Aus Scoutra wird Junik

Aus Scoutra wird Junik

Junik kommt von „unique“. Kein Jugendlicher ist wie der andere, und keine Lehrstelle ist wie die andere. Genau danach bauen wir: dass jeder Einzelne die Entscheidung trifft, die zu ihm passt, und nicht die, die am lautesten beworben wird.

Sonst ändert sich nichts. Dieselbe Firma, dieselben Leute, dieselbe App — nur der Name ist neu. Alte Adressen auf scoutra.at führen weiter hierher.

In den Stores steht vorübergehend noch Scoutra. Es ist dieselbe App; wer sie schon hat, muss nichts tun.

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DrogistIn

Als DrogistIn verkaufst du nicht einfach Produkte aus dem Regal, sondern berätst Kundinnen und Kunden zu Gesundheit, Körperpflege, Ernährung, Haushalt und chemischen Produkten. Der Beruf verbindet Fachwissen über Tees, Kosmetika, Reinigungsmittel oder Chemikalien mit Verkauf, Lagerorganisation und gesetzlichen Sicherheitsvorschriften.

  • 3 Jahre.
  • Berufsschule St. Veit/Glan

Gehaltsentwicklung (KV)

  1. 1. LEHRJAHR€ 1.026ab € 1.026
  2. 2. LEHRJAHR€ 1.200ab € 1.200
  3. 3. LEHRJAHR€ 1.518ab € 1.518

Nur in der App

Passt dieser Beruf zu dir?

Gefragt sind vor allem Helfer:in und Organisierte. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.

„DrogistInnen stehen zwischen Fachberatung und Handel: Du erklärst nicht nur, welches Produkt passt, sondern oft auch, wie es sicher gelagert und verwendet werden muss.“

Was du mitbringen solltest

mehr
  • Fachwissen zu Drogeriewaren aufbauen
  • Chemisches Verständnis
  • Lernbereitschaft
  • Merkfähigkeit
  • Guter Geruchssinn

Typische Aufgaben

mehr
  • Kundinnen und Kunden fachlich beraten
  • Anwendung und Risiken von Produkten erklären
  • Gifte gesetzeskonform abgeben und dokumentieren
  • Teemischungen und Kosmetik abmischen
  • Drogeriewaren fachgerecht lagern

Arbeitsumgebung

mehr
  • Verkaufsraum und Regale
  • Saubere und geordnete Warenbereiche
  • Kassa, Bestellsysteme und Datenpflege
  • Lager und Büroräume
  • Laufender Kundenkontakt
  • Abwiegen und Mischen in Fachdrogerien
  • Viel Gehen und Stehen
  • Teilweise Samstags- und Abenddienste

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre starten viele DrogistInnen ganz klassisch im Verkauf und in der Fachberatung, oft in Filialen großer Drogerieketten. Mit Erfahrung kannst du dich in Richtung Filialleitung, Abteilungsleitung, Einkauf oder Sortimentsmanagement entwickeln oder dich auf Bereiche wie Kosmetik, Natur- und Bioprodukte, Lagerlogistik, E-Commerce oder Verkaufsraumgestaltung spezialisieren. Wer später selbst etwas Eigenes aufbauen will, kann mit Befähigungsnachweis ein reglementiertes Drogistengewerbe oder die Erzeugung kosmetischer Artikel ausüben; daneben gibt es mit dem Handelsgewerbe auch einen freieren Weg in die Selbstständigkeit.

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Im Detail

Anforderungen

In diesem Beruf passt du gut hinein, wenn du gern mit Menschen sprichst, dir Produkteigenschaften merken kannst und bei Gesundheit, Kosmetik, Ernährung oder Haushaltsthemen wirklich genau hinschaust. Der Alltag verlangt nicht nur Verkaufsgeschick, sondern auch Verantwortungsbewusstsein, weil manche Waren erklärungsbedürftig, empfindlich oder gesetzlich besonders geregelt sind.

Oft unterschätzt

Der schwierigste Teil ist meist nicht das Kassieren, sondern in kurzer Zeit das richtige Produkt aus einem riesigen Sortiment herauszufiltern und verständlich zu erklären.

