DestillateurIn
Als DestillateurIn stellst du aus Obst, Kräutern, Getreide oder anderen pflanzlichen Rohstoffen Spirituosen, reinen Alkohol sowie Essenzen und Extrakte her. Du arbeitest an Gärbottichen, Brenn- und Destillieranlagen, kontrollierst mit Messgeräten den Alkoholgehalt und entscheidest mit Nase und Gaumen, ob ein Destillat wirklich passt. Anders als in vielen Lebensmittelberufen liegt hier der Kern nicht nur im Mischen, sondern im kontrollierten Vergären, Brennen und Verfeinern von Aromen.
- 3 Jahre
- Berufsschule Klosterneuburg
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 962€ 715 – € 1.163
- 2. LEHRJAHR€ 1.219€ 954 – € 1.427
- 3. LEHRJAHR€ 1.748€ 1.430 – € 2.009
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Passt dieser Beruf zu dir?
Gefragt sind vor allem Organisierte und Denker:in. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.
„Dieser Beruf verbindet Lebensmittelherstellung mit Chemie und Sensorik: Du entscheidest mit Messgerät, Geruch und Geschmack, wann aus Maische ein sauberer, aromatischer Brand wird.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Chemisches Verständnis
- Geruchs- und Geschmackssinn
- Guter Geruchssinn
- Guter Geschmackssinn
- Hygienebewusstsein
Typische Aufgaben
mehr- Rohstoffe auswählen und vorbereiten
- Maische destillieren und Rohbrand gewinnen
- Rohbrand rektifizieren und konzentrieren
- Geruchs- und Geschmacksproben durchführen
- Liköre und Spirituosen abmischen
Arbeitsumgebung
mehr- Produktionshallen in Brennereien
- Arbeit an Brenn- und Destillieranlagen
- Hitze und Dämpfe
- Maschinen- und Anlagenlärm
- viel Reinigen und Desinfizieren
- Team mit Produktion und Lager
- teils Kontakt zu Kunden in kleinen Brennereien
- strenge Hygienevorgaben
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre bleiben DestillateurInnen häufig im Lehrbetrieb und übernehmen dort nach und nach mehr Verantwortung in Produktion, Qualitätskontrolle oder Produktabstimmung. In größeren Betrieben führen typische Schritte zu Funktionen wie BrennmeisterIn, DestillateurmeisterIn, AbteilungsleiterIn oder ProduktionsleiterIn; fachlich kannst du dich etwa auf Rezeptentwicklung, industrielle Produktion, Hygienetechnik, Destillen oder Verkauf und Vertrieb spezialisieren. Weiterbildung läuft oft innerbetrieblich, fallweise über Kurse des Österreichischen Getränkeinstituts, und für einen höheren Abschluss ist besonders die Werkmeisterschule für Berufstätige in der Fachrichtung Bio- und Lebensmitteltechnologie relevant. Darüber hinaus kann auch die Selbstständigkeit im freien Gewerbe ein realistischer Weg sein.Lehrstellen als DestillateurIn in deiner Nähe
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Im Detail
Anforderungen
In diesem Beruf brauchst du eine Mischung aus technischem Verständnis, Hygienebewusstsein und feiner Sensorik. Viele Entscheidungen hängen daran, ob du Geruch, Geschmack, Trübungen oder kleine Abweichungen rechtzeitig bemerkst, während gleichzeitig Anlagen sicher bedient, Mischverhältnisse berechnet und Produktionsschritte genau festgehalten werden müssen.
Was viele an diesem Beruf unterschätzen
DestillateurIn klingt für viele zuerst nach Verkosten und nach edlen Flaschen. Tatsächlich ist der Beruf viel technischer und genauer, als das von außen wirkt. Du arbeitest mit Gärprozessen, Brenntechnik, Messwerten, Hygienevorschriften und gesetzlich kontrollierten Alkoholmengen. Gleichzeitig musst du mit deiner Nase und deinem Geschmackssinn Unterschiede bemerken, die man nicht einfach am Display ablesen kann. Gerade diese Mischung aus Lebensmitteltechnik und Sensorik macht den Beruf besonders, verlangt aber auch Konzentration und Disziplin über den ganzen Produktionsablauf hinweg.
