Aus Scoutra wird Junik

Aus Scoutra wird Junik

Junik kommt von „unique“. Kein Jugendlicher ist wie der andere, und keine Lehrstelle ist wie die andere. Genau danach bauen wir: dass jeder Einzelne die Entscheidung trifft, die zu ihm passt, und nicht die, die am lautesten beworben wird.

Sonst ändert sich nichts. Dieselbe Firma, dieselben Leute, dieselbe App — nur der Name ist neu. Alte Adressen auf scoutra.at führen weiter hierher.

In den Stores steht vorübergehend noch Scoutra. Es ist dieselbe App; wer sie schon hat, muss nichts tun.

?

BekleidungsgestalterIn - Hauptmodul KürschnerIn und SäcklerIn

Als BekleidungsgestalterIn im Hauptmodul KürschnerIn und SäcklerIn verarbeitest du Leder, Felle und Pelze zu Kleidungsstücken wie Jacken, Mänteln, Hosen oder Kappen. Anders als in der allgemeinen Bekleidungsherstellung arbeitest du mit Materialien, die nach Fellrichtung, Dichte, Struktur, Dehnbarkeit und Haltbarkeit ganz unterschiedlich reagieren und deshalb besonders sorgfältig vorbereitet, zugeschnitten und geformt werden müssen.

  • 3 Jahre. Bei Absolvierung eines zusätzlichen Hauptmoduls oder eines Spezialmoduls: 3 1/2 Jahre.
  • Berufsschule Wien

Gehaltsentwicklung (KV)

  1. 1. LEHRJAHR€ 826€ 643 – € 888
  2. 2. LEHRJAHR€ 988€ 876 – € 1.032
  3. 3. LEHRJAHR€ 1.203€ 1.168 – € 1.251
  4. 4. LEHRJAHR€ 1.379€ 1.285 – € 1.436

Nur in der App

Passt dieser Beruf zu dir?

Gefragt sind vor allem Macher:in und Gestalter:in. Wie gut du dazu passt, zeigt der Persönlichkeitstest in 10 bis 30 Minuten.

„Hier nähst du nicht einfach Stoff zusammen: Du arbeitest mit Fellrichtung, Lederstruktur und wertvollen Naturmaterialien, bei denen schon der Zuschnitt über Aussehen und Haltbarkeit entscheidet.“

Was du mitbringen solltest

mehr
  • Gestalterische Fähigkeit
  • Gutes Augenmaß
  • Chemisches Verständnis
  • Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeit
  • Modebewusstsein
  • Fingerfertigkeit

Typische Aufgaben

mehr
  • Schnittmuster für Fell und Leder erstellen
  • Felle nach Farbe und Dichte sortieren
  • Fehlstellen mit dem Kürschnermesser ausschneiden
  • Leder, Felle und Zutaten zuschneiden
  • Kleidungsstücke zusammennähen und ausfertigen
  • Fell- und Lederteile formen und spannen

Arbeitsumgebung

mehr
  • Werkstattarbeit mit Handarbeit
  • auch Konfektion in Produktionshallen
  • Kundenkontakt bei Maßanfertigung
  • EDV-Grundkenntnisse nützlich
  • Maschinenlärm je nach Betrieb
  • laufende Näh- und Bügelmaschinen
  • Lager- und Verkaufsräume im Betrieb
  • kein typischer Nachtberuf
  • Umgang mit Pflege- und Reinigungsarbeiten

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre führen die häufigsten Wege entweder in die praktische Spezialisierung im Betrieb — etwa als MaßanfertigerIn, ZuschneiderIn, ModellschneiderIn oder in die Reparatur und Umarbeitung — oder in weiterführende Funktionen wie Schnittmacherei, Werkstättenleitung oder industrielle Arbeitsvorbereitung. Wer sich fachlich weiterentwickeln will, findet laut AMS vor allem Kurse in Modezeichnen, Schnittzeichnen, Schnittkonstruktion und Vorbereitung auf die Meisterprüfung bei WIFI, BFI und den Landesinnungen für Mode und Bekleidungstechnik. Darüber hinaus gibt es Wege in angrenzende Felder wie Bekleidungstechnik, Kostüm, Handel oder selbstständige Tätigkeiten in passenden Gewerben.