Was im Alltag besonders gefordert ist

Diese Anforderungen tauchen im Tagesgeschäft ständig auf, oft gleichzeitig:

  • 🧠 Produkteigenschaften, Wirkungen und Unterschiede rasch abrufen
  • 🗣️ Auch heikle Themen wie Hautprobleme, Kindernahrung oder Chemikalien ruhig erklären
  • 📦 Zwischen Verkaufsfläche, Lager und Kassa sauber umschalten
  • 👃 Gerüche, Produktzustand und Auffälligkeiten bei Waren wahrnehmen
  • ⚖️ Bei Mischungen, Rechnungen und Dokumentation exakt bleiben

Alle Anforderungen

Fachkompetenz

  • Fachwissen zu Drogeriewaren aufbauenhoch
  • Chemisches Verständnishoch
  • Ernährungskompetenzmittel
  • Gute Deutschkenntnissehoch
  • Gute rhetorische Fähigkeitmittel
  • Kaufmännisches Verständnismittel
  • Zahlenverständnis und Rechnenmittel
  • Anwendung und Bedienung digitaler Toolsmittel
  • Datensicherheit und Datenschutzmittel

Sozialkompetenz

  • Kontaktfreudehoch
  • Kommunikationsfähigkeithoch
  • Kundinnenorientierunghoch
  • Verkaufstalentmittel
  • Argumentationsfähigkeitmittel
  • Hilfsbereitschaftmittel
  • Aufgeschlossenheitmittel

Selbstkompetenz

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeithoch
  • Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
  • Selbstständiges Arbeitenmittel
  • Lernbereitschafthoch
  • Merkfähigkeithoch
  • Aufmerksamkeithoch
  • Belastbarkeit und Resilienzmittel
  • Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
  • Freundlichkeithoch
  • Geduldmittel
  • Gesundheitsbewusstseinmittel

Methodenkompetenz

  • Organisationsfähigkeithoch
  • Systematische Arbeitsweisehoch
  • Umgang mit sozialen Medienniedrig

Koerperlich

  • Handgeschicklichkeitmittel
  • Guter Geruchssinnmittel
  • Geschmackssinnniedrig
  • Gutes Sehvermögenmittel
  • Steharbeit aushaltenmittel

Allgemein

  • Teamfähigkeitmittel
  • Hygienebewusstseinhoch
  • Gepflegtes Erscheinungsbildmittel

Im Detail

Aufgaben

Der Kern des Berufs liegt in fachkundiger Beratung und im sicheren Umgang mit einem sehr breiten Sortiment – von Kräutertees und Naturkosmetik bis zu Waschmitteln, Lacken oder Pflanzenschutzmitteln. Dazu kommt viel kaufmännische Arbeit: Waren bestellen, Lieferungen kontrollieren, Regale betreuen, Kassieren und darauf achten, dass empfindliche oder gefährliche Produkte korrekt gelagert und dokumentiert werden.

Besonderheit

DrogistIn ist mehr als Einzelhandel: Gerade bei Chemikalien, Giften, Naturprodukten oder Spezialnahrung musst du fachlich sauber beraten und gesetzliche Vorgaben einhalten.

Zwischen Regal, Beratung und Verantwortung

Von außen wirkt eine Drogerie oft wie ein Geschäft mit vielen ähnlichen Produkten. Im Berufsalltag merkst du aber schnell, dass hinter dem Sortiment sehr unterschiedliche Fachgebiete stecken: Pflanzenkunde, Ernährung, Körperpflege, Chemikalienkunde und Verkauf. Genau deshalb wechseln sich praktische und beratende Tätigkeiten ständig ab. Du räumst nicht nur ein Regal ein, sondern musst wissen, was dort steht, wie es wirkt und worauf man bei Lagerung oder Anwendung achten muss. Das macht den Beruf vor allem dort anspruchsvoll, wo Produkte nicht einfach selbsterklärend sind.

Alle Aufgaben

  • Kundinnen und Kunden fachlich beraten

    Du erklärst, welches Produkt zu einem bestimmten Bedarf passt – zum Beispiel bei Hautpflege, Nahrungsergänzung, Reformkost, Kindernahrung, Kräutertees oder Reinigungsmitteln. Dabei geht es nicht nur ums Zeigen von Ware, sondern um Anwendung, Wirkungsweise sowie Vor- und Nachteile. Gerade bei beratungsintensiven Sortimenten musst du Unterschiede zwischen ähnlichen Produkten verständlich machen, damit die Kundschaft eine sinnvolle Entscheidung treffen kann.

  • Anwendung und Risiken von Produkten erklären

    Bei vielen Drogeriewaren reicht ein kurzer Verkaufssatz nicht aus. Du gibst Hinweise zur richtigen Anwendung, Dosierung, Aufbewahrung und zu Vorsichtsmaßnahmen – etwa bei Schädlingsbekämpfungsmitteln, Chemikalien, Lacken oder stark wirksamen Reinigern. Fehler bei solchen Produkten können zu Gesundheitsschäden, Materialschäden oder Unfällen führen, daher muss deine Erklärung klar und korrekt sein.