Achtung
Wenn dein Geruchs- oder Geschmackssinn stark eingeschränkt ist, fehlt dir in diesem Beruf ein zentrales Werkzeug der Qualitätskontrolle.
Alle Anforderungen
Fachkompetenz
- Chemisches Verständnishoch
- Technisches Verständnishoch
- Mathematisch-rechnerische Fähigkeitmittel
- Geruchs- und Geschmackssinnhoch
Koerperlich
- Guter Geruchssinnhoch
- Guter Geschmackssinnhoch
- Sehvermögenmittel
- Handgeschicklichkeitmittel
- Körperliche Wendigkeitmittel
- Gute körperliche Verfassungmittel
- Physische Ausdauermittel
- Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchenmittel
- Unempfindlichkeit der Hautmittel
Methodenkompetenz
- Reaktionsfähigkeitmittel
- Systematische Arbeitsweisehoch
Allgemein
- Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
- Hygienebewusstseinhoch
- Infektionsfreiheitmittel
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeitmittel
- Lernbereitschaftmittel
Selbstkompetenz
- Aufmerksamkeithoch
- Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeitmittel
- Geduldmittel
- Sicherheitsbewusstseinhoch
- Selbstständiges Arbeitenmittel
- Einsatzfreudeniedrig
- Verantwortungsbewusstseinhoch
- Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
Sozialkompetenz
- Teamfähigkeitmittel
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Kundenorientierungniedrig
Im Detail
Aufgaben
Im Mittelpunkt steht die Herstellung alkoholischer Erzeugnisse und pflanzlicher Auszüge in genau gesteuerten Produktionsschritten. Ein typischer Arbeitstag wechselt zwischen Rohstoffe vorbereiten, Gär- und Brennprozesse überwachen, Qualität prüfen, Anlagen reinigen und Produktionsdaten sauber dokumentieren. Entscheidend ist, dass nicht nur Alkohol entsteht, sondern ein Destillat mit dem gewünschten Aroma, der richtigen Stärke und gleichbleibender Qualität.
Wusstest du?
Der entscheidende Unterschied zwischen einem beliebigen Alkohol und einem guten Destillat liegt oft in kleinen sensorischen Entscheidungen: wann getrennt wird, wie stark verdünnt wird und ob ein Aroma klar oder dumpf wirkt.
Alle Aufgaben
Rohstoffe auswählen und vorbereiten
Du prüfst Obst, Beeren, Kräuter, Getreide, Zuckerrüben oder Kartoffeln auf Qualität, Geruch, Reife und sichtbare Mängel. Danach werden die Rohstoffe je nach Produkt gereinigt, sortiert und zerkleinert, damit sie für Gärung, Mazeration oder weitere Verarbeitung geeignet sind. Gerade bei Obstbränden entscheidet die Ausgangsqualität stark darüber, wie sauber und aromatisch das spätere Destillat wird.
Gäransätze herstellen und beimpfen
Für die Alkoholgewinnung füllst du die vorbereiteten Rohstoffe in Gärbehälter und setzt Hefe oder Malz zu. Dabei muss das Verhältnis stimmen, damit die Gärung rasch einsetzt und kontrolliert abläuft. Wenn hier falsch gearbeitet wird, kann die Maische kippen oder weniger Alkohol liefern als geplant.
Gärprozess überwachen und steuern
Während der Vergärung beobachtest du, wie sich die Rohstoffe in alkoholhaltige Maische verwandeln. Du kontrollierst den Ablauf des Prozesses, achtest auf Veränderungen bei Geruch und Zustand der Maische und greifst ein, wenn der Ansatz nicht wie vorgesehen arbeitet. Dieser Schritt ist die Grundlage für alles, was später in der Brennanlage passiert.