Lehrstellen als BekleidungsgestalterIn - Hauptmodul KürschnerIn und SäcklerIn in deiner Nähe

Wo suchst du? Dann siehst du die Lehrstellen in deiner Umgebung.

Andere Berufe entdecken

Im Detail

Anforderungen

In diesem Beruf passt du zu einem Material, das keine Fehler leicht verzeiht: Fell und Leder sind teuer, reagieren auf Zug, Feuchtigkeit und Schnittrichtung und müssen mit sicherer Hand verarbeitet werden. Gut aufgehoben bist du, wenn du Form, Oberfläche und Proportionen genau wahrnimmst, gern handwerklich arbeitest und auch bei Anproben, Änderungen und Kundenwünschen ruhig und präzise bleibst.

Was oft unterschätzt wird

In diesem Beruf reichen Nähen und Modeinteresse allein nicht aus. Diese Anforderungen greifen im Alltag ständig ineinander:

  • 🦊 Fellstrukturen und Farbunterschiede sicher erkennen, damit zusammengesetzte Flächen harmonisch wirken
  • ✂️ Mit Messern und Maschinen so präzise arbeiten, dass wertvolle Materialien nicht beschädigt werden
  • 🧥 Bei Anproben beurteilen, ob ein Stück nicht nur passt, sondern auch in Fasson und Linie stimmt
  • 💬 Kundinnen und Kunden verständlich erklären, welche Änderungen bei Leder oder Pelz überhaupt sinnvoll machbar sind

Achtung

Das Hauptmodul ist ein echter Nischenbereich: Laut AMS gibt es seit 2022 keine Lehrlinge mehr, und schon davor waren es österreichweit meist weniger als fünf pro Jahr.

Alle Anforderungen

Fachkompetenz

  • Gestalterische Fähigkeithoch
  • Gutes Augenmaßhoch
  • Chemisches Verständnismittel
  • Technisches Verständnismittel
  • Handwerkliche Geschicklichkeithoch
  • Räumliches Vorstellungsvermögenmittel
  • Datensicherheit und Datenschutzniedrig

Sozialkompetenz

  • Kommunikationsfähigkeitmittel
  • Kundenorientierunghoch
  • Aufgeschlossenheitmittel

Selbstkompetenz

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeithoch
  • Genaues und sorgfältiges Arbeitenhoch
  • Selbstständiges Arbeitenmittel
  • Einsatzfreudemittel
  • Verantwortungsbewusstseinhoch
  • Lernbereitschaftmittel
  • Aufmerksamkeithoch
  • Beurteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeithoch
  • Eigeninitiativemittel
  • Flexibilität und Veränderungsbereitschaftmittel
  • Selbstvertrauen und Selbstbewusstseinmittel
  • Sicherheitsbewusstseinmittel
  • Umweltbewusstseinmittel
  • Modebewusstseinmittel

Methodenkompetenz

  • Kreativitätmittel
  • Organisationsfähigkeitmittel
  • Systematische Arbeitsweisehoch

Koerperlich

  • Auge-Hand-Koordinationhoch
  • Fingerfertigkeithoch
  • Unempfindlichkeit gegenüber künstlicher Beleuchtungmittel

Allgemein

  • Gepflegtes Erscheinungsbildniedrig

Im Detail

Aufgaben

Der Kern dieses Berufs ist die Herstellung und Umarbeitung von Bekleidung aus Leder, Fellen und Pelzen — entweder als Maßarbeit für einzelne Kunden oder arbeitsteilig in der Konfektion. Ein typischer Arbeitstag verbindet Beratung, Maßnehmen, Materialauswahl, präzisen Zuschnitt, Nähen, Formgeben und Korrekturen; besonders wichtig ist dabei, dass jedes Teil zur Struktur und Richtung des Materials passt.

Besonderheit

Der entscheidende Unterschied zur normalen Bekleidungsherstellung ist das Material: Bei Pelz zählt nicht nur die Form des Schnittteils, sondern auch die Fellrichtung, die Dichte und die sichtbare Oberfläche jedes einzelnen Stücks.