  • Gifte gesetzeskonform abgeben und dokumentieren

    Wenn im Betrieb Gifte verkauft werden, kontrollierst du den erforderlichen Giftbezugsschein und hältst die Abgabe genau fest. Du trägst Art und Menge des Stoffes, die Nummer des Scheins und den Namen der Kundin oder des Kunden im Giftbuch ein und lässt die Übernahme unterschreiben. Das ist keine Nebensache, sondern ein streng geregelter Vorgang, bei dem Fehler rechtliche Folgen haben können.

  • Teemischungen und Kosmetik abmischen

    In Fachdrogerien stellst du Teemischungen oder einfache kosmetische Produkte nach Rezeptur her, zum Beispiel aus Kräutern, Pulvern oder anderen Rohstoffen. Du wiegst Zutaten genau ab, mischst sie in der richtigen Reihenfolge und achtest auf Sauberkeit und korrekte Kennzeichnung. Besonders bei Naturkosmetik oder Kräuterprodukten spielt präzises Arbeiten eine große Rolle, damit Zusammensetzung und Qualität stimmen.

  • Warenbedarf kontrollieren und Bestellungen auslösen

    Du prüfst regelmäßig Lagerbestände und Verkaufszahlen, damit gefragte Artikel rechtzeitig nachbestellt werden. Bestellt wird je nach Betrieb bei Produzenten, Großhändlern oder dem Zentrallager. Dabei musst du abschätzen, welche Produkte schnell nachgekauft werden, welche saisonal stärker laufen und welche wegen Ablaufdatum oder Lagerbedingungen nicht in zu großer Menge bestellt werden sollten.

  • Lieferungen annehmen und Ware prüfen

    Wenn neue Ware eintrifft, kontrollierst du, ob Menge, Artikel und Zustand stimmen. Du achtest auf Transportschäden, fehlerhafte Verpackungen oder andere Mängel und vergleichst die Lieferung mit Bestellung und Rechnung. So verhinderst du, dass beschädigte Kosmetika, ausgelaufene Chemikalien oder falsch gelieferte Artikel in den Verkauf oder ins Lager gelangen.

  • Drogeriewaren fachgerecht lagern

    Im Lager ordnest du Produkte so ein, dass ihre Qualität erhalten bleibt und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Manche Waren sind licht- oder wärmeempfindlich, andere wasseranziehend, ätzend, feuergefährlich oder giftig. Deshalb brauchst du genaue Kenntnisse über Produkteigenschaften und musst gesetzliche Vorgaben beachten, besonders bei Chemikalien und anderen gefährlichen Stoffen.

  • Regale betreuen und Verkaufsflächen gestalten

    Du füllst Regale nach, kontrollierst Haltbarkeit und Sauberkeit und sorgst dafür, dass Produkte gut sichtbar und ordentlich präsentiert sind. Auch Auslagen, Schwerpunkttische oder Schaufenster gehören dazu, wenn Aktionen, Saisonware oder neue Sortimente gezeigt werden. Die Gestaltung ist im Drogeriehandel wichtig, weil Kundinnen und Kunden sich oft zuerst optisch orientieren und dann gezielt beraten lassen.

  • Verkäufe abwickeln und kassieren

    Am Ende des Beratungsgesprächs stellst du die Rechnung aus, kassierst den Betrag und übergibst oder verpackst die Ware. Dabei arbeitest du mit computergestützten Kassensystemen und musst Preise, Mengen und gegebenenfalls besondere Produktdaten korrekt erfassen. Auch bei starkem Kundenandrang musst du freundlich bleiben und fehlerfrei abrechnen.

  • Reklamationen entgegennehmen und lösen

    Wenn Kundinnen oder Kunden mit einem Produkt unzufrieden sind oder einen Mangel melden, prüfst du den Fall und suchst nach einer passenden Lösung. Das kann ein Umtausch, eine Rückgabe oder eine fachliche Erklärung zur richtigen Anwendung sein. Gerade bei Kosmetik, Nahrung oder chemischen Produkten ist es wichtig, ruhig zu bleiben und genau nachzufragen, was passiert ist.

  • Daten, Rechnungen und Kundenkarteien pflegen

    Neben dem Verkauf fallen Verwaltungsarbeiten an, etwa das Führen von Datenbanken, Kundenkarteien oder Lieferantendaten. Du kontrollierst Rechnungen, bearbeitest kaufmännische Unterlagen und unterstützt je nach Betrieb auch Buchhaltung oder Kostenrechnung. Diese Arbeiten sorgen dafür, dass Bestellungen, Warenbewegungen und Kundendaten im Alltag nachvollziehbar bleiben.