Maische destillieren und Rohbrand gewinnen
Die vergorene Maische wird in der Brennblase der Destillier- oder Brennanlage erhitzt, bis der Alkohol verdampft. Im Kühlsystem wird der Alkoholdampf wieder verflüssigt und als Roh- oder Raubrand aufgefangen. Hier arbeitest du direkt an den für den Beruf typischen Apparaten und musst Temperatur, Ablauf und Anlageneinstellung genau im Blick behalten.
Rohbrand rektifizieren und konzentrieren
Der erste Brand ist noch nicht das fertige Produkt. Durch weitere Brennvorgänge, die als Rektifikation bezeichnet werden, reinigst und konzentrierst du das Destillat. Ziel ist ein sauberer Alkohol mit der gewünschten Qualität, bei dem unerwünschte Begleitstoffe möglichst entfernt sind.
Alkoholgehalt exakt messen
Mit dem Alkoholmeter und weiteren Kontrollmessungen überprüfst du laufend, wie stark das Destillat oder die Mischung tatsächlich ist. Diese Werte brauchst du, um Produktionsschritte zu steuern und gegebenenfalls Wasser oder Alkohol nachzudosieren. Gerade bei gesetzlich kontrollierten Alkoholmengen ist exaktes Messen kein Nebenschritt, sondern Pflicht.
Geruchs- und Geschmacksproben durchführen
Du prüfst Destillate, Liköre und Auszüge nicht nur mit Messgeräten, sondern auch mit Nase und Gaumen. Dabei erkennst du, ob ein Brand sauber wirkt, ob Kräuterauszüge stimmig sind oder ob sich Fehlnoten eingeschlichen haben. Diese sensorische Kontrolle gehört zu den wichtigsten Unterschieden zwischen bloßem Produzieren und echter Qualitätsarbeit.
Liköre und Spirituosen abmischen
Bei der Likörherstellung mischst du reinen Alkohol mit enthärtetem Wasser, Zucker sowie Aromastoffen wie Kräuterauszügen, Sirupen oder Fruchtsäften. Du entnimmst Proben, verkostest das Gemisch und korrigierst bei Bedarf den Alkoholgehalt oder die Geschmacksrichtung. Die Kunst liegt darin, Alkohol, Süße und Aroma so auszubalancieren, dass das Produkt gleichbleibend schmeckt.
Pflanzliche Essenzen und Extrakte herstellen
Neben Trinkbranntwein erzeugst du auch Auszüge aus Kräutern, Wurzeln, Blüten, Früchten oder Rinden. Solche Essenzen und Extrakte werden für alkoholische und nichtalkoholische Getränke, aber auch für Aromatisierungen verwendet. Je nach Rezeptur arbeitest du mit pflanzlichen Rohstoffen, Konzentraten oder ätherischen Bestandteilen.
Filtern, klären und Trübungen entfernen
Fertige Mischungen werden in Filter- oder Klärapparaten von Rückständen und Trübungen befreit. Du kontrollierst dabei, ob das Produkt optisch sauber ist und keine unerwünschten Schwebstoffe mehr enthält. Besonders bei Likören und Spirituosen fällt jede Trübung sofort auf und würde die Qualitätswirkung verschlechtern.
Anlagen reinigen und instand halten
Vor und nach Produktionsgängen reinigst und desinfizierst du Behälter, Tanks, Filter, Leitungen und Brennapparate. Außerdem wartest du Anlagenteile, stellst Apparate ein und sorgst dafür, dass alles betriebsbereit bleibt. In einem Lebensmittelbetrieb ist das nicht nur Ordnungssache, sondern entscheidend für Hygiene, Geschmack und Produktsicherheit.
Abfüllen, lagern und Produkte bereitstellen
Die fertigen Spirituosen und Auszüge werden in geeignete Behälter oder Flaschen abgefüllt und eingelagert. Dabei achtest du darauf, dass das Produkt sauber verarbeitet wurde und für Lagerung oder weiteren Versand passt. In kleineren Brennereien gehört oft auch das Bereitstellen für Verkauf oder Auslieferung dazu.
