Als Hotel- und Restaurantfachmann/-frau arbeitest du dort, wo ein Hotel nach außen sichtbar wird: an der Rezeption, im Backoffice und im Restaurantservice. Du nimmst Reservierungen entgegen, betreust Gäste vom Check-in bis zur Abreise und sorgst gleichzeitig dafür, dass im Restaurant Bestellungen, Service und Abrechnung reibungslos laufen.
- 4 Jahre.
- Berufsschule Villach
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 1.050ab € 1.050
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„Dieser Lehrberuf verbindet zwei Welten in einem Job: Du bist gleichzeitig Ansprechperson am Empfang und im direkten Service am Restauranttisch.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Fremdsprachen sicher anwenden
- Reservierungs- und Abrechnungssysteme bedienen
- Interkulturell sicher auftreten
- Belastbar bei Gästeandrang bleiben
- Abläufe gut organisieren können
- Abend-, Wochenend- und Nachtdienste aushalten
Typische Aufgaben
mehr- Reservierungen entgegennehmen und eintragen
- Gäste an der Rezeption einchecken
- Tische und Buffets vorbereiten
- Bestellungen aufnehmen und bonieren
- Speisen und Getränke servieren
Arbeitsumgebung
mehr- Hotels und Beherbergungsbetriebe
- Restaurant- und Servicebereich
- Rezeption und Backoffice
- laufender Gästekontakt
- Arbeit mit Kassa- und Boniersystemen
- viel Gehen und Stehen
- Abend-, Wochenend- und Nachtdienste
- Stress bei Gästeandrang
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre arbeiten viele zuerst einige Jahre direkt an der Rezeption oder im Service und entwickeln sich dann je nach Stärke in eine von zwei Richtungen weiter: Empfang/Organisation oder Restaurant/Veranstaltungen. Häufige nächste Schritte sind im Hotelbereich etwa RezeptionistIn mit mehr Verantwortung bis zur Chefrezeption, im Restaurantbereich Positionen wie Chef de rang, Maitre d'Hotel oder Chef de Service. Mit Weiterbildung sind außerdem Wege in Tourismusmanagement, Eventorganisation oder kaufmännische Schulen und Kollegs möglich; daneben gibt es noch weitere Spezialisierungen im Gastgewerbe.Lehrstellen als Hotel- und Restaurantfachmann/-frau in deiner Nähe
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Im Detail
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Im Detail
Anforderungen
In diesem Beruf passt du gut hinein, wenn du mit Menschen offen umgehen kannst und auch bei viel Betrieb freundlich und geordnet bleibst. Wichtig ist, dass du zwischen Bildschirmarbeit, Telefonaten, Reservierungen und körperlichem Service im Restaurant sicher wechseln kannst. Du brauchst also nicht nur Auftreten und Sprachgefühl, sondern auch Ausdauer, Organisation und ein gutes Gespür für Abläufe im Hotelbetrieb.
Achtung
Viele unterschätzen, wie stark sich in diesem Beruf Bildschirmarbeit und körperlicher Service abwechseln. Du solltest dich sowohl am Computer als auch mit Tablett, Boniergerät und vollem Gastraum wohlfühlen.
