Als BäckerIn stellst du Brot, Gebäck, Feinbackwaren und Dauerbackwaren her – von der Rezeptur über den Teig bis zum fertigen Laib oder Kipferl. Der Beruf ist viel technischer, als viele denken: Neben händischer Teigarbeit steuerst du Knetmaschinen, Gäranlagen und elektronische Backöfen, oft schon mitten in der Nacht.
- 3 Jahre
- Berufsschule Eisenstadt
Gehaltsentwicklung (KV)
- 1. LEHRJAHR€ 796€ 669 – € 922
- 2. LEHRJAHR€ 1.017€ 849 – € 1.185
- 3. LEHRJAHR€ 1.458€ 1.204 – € 1.712
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Einblicke
Videos aus Lehrbetrieben

Einblicke in die Bäckerei Pföß – After Work des Verein Salzburg SüdBäckerei Pföß GmbH 
Evelyn aus unserer maxi.backstubeMaximarkt Handels-Gesellschaft m.b.H.
„Hier entscheidest du nicht nur über Geschmack – du steuerst mit Teigruhe, Gärung und Ofenhitze, ob aus Mehl ein gutes Brot oder ein misslungenes wird.“
Was du mitbringen solltest
mehr- Geruchs- und Geschmackssinn
- Anwendung und Bedienung digitaler Tools
- Grundverständnis von Lebensmitteltechnologie
- Hygienebewusstsein
- Psychische Belastbarkeit bei Nachtarbeit
- Prozessverständnis
- Unempfindlichkeit der Haut gegenüber Mehl und Eiweiß
Typische Aufgaben
mehr- Teige nach Rezeptur herstellen
- Teige kneten und entwickeln
- Teigruhe und Gärung steuern
- Brot und Gebäck händisch formen
- Backöfen beschicken und steuern
Arbeitsumgebung
mehr- Arbeit mit Lebensmitteln
- Maschinen und Öfen bedienen
- Backstube oder Produktionshalle
- manchmal auch Verkaufsraum
- enge Abstimmung im Team
- Arbeitsbeginn oft nachts
- viel Stehen und zügiges Arbeiten
- Maschinengeräusche
- strenge Hygienevorgaben
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre arbeitest du meist zuerst als Fachkraft in der Backstube und übernimmst schrittweise mehr Verantwortung – etwa für einen Produktionsbereich, für Ofenarbeit oder für die Organisation einer Schicht. Häufige nächste Schritte sind Spezialisierungen auf Bio- oder Diätbackwaren, Qualitäts- und Hygienekontrolle, industrielle Produktion oder die Entwicklung neuer Rezepturen. Wer weiter aufsteigen will, kann Richtung VorarbeiterIn, BackstubenleiterIn, AbteilungsleiterIn, ProduktionsleiterIn oder WerkmeisterIn gehen; mit Meisterprüfung ist auch der Weg in die Selbstständigkeit realistisch. Daneben gibt es auch ruhigere Berufswege, in denen du als verlässliche Fachkraft dauerhaft in einem Betrieb arbeitest.Lehrstellen als BäckerIn in deiner Nähe
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Anforderungen
In diesem Beruf musst du mit Lebensmitteln, Zeit und Temperaturen sehr genau umgehen. Wichtig ist nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch ein gutes Gefühl für Teigentwicklung, Hygiene und den frühen oder nächtlichen Arbeitsrhythmus. Wer gerne praktisch arbeitet, Abläufe versteht und trotz Zeitdruck sauber produziert, kommt hier gut zurecht.
Achtung
Der größte Unterschied zu vielen anderen Lebensmittelberufen ist nicht der Teig, sondern der Arbeitsrhythmus: Wenn dir Nacht- oder Früharbeit dauerhaft schwerfällt, wird der Beruf auf Dauer belastend – auch wenn dir Backen an sich gefällt.