Rezepturen entwickeln und erproben
Du arbeitest nach bestehenden Rezepturen, probierst aber je nach Betrieb auch neue Mischungen und Produkte aus. Dabei testest du etwa andere Früchte, Kräuterkombinationen oder Zuckerverhältnisse und vergleichst das Ergebnis sensorisch und messtechnisch. So entstehen neue Liköre, Destillate oder Auszüge mit eigenem Profil.
Produktionsdaten und Behördenaufzeichnungen führen
Du dokumentierst Produktionsmengen, Messwerte und Verarbeitungsschritte in Protokollen, Tabellen oder Software. Diese Aufzeichnungen sind besonders wichtig, weil Alkoholmengen gesetzlich genau kontrolliert werden und für die Abrechnung mit der Finanzbehörde nachvollziehbar sein müssen. Wer hier ungenau arbeitet, riskiert nicht nur Qualitätsprobleme, sondern auch rechtliche Schwierigkeiten.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Mit wem und wo du zu tun hast
Je nach Betrieb ist das Arbeitsumfeld etwas unterschiedlich, aber typisch sind diese Kontakte und Orte:
- Produktionshallen mit Gärbottichen, Brennblasen und Abfüllanlagen
- Lagerbereiche für Rohstoffe, Gebinde und fertige Spirituosen
- Zusammenarbeit mit Berufskollegen, Hilfskräften, Lagerpersonal und Vorgesetzten
- Kontakt zu Lieferanten wie Obstbauern sowie zu Fahrern im Versand
- In kleineren Brennereien auch Führungen, Beratungen und Degustationen mit Kunden
Belastung
Hitze, Dämpfe, starke Gerüche und Reinigungsarbeiten gehören fix dazu. Wer nur an das elegante Endprodukt denkt, sieht nur einen kleinen Teil des Berufs.
Typische Umgebungsmerkmale
- Produktionshallen in Brennereien
- Arbeit an Brenn- und Destillieranlagen
- Hitze und Dämpfe
- Maschinen- und Anlagenlärm
- viel Reinigen und Desinfizieren
- Team mit Produktion und Lager
- teils Kontakt zu Kunden in kleinen Brennereien
- strenge Hygienevorgaben
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: vom Mitlaufen zum Mitentscheiden
Direkt nach der Lehrzeit ändert sich vor allem eines: Du bist nicht mehr nur dabei, sondern für Chargen, Anlagenzustände und Produktqualität mitverantwortlich. In einem kleinen Betrieb kann das heißen, dass du einzelne Produktionsschritte selbstständig vorbereitest, die Brennfolge überwachst oder bei Likören die Feinabstimmung mitübernimmst. In größeren Häusern wächst du oft in klar abgegrenzte Bereiche hinein, zum Beispiel Gärführung, Destillation, Filtration oder Abfüllung. Mit Berufserfahrung wird deine Einschätzung wichtiger: Welche Charge ist in Ordnung, wo muss nachkorrigiert werden, und wie lässt sich ein gleichbleibender Hausstil sichern? Gerade in diesem seltenen Lehrberuf zählt praktische Erfahrung sehr stark, weil Betriebe auf Leute angewiesen sind, die ihre Produkte wirklich kennen.