Was oft anstrengender ist als es wirkt
Nach außen sieht man vor allem das freundliche Auftreten. Im Alltag fordern aber vor allem diese Punkte:
- Stoßzeiten mit vielen gleichzeitigen Fragen an Rezeption und im Restaurant
- Arbeitszeiten am Abend, an Wochenenden und an Feiertagen
- Langes Stehen, Gehen und Tragen im Servicebereich
- Ruhig bleiben, obwohl Gäste warten oder unzufrieden sind
Alle Anforderungen
Fachkompetenz
- Fremdsprachen sicher anwendenhoch
- Reservierungs- und Abrechnungssysteme bedienenhoch
- Datensicherheit und Datenschutz beachtenmittel
- Kaufmännisches Verständnis mitbringenmittel
- Zahlen sicher im Blick behaltenmittel
Sozialkompetenz
- Mündlich klar und höflich formulierenhoch
- Schriftlich professionell kommunizierenmittel
- Kontaktfreude und Aufgeschlossenheit zeigenhoch
- Interkulturell sicher auftretenhoch
- Kundinnen und Kunden lösungsorientiert betreuenhoch
- Hilfsbereitschaft im Gästeservice lebenmittel
- Mit Küche, Housekeeping und Service zusammenarbeitenhoch
Selbstkompetenz
- Freundlich und gepflegt auftretenhoch
- Belastbar bei Gästeandrang bleibenhoch
- Flexibel auf Änderungen reagierenhoch
- Aufmerksam bleiben und Details bemerkenhoch
- Verschwiegen und diskret handelnmittel
- Selbstständig Entscheidungen treffenmittel
- Lernbereit für neue Systeme bleibenmittel
Methodenkompetenz
- Abläufe gut organisieren könnenhoch
- Probleme rasch lösen könnenhoch
- Koordinationsfähigkeit zeigenhoch
- Soziale Medien und Bewertungsportale verstehenmittel
Koerperlich
- Abend-, Wochenend- und Nachtdienste aushaltenhoch
- Langes Stehen und Gehen schaffenhoch
- Speisen und Getränke sicher tragenmittel
- Fingerfertig mit Tastatur und Geräten arbeitenmittel
- Auge-Hand-Koordination beim Service habenmittel
- Geruchs- und Geschmackssinn einsetzenmittel
- Gutes Hörvermögen mitbringenmittel
- Bildschirmarbeit und kleine Anzeigen gut erkennenmittel
Allgemein
- Zuverlässig und pünktlich seinhoch
- Genau und sorgfältig arbeitenhoch
- Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein zeigenmittel
Im Detail
Aufgaben
Der Kern dieses Berufs ist, den Aufenthalt von Gästen vom ersten Kontakt bis zur Verabschiedung zu organisieren und angenehm zu gestalten. Ein Arbeitstag springt oft zwischen Computer, Telefon, Empfangstheke und Restaurantservice hin und her: buchen, erklären, servieren, abrechnen, Probleme lösen. Genau diese Mischung aus Büroarbeit, Gästekontakt und Service vor Ort unterscheidet den Beruf von reinen Hotel- oder reinen Restaurantberufen.
Besonderheit
Dieser Beruf ist keine reine Rezeption und kein reiner Restaurantservice. Gerade das Wechseln zwischen Empfang, Organisation, Abrechnung und direktem Service macht ihn im Hotelbetrieb so eigenständig.
Alle Aufgaben
Reservierungen entgegennehmen und eintragen
Du bearbeitest Zimmer- und Tischreservierungen, die telefonisch, per E-Mail, über die Hotelwebsite oder über Buchungsplattformen hereinkommen. Dabei prüfst du freie Kapazitäten, trägst Buchungen in Reservierungs- und Belegungspläne ein und gibst den Gästen Rückmeldung. Auch Stornierungen oder Änderungswünsche müssen korrekt im System nachgeführt werden, damit es nicht zu Doppelbuchungen oder Leerständen kommt.
Gäste an der Rezeption einchecken
Wenn Gäste ankommen, begrüßt du sie, erledigst die Anmeldeformalitäten und gibst Zimmerschlüssel oder aktivierte Zimmerkarten aus. Du erklärst wichtige Punkte zum Aufenthalt, etwa Frühstückszeiten, Wellnessbereich, Restaurant oder Hausregeln. Der erste Eindruck entsteht oft genau hier, deshalb zählt ein sicheres, freundliches und zügiges Auftreten.
Gäste während des Aufenthalts betreuen
Du bist Ansprechperson für Fragen, Wünsche und zusätzliche Organisationen während des gesamten Aufenthalts. Das kann von der Auskunft zu Verkehrsmitteln, Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten bis zur Reservierung von Taxis, Restaurantplätzen, Fahrzeugen oder Eintrittskarten reichen. In manchen Situationen organisierst du auch Ausflüge oder hilfst, wenn medizinische Betreuung gebraucht wird.
Reklamationen und Probleme lösen
Wenn ein Gast unzufrieden ist, etwa wegen eines Zimmers, einer Buchung oder einer Serviceleistung, versuchst du rasch eine passende Lösung zu finden. Dazu hörst du genau zu, klärst den Sachverhalt mit Kolleginnen und Kollegen ab und entscheidest, welche Schritte im Sinn des Gastes und des Betriebs möglich sind. Gerade in angespannten Situationen musst du ruhig bleiben und verbindlich Auskunft geben.