Was oft unterschätzt wird
Viele denken bei Bäckerinnen und Bäckern zuerst an Handarbeit. Im Alltag zählen aber mehrere Dinge gleichzeitig:
- Teig verändert sich laufend – du musst also beobachten und nicht nur nach Schema arbeiten
- Hygiene ist ein zentraler Teil der Arbeit, nicht nur ein Zusatz
- Moderne Backöfen und Anlagen werden elektronisch gesteuert
- Geruch, Geschmack und Aussehen sind wichtige Kontrollwerkzeuge bei der Qualität
Alle Anforderungen
Fachkompetenz
- Genaues Arbeiten nach Rezepturhoch
- Handwerkliche Geschicklichkeit bei der Teigformunghoch
- Gutes Augenmaßmittel
- Geruchs- und Geschmackssinnmittel
- Anwendung und Bedienung digitaler Toolsmittel
- Kenntnisse in Nahrungsmittelkundemittel
- Grundverständnis von Lebensmitteltechnologiemittel
Allgemein
- Hygienebewusstseinhoch
- Infektionsfreiheithoch
Selbstkompetenz
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeithoch
- Selbstständiges Arbeitenhoch
- Aufmerksamkeithoch
- Ausdauer und Durchhaltevermögenmittel
- Psychische Belastbarkeit bei Nachtarbeithoch
- Lernbereitschaftmittel
Methodenkompetenz
- Systematische Arbeitsweisemittel
- Prozessverständnishoch
- Kreativität bei Produkten und Formenmittel
Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Zusammenarbeitmittel
- Kommunikationsfähigkeitmittel
- Kontaktfreude und Kundenorientierungniedrig
Koerperlich
- Fingerfertigkeitmittel
- Unempfindlichkeit der Haut gegenüber Mehl und Eiweißmittel
- Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchenniedrig
- Langes Stehen aushaltenhoch
Im Detail
Aufgaben
Der Kern des Berufs ist, aus Rohstoffen wie Mehl, Wasser, Hefe, Salz und weiteren Zutaten kontrolliert Backwaren entstehen zu lassen. Ein Arbeitstag folgt dabei einem genauen Produktionsablauf: Zutaten vorbereiten, Teige mischen und führen, formen, gären lassen, backen und das Ergebnis laufend prüfen. Je nach Betrieb arbeitest du in allen Schritten mit oder bist auf Teigmischung, Tafelarbeit oder Ofenarbeit spezialisiert.
Wusstest du?
In größeren Betrieben bist du oft nicht in jedem Schritt gleichzeitig tätig, sondern auf Teigmischung, Tafelarbeit oder Ofenarbeit spezialisiert. In kleinen Bäckereien durchläufst du dagegen meist den gesamten Weg vom Rohstoff bis zum fertigen Gebäck.
Alle Aufgaben
Mehl und Zutaten bereitstellen
Du holst die benötigten Mehlsorten aus dem Mehlsilo oder arbeitest in kleineren Betrieben mit Mehlsäcken. Über ein Steuergerät wählst du Mehlart und Menge aus, oder du siebst und wiegst das Mehl händisch ab. Dazu bereitest du Wasser, Hefe, Salz, Zucker, Fett, Gewürze, Eier, Milch, Honig oder Backmittel passend zur Rezeptur vor. Schon in diesem Schritt entscheidet sich, ob der Teig später die richtige Struktur bekommt.
Teige nach Rezeptur herstellen
Du stellst Teigmischungen für unterschiedliche Brote, Gebäcksorten und Spezialprodukte her, zum Beispiel für Roggenbrot, Mischbrot, Semmeln oder Vollkorngebäck. Dafür wägest und misst du Roh- und Hilfsstoffe genau ab und kombinierst sie in der richtigen Reihenfolge. Du musst wissen, wie Zutaten zusammenwirken und welche backtechnische Wirkung etwa Hefe, Salz, Zucker, Fett oder Backmittel haben. Kleine Fehler bei Menge oder Reihenfolge können dazu führen, dass der Teig zu fest, zu weich oder instabil wird.
Teige kneten und entwickeln
Mit Knet- und Rührmaschinen bearbeitest du die Mischung so lange, bis Konsistenz, Bindung und Elastizität passen. Dabei geht es nicht nur darum, alles zu vermengen, sondern den Teig genau in den Zustand zu bringen, den das spätere Produkt braucht. Für manche Erzeugnisse arbeitest du stärker maschinell, in anderen Fällen spürst du auch mit den Händen nach, ob der Teig schon richtig ist. Dieser Schritt ist entscheidend für Volumen, Krume und Biss der fertigen Backware.