Wohin du dich fachlich spezialisieren kannst
Wenn du nach einigen Jahren nicht einfach alles ein bisschen machen willst, sondern in einem Bereich richtig gut werden möchtest, sind diese Richtungen naheliegend:
- Entwicklung neuer Rezepte und Produkte, etwa neue Liköre, Kräuterauszüge oder abgestimmte Spirituosenlinien
- Industrielle Produktion mit stärker standardisierten Abläufen, größeren Anlagen und enger Prozesskontrolle
- Destillen und Brennverfahren, also der tiefere Fokus auf Brenntechnik, Trennung und Produktstil
- Verkauf und Vertrieb von Destillaten, besonders in Betrieben, die Beratung, Verkostung und Markenaufbau wichtig nehmen
- Lebensmitteltechnik und Hygienetechnik, wenn dich Produktionssicherheit, Reinigung und Qualitätsstandards besonders interessieren
Der Aufstieg im Großbetrieb: BrennmeisterIn bis Produktionsleitung
In den wenigen größeren Betrieben dieser Branche gibt es echte Entwicklungsschritte nach oben. Als BrennmeisterIn oder DestillateurmeisterIn trägst du nicht mehr nur Verantwortung für deine eigene Arbeit, sondern für ganze Produktionsabläufe, Anlagenbelegung und Qualitätsstandards. Später können Funktionen wie AbteilungsleiterIn oder ProduktionsleiterIn dazukommen: Dann planst du Personal, entscheidest über Chargen, organisierst Abläufe zwischen Produktion, Lager und Abfüllung und triffst wirtschaftliche Entscheidungen. Das ist ein anderer Beruf als die Lehrzeit am Gerät, aber genau daraus wächst er heraus. Wer gern organisiert, Verantwortung übernimmt und den Gesamtprozess verstehen will, findet hier eine klare Entwicklungslinie.
Weiterbildung, die wirklich etwas verändert
Viel Weiterbildung passiert in diesem Beruf direkt im Betrieb, weil jede Brennerei eigene Produkte, eigene Abläufe und oft auch ihre eigene Handschrift hat. Dazu kommen fallweise Kurse des Österreichischen Getränkeinstituts in Wien, wenn du Wissen gezielt vertiefen willst. Ein großer formaler Schritt ist die Werkmeisterschule für Berufstätige mit der Fachrichtung Bio- und Lebensmitteltechnologie. Sie ist besonders dann interessant, wenn du später mehr Verantwortung in Produktion, Qualitätssicherung oder Führung übernehmen willst. Der Unterschied ist spürbar: Du arbeitest dann nicht nur im Prozess, sondern verstehst und planst ihn auf einer höheren Ebene.
Eine eigene Brennerei oder Produktlinie aufbauen
Für manche ist das reizvollste Zukunftsbild nicht die Karriere im Betrieb, sondern etwas Eigenes. Die selbstständige Ausübung ist im freien Gewerbe "Erzeugung von Lebensmitteln mit Ausnahme der reglementierten Nahrungsmittelerzeugung" möglich. Das heißt in der Praxis: Mit Erfahrung, einem klaren Produktgedanken und sauberer Organisation kannst du eine kleine Produktion, eine Spezialisierung auf Kräuterauszüge oder eine markante Spirituosenlinie aufbauen. Gerade in einem Beruf, in dem Rezeptur, Herkunft der Rohstoffe und Handschrift des Betriebs viel bedeuten, kann daraus eine sehr persönliche berufliche Richtung werden. Selbstständigkeit heißt hier aber nicht romantische Etikettenarbeit, sondern auch Hygiene, Dokumentation, Behördenwege, Einkauf und Vermarktung im Griff zu haben.
Realistisch
Lehrstellen und offene Stellen sind selten. Wer einen Einstieg schafft, bleibt deshalb oft im Lehrbetrieb und baut dort Schritt für Schritt Spezialwissen auf, das in genau diesem Haus gebraucht wird.
Der ruhige Weg: ein solides Berufsleben in einer kleinen Brennerei
Nicht jede Person will aufsteigen oder ein eigenes Unternehmen gründen. In diesem Beruf kann auch ein anderer Weg gut passen: in einem kleineren Betrieb verlässlich gute Arbeit machen, Produkte über Jahre mitprägen und Teil eines überschaubaren Teams sein. Dann kennst du Rohstoffe, Jahresabläufe, Hausrezepte und die Besonderheiten des Betriebs oft besser als jede neu dazukommende Person. Gerade in Familienbetrieben oder kleinen Brennereien ist diese Verlässlichkeit viel wert. Für manche ist genau das das attraktive Bild: ein handfester Lebensmittelberuf mit klaren Produkten, sichtbaren Ergebnissen und einem Arbeitsalltag, der nicht am Bildschirm stattfindet.
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