Als HochbauerIn baust du Gebäude und tragende Bauteile, die über der Erde entstehen: vom Fundament über Mauern und Decken bis zu Dämmung, Putz und Estrich. Der Beruf ist näher am eigentlichen Rohbau als viele andere Bauberufe: Du setzt Pläne auf der Baustelle in echte Wände, Decken, Öffnungen und Geschosse um.
- 3 Jahre
- Berufsschule Pinkafeld
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 1.356ab € 1.356
- 2. LEHRJAHR€ 2.032ab € 2.032
- 3. LEHRJAHR€ 2.710ab € 2.710
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„Hier siehst du am deutlichsten, wie aus Planlinien ein echtes Gebäude wird – Stein für Stein, Decke für Decke, oft unter freiem Himmel und auf Gerüsten.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Gleichgewichtsgefühl
- Schwindelfreiheit
- Trittsicherheit
- Wetterfestigkeit
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Sicherheitsbewusstsein
Typische Aufgaben
mehr- Baupläne lesen und Bauwerk einmessen
- Baugruben und Fundamente begleiten
- Kellerwände und Mauerwerk errichten
- Decken und Tragkonstruktionen herstellen
- Innen- und Außenputz auftragen
Arbeitsumgebung
mehr- meist im Freien
- Baustelle und Rohbau
- Arbeit im Bautrupp
- Lärm durch Maschinen
- Staub und Schmutz
- körperlich anstrengend
- wechselnde Einsatzorte
- Hitze, Kälte, Nässe
- Gerüste und schwere Geräte
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre arbeitest du meist zuerst als voll einsetzbare Fachkraft im Rohbau oder in der Sanierung und übernimmst nach und nach mehr Verantwortung auf der Baustelle. Häufige nächste Schritte sind VorarbeiterIn, PartieführerIn oder PolierIn; mit weiterer Qualifizierung sind auch WerkmeisterIn, BauleiterIn oder BaumeisterIn realistische Wege. Daneben kannst du dich fachlich auf Themen wie Vermessung, Althaussanierung, Innenausbau, Bauwirtschaft oder BIM-Management spezialisieren – und für manche führt der Weg später auch in die Selbstständigkeit.Lehrstellen als HochbauerIn in deiner Nähe
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Anforderungen
In diesem Beruf reichen Kraft allein und "handwerkliches Geschick" nicht aus. Du musst draußen unter wechselnden Bedingungen sauber nach Plan arbeiten, Maße sicher übertragen und gleichzeitig auf Gerüsten, bei Maschinen und im Bautrupp aufmerksam bleiben.
Achtung
Wer bei Höhe, Wetter, Staub oder körperlicher Belastung schnell an Grenzen kommt, merkt das im Hochbau sehr direkt – das lässt sich nur begrenzt "wegorganisieren".
Was oft unterschätzt wird
Nicht nur Kraft entscheidet darüber, ob du in diesem Beruf gut zurechtkommst.
- 📐 Pläne räumlich zu verstehen und Maße sauber auf die Baustelle zu übertragen
- 🧱 Trotz Tempo Mauerwerk, Öffnungen und Putzflächen exakt auszuführen
- 🦺 Gefahren mit Gerüsten, Baugruben, Lasten und Maschinen ständig mitzudenken
- 📱 Mit digitalen Messgeräten und Baustellen-Software umgehen zu können
Alle Anforderungen
Koerperlich
- Gute körperliche Verfassunghoch
- Krafthoch
- Physische Ausdauerhoch
- Körperliche Wendigkeithoch
- Gleichgewichtsgefühlhoch
- Schwindelfreiheithoch
- Trittsicherheithoch
- Wetterfestigkeithoch
- Unempfindlichkeit der Hautmittel
Selbstkompetenz
- Psychische Ausdauermittel
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
- Aufmerksamkeithoch
- Sicherheitsbewusstseinhoch
- Selbstständiges Arbeitenmittel
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Einsatzfreudemittel
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
- Ausdauer und Durchhaltevermögenhoch
- Umweltbewusstseinmittel
Fachkompetenz
- Handgeschicklichkeithoch
- Auge-Hand-Koordinationhoch
- Gutes Augenmaßmittel
- Räumliches Vorstellungsvermögenhoch
- Technisches Verständnishoch
- Zahlenverständnis und Rechnenmittel
- Anwendung und Bedienung digitaler Toolsmittel
- Gefühl für Farben und Formenniedrig
- Gestalterische Fähigkeitniedrig
Methodenkompetenz
- Planungsfähigkeitmittel
- Prozessverständnismittel
- Systematische Arbeitsweisemittel
- Kreativitätniedrig
Allgemein
- Reaktionsfähigkeithoch
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
- Lernbereitschaftmittel
- Mobilitätmittel
Sozialkompetenz
- Teamfähigkeithoch
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Aufgeschlossenheitniedrig
Im Detail
Aufgaben
Im Kern geht es darum, Baupläne auf der Baustelle millimetergenau in tragende Bauteile umzusetzen. Du misst ein, betonierst, mauerst, versetzt Fertigteile, dämmst, verputzt und sanierst – also genau jene Arbeiten, durch die ein Rohbau überhaupt Form und Stabilität bekommt.