Teigruhe und Gärung steuern
Nach dem Kneten braucht der Teig Zeit zum Ruhen und Reifen. Du beobachtest, wie sich Volumen, Oberfläche und Lockerung entwickeln, und entscheidest, wann der nächste Arbeitsschritt passt. Dafür nutzt du dein Wissen über Gärvorgang, Teiglockerung und Reifezeiten sowie je nach Betrieb Gärkammern oder Gärschrankanlagen. Wenn dieser Zeitpunkt nicht stimmt, gehen Brot und Gebäck ungleichmäßig auf oder bekommen eine schlechte Krume.
Teige abwiegen und portionieren
Sobald der Teig die richtige Reife erreicht hat, teilst du ihn in gleichmäßige Stücke. Das machst du mit Waage, von Hand oder maschinell, je nachdem ob Brotlaibe, Wecken oder Kleingebäck hergestellt werden. Exakte Stückgewichte sorgen dafür, dass die Produkte gleichmäßig gären und gleich lang backen. Für den Verkauf ist das auch wichtig, weil Form, Größe und Gewicht zum Produkt passen müssen.
Teigteil- und Schleifmaschinen bedienen
Für Semmeln, Weckerln und anderes Kleingebäck setzt du Teigteil- und Schleifmaschinen ein. Diese teilen den Teig in gleich große Stücke und formen daraus runde Teigkugeln als Ausgangsform für die weitere Verarbeitung. Du kontrollierst, ob Gewicht, Rundung und Oberflächenspannung stimmen, und greifst ein, wenn die Maschine nachgestellt werden muss. In größeren Betrieben ist das ein zentraler Teil halb- oder vollautomatischer Brot- und Gebäcklinien.
Brot und Gebäck händisch formen
An der Tafelarbeit gibst du dem Teig seine endgültige Form, zum Beispiel als Laib, Wecken, Salzstangerl, Kipferl oder Striezel. Dabei arbeitest du mit den Händen, oft auch mit Rollholz oder einfachen Handwerkzeugen, und achtest auf Spannung, Form und saubere Oberfläche. Gerade in kleineren Bäckereien ist diese händische Formgebung ein sichtbarer Teil des Berufs. Hier zeigt sich, ob du Gefühl für Teig und ein gutes Augenmaß hast.
Füllungen und Feinbackwaren vorbereiten
Für Strudel, Kipferl, Krapfen oder andere Feinbackwaren stellst du Füllungen und Überzüge her. Du verarbeitest dafür zum Beispiel Marmeladen, Topfen, Früchte, Zucker, Gewürze oder andere Zutaten und passt sie an das jeweilige Produkt an. Nach dem Backen füllst, glasierst oder zuckerst du die Ware. So entstehen nicht nur einfache Brote und Semmeln, sondern auch süße und veredelte Backwaren.
Backstücke auf Bleche setzen
Die geformten Teigstücke legst du auf vorbereitete Bleche oder Backträger und ordnest sie so an, dass sie beim Aufgehen und Backen ihre Form behalten. Häufig kommen die Bleche danach in Metallgestänge und weiter in Gärkammern oder Gärschränke. Dabei musst du sauber und zügig arbeiten, damit die Stücke nicht zusammenkleben oder ungleichmäßig reifen. Dieser Schritt verbindet die Formarbeit mit der eigentlichen Ofenproduktion.
Backöfen beschicken und steuern
Du schiebst Brot, Gebäck oder Feinbackwaren in vorgeheizte Backöfen, Backautomaten oder computergesteuerte Ofenanlagen ein. Während des Backens kontrollierst du Temperatur, Dampf, Zeit und Backverlauf, damit Kruste, Farbe und Garung stimmen. In modernen Betrieben arbeitest du dabei oft mit vollelektronischen Steuerungen, in Großbetrieben auch mit automatisierten Brot- und Semmelstraßen. Dieser Arbeitsschritt entscheidet ganz unmittelbar über das sichtbare Endergebnis.
Fertige Backwaren ausheben und lagern
Nach dem Backen nimmst du die fertigen Produkte aus dem Ofen, sortierst sie und schichtest sie in Körbe oder auf geeignete Lagerflächen. Du prüfst dabei gleich mit, ob Farbe, Form und Backzustand passen. Je nach Betrieb werden die Waren direkt für den Verkauf in der eigenen Bäckerei vorbereitet oder für Lieferung und Auslagerung bereitgestellt. Frische Produkte müssen dabei sachgerecht behandelt werden, damit Qualität und Haltbarkeit stimmen.
