Als MechatronikerIn mit dem Hauptmodul Fertigungstechnik baust, verdrahtest, programmierst und wartest du Maschinen und Anlagen, die in der industriellen Produktion arbeiten. Das Besondere an diesem Beruf ist die Mischung aus Metallbearbeitung, Elektrik, Elektronik, Pneumatik, Hydraulik und Software — du arbeitest also nicht nur an einer Maschine, sondern an ihrem ganzen Zusammenspiel.
- 3 1/2 Jahre. Bei Absolvierung eines zusätzlichen Hauptmoduls oder eines Spezialmoduls: 4 Jahre.
- Berufsschule Mattersburg
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 1.058€ 937 – € 1.224
- 2. LEHRJAHR€ 1.276€ 1.132 – € 1.529
- 3. LEHRJAHR€ 1.609€ 1.448 – € 1.835
- 4. LEHRJAHR€ 2.113€ 1.916 – € 2.385
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Einblicke
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Fertigungstechniker Samuel | Lehre bei TGWTGW Logistics GmbH 
Lehre Mechatroniker-Fertigungstechnik Maximilian | TGW InsightsTGW Logistics GmbH
„Du arbeitest genau dort, wo aus einzelnen Bauteilen eine laufende Produktionsanlage wird — inklusive Mechanik, Steuerung, Sensorik und CNC.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Technisches Verständnis
- Logisch-analytisches Denken
- Anwendung und Bedienung digitaler Tools
- Fingerfertigkeit beim Konfigurieren und Programmieren
- Farbsehen
Typische Aufgaben
mehr- Mechatronische Fertigungsanlagen aufbauen
- Werkstücke mechanisch bearbeiten
- CNC-Werkzeugmaschinen bedienen und programmieren
- Leitungen verlegen und Bauteile verdrahten
- Maschinen in Betrieb nehmen und einstellen
Arbeitsumgebung
mehr- Produktionshallen und Werkstätten
- Arbeit mit Steuerungs- und Diagnosesoftware
- Werkzeuge, Messgeräte und Maschinen
- Zusammenarbeit mit Produktion und Technik
- Teilweise Lärm in der Werkhalle
- Schichtdienst möglich
- Manchmal Montage bei Kunden vor Ort
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre startest du meistens direkt in der Produktion, Instandhaltung, Montage oder Inbetriebnahme von Maschinen und Fertigungsanlagen. Mit Praxis und Weiterbildung entwickeln sich viele in Richtung SPS- und Automatisierungstechnik, Robotik, Mess- und Prüftechnik, Service oder Qualitätsmanagement weiter; in größeren Betrieben sind auch Wege zu VorarbeiterIn, WerkmeisterIn, WerkstättenmeisterIn oder ProduktionsleiterIn typisch. Wer noch tiefer einsteigen will, kann Kurse bei WIFI oder BFI nutzen oder später ein FH- oder Universitätsstudium im Bereich Mechatronik anschließen.Lehrstellen als MechatronikerIn - Hauptmodul Fertigungstechnik in deiner Nähe
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Im Detail
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Im Detail
Anforderungen
Gut aufgehoben bist du in diesem Beruf, wenn du gerne an technischen Systemen tüftelst und nicht nur wissen willst, dass etwas funktioniert, sondern warum. Im Alltag hilft dir eine Kombination aus sauberem handwerklichem Arbeiten, logischem Fehlersuchen und der Bereitschaft, technische Unterlagen, Software und Maschinensteuerungen gleichzeitig im Blick zu behalten.