Alle Aufgaben

  • Kundschaft zu Pelz und Leder beraten

    Du besprichst mit Kundinnen und Kunden, welches Modell sinnvoll ist und welche Pelz- oder Lederart dazu passt. Dabei erklärst du Trageeigenschaften, Haltbarkeit, Pflege und den Unterschied zwischen verschiedenen Materialien. Gerade bei Maßanfertigungen geht es nicht nur um den Look, sondern auch darum, wie sich ein Kleidungsstück im Alltag trägt und wie es auf Wetter reagiert.

  • Maß nehmen und Modelle skizzieren

    Für Einzelanfertigungen nimmst du Körpermaße direkt an der Person und hältst Wünsche zu Form, Länge, Kragen, Ärmeln oder Verbrämungen fest. Daraus entstehen Skizzen und erste Entwürfe, die als Grundlage für den Schnitt dienen. Wenn nach Maß gearbeitet wird, muss schon hier klar sein, wie das Material fällt und an welchen Stellen Bewegungsfreiheit nötig ist.

  • Schnittmuster für Fell und Leder erstellen

    Du entwickelst oder wählst Schnittmuster und passt sie an das gewünschte Modell an. Bei Fellen markierst du zusätzlich den Strich, also die Fellrichtung, damit die Oberfläche später gleichmäßig wirkt. Beim Arbeiten mit Leder und Pelz ist der Schnitt nicht nur eine Formvorlage, sondern entscheidet mit darüber, wie edel, ruhig oder lebendig das fertige Stück aussieht.

  • Felle nach Farbe und Dichte sortieren

    Bevor zugeschnitten wird, sichtest du die Felle genau und ordnest sie nach Farbe, Haarlänge, Dichte, Struktur und Qualität. Fehlerhafte Stellen werden erkannt und für die weitere Verarbeitung berücksichtigt. Diese Vorarbeit ist besonders wichtig, weil nebeneinander gesetzte Fellteile nur dann stimmig wirken, wenn Ton, Richtung und Oberfläche zusammenpassen.

  • Fehlstellen mit dem Kürschnermesser ausschneiden

    Beschädigte, ungleichmäßige oder für sichtbare Flächen ungeeignete Stellen schneidest du mit dem Kürschner- oder Ledermesser gezielt heraus. Dabei arbeitest du sehr sparsam, denn das Material ist wertvoll und darf nicht unnötig verloren gehen. Ein ungenauer Schnitt kann später sichtbare Übergänge oder Schwachstellen verursachen.

  • Leder, Felle und Zutaten zuschneiden

    Du überträgst die Schnittteile auf Leder, Fell oder ergänzende Stoffe und schneidest die Einzelteile passend zu. Dabei beachtest du Dehnbarkeit, Festigkeit, Strukturunterschiede und den Einsatzzweck des jeweiligen Teils, etwa bei Ärmel, Kragen oder Leibteil. In der Serienfertigung arbeitest du dafür oft mit Maschinen und vorgegebenen Vorlagen, in der Maßarbeit stärker von Hand.

  • Teile verheften und Anproben durchführen

    Vor dem endgültigen Nähen werden die zugeschnittenen Teile zunächst geheftet, damit Passform und Linien kontrolliert werden können. Bei der Anprobe prüfst du Länge, Fasson und Sitz und markierst nötige Änderungen. Gerade bei Leder- und Pelzbekleidung ist das wichtig, weil spätere Korrekturen aufwendiger sind als bei gewöhnlichen Stoffen.

  • Kleidungsstücke zusammennähen und ausfertigen

    Du nähst die Einzelteile mit speziellen Nähmaschinen zu fertigen Kleidungsstücken zusammen und fügst Leibteil, Ärmel, Kragen und weitere Bestandteile exakt aneinander. Zusätzlich setzt du Taschen, Knöpfe, Reißverschlüsse, Ziernähte oder Stickereien ein. Auch Futterstoffe, Pikierstoffe, Baumwollbänder oder Vlieseline werden je nach Modell eingearbeitet, damit Form und Stabilität stimmen.