Rohstoffe und Backwaren kontrollieren
Du überprüfst laufend die Qualität von Mehl, Hefe, Eiern, Gewürzen und anderen Zutaten sowie das Ergebnis der fertigen Produkte. Dabei nutzt du Augenmaß, Geruch und Geschmack und achtest auf Aussehen, Konsistenz, Lockerung und allgemeinen Zustand. Auch einfache labortechnische und gerätetechnische Kenntnisse aus der Nahrungsmittelerzeugung sind dafür wichtig. Nur mit regelmäßiger Kontrolle bleibt die Qualität im Betrieb verlässlich gleich.
Roh- und Hilfsstoffe nachbestellen
Vor allem in kleineren Betrieben gehört es dazu, den Verbrauch von Mehl, Hefe, Zucker, Gewürzen oder Verpackungsmaterial im Blick zu behalten. Du bestellst rechtzeitig nach, damit die Produktion ohne Unterbrechung weiterlaufen kann. Dabei orientierst du dich an Rezepturen, geplanten Produktionsmengen und vorhandenen Vorräten. Fehler in der Materialplanung merkt man in der Backstube sofort, weil dann ganze Chargen nicht produziert werden können.
Maschinen und Arbeitsplätze reinigen
Nach der Produktion reinigst du Knetmaschinen, Rührgeräte, Bleche, Arbeitstische, Waagen, Gäranlagen und weitere Geräte gründlich. In der Lebensmittelherstellung ist das keine Nebensache, sondern Pflicht: Rückstände können Hygieneprobleme verursachen oder den nächsten Teig negativ beeinflussen. Du pflegst die Arbeitsmittel und bereitest alles für den nächsten Produktionsdurchgang vor. Saubere Maschinen sind auch wichtig, damit Anlagen zuverlässig laufen.
Im Detail
Arbeitsumgebung
Wo du arbeiten kannst
Je nach Betriebsgröße sieht der Arbeitsalltag deutlich anders aus:
- Kleine gewerbliche Bäckerei mit viel händischer Formarbeit
- Mittlere Bäckerei mit Kombination aus Handarbeit und Maschinen
- Großbäckerei oder Brot- und Backwarenindustrie mit Produktionshallen und automatisierten Linien
- Betrieb mit direktem Verkauf im Haus, wo Produktion und Kundennähe näher zusammenliegen
Typische Umgebungsmerkmale
- Arbeit mit Lebensmitteln
- Maschinen und Öfen bedienen
- Backstube oder Produktionshalle
- manchmal auch Verkaufsraum
- enge Abstimmung im Team
- Arbeitsbeginn oft nachts
- viel Stehen und zügiges Arbeiten
- Maschinengeräusche
- strenge Hygienevorgaben
Im Detail
Zukunftsperspektiven
Nach der Lehre: vom Mitlaufen zum Mitverantworten
Der erste große Unterschied nach der Lehre ist, dass du nicht mehr nur einzelne Arbeitsschritte lernst, sondern für Qualität und Timing wirklich mitverantwortlich bist. Du bekommst eher einen eigenen Bereich, etwa das Mischen bestimmter Teige, die Ofenarbeit oder die Herstellung eines fixen Sortiments. In einer Backstube heißt das konkret: Du musst selbst merken, wenn ein Teig anders reagiert als sonst, wenn eine Charge nachgestellt werden muss oder wenn der Ofen anders fährt als geplant. Gerade weil Backen so zeitkritisch ist, merkt man rasch, wer Abläufe sicher im Griff hat. Wer zuverlässig arbeitet, wird deshalb oft früh zu einer Person, auf die sich die ganze Schicht verlässt.