  • Marketing und Onlinebestellungen unterstützen

    Je nach Größe des Betriebs arbeitest du bei Aktionen im Geschäft, bei Produktwerbung oder bei der Betreuung von Webshop und Onlinebestellungen mit. Dann kontrollierst du Bestelleingänge, bereitest Waren für den Versand oder die Abholung vor und hältst Produktdaten aktuell. Im Drogeriehandel wird dieser Bereich wichtiger, weil viele Kundinnen und Kunden Produkte erst online vergleichen und dann kaufen.

Im Detail

Arbeitsumgebung

Wo DrogistInnen eingesetzt werden

Je nach Betrieb verschiebt sich der Schwerpunkt etwas anders:

  • 🏬 Filialen großer Drogerieketten mit starkem Verkaufs- und Aktionsgeschäft
  • 🏪 Kleinere Drogeriefachgeschäfte mit stärkerer Beratung und Spezialsortimenten
  • 📦 Drogeriewarengroßhandel mit mehr Einkauf, Lager und Warenfluss
  • 🏭 Chemische oder pharmazeutische Industriebetriebe in angrenzenden Bereichen
  • 💊 Teilweise auch Apotheken oder Reformhäuser mit nahen Sortimenten

Achtung

Auch wenn der Arbeitsplatz gepflegt wirkt: Bei bestimmten Reinigern, Chemikalien oder Pflanzenschutzmitteln arbeitest du mit Stoffen, die man nicht nachlässig behandeln darf.

Typische Umgebungsmerkmale

  • Verkaufsraum und Regale
  • Saubere und geordnete Warenbereiche
  • Kassa, Bestellsysteme und Datenpflege
  • Lager und Büroräume
  • Laufender Kundenkontakt
  • Abwiegen und Mischen in Fachdrogerien
  • Viel Gehen und Stehen
  • Teilweise Samstags- und Abenddienste

Im Detail

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre: vom Mitlaufen zum Mitentscheiden

Der erste große Unterschied nach der Lehrzeit ist, dass du Beratungsgespräche und Warenabläufe immer selbstständiger übernimmst. Du kennst dann nicht mehr nur einzelne Produkte, sondern verstehst, wie ein Sortiment aufgebaut ist, welche Artikel stark nachgefragt sind und wo Fehler in Bestellung oder Lagerung teuer werden. In einer Filiale kannst du dadurch Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen – etwa für einen bestimmten Warenbereich, für Bestellungen oder für die Einschulung neuer Lehrlinge. Das ist ein realistischer und häufiger Weg: nicht sofort Bürokarriere, sondern zuerst richtig sicher im Fach werden. Gerade im Drogeriehandel zählt diese Verlässlichkeit viel, weil Kundinnen und Kunden merken, ob sie jemandem wirklich vertrauen können.

Typische Entwicklung im Betrieb

Diese Wege kommen im Drogerei-Alltag besonders häufig vor:

  • 🛍️ Einen eigenen Sortimentsbereich betreuen, zum Beispiel Pflege, Kosmetik oder Naturprodukte
  • 📦 Mehr Verantwortung für Warenbestellung, Lager und Nachschub übernehmen
  • 👥 Zur AbteilungsleiterIn, FilialleiterIn oder in größeren Betrieben zur Geschäftsführung aufsteigen
  • 🧾 In kaufmännische Aufgaben wie Kostenrechnung, Buchhaltung oder Lieferantenabwicklung hineinwachsen
  • 🧑‍🏫 Neue Kolleginnen, Kollegen oder Lehrlinge im Verkauf und bei Produktwissen einschulen

Spezialisieren statt nur verkaufen

Der Beruf wird besonders interessant, wenn du dir ein Gebiet suchst, in dem du deutlich tiefer gehst als andere. In manchen Betrieben ist das Pflege und Kosmetik, in anderen Natur- und Bioprodukte, Nahrungsergänzung, Lagerlogistik, Verkaufsraumgestaltung oder E-Commerce. So wirst du nicht bloß jemand an der Kassa, sondern die Person, die bei einem bestimmten Thema wirklich Bescheid weiß. In Fachdrogerien kann das bedeuten, dass du bei Naturkosmetik oder Teemischungen viel sicherer wirst und dir dadurch eine Stammkundschaft aufbaust. In größeren Handelsstrukturen kann dieselbe Spezialisierung eher in Richtung Sortimentsplanung oder Einkauf führen.