  • Fell- und Lederteile formen und spannen

    Damit das Kleidungsstück seine endgültige Form bekommt, reinigst du Teile, feuchtest sie an und spannst sie am Zwecktisch auf. Dort werden Konturen markiert, Flächen geglättet und die Form fixiert. Zusätzlich bügelst oder dämpfst du, wenn das Material und das Modell es erfordern.

  • Pelz und Leder witterungsbeständig präparieren

    Um Leder und Pelze widerstandsfähiger zu machen, werden sie mit speziellen Methoden behandelt. Dabei kann es um Imprägnierung, Pflege oder andere Präparationsschritte gehen, die das Material gegen Witterung und Gebrauch schützen. Hier brauchst du Materialkenntnis, weil nicht jede Behandlung für jede Leder- oder Pelzart geeignet ist.

  • Kleidungsstücke ändern und modernisieren

    Du passt bestehende Pelz- und Lederbekleidung an neue Maße oder modische Wünsche an. Dazu gehören enger oder weiter machen, Längen verändern, Teile austauschen oder ältere Stücke gestalterisch überarbeiten. Gerade bei hochwertigen Materialien ist Umarbeiten oft wirtschaftlich sinnvoller als ein Neukauf.

  • Pelz- und Lederstücke reparieren und pflegen

    Beschädigte Nähte, Verschlüsse, Futter oder Oberflächen werden von dir ausgebessert, damit ein Kleidungsstück wieder tragbar ist. Manche Stücke reinigst du selbst, andere leitest du an spezialisierte Putzereien weiter. Auch dabei musst du den Zustand des Materials richtig einschätzen, damit nichts durch eine falsche Behandlung beschädigt wird.

  • Maschinen einstellen und Produktionsschritte überwachen

    In größeren Betrieben stellst du Maschinen in Zuschnitt, Näherei oder Ausfertigung ein und bedienst sie. In der Konfektion wird arbeitsteilig produziert, daher kontrollierst du oft auch, ob Vorlagen, Materialien und Arbeitsschritte zusammenpassen. Dazu kommen Überwachungs- und Koordinationsaufgaben zwischen den einzelnen Abteilungen.

  • Material- und Kundendaten dokumentieren

    Du erfasst Arbeitsergebnisse und führst Material-, Lager- und Stücklisten sowie Betriebsbücher oder Kundenkarteien. Das ist wichtig, damit nachvollziehbar bleibt, welche Fell- oder Lederarten verwendet wurden, welche Änderungen gemacht wurden und welche Materialien noch verfügbar sind. Besonders bei Einzelanfertigungen hilft eine gute Dokumentation auch bei späteren Reparaturen oder Nachbestellungen.

Im Detail

Arbeitsumgebung

Wo du in diesem Beruf arbeiten kannst

Je nach Betrieb sieht der Alltag deutlich anders aus:

  • 🧵 Kleine Kürschnerwerkstatt mit Maßanfertigung, Anproben und direktem Kundenkontakt
  • 🏭 Lederbekleidungsbetrieb mit arbeitsteiliger Fertigung in Zuschnitt, Näherei und Ausfertigung
  • 📦 Handelsbetrieb für Rauwaren und Pelze mit Lager- und Materialbezug
  • 🎭 Angrenzende Bereiche wie Kostümfertigung für Theater und Film nach entsprechender Spezialisierung

Arbeitsgefühl

Viele Tätigkeiten wirken ruhig und präzise, aber innerlich ist der Druck oft hoch: Ein falscher Schnitt in Leder oder Pelz ist schnell sichtbar und meist nicht einfach rückgängig zu machen.