Was in diesem Beruf wirklich zusammenkommen muss
Bei Mechatronik in der Fertigungstechnik reicht es nicht, nur gut mit Werkzeug umgehen zu können oder nur ein Faible für Computer zu haben. Du wechselst ständig zwischen mechanischer Bearbeitung, Verdrahtung, Messung, Steuerung und Fehlersuche. Genau das macht die Anforderungen spezieller als in Berufen, die nur auf Metall, nur auf Elektrik oder nur auf Software fokussiert sind. Besonders wichtig ist, dass du technische Zusammenhänge verstehst und trotzdem praktisch sauber arbeitest. Wer gerne tüftelt, aber ungern exakt montiert, oder umgekehrt nur schrauben will und keine Lust auf digitale Steuerungen hat, wird sich schwerer tun.
Achtung
Unterschätzt wird oft, wie viel Fehlersuche in diesem Beruf steckt: Nicht jedes Problem ist sichtbar, viele Störungen zeigen sich nur in Messwerten, Signalen oder im Zusammenspiel mehrerer Baugruppen.
Alle Anforderungen
Fachkompetenz
- Technisches Verständnishoch
- Anwendung und Bedienung digitaler Toolshoch
- Handwerkliche Geschicklichkeithoch
- Gute Beobachtungsgabemittel
- Räumliches Vorstellungsvermögenmittel
- Mathematisches Verständnismittel
- Datensicherheit und Datenschutz beachtenniedrig
Methodenkompetenz
- Logisch-analytisches Denkenhoch
- Planungsfähigkeitmittel
- Systematische Arbeitsweisehoch
- Problemlösungsfähigkeithoch
Koerperlich
- Fingerfertigkeit beim Konfigurieren und Programmierenmittel
- Farbsehenmittel
- Auge-Hand-Koordinationhoch
- Körperliche Wendigkeitmittel
- Sehvermögen für kleine Bauteilehoch
- Unempfindlichkeit der Haut gegenüber Schmier- und Reinigungsmittelnmittel
Allgemein
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Selbstständiges Arbeitenmittel
- Lernbereitschafthoch
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Einsatzfreudemittel
Selbstkompetenz
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
- Aufmerksamkeithoch
- Sicherheitsbewusstseinhoch
- Umweltbewusstseinmittel
- Belastbarkeit und Resilienzmittel
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
- Geduldmittel
Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Zusammenarbeitmittel
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Aufgeschlossenheitniedrig
Im Detail
Aufgaben
Im Mittelpunkt steht nicht ein einzelnes Werkstück, sondern die Technik dahinter: Maschinen, Fertigungsstraßen und mechatronische Systeme müssen aufgebaut, eingestellt, programmiert und betriebsbereit gehalten werden. Ein typischer Arbeitstag wechselt deshalb zwischen Werkbank, Maschine, Schaltschrank, Messgerät und Computer. Du brauchst dabei sowohl handwerkliche Präzision als auch das Verständnis dafür, wie elektrische, mechanische und digitale Teile zusammenarbeiten.
Typisch für das Modul
Fertigungstechnik ist das Hauptmodul für alle, die nicht nur einzelne mechatronische Geräte, sondern Produktionsmaschinen, Fertigungsstraßen und CNC-Anlagen im industriellen Umfeld betreuen wollen.
Alle Aufgaben
Mechatronische Fertigungsanlagen aufbauen
Du montierst Maschinen, Baugruppen und ganze Systeme für Produktions- und Fertigungsanlagen. Dabei verbindest du mechanische Teile mit elektrischen, elektronischen, pneumatischen und hydraulischen Komponenten, sodass am Ende ein funktionsfähiges Gesamtsystem entsteht. Typisch sind Arbeiten an Gestellen, Antrieben, Sensoren, Ventilen, Leitungen und Steuerungsteilen. Entscheidend ist, dass alle Elemente exakt zusammenpassen und in der richtigen Reihenfolge eingebaut werden.
Werkstücke mechanisch bearbeiten
Für Bauteile und Anpassarbeiten bearbeitest du Metall und Kunststoff mit handwerklichen und maschinellen Verfahren. Dazu gehören zum Beispiel Sägen, Bohren, Feilen, Schleifen, Gewinde schneiden, Drehen und Fräsen. In der Fertigungstechnik ist das wichtig, weil Halterungen, Passungen oder Verbindungsteile oft exakt hergestellt oder nachbearbeitet werden müssen. Schon kleine Abweichungen können dazu führen, dass Baugruppen später nicht sauber laufen oder nicht montierbar sind.