Typisch Hochbau
Der sichtbarste Teil des Berufs ist der Rohbau: Mauern hochziehen, Decken herstellen, Öffnungen anlegen und damit Geschoss für Geschoss die Form eines Gebäudes entstehen lassen.
Alle Aufgaben
Baustelle einrichten und absichern
Bevor gebaut wird, richtest du den Arbeitsplatz so ein, dass Menschen, Material und Maschinen sicher arbeiten können. Dazu gehören Absperrungen, Arbeitsgerüste, Lagerflächen und die Organisation der Wege für Mischmaschinen, Kräne oder Bauaufzüge. Auf einer Baustelle darf nichts improvisiert wirken, weil schon kleine Fehler bei der Einrichtung später zu Unfällen oder Verzögerungen führen können.
Baupläne lesen und Bauwerk einmessen
Du arbeitest nach Bauzeichnungen, Plänen und Skizzen und überträgst die Maße auf das Gelände. Dafür vermisst du den Bauplatz, markierst Achsen und Außenkanten und stellst zum Beispiel Schnurgerüste auf, an denen die Gebäudelinien ausgerichtet werden. Dabei helfen dir Wasserwaage, Lot, Richtschnur und zunehmend digitale Messgeräte oder Handhelds. Wenn hier ungenau gearbeitet wird, passt später das gesamte Gebäude nicht mehr sauber zusammen.
Materialbedarf berechnen und vorbereiten
Anhand der Pläne und der Vermessungsdaten rechnest du aus, wie viele Ziegel, Schalsteine, Dämmplatten, Zementsäcke oder Bewehrungen gebraucht werden. Du achtest auch auf Mischungsverhältnisse für Beton und Mörtel, damit Festigkeit und Verarbeitung stimmen. Das ist keine Bürotätigkeit nebenbei, sondern Teil der Baustellenarbeit: Falsche Mengen kosten Zeit, Geld und oft einen ganzen Arbeitstag.
Baugruben und Fundamente begleiten
Vor dem eigentlichen Hochbau wird die Baugrube hergestellt oder ausgebaggert, und du überwachst mit, ob Maße, Lage und Sicherung stimmen. Besonders wichtig ist die Einsturzsicherung durch Stützwände oder Pölzungen. Danach werden Fundamente aus Stahlbeton betoniert, die das Gewicht des späteren Gebäudes aufnehmen. Hier entscheidest du mit sauberer Vorbereitung darüber, ob der ganze Bau auf einer tragfähigen Basis steht.
Beton und Mörtel fachgerecht anmischen
Auf der Baustelle stellst du Beton und Mörtel in den richtigen Mischungsverhältnissen her oder verarbeitest angelieferten Transportbeton weiter. Dabei kommt es darauf an, dass Wasser, Zement, Sand, Schotter und Zusatzstoffe zum jeweiligen Einsatz passen – etwa für Fundament, Mauermörtel oder Verputz. Verarbeitungszeit, Konsistenz und Wetter spielen dabei mit hinein. Zu nasser oder falsch gemischter Baustoff schwächt das Bauteil oder macht sauberes Arbeiten unmöglich.