Rechnungen erstellen und Zahlungen abwickeln
Beim Check-out oder nach dem Restaurantbesuch stellst du Rechnungen aus, kontrollierst Konsumationen und rechnest den Endbetrag ab. Dazu gehören Hotelzimmer, Restaurantbesuche, Bar, Minibar oder andere Leistungen des Hauses. Du kassierst bar oder mit Kredit- und Bankomatkarte und arbeitest dabei mit dem betrieblichen Abrechnungssystem.
Backoffice und Schriftverkehr erledigen
Im Backoffice bearbeitest du Anfragen, Angebote und Nachrichten an Gäste, Reisebüros, Lieferanten, Behörden oder Tourismusverbände. Du führst Gästedaten, pflegst Karteien und Datenbanken und arbeitest mit Buchungs-, Reservierungs- und Informationssystemen. Dazu kommen oft organisatorische Aufgaben wie Berichte, Ablagen oder Unterstützung bei Dienstplänen und Buchhaltung.
Zimmerbelegung und Abläufe koordinieren
Du stimmst Zimmerbelegungspläne, Tischreservierungen und in manchen Fällen auch Personaleinsätze mit anderen Bereichen ab. Dafür arbeitest du eng mit Zimmerreinigung, Küche, Restaurant und Rezeption zusammen. Gute Koordination ist wichtig, weil kleine Fehler in einem Hotel sofort an vielen Stellen spürbar werden.
Tische und Buffets vorbereiten
Vor dem Service richtest du den Restaurantbereich her: Du stellst Tische und Tafeln, deckst mit Tischwäsche, Besteck, Gläsern und Servietten ein und platzierst Dekoration wie Blumen oder Kerzen. Diese Vorbereitung heißt Mise en place und sorgt dafür, dass im laufenden Betrieb alles griffbereit ist. Bei Veranstaltungen gehören auch Buffets oder größere Tischordnungen dazu.
Speisen und Getränke empfehlen
Im Restaurant begrüßt du die Gäste, erklärst Speise- und Getränkekarte und hilfst bei der Auswahl. Dabei gehst du auf Wünsche, Unverträglichkeiten oder Allergene ein und musst die angebotenen Gerichte, Getränke und oft auch Weinsorten gut kennen. Gute Beratung ist nicht nur höflich, sondern verhindert auch Fehler bei Bestellung und Service.
Bestellungen aufnehmen und bonieren
Du nimmst Bestellungen auf, erfasst sie mit Funkboniergeräten oder tragbaren Bestellcomputern und leitest sie korrekt an Küche oder Schank weiter. Dabei kommt es auf genaues Zuhören an, damit Sonderwünsche, Beilagen oder Getränkewünsche richtig ankommen. Fehler in der Bonierung führen schnell zu Wartezeiten oder falschen Ausgaben.
Speisen und Getränke servieren
Du servierst Getränke und Speisen fachgerecht an den Tisch, schenkst ein und behältst dabei Ordnung, Tempo und einen sicheren Bewegungsablauf. Je nach Betrieb können auch Arbeiten wie Portionieren, Tranchieren, Filetieren, Flambieren oder Marinieren direkt vor dem Gast dazukommen. Danach trägst du benutztes Geschirr wieder ab und hältst den Servicebereich in Schuss.
Speisekarten und Angebote mitgestalten
Du wirkst an Speise- und Getränkekarten, Angebotsideen und betrieblichen Leistungen mit. Das kann bedeuten, saisonale Angebote zu formulieren, Arrangements mitzugestalten oder Informationen für Gäste übersichtlich aufzubereiten. In manchen Betrieben arbeitest du auch bei Werbemaßnahmen, Social Media oder E-Commerce-Themen mit.
Waren beschaffen und Bestände prüfen
Du kontrollierst Lagerbestände von Getränken, Lebensmitteln und anderen benötigten Waren und löst Nachbestellungen aus. Bei Lieferungen achtest du auf richtige Art und Qualität der Ware, damit Restaurant und Hotelbetrieb ohne Engpässe weiterlaufen. Diese Aufgabe verbindet kaufmännisches Denken mit praktischem Blick auf den täglichen Bedarf.