Wenn du den Handel hinter dem Regal verstehen willst

Ein oft unterschätzter Weg führt weg vom direkten Verkauf hin zu den Entscheidungen, die Kundinnen und Kunden später im Regal sehen. Mit Erfahrung kannst du dich in Richtung Einkauf oder Sortimentsmanagement entwickeln. Dann beschäftigst du dich stärker mit Fragen wie: Welche Marke bekommt mehr Platz? Welche Eigenmarke läuft gut? Welche Bio- oder Gesundheitsprodukte nehmen wir neu auf? Aus dem täglichen Kontakt mit Kundschaft entsteht hier ein echter Vorteil, weil du nicht nur Zahlen siehst, sondern weißt, welche Fragen, Wünsche und Unsicherheiten Menschen wirklich haben. Genau daraus kann später ein Job als EinkäuferIn oder Category ManagerIn entstehen.

Onlinehandel wird auch in der Drogerie wichtiger

Drogeriewaren werden längst nicht mehr nur vor Ort verkauft. Viele Betriebe brauchen Leute, die Webshops mitbetreuen, Onlinebestellungen abwickeln, Produktdaten aktuell halten und die Verbindung zwischen Laden und digitalem Verkauf verstehen. Wenn dir Computer, Systeme und Online-Abläufe liegen, kannst du dir hier eine modernere Nische aufbauen, ohne den Bezug zum Sortiment zu verlieren. Gerade bei beratungsintensiven Produkten ist es wertvoll, wenn jemand Texte, Produktinformationen und Kundenanfragen fachlich sauber beantworten kann. Das ist kein völlig anderer Beruf – eher eine neue Ebene desselben Berufs.

Weiterbildung, die wirklich etwas verändert

Diese Weiterbildungswege sind in den Quellen ausdrücklich für DrogistInnen genannt und bringen je nach Ziel einen anderen nächsten Schritt:

  • 🎓 Handelskurse beim BFI, wenn du kaufmännisch sicherer werden oder dich im Handel breiter aufstellen willst
  • 📚 Handelskurse beim WIFI, um Verkauf, Organisation und betriebliche Abläufe gezielt auszubauen
  • 🧪 WIFI-Vorbereitungskurse auf die Befähigungsprüfung für DrogistInnen, wenn du später einen eigenen Betrieb führen willst
  • 📦 WIFI-Vorbereitungskurse auf die Befähigungsprüfung für den Drogen- und Pharma-Großhandel, wenn dich eher Großhandel und Warenströme interessieren
  • 🏷️ Produktschulungen von Hersteller- und Lieferfirmen, etwa zu Kosmetika, Reformkost oder Fotoartikeln, um im Sortiment fachlich tiefer zu werden

Eine eigene Drogerie oder eigene Kosmetik aufbauen

Für manche ist das größte Ziel nicht die Filialleitung, sondern etwas Eigenes. Mit entsprechendem Befähigungsnachweis kannst du das reglementierte Gewerbe der DrogistInnen oder die Erzeugung kosmetischer Artikel ausüben. Das eröffnet ein sehr konkretes Bild: ein Fachgeschäft mit ausgewähltem Sortiment, vielleicht mit starkem Schwerpunkt auf Naturprodukten, Beratung, Teemischungen oder eigener Kosmetiklinie. Daneben gibt es auch das Handelsgewerbe als freies Gewerbe, das keinen Befähigungsnachweis braucht, sondern eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Selbstständigkeit heißt hier aber nicht nur "Chef sein", sondern Einkauf, Sortiment, Kundschaft, Präsentation und Wirtschaftlichkeit selbst in der Hand zu haben.

Zielbild

Die stärkste Version dieses Berufs ist nicht bloß Verkaufen, sondern Fachwissen so sichtbar zu machen, dass Menschen wegen deiner Beratung oder wegen deines ausgewählten Sortiments genau zu deinem Geschäft kommen.

Der bodenständige Weg ist ebenfalls ein guter Weg

Nicht jeder will führen oder gründen – und auch das ist in diesem Beruf ein stimmiges Lebensmodell. Die Beschäftigungsaussichten gelten als stabil, viele Arbeitsplätze gibt es in großen Drogerieketten, und Teilzeit ist im Handel häufig. Für manche ist genau das attraktiv: ein klarer Arbeitsrahmen, ein Beruf mit Kundenkontakt und Fachwissen, aber ohne dass das ganze Leben nur aus Karriere bestehen muss. Wenn du gern ordentlich arbeitest, Menschen sachlich berätst und nach der Arbeit auch noch Energie für Familie, Freundeskreis oder Hobbys haben willst, kann DrogistIn ein solides Fundament sein. Darüber hinaus gibt es später immer noch weitere Wege – wenn du dich doch stärker spezialisieren, aufsteigen oder selbstständig machen willst.

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