Typische Umgebungsmerkmale

  • Werkstattarbeit mit Handarbeit
  • auch Konfektion in Produktionshallen
  • Kundenkontakt bei Maßanfertigung
  • EDV-Grundkenntnisse nützlich
  • Maschinenlärm je nach Betrieb
  • laufende Näh- und Bügelmaschinen
  • Lager- und Verkaufsräume im Betrieb
  • kein typischer Nachtberuf
  • Umgang mit Pflege- und Reinigungsarbeiten

Im Detail

Zukunftsperspektiven

Nach der Lehre: vom Mitmachen zum eigenen Stück

Der erste große Schritt nach der Lehre ist, dass du nicht mehr nur einzelne Arbeitsschritte ausführst, sondern ganze Aufträge sicher einschätzen sollst. In einer kleinen Werkstatt kann das bedeuten, dass du ein Stück von der Beratung über Maßnehmen und Zuschnitt bis zur Anprobe und Ausfertigung weitgehend selbst betreust. In größeren Betrieben wirst du oft zuerst in einem Bereich richtig stark, zum Beispiel im Zuschnitt, in der Näherei oder in der Ausfertigung. Gerade in diesem Nischenberuf zählt mit den Jahren vor allem, ob man Material sicher lesen kann: Welche Felle zusammenpassen, wie Leder reagiert und wann eine Änderung technisch sauber lösbar ist. Wer das beherrscht, wird im Betrieb schnell zur Person, die bei schwierigen Stücken gefragt ist.

Typische nächste Rollen im Beruf

Diese Wege nennt das AMS als realistische Entwicklung nach der Lehre oder mit Berufserfahrung:

  • ✂️ ZuschneiderIn, wenn du besonders stark im exakten Einteilen und materialschonenden Zuschnitt wirst
  • 📐 SchnittmacherIn oder ModellschneiderIn, wenn du Entwürfe in tragbare, gut sitzende Schnitte übersetzen kannst
  • 🧵 MeisterIn oder WerkstättenleiterIn, wenn du Aufträge planst, Arbeit einteilst und Qualität kontrollierst
  • 🏭 In Industriebetrieben BandleiterIn, ArbeitsvorbereiterIn, KontrollorIn oder AbteilungsleiterIn

Der fachliche Weg: besser werden in dem, was kaum jemand kann

Weil KürschnerIn und SäcklerIn ein seltener Beruf ist, liegt die Stärke nicht in einer großen Zahl offener Stellen, sondern in echtem Spezialkönnen. Wer mit der Zeit sehr gut in Maßanfertigung, Umarbeitung oder Reparatur von Leder- und Pelzstücken wird, besetzt eine Nische, die nicht leicht ersetzbar ist. Besonders gefragt sind laut AMS Fachkräfte mit technischem Wissen, Erfahrung in industrieller Fertigung und EDV-Grundkenntnissen. Das heißt praktisch: nicht nur schön nähen, sondern auch Arbeitsabläufe verstehen, Maschinen beherrschen und Aufträge sauber dokumentieren. In einem kleinen Markt kann genau diese Mischung darüber entscheiden, ob du nur mitarbeitest oder als Fachkraft gezielt gesucht wirst.

Weiterbildungen, die wirklich etwas verändern

Aus den AMS-Quellen ergeben sich vor allem diese sinnvollen Weiterbildungsthemen und Schulwege:

  • ✏️ Modezeichnen, wenn du Modelle besser entwerfen und Kundenideen sichtbar machen willst
  • 📐 Schnittzeichnen und Schnittkonstruktion, um komplexere Passformen und eigene Modelle sauber aufzubauen
  • 🏅 Vorbereitung auf die Meisterprüfung, wenn du Verantwortung im Betrieb oder ein eigenes Unternehmen anstrebst
  • 🏫 Meisterklasse für DamenkleidermacherInnen in Linz oder die Meisterschulen in Wien 16 für Bühnenkostüme, Haute Couture sowie Mode und Bekleidungstechnik

Kostüm, Bekleidungstechnik, Handel: der Weg über angrenzende Felder

Nicht jeder bleibt das ganze Berufsleben in einer klassischen Kürschnerwerkstatt. Laut bic ergeben sich Spezialisierungen oft in benachbarten Bereichen des Textil-, Leder- und Modefelds. Wer Freude an Bühne und Charakterkostüm hat, kann sich in Richtung Theater- und Filmkostüm entwickeln; wer stärker technisch denkt, eher in Bekleidungstechnik oder produktionsnahe Aufgaben. Auch der Handel mit Leder- und Pelzprodukten ist ein möglicher Weg, besonders wenn du Materialkenntnis und Kundenberatung gut verbinden kannst. Dieser Wechsel ist kein Ausstieg aus dem Beruf, sondern oft eine sinnvolle Erweiterung deiner ursprünglichen Kenntnisse.