Veranstaltungen vorbereiten und begleiten
Für Hochzeiten, Bankette, Seminare oder andere Sonderveranstaltungen bereitest du Räume, Serviceabläufe und Reservierungen mit vor. Während der Durchführung betreust du Gäste, koordinierst mit Küche und Service und reagierst auf Änderungen im Ablauf. Gerade bei größeren Veranstaltungen zeigt sich, wie gut ein Team organisiert ist.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Typische Einsatzorte
Hotel- und Restaurantfachleute arbeiten nicht nur in klassischen Stadthotels.
- Hotels mit angeschlossenem Restaurant
- Seminarhotels und Kongressbetriebe
- Wellness-Resorts und Thermen
- Kuranstalten und größere Pensionen
- Ferien- und Freizeitzentren
- Kreuzfahrtschiffe und Flusskreuzfahrtschiffe
Typische Umgebungsmerkmale
- Hotels und Beherbergungsbetriebe
- Restaurant- und Servicebereich
- Rezeption und Backoffice
- laufender Gästekontakt
- Arbeit mit Kassa- und Boniersystemen
- viel Gehen und Stehen
- Abend-, Wochenend- und Nachtdienste
- Stress bei Gästeandrang
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: Wo du zuerst wirklich eigenständig wirst
Direkt nach der Lehrzeit bist du nicht plötzlich Hoteldirektorin oder Restaurantleiter, aber du übernimmst Abläufe, die vorher noch kontrolliert wurden, selbstständig. An der Rezeption heißt das zum Beispiel: Anreisen abwickeln, Reklamationen eigenständig lösen, Buchungen sauber im System führen und bei Abreisen die gesamte Rechnung verantworten. Im Restaurantbereich heißt es, eine eigene Station sicher zu betreuen, Bestellungen korrekt zu bonieren und auch bei vollem Betrieb den Überblick zu behalten. Genau in dieser Phase merkst du meist schnell, wo deine Stärke liegt: eher im Frontoffice mit Reservierungen und Gästebetreuung oder eher im Service mit direktem Verkauf, Wein, Ablauf und Bankett. Diese ersten Berufsjahre sind wichtig, weil sich daraus oft der weitere Weg entwickelt.
Typische Entwicklungsrichtungen im Betrieb
Diese Wege kommen in diesem Beruf besonders häufig vor:
- Rezeption weiter ausbauen und Schritt für Schritt mehr Verantwortung für Check-in, Gästebetreuung und Abrechnung übernehmen
- Im Restaurant eine eigene Station führen und Richtung Chef de rang wachsen
- Sich auf Bankette, Hochzeiten, Seminare und Veranstaltungsabläufe spezialisieren
- In kleinere Betriebe hineinwachsen, in denen du Organisation, Service und Büro fast wie eine rechte Hand der Leitung mitträgst
Der Weg an den Empfangsschalter mit Verantwortung
Wenn dir Gästekontakt, Reservierungen und Organisation besonders liegen, ist der Rezeptionsbereich oft der klarste Aufstiegspfad. Mit Erfahrung kannst du Aufgaben übernehmen, die stärker in Richtung Koordination gehen: Zimmerbelegung abstimmen, Standards für den Empfang sichern, neue Mitarbeitende einschulen oder knifflige Gästefälle lösen. Laut AMS ist ein typischer nächster Schritt die Position als ChefrezeptionistIn. Das bedeutet nicht nur freundlich am Desk zu stehen, sondern den gesamten Frontoffice-Ablauf im Blick zu haben. Wer stark in Sprachen, Software und Organisation ist, kann hier eine sehr solide Laufbahn aufbauen.
Im Restaurant nach oben: von der Station bis zur Leitung
Wenn du dich im Service wohler fühlst als im Büro, führt der berufliche Weg oft über mehr Verantwortung im Restaurant. Typische Aufstiegspositionen sind Chef de rang, später Maitre d'Hotel oder Chef de Service. Dann geht es nicht mehr nur darum, selbst zu servieren, sondern den Ablauf im Gastraum mitzuplanen, Reservierungen und Gästeströme zu steuern und das Serviceteam fachlich anzuleiten. Besonders bei Banketten, Menüs und gehobenem Service zeigt sich, wer den Überblick behält und gleichzeitig mit Gästen souverän umgehen kann. Wer diesen Weg geht, bleibt nah am Gast, wächst aber schrittweise in Führungsaufgaben hinein.