CNC-Werkzeugmaschinen bedienen und programmieren
Du arbeitest mit rechnergestützten Werkzeugmaschinen, die Bearbeitungsschritte automatisch ausführen. Dafür richtest du CNC-Anlagen ein, gibst Programme ein oder passt sie an und kontrollierst, ob Maße, Bearbeitungswege und Werkzeuge stimmen. Besonders in der Fertigungstechnik geht es darum, Werkstücke mit gleichbleibender Genauigkeit herzustellen. Fehler in der Programmierung oder beim Einspannen wirken sich sofort auf das fertige Teil aus.
Leitungen verlegen und Bauteile verdrahten
Du verlegst Kabel und elektrische Leitungen, schließt Komponenten an und verbindest Schalter, Sensoren, Aktoren und Steuerungen miteinander. Dazu liest du Stromlauf- und Schaltpläne und setzt sie praktisch in Verdrahtung um. Auch das richtige Kennzeichnen, sichere Anschließen und Prüfen gehört dazu. Diese Arbeit ist die Grundlage dafür, dass die Maschine später Befehle empfangen, Signale auswerten und korrekt reagieren kann.
Pneumatische und hydraulische Systeme einrichten
Du baust Baugruppen ein, die mit Druckluft oder Flüssigkeit arbeiten, etwa Ventile, Zylinder, Schläuche und andere Steuerungselemente. Diese Systeme übernehmen in Fertigungsanlagen oft Bewegungen, Kraftübertragung oder Spannvorgänge. Du montierst die Teile, verbindest sie richtig und prüfst, ob Druck, Dichtheit und Bewegungsabläufe passen. Wenn hier etwas falsch eingestellt ist, läuft die Anlage ungenau oder gar nicht.
Maschinen in Betrieb nehmen und einstellen
Nach der Montage startest du die Anlage, prüfst einzelne Funktionen und stellst Steuerungen, Abläufe und Parameter ein. Dabei orientierst du dich an Schaltplänen, technischen Unterlagen und Vorgaben für den Produktionsprozess. Du beobachtest, ob Sensoren melden, Antriebe richtig reagieren und die Maschine sauber arbeitet. Erst wenn alle Funktionen zusammenspielen, kann die Anlage für den laufenden Betrieb freigegeben werden.
SPS- und Systemkomponenten konfigurieren
Du installierst und prüfst Hard- und Software-Komponenten, richtest Bussysteme und Netzwerke ein und passt Steuerungen an die jeweilige Anlage an. In der Praxis heißt das, dass du Parameter setzt, Komponenten verbindest und computergesteuerte Maschinen- und Anlagenteile programmierst oder konfigurierst. Gerade in modernen Produktionsanlagen reicht mechanisches Montieren allein nicht mehr aus. Die Maschine muss auch digital eingebunden und steuerbar sein.
Fehler und Störungen systematisch eingrenzen
Wenn eine Anlage nicht richtig läuft, suchst du nach der Ursache und gehst Schritt für Schritt vor. Du zerlegst Baugruppen, misst elektrische Werte, prüfst Sensoren, kontrollierst Steuerungen und nutzt Test- oder Diagnosesoftware. Ziel ist nicht bloß, den Fehler zu sehen, sondern genau herauszufinden, in welchem Teil des Systems er entsteht. Das verlangt technisches Verständnis und logisches Denken, weil Mechanik, Elektronik und Software sich gegenseitig beeinflussen.