Ein eigenes kleines Geschäft aufbauen

Selbstständigkeit ist in diesem Beruf kein Massenweg, aber für manche genau das richtige Zielbild. Laut AMS und bic gibt es Möglichkeiten im reglementierten Bereich sowie in freien Gewerben, etwa in der Änderungsschneiderei oder im Modedesign; bic nennt außerdem das Handwerk der Kürschner und Säckler als reglementiertes Gewerbe. In der Praxis könnte das heißen: eine kleine Werkstatt für Änderungen und Umarbeitungen, Spezialisierung auf Maßstücke aus Leder, Übernahme von Reparaturen oder Entwurfsarbeit für individuelle Bekleidung. Der starke Punkt einer eigenen Werkstatt wäre nicht große Stückzahl, sondern Vertrauen, Präzision und ein Stil, für den Kundinnen und Kunden gezielt zu dir kommen. Dafür brauchst du aber neben dem Handwerk auch Ausdauer, Organisation und einen klaren Überblick über rechtliche Voraussetzungen.

Realistisch

Die Branche hat laut AMS insgesamt eher schwierige Aussichten, weil viel Produktion ins Ausland verlagert wurde. Gute Chancen haben trotzdem Fachkräfte, weil es keinen Überschuss an ausgebildeten Leuten gibt — in einer Nische kann genau das ein Vorteil sein.

Der ruhige, gute Weg: ein solides Handwerk statt Karrierejagd

Nicht jeder will später leiten, unterrichten oder ein Unternehmen gründen. In diesem Beruf gibt es auch den Weg, einfach ein sehr verlässlicher Fachmensch zu werden: jemand, der sauber arbeitet, mit Kundschaft gut umgeht und hochwertige Stücke ordentlich fertigstellt. Gerade in kleinen Betrieben ist so eine Person enorm wertvoll, weil sie schwierige Änderungen, Reparaturen und Anproben sicher übernehmen kann. Das kann ein gutes Berufsleben sein, wenn du gern mit den Händen arbeitest und am Ende des Tages sehen willst, was du geschaffen oder gerettet hast. Der Beruf taugt also nicht nur für Aufstieg, sondern auch als Fundament für ein Leben, in dem Arbeit wichtig ist, aber nicht alles sein muss.

Warum internationale Trends trotzdem wichtig sind

Auch wenn du in einer kleinen Werkstatt in Österreich arbeitest, hängt viel davon ab, ob du Entwicklungen im Modesektor mitbekommst. Das AMS nennt dafür Textilmessen, Modeschauen und Fachzeitschriften als wichtige Quellen. Der Grund ist einfach: Kundinnen und Kunden bringen Vorstellungen mit, die von internationalen Bildern geprägt sind, und du musst einschätzen können, was davon zu Leder, Pelz oder einer Umarbeitung passt. Wer Trends versteht, kann alte Stücke überzeugender modernisieren und neue Entwürfe sicherer entwickeln. Gerade in einem traditionellen Handwerk kann dieses aktuelle Wissen den Unterschied zwischen bloßer Routine und echter Weiterentwicklung ausmachen.

Nur in der App

Mehr Hilfe bei Beruf und Lehrstelle gibt’s in der App.

  • Mach den Persönlichkeitstest und sieh, was zu dir passt — wissenschaftlich fundiert.
  • Entdecke Lehrstellen in spannenden Videos — wie bei TikTok.
  • Merk dir Lehrstellen und vergleiche deine Favoriten.
  • Betriebe bewerben sich bei dir.
  • Schreib Betrieben direkt — ohne Bewerbungsschreiben.

Kostenlos und jederzeit löschbar.

Alle Lehrberufe von A bis Z

Geht nur in der App

Erstelle dein kostenloses Profil.

Kostenloses Profil erstellen

Schon dabei? Anmelden · Kostenlos, jederzeit löschbar

Junik laden

Kostenlos für iPhone und Android oder direkt im Browser.

Am Rechner? Scann den Code, dann hast du die App am Telefon.