Kellerwände und Mauerwerk errichten
Du stellst Mauern aus Ziegeln, Naturstein, Betonsteinen, Betonschalsteinen oder anderen Formsteinen her. Mit Maurerkelle, Maurerhammer, Wasserwaage, Lot und Schnur richtest du Stein für Stein exakt aus und verbindest die Bauteile mit Mörtel. Auch Kellermauern aus Beton oder Schalsteinen gehören dazu. Typisch für den Beruf ist, dass du dabei ständig kontrollierst, ob Höhe, Flucht, Wandstärke und Öffnungen exakt zum Plan passen.
Decken und Tragkonstruktionen herstellen
Für Massivdecken stellst du abstützende Deckenkonstruktionen auf und verlegst Deckenträger, Deckensteine und Bewehrungen. Danach wird die Betonschicht eingebracht, die die Decke zu einem tragfähigen Bauteil macht. Je nach Bauweise werden auch Fertigteile für Decken, Wände, Stützen oder Pfeiler versetzt und befestigt. Diese Arbeiten sind entscheidend, weil hier Lasten aufgenommen und sicher in das Bauwerk abgeleitet werden.
Öffnungen, Treppen und Bauteile einbauen
Beim Hochziehen der Wände beachtest du Aussparungen für Türen, Fenster sowie Durchbrüche für Gas-, Wasser- und Stromleitungen. Du setzt Tür- und Fensterstöcke ein, baust Stiegen auf und errichtest – je nach Bauwerk – auch Schornsteine, Bögen oder Gewölbe. Solche Arbeiten verlangen besonders gutes Augenmaß, weil jedes nachfolgende Gewerk auf diese Maße angewiesen ist.
Keller abdichten und Wärmedämmung montieren
An Außenflächen von Kellermauern bringst du Schutzanstriche und Isoliermaterial auf, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann. Außerdem montierst du Isolierplatten und Wärmedämmstoffplatten an Wänden und anderen Bauteilen. Dabei musst du sauber zuschneiden, lückenlos anpassen und auf den richtigen Aufbau achten. Schlechte Abdichtung oder ungenaue Dämmung führen später zu Feuchtigkeitsschäden, Wärmeverlust und teuren Sanierungen.
Innen- und Außenputz auftragen
Wände und Decken werden von dir händisch oder mit Putzmaschinen verputzt. Du trägst den Putz in passender Stärke auf, ziehst ihn mit Richt- und Abziehlatten eben ab und bearbeitest die Oberfläche mit Reibebrett oder Spachtel nach. Der Verputz schützt das Mauerwerk und schafft die Grundlage für weitere Arbeiten im Innen- und Außenbereich. Besonders sichtbar ist hier, wie sauber und gleichmäßig du arbeitest.
Estriche und Unterböden herstellen
Für Fußböden stellst du Estriche her, also den ebenen Unterboden, auf dem später weitere Bodenaufbauten folgen. Dabei musst du Höhe, Gefälle und Oberfläche genau herstellen, damit der fertige Boden nicht reißt oder uneben wird. Auch hier spielen Materialmischung, Trocknungszeiten und sauberes Abziehen eine große Rolle.
Abbruch-, Umbau- und Stemmarbeiten durchführen
Bei Umbauten entfernst du bestehende Bauteile, stemmst Öffnungen aus oder passt Mauerwerk an neue Anforderungen an. Dazu kommen Trennscheiben, Abbruchmaschinen und Handwerkzeuge zum Einsatz. Anders als beim Neubau musst du hier ständig beurteilen, was tragend ist, was erhalten bleiben muss und wie angrenzende Bauteile geschützt werden. Diese Arbeiten verlangen viel Aufmerksamkeit, weil Altbestand oft Überraschungen mit sich bringt.
Gebäude sanieren und historische Teile restaurieren
Ein wichtiger Teil des Berufs sind Reparatur-, Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten an beschädigten oder älteren Bauwerksteilen. Du besserst Mauerwerk aus, erneuerst Putz, setzt beschädigte Steine um oder arbeitest an historischen Bauteilen besonders schonend weiter. Dabei musst du vorhandene Bausubstanz genau beurteilen und Materialien so wählen, dass Alt und Neu zusammenpassen. Gerade bei alten Gebäuden zählt Erfahrung mehr als Tempo.