Defekte Teile austauschen und reparieren
Nach der Fehlerdiagnose setzt du schadhafte Bauteile instand oder ersetzt sie, etwa Relais, Motoren, Lager, Dichtungen oder elektronische Komponenten. Dafür demontierst du Baugruppen, baust Ersatzteile ein, verdrahtest neu und testest die Funktion. Auch bei Reparaturen musst du auf Passungen, elektrische Sicherheit und saubere Einstellung achten. Die Anlage soll danach nicht nur wieder anlaufen, sondern stabil weiterarbeiten.
Produktionsanlagen warten und optimieren
Du führst Wartungsarbeiten an Fertigungsanlagen und Fertigungsstraßen durch und hältst sie in betriebsfähigem Zustand. Dazu gehört auch, nach Plänen oder Anweisungen Änderungen, Erweiterungen und Anpassungen umzusetzen. Im laufenden Betrieb kontrollierst du Mess-, Steuer- und Regelungseinrichtungen und nimmst Umstellungen an Maschinen vor. So wird verhindert, dass kleine Abweichungen später zu Ausfällen oder Qualitätsproblemen führen.
Arbeitsabläufe und Fertigungsschritte planen
Bevor du mit dem Aufbau oder einer Änderung beginnst, legst du anhand technischer Unterlagen fest, welche Arbeitsschritte nötig sind und welche Werkzeuge, Maschinen und Methoden du brauchst. Diese Prozess- und Arbeitsplanung ist besonders wichtig, wenn mehrere Baugruppen zusammenkommen oder an einer bestehenden Fertigungsstraße gearbeitet wird. Eine gute Planung spart Zeit und verhindert Fehler bei Montage und Inbetriebnahme. Sie hilft auch dabei, Arbeiten sicher und in der richtigen Reihenfolge durchzuführen.
Technische Unterlagen erstellen und nutzen
Du liest Skizzen, Werkzeichnungen, Bedienungsanleitungen, Montagepläne und Schaltpläne und arbeitest danach. Je nach Aufgabe fertigst du auch selbst technische Zeichnungen oder Skizzen an, teilweise mit CAD-Programmen. Diese Unterlagen zeigen dir Maße, Verbindungen, Abläufe und Einstellwerte. Ohne sie wäre ein präziser Aufbau, eine saubere Verdrahtung oder eine spätere Fehlersuche kaum möglich.
Qualität, Sicherheit und Umweltvorgaben einhalten
Bei allen Arbeiten beachtest du Sicherheitsvorschriften, Normen sowie Qualitäts- und Umweltstandards. Das betrifft zum Beispiel den Umgang mit Maschinen, elektrische Sicherheit, saubere Montage, Prüfungen und die richtige Verwendung von Schmier- und Reinigungsmitteln. Zusätzlich kontrollierst du Arbeitsergebnisse, misst nach und stellst sicher, dass Bauteile und Anlagen den Vorgaben entsprechen. In der Fertigungstechnik reicht es nicht, dass etwas irgendwie funktioniert — es muss reproduzierbar und sicher funktionieren.
Arbeitsergebnisse dokumentieren und einweisen
Du hältst technische Daten, Arbeitsabläufe, Prüfergebnisse und Fehlerprotokolle fest, damit nachvollziehbar bleibt, was gemacht wurde. Diese Dokumentation ist wichtig für Wartung, Qualitätssicherung und spätere Reparaturen. Je nach Betrieb informierst du auch Kundinnen und Kunden oder andere Anwender darüber, wie eine Anlage bedient wird. Damit sorgst du dafür, dass die Technik nicht nur aufgebaut, sondern auch korrekt genutzt werden kann.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Wo du in der Praxis unterwegs bist
Je nach Betrieb und Aufgabe kann dein Arbeitsumfeld innerhalb eines Tages mehrmals wechseln.