Spezialisierungen, die aus der Lehre heraus realistisch sind
Mit Berufserfahrung und Weiterbildung kannst du dich in Felder entwickeln, die im Hotelalltag besonders gefragt sind.
- Concierge oder Concierge Service Provider, wenn du stark in Gästewünschen, Empfehlungen und Organisation bist
- Bankettmanagement für Hochzeiten, Tagungen und große Abendveranstaltungen
- Barkeeper oder Barmaid, wenn dich Getränke, Mixtechnik und Abendbetrieb besonders interessieren
- Sommelier oder Sommelière, wenn du Beratung zu Weinen professionell vertiefen willst
- Kongress- und Konferenzmanagement für Seminar- und Veranstaltungshäuser
- Tourismusmarketing und -management, wenn dich Angebote, Werbung und Vermarktung mehr reizen als das tägliche Service
Weiterlernen nach der Lehre: Schule und Kurse mit echtem Nutzen
Für diesen Beruf gibt es in Österreich sehr konkrete Weiterbildungswege. Kurse beim WIFI oder BFI können dir im Berufsalltag sofort etwas bringen, etwa bei Hotelsoftware, Büroarbeit, Fremdsprachen oder Weinwissen. Wenn du einen höheren Bildungsabschluss anstrebst, kommen laut Quelle etwa Aufbaulehrgänge oder Kollegs für Tourismus sowie für wirtschaftliche Berufe in Frage, zusätzlich auch kaufmännische Wege wie eine Handelsakademie für Berufstätige, ein Aufbaulehrgang für Handelsakademien oder ein Kolleg an Handelsakademien. Der praktische Unterschied ist wichtig: Kurse schärfen einzelne Fähigkeiten für den nächsten Karriereschritt, während ein Kolleg oder Aufbaulehrgang eher die Tür zu Management, kaufmännischer Verantwortung oder weiterführender Bildung öffnet. So kannst du entscheiden, ob du lieber im Betrieb nach oben wachsen oder dich schulisch breiter aufstellen willst.
Selbstständig im Gastgewerbe: was daraus einmal werden kann
Mit genügend Praxis und den nötigen rechtlichen Voraussetzungen kannst du später auch selbstständig arbeiten. Laut AMS ist das im reglementierten Gewerbe Gastgewerbe möglich, wenn der Befähigungsnachweis erbracht wird. Das kann ganz unterschiedlich aussehen: ein kleiner gastronomischer Betrieb, eine Pachtlösung oder eine Leitungsfunktion als GeschäftsführerIn. Daneben gibt es auch genau definierte freie Gastgewerbe-Betriebsarten, für die kein Befähigungsnachweis nötig ist, sondern eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Für jemanden mit Unternehmergeist ist diese Lehre deshalb interessant, weil du nicht nur Service lernst, sondern auch Reservierungen, Abrechnung, Warenwirtschaft, Gästebetreuung und Veranstaltungsabläufe von Grund auf kennenlernst.
Realistisch
Nicht jeder Weg führt in Führung oder Selbstständigkeit. Viele bleiben bewusst in einer guten Fachrolle an Rezeption oder im Service, arbeiten saisonal oder ganzjährig und bauen sich damit ein stabiles Berufsleben mit klaren Aufgaben und sicherer Nachfrage auf.
Arbeiten, wo andere Urlaub machen – und auch international
Die Quellen zeigen gute Beschäftigungschancen, weil in vielen Regionen Fachkräfte im Tourismus gesucht werden. Das heißt ganz praktisch: Du bist nicht auf einen einzigen Ort festgelegt, sondern kannst in Städten, Tourismusregionen, Wellnessbetrieben oder auch auf Kreuzfahrtschiffen arbeiten. Gerade weil Buchungssysteme, Rezeption und Service international ähnlich organisiert sind, lässt sich die Erfahrung aus diesem Beruf oft gut in andere Länder oder touristische Regionen mitnehmen. Englisch ist dabei besonders wichtig, und zusätzliche Sprachen können deine Möglichkeiten deutlich erweitern. Wer gerne in Bewegung bleibt und nicht sein ganzes Berufsleben am selben Ort verbringen will, hat hier ein brauchbares Fundament.
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