Typische Spezialisierungen im Beruf
Mit Erfahrung kannst du dich in Richtungen entwickeln, die im Alltag sehr unterschiedlich aussehen:
- 🌱 Biobackwaren herstellen und mit anderen Rohstoffen oder Rezepturen arbeiten
- 🧪 Qualitäts- und Hygieneprüfung übernehmen und stärker auf Lebensmittelsicherheit achten
- 🏭 In der industriellen Backwarenherstellung computergesteuerte Anlagen und Produktionslinien betreuen
- 📝 Neue Rezepturen und Herstellungsmethoden entwickeln
- 🛒 Verkauf und Vertrieb von Backwaren näher an Kundschaft und Sortiment ausrichten
- 🎓 Kurse und Seminare zur Backwarenherstellung durchführen
Vom guten Teig zur Produktidee
Ein Weg, den viele am Anfang nicht sehen: Aus einer Bäckerlehre kann auch Produktentwicklung werden. Wenn du ein gutes Gespür für Teig, Rohstoffe und Backergebnis hast, kannst du später an neuen Rezepturen, Spezialbroten oder Nischenprodukten mitarbeiten – etwa bei Vollkorn-, Bio- oder Diätbackwaren. In solchen Rollen geht es nicht nur ums Backen selbst, sondern auch darum, systematisch zu testen: Welche Mehlmischung funktioniert? Wie verändert sich das Produkt bei anderer Teigführung? Wie bleibt die Qualität auch bei größeren Mengen stabil? Damit bewegst du dich an der Schnittstelle zwischen Handwerk und Lebensmitteltechnik.
Aufstieg in der Backstube oder im Betrieb
Wenn du Verantwortung übernehmen willst, führt der Weg oft über VorarbeiterIn oder BackstubenleiterIn weiter. Dann stehst du nicht nur selbst an Maschine oder Ofen, sondern planst Abläufe, teilst Arbeit ein und achtest darauf, dass Qualität, Mengen und Zeiten zusammenpassen. In größeren Betrieben kommen Positionen wie AbteilungsleiterIn, ProduktionsleiterIn oder WerkmeisterIn dazu. Dort geht es stärker um Organisation, Personal, Produktionssicherheit und den reibungslosen Ablauf ganzer Linien. Der Beruf kann sich damit von der direkten Teigarbeit Schritt für Schritt in Richtung Führung und Steuerung entwickeln.
Weiterbildung, die wirklich etwas verändert
Diese österreichischen Weiterbildungswege bauen direkt auf dem Lehrberuf auf:
- WIFI-Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung, wenn du später selbst einen Betrieb führen oder fachlich aufsteigen willst
- Berufsspezifische WIFI-Weiterbildungskurse zu neuen Produkten und Verfahrenstechniken
- Meisterschule für Müller, Bäcker und Konditoren in Wels, wenn du dich in einem Jahr gezielt höherqualifizieren willst
- Werkmeisterschule für Berufstätige für Bio- und Lebensmitteltechnologie in Wien oder Dornbirn im Abendunterricht, wenn du stärker in Richtung Lebensmitteltechnik gehen willst
Eine eigene Bäckerei – oder eine kleine Nische, die nur dir gehört
Mit entsprechender Qualifikation und Befähigungsnachweis kannst du dich im Handwerk der Bäcker oder auch im Handwerk der Konditoren selbstständig machen. Das muss nicht sofort die klassische große Bäckerei sein. Realistisch kann auch ein kleiner Betrieb sein, der sich über Qualität, ein klares Sortiment, Bio-Produkte, Spezialbrote oder die Verbindung mit Gastronomie von anderen abhebt – genau solche Strategien sind laut Berufspraxis für kleinere und mittlere Betriebe besonders wichtig. Zusätzlich gibt es mit der Erzeugung von Speiseeis auch ein freies Gewerbe, das du ohne Befähigungsnachweis anmelden kannst. Selbstständigkeit heißt hier also nicht nur „mehr vom Gleichen“, sondern kann ein eigenes Profil und eine echte Nische bedeuten.
Realistisch
Die Zahl der Bäckereien ist in den letzten Jahren gesunken, zugleich arbeiten pro Betrieb eher mehr Menschen als früher. Das heißt: Der Markt ist härter geworden, aber gute Fachkräfte werden weiterhin gebraucht – besonders dort, wo Qualität oder eine klare Spezialisierung zählt.
Ein solides Arbeitsleben ohne Chefkarriere
Nicht jeder will später einen Betrieb führen oder Meister werden. Auch als gut eingearbeitete Fachkraft kannst du dir in diesem Beruf ein stabiles Arbeitsleben aufbauen. Du beherrschst ein konkretes Handwerk, das täglich gebraucht wird, und kannst in kleinen Bäckereien genauso arbeiten wie in größeren Produktionsbetrieben. Viele schätzen genau das: einen Beruf mit sichtbarem Ergebnis, klaren Abläufen und dem Gefühl, etwas herzustellen, das Menschen jeden Tag kaufen. Wenn dir gute Arbeit wichtiger ist als Titel, ist auch das in diesem Beruf ein stimmiger Weg.
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