- 🏭 An Fertigungsanlagen und Produktionsstraßen in Werkhallen
- 🛠️ In Werkstätten beim Anpassen, Zerlegen und Zusammenbauen von Baugruppen
- 💻 Im Konstruktionsbüro oder Technikraum beim Lesen und Erstellen von Plänen, Programmen und Dokumentationen
- 🚚 Bei Montage-, Wartungs- oder Serviceeinsätzen an wechselnden Standorten von Kundinnen und Kunden
Belastung
Wenn eine Anlage stillsteht, entsteht oft Zeitdruck, weil die Produktion auf deine Arbeit wartet. Dann musst du trotz Lärm, Schichtbetrieb oder engem Platz ruhig und systematisch bleiben.
Typische Umgebungsmerkmale
- Produktionshallen und Werkstätten
- Arbeit mit Steuerungs- und Diagnosesoftware
- Werkzeuge, Messgeräte und Maschinen
- Zusammenarbeit mit Produktion und Technik
- Teilweise Lärm in der Werkhalle
- Schichtdienst möglich
- Manchmal Montage bei Kunden vor Ort
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: die erste Anlage mitverantworten
Der erste große Unterschied nach der Lehrzeit ist: Du bist nicht mehr nur zum Mitlernen dabei, sondern bekommst eigene Anlagenbereiche, Wartungen oder Inbetriebnahmeschritte übertragen. Das kann heißen, dass du eine CNC-Maschine selbst einrichtest, bei einer Störung die Diagnose startest oder an einer Fertigungsstraße Umbauten mitbetreust. In vielen Betrieben beginnt der Weg in der laufenden Produktion oder Instandhaltung, weil man dort am schnellsten Routine für reale Maschinen sammelt. Genau dort lernst du auch, was im Betrieb wirklich zählt: Ausfälle vermeiden, sauber dokumentieren und Technik so einstellen, dass sie im Schichtbetrieb stabil läuft. Wenn dir das liegt, wirst du im Team rasch als jemand wahrgenommen, auf den man sich bei Anlagenproblemen verlassen kann.
Typische Richtungen nach ein paar Berufsjahren
Diese Wege sind in diesem Beruf besonders naheliegend, weil sie direkt an die Arbeit mit Fertigungsanlagen anschließen.
- 🤖 In Automatisierung, SPS-Technik oder Robotik wechseln und stärker an Steuerungen, Programmen und Abläufen arbeiten
- 🔍 In Mess- und Prüftechnik oder Fehlerdiagnose gehen und sich auf systematische Analyse von Anlagenstörungen spezialisieren
- 🧰 In Service, Wartung und Inbetriebnahme arbeiten, auch mit mehr Außeneinsätzen bei Kundinnen und Kunden
- 📋 In technisches Qualitätsmanagement oder technische Dokumentation hineinwachsen und stärker an Prüfabläufen, Nachweisen und Standards arbeiten
- 🏭 Bei Produktions- und Fertigungsanlagen bleiben und dort mehr Verantwortung für Linien, Umbauten und Optimierungen übernehmen
Wenn du in Richtung Steuerung und Robotik willst
Gerade in der Fertigungstechnik gewinnen Robotik und SPS-Technik weiter an Bedeutung. Das ist der Weg für alle, die nicht nur mechanische Baugruppen montieren, sondern tiefer in die Logik von Anlagen eintauchen wollen: Wie reagieren Sensoren? Welche Reihenfolge fährt ein Roboter ab? Wie werden Fertigungsschritte digital überwacht und angepasst? Mit Erfahrung kannst du dich in Betrieben auf computergesteuerte Steuerungstechnik spezialisieren und zur Person werden, die bei komplexen Anpassungen oder wiederkehrenden Störungen gerufen wird. Damit verschiebt sich dein Profil Schritt für Schritt vom reinen Montieren hin zum aktiven Gestalten von Produktionsabläufen.
Aufstieg im Betrieb: von der Fachkraft zur Produktionsverantwortung
In größeren Betrieben gibt es für MechatronikerInnen reale Aufstiegsschritte. Du kannst VorarbeiterIn werden und ein kleineres Team bei Wartung, Umbauten oder Inbetriebnahmen koordinieren. Als WerkmeisterIn oder WerkstättenmeisterIn bist du stärker für Arbeitsplanung, Qualität, Materialeinsatz und die technische Organisation verantwortlich. Noch weiter oben liegt die Rolle als ProduktionsleiterIn: Dann geht es nicht mehr nur um einzelne Bauteile oder Reparaturen, sondern darum, dass ganze Abläufe, Anlagen und Teams zusammen funktionieren. Das ist ein guter Weg für Menschen, die technische Praxis mögen, aber mit den Jahren auch Verantwortung für Organisation und Entscheidungen übernehmen wollen.
Weiterbildung, die in diesem Beruf wirklich etwas verändert
Diese Weiterbildungsfelder sind aus den Quellen für MechatronikerInnen ausdrücklich wichtig, weil sie dein Einsatzgebiet deutlich erweitern können.
- 💡 Kurse bei WIFI zu computergesteuerter Steuerungstechnik, um bei SPS-nahen Aufgaben sicherer zu werden
- 🧪 Kurse bei WIFI oder BFI zu Verfahrens- und Werkstofftechnik, wenn du tiefer verstehen willst, wie Materialien und Fertigungsprozesse zusammenspielen
- 🔌 Weiterbildungen in Digital- und Analogtechnik, wenn du stärker an elektronischen und signaltechnischen Teilen von Anlagen arbeiten möchtest
- 🛠️ Schulungen in Wartungselektronik, um Fehler in elektrischen und elektronischen Systemen schneller eingrenzen und beheben zu können
- 🎓 Ein späteres FH- oder Universitätsstudium im Bereich Mechatronik mit Spezialisierungen wie Robotik, Maschinenbau oder Mikrosystemtechnik
Selbstständig mit eigener technischer Handschrift
Wenn du später selbstständig arbeiten willst, ist das in diesem Beruf grundsätzlich möglich — über das reglementierte Gewerbe im Mechatronik-Bereich und mit dem nötigen Befähigungsnachweis. Das passt besonders zu Leuten, die sich ein eigenes Profil aufbauen wollen, etwa in Montage, Inbetriebnahme, Service oder im Spezialbereich Maschinen- und Fertigungstechnik. Der spannende Teil daran ist nicht nur die Unabhängigkeit, sondern dass du dir mit Erfahrung eine klare technische Nische erarbeiten kannst: zum Beispiel bestimmte Anlagenarten, bestimmte Kundengruppen oder besonders anspruchsvolle Störungssuche. Selbstständigkeit heißt hier aber nicht Bastelwerkstatt, sondern professionelle Verantwortung für funktionierende Technik, Termine, Sicherheit und Kundenzufriedenheit.
Realistisch
Nicht jeder Karriereschritt führt weg von der Werkhalle. Viele bleiben bewusst nahe an Maschinen und Anlagen, weil genau dort das Fachwissen zählt und der Beruf im Alltag greifbar bleibt.
Der gute Boden für ein stabiles Arbeitsleben
Dieser Lehrberuf ist in Österreich stark nachgefragt, und gerade das Hauptmodul Fertigungstechnik hat seit seiner Einführung deutlich zugelegt. Das ist für viele kein Nebendetail, sondern ein echter Vorteil: Du lernst einen Beruf, der in vielen Produktionsbetrieben gebraucht wird — vom Maschinen- und Anlagenbau bis zu anderen Industriebereichen. Wer keine Führungsrolle anstrebt, kann trotzdem ein sehr solides Berufsleben aufbauen: fachlich sicher werden, komplexe Anlagen beherrschen, im Team geschätzt sein und nach der Schicht wirklich sehen, was man geleistet hat. Für manche ist genau das das Zielbild — gute Technikarbeit, verlässliches Einkommen und ein Alltag, in dem man mit Können statt mit großen Worten überzeugt.
Nur in der App
Mehr Hilfe bei Beruf und Lehrstelle gibt’s in der App.
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