Baumaschinen bedienen und instand halten
Du arbeitest mit Mischmaschinen, Mörtelpumpen, Betonpumpen, Kränen, Baggern, Bauaufzügen, Arbeitsbühnen und weiteren Baugeräten. Diese Maschinen müssen richtig bedient, gereinigt, gepflegt und für den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Auf größeren Baustellen nutzt du außerdem Funkgeräte, Mobiltelefone und digitale Tools für Vermessung, Kontrolle und Dokumentation. Wer Maschinen falsch einsetzt, gefährdet nicht nur Material, sondern den ganzen Bautrupp.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Wo du arbeiten kannst
Je nach Betrieb und Baustelle sieht dein Alltag etwas anders aus.
- 🏠 Auf kleinen Wohnhausbaustellen mit überschaubarem Team
- 🏢 Auf großen Baustellen für Wohnanlagen, Bürogebäude oder öffentliche Bauten
- 🏭 Bei Industriehallen und größeren Zweckbauten mit viel Maschineneinsatz
- 🏛️ Bei Umbauten, Reparaturen und Sanierungen an älteren oder historischen Gebäuden
Typische Umgebungsmerkmale
- meist im Freien
- Baustelle und Rohbau
- Arbeit im Bautrupp
- Lärm durch Maschinen
- Staub und Schmutz
- körperlich anstrengend
- wechselnde Einsatzorte
- Hitze, Kälte, Nässe
- Gerüste und schwere Geräte
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: nicht mehr nur mitlaufen
Der erste große Unterschied nach der Lehrzeit ist, dass du auf der Baustelle nicht mehr nur Teilaufgaben übernimmst, sondern ganze Arbeitsschritte selbstständig abwickelst. Du liest Pläne sicherer, misst eigenständiger ein, richtest Mauerwerk und Öffnungen ohne ständige Kontrolle aus und weißt besser, wann du Rückfragen stellen musst. Gerade im Hochbau merkt man diesen Übergang stark, weil deine Arbeit direkt sichtbar im Bauwerk steckt. Wenn du sauber arbeitest und zuverlässig bist, bekommst du rasch mehr Verantwortung im Bautrupp. Das ist oft der Moment, in dem aus "ich helfe beim Rohbau" wirklich "ich trage einen Gebäudeteil mit" wird.
Typische nächste Schritte auf der Baustelle
Diese Laufbahn ist im Hochbau besonders naheliegend, weil Erfahrung auf echten Baustellen stark zählt.
- 👷 Als VorarbeiterIn kleinere Teams und einzelne Arbeitsabschnitte koordinieren
- 🧱 Als PartieführerIn den Ablauf einer Partie organisieren und Qualität mitverantworten
- 🏗️ Als PolierIn mehrere Gewerke auf der Baustelle abstimmen und den Baufortschritt überwachen
- 📋 Als BauleiterIn Termine, Material, Personal und Ausführung eines Bauprojekts steuern
Vom Maurerhandwerk zur Baustellenführung
Wenn du nicht dein ganzes Berufsleben nur am Werkzeug bleiben willst, bietet der Hochbau eine klare Aufstiegsleiter. Mit Kursen der BAUAkademie kannst du dich gezielt auf Funktionen wie VorarbeiterIn oder PolierIn vorbereiten. In diesen Rollen mauerst du nicht mehr jede Wand selbst, sondern planst Mannschaft und Material, kontrollierst Maße und Qualität und achtest darauf, dass andere Gewerke zum richtigen Zeitpunkt weiterarbeiten können. Später können Werkmeisterschule, BauleiterIn-Lehrgänge oder die Vorbereitung auf die Baumeisterprüfung dazukommen. Das Spannende daran: Du verlässt den Bau nicht, sondern verstehst ihn auf einer größeren Ebene.
Fachrichtungen, in die du dich vertiefen kannst
Nicht alle gehen in Führung – viele werden stark, weil sie in einem Gebiet besonders gut werden.
- 📏 Bauvermessung und präzises Einmessen mit digitalen Messgeräten
- 🏚️ Althaussanierung mit Fokus auf bestehende Bausubstanz und Feuchtigkeitsschutz
- 🧱 Trockenausbau und Innenausbau als Schritt Richtung Ausbaugewerke
- 💻 BIM-Management, Bauplanung oder Bauwirtschaft für den Übergang in stärker digitale und organisatorische Rollen
- 🏭 Wohnbau oder Industrieanlagenbau mit jeweils anderen Baustellenlogiken und Abläufen
- ✅ Qualitätsmanagement im Hochbau, wo Ausführung und Kontrolle immer wichtiger werden
Weiterlernen mit BAUAkademie, WIFI und BFI
Für HochbauerInnen ist die BAUAkademie der Bauwirtschaft eine der wichtigsten Anlaufstellen. Dort gibt es Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung, Fachkurse zu Bautechnik, Bauvermessung, Baumaschinen, Arbeitssicherheit, Schalungsbau, Trockenausbau und Althaussanierung sowie Kurse für Kran und Stapler. Auch BFI und WIFI bieten Weiterbildungen für Bauberufe an, besonders zu Innenausbau, Althaussanierung und Bautechnologie; das WIFI führt außerdem Vorbereitungskurse für die Baumeister-Befähigungsprüfung durch. Wenn dich traditionelle Techniken interessieren, ist auch das Ausbildungszentrum des Bundesdenkmalamts in der Kartause Mauerbach für entsprechende Handwerkstechniken relevant. Solche Kurse verändern deinen Berufsalltag oft ganz konkret: Du wirst für schwierigere Baustellen, spezielle Materialien oder Führungsaufgaben interessant.
Schulische Wege nach der Lehre
Wenn du einen höheren Abschluss aufbauen willst, gibt es in diesem Bereich mehrere echte Anschlusswege.
- 🏫 Werkmeisterschule für Berufstätige für Bauwesen im Abendunterricht
- 🏗️ Bauhandwerkerschule für Maurer
- 🚧 Bauhandwerkerschule für Tiefbau
- 📚 Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Bautechnik
- 📐 Aufbaulehrgang für Bautechnik
Ein eigener Betrieb: vom Bautrupp zur eigenen Baustelle
Für manche ist das große Ziel nicht die Karriere im Konzern, sondern ein eigener Betrieb. Im Hochbau kann das bedeuten, später als Baumeister selbst Bauprojekte anzunehmen oder sich in angrenzenden Gewerben selbstständig zu machen. Genannt werden dafür unter anderem die reglementierten Gewerbe Baumeister, Brunnenmeister, Holzbau-Meister, Bodenleger, Pflasterer sowie Stuckateur und Trockenausbauer; zusätzlich ist das freie Gewerbe "Erzeugung von Betonwaren" möglich. Wichtig ist: Für reglementierte Gewerbe brauchst du einen Befähigungsnachweis. Selbstständigkeit heißt hier nicht nur "selber mauern", sondern Angebote kalkulieren, Personal einteilen, Haftung tragen und entscheiden, welche Art von Baustellen du überhaupt annehmen willst.
Wusstest du?
Mehr als ein Viertel der Lehrlinge in diesem Bereich macht die Lehre in Kombination mit einem zweiten Bau-Lehrberuf – besonders oft mit Betonbau, aber auch mit Zimmerei oder Tiefbau. Das kann später ein echter Vorteil sein, weil du auf Baustellen breiter einsetzbar bist.
Der solide Weg: ein Beruf, auf den gebaut wird
Nicht jeder will BauleiterIn oder selbstständig werden. Du kannst auch als gute Fachkraft im Hochbau ein stabiles Berufsleben aufbauen, wenn dir die praktische Arbeit liegt und du gern siehst, was am Ende des Tages geschafft wurde. Gerade wegen des Fachkräftemangels im Baubereich bleiben gute Leute gefragt, auch wenn die Bauwirtschaft schwankt und es saisonale Unterschiede gibt. Dann zählt, dass du körperlich belastbar bist, sauber arbeitest und auf der Baustelle verlässlich funktionierst. Für viele ist genau das attraktiv: ein klarer Beruf mit sichtbaren Ergebnissen, echter Teamarbeit und Feierabend, bei dem man weiß, was man geleistet hat.
Realistisch
Die Nachfrage ist auf dem Bau saisonabhängig: In den Wintermonaten gibt es oft weniger Aufträge, während in der warmen Jahreszeit viel Personal gebraucht wird. Gleichzeitig spricht der Fachkräftemangel dafür, dass gute HochbauerInnen weiterhin ordentliche Chancen haben.
Nur in der App
Mehr Hilfe bei Beruf und Lehrstelle gibt’s in der App.
- Mach den Persönlichkeitstest und sieh, was zu dir passt — wissenschaftlich fundiert.
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