dann deine Aufgaben eigenverantwortlich im Rahmen der Anordnungen, beobachtest Patientinnen selbstständiger und wirst bei Übergaben und im Stationsalltag als verlässliche Fachkraft wahrgenommen. Gerade in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Reha-Einrichtungen und mobilen Diensten ist das wichtig, weil dort Personal dringend gebraucht wird. Das heißt nicht, dass du plötzlich alles allein entscheidest – aber du trägst spürbar mehr Verantwortung dafür, dass pflegerische und diagnostische Abläufe funktionieren. Viele erleben genau das als den Moment, in dem aus der Lehre wirklich ein Beruf wird.
Typische Wege nach einigen Berufsjahren
Mit Erfahrung zeigt sich oft recht klar, welcher Bereich besser zu dir passt: eher Akutsituationen, eher langfristige Begleitung oder ein spezielles Krankheitsbild.
- 🏥 In der Akutpflege auf Stationen arbeiten, wo Beobachtung, Tempo und medizinische Routinen stark im Vordergrund stehen
- 🧓 In der Langzeitpflege Menschen über längere Zeit begleiten und ihren Alltag gut kennen lernen
- 🕊️ In die Palliativpflege gehen, wo Symptomlinderung, Nähe und Begleitung am Lebensende zentral sind
- 🧠 Mit Menschen mit Demenz arbeiten und den Schwerpunkt stärker auf Orientierung, Sicherheit und Umgang mit Verhaltensveränderungen legen
- 🏠 In die Hauskrankenpflege wechseln, wo du näher am Alltag der Menschen zu Hause arbeitest
- ♿ In Einrichtungen für Menschen mit Behinderung tätig sein, wo Pflege, Förderung und Unterstützung oft anders zusammenspielen
Der nächste große Schritt: zur diplomierten Pflege weitergehen
Wenn du nach einigen Jahren merkst, dass du noch mehr Verantwortung übernehmen willst, ist der häufigste nächste Entwicklungsschritt die weitere Ausbildung zur Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger. Damit erweitert sich dein Handlungsspielraum deutlich: Du planst Pflege umfassender, übernimmst mehr Verantwortung im Pflegeprozess und kannst leichter in Leitungs- oder Spezialfunktionen hineinwachsen. Für manche ist das der logische nächste Schritt, für andere erst später nach Berufserfahrung. Wichtig ist: Die Lehre ist hier kein Sackgasseinstieg, sondern kann ein sehr bodenständiger Start in einen langen Bildungsweg im Gesundheitsbereich sein.
Weiterbildung, die den Arbeitsalltag wirklich verändert
Pflegeberufe verlangen laufende Fortbildung; im Pflegeassistenzbereich müssen innerhalb von fünf Jahren mindestens 40 Weiterbildungsstunden nachgewiesen werden. Sinnvoll sind vor allem Themen, die deinen späteren Einsatzbereich spürbar prägen.
- 🧓 Altenpflege und Validation, wenn du mit hochbetagten Menschen oder Demenz arbeitest
- 🧼 Hygiene und Infektionslehre, wenn du in Bereichen mit hohem Schutzbedarf sicher arbeiten willst
- 🕊️ Palliativpflege, wenn dich Begleitung am Lebensende und gute Symptomkontrolle interessieren
- 🧠 Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen, wenn Verhalten, Krisen und Kommunikation stärker im Vordergrund stehen
- 🏠 Hauskrankenpflege, wenn du Menschen lieber in ihrem Zuhause betreust als auf einer Station
- 🩹 Wundversorgung oder Diabetes, wenn du dein Wissen in häufigen pflegerischen Situationen vertiefen willst
Ein solides Berufsleben ohne Karrieredruck
Nicht jeder will Leitung, Titel oder einen weiteren Abschluss – und auch dafür ist dieser Beruf ein realistischer Weg. Du kannst als Pflegefachassistenz über viele Jahre fachlich sicher arbeiten, in einem eingespielten Team tätig sein und dir einen Bereich suchen, der zu deiner Belastbarkeit und deinem Lebensstil passt. Manche schätzen genau das: eine Arbeit mit klarem Sinn, direktem Kontakt zu Menschen und guter Nachfrage am Arbeitsmarkt. Durch die starke Suche nach Pflegepersonal ist es oft möglich, zwischen Einrichtungen zu wechseln und eher einen Arbeitsplatz zu finden, der zu deinem Alltag passt – etwa näher am Wohnort, mit anderem Stationsprofil oder in der mobilen Pflege. Für viele ist das kein kleiner Plan, sondern ein sehr bewusst gewähltes stabiles Leben.
Selbstständig? In diesem Beruf nur sehr eingeschränkt
Wenn du von einer eigenen Praxis oder freiberuflicher Pflegearbeit träumst, musst du die Regeln hier genau kennen. Die Pflegefachassistenz wird grundsätzlich im Dienstverhältnis ausgeübt, also angestellt in einer Einrichtung oder bei einem Träger. Über das freie Gewerbe Personenbetreuung gibt es zwar eine Form selbstständiger Tätigkeit, sie ist aber nicht dasselbe wie die eigenständige Berufsausübung in der Gesundheits- und Krankenpflege. Für den freien Beruf Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege brauchst du eine Ausbildung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege und die entsprechende Meldung bei der Bezirksverwaltungsbehörde. Wer Selbstständigkeit als Ziel hat, sollte also früh überlegen, ob später der Weg zur diplomierten Pflege folgen soll.
Berufschance
Pflege ist einer der Bereiche mit besonders hohem Personalbedarf. Wer fachlich zuverlässig arbeitet und Belastung aushält, hat in den nächsten Jahren sehr gute Chancen auf Beschäftigung.
Nur